
Wie sich grüne Immobilien rechnen können
Nachhaltigkeit ist notwendig, allerdings nicht um jeden Preis. Vielmehr gehören Anreize gesetzt und die Gebäuderichtlinien der EU sollten mit Blick auf Wirtschaftlichkeit umgesetzt werden. Die EU-Gebäuderichtlinie fordert von den Mitgliedsstaaten, den Gebäudebestand so zu sanieren, dass Europa 2050 einen klimaneutral bewirtschaftbaren Gebäudebestand vorweisen kann. Es geht um thermische Sanierungen, um eine mit erneuerbaren Energien wirtschaftende technische Gebäudeausstattung. Ambitionierte Vorgaben sind wichtig, etwas anzukurbeln. Kann Nachhaltigkeit bei Immobilien einen Wirtschaftsschub bewirken?Die EU-Gebäuderichtlinie ist nur eine Rahmenvorgabe, mit der man versuchen kann, nationale Ziele zu erreichen. Allerdings muss man sich Gedanken mache, wie eine Umsetzung aussehen könnte, sonst wird das nicht funktionieren. Die Richtlinie ist umsetzbar, sie bringt uns als Gesellschaft viele Vorteile. Die Menschen zu erreichen ist schwer, aber es geht. Ziel muss es sein, die Zugänge und die Gedanken in der Gesellschaft positiv zu verschieben.Was können Unternehmen tun? Wie bereiten sie sich auf die Zukunft vor?Gibt es Tun ohne politische Vorgaben? Wie sehr kann man den Projektentwicklern freistellen, grün oder nicht grün zu produzieren?Schaffen wir eine Umsetzung bis 2050?Was brauchen wir wirklich?Wäre es in der aktuellen Situation nicht besser, eine Notverordnung für zehn Jahre einzuführen, um Sanierungen schneller durchzuführen und Erweiterung, Verdichtung und Aufstockung möglich zu machen.Wie könnte das aussehen?Ist Nachhaltigkeit bei (allen) Immobilien überhaupt realisierbar? Wo starten wir in der Verwaltung des Bestandes? Bei B, C, D, E? Nach welchen Kriterien findet die Priorisierung statt?Wie stellt sich die Situation dar bei neuen Immobilienformen? Datacenter, Gesundheitsimmobilien, Serviced Apartments, Self-Storage und innerstädtische Distributionsflächen.Wie sehr ist Kreislaufwirtschaft noch ein Zukunftsmodell – wie sehr wird sie schon umgesetzt? Was lässt sich umsetzen?

Welchen Wert haben Immobilien?
In der Immobilienbranche herrschen herausfordernde Zeiten. 2025 pendelt sich das Preisgefüge in den Assetklassen langsam wieder ein. Knowhow und Erfahrung der Bewerterinnen und Bewerter ist gefragt, denn es schafft Vertrauen und Sicherheit für Eigentümer und Investoren.Welche besonderen Herausforderungen bestehen aktuell für die Bewertung von Liegenschaften? Wie geht man mit den wirtschaftlichen Aussichten um? Welche Auswirkungen werden die aktuellen Vorhaben der neuen Regierung bringen?Die Immobilienwelt hat sich völlig gedreht, und wir befinden uns in einem schwierigen Marktumfeld. Niemand hat mit einer Zinsänderung in diesem Ausmaß und vor allem in dieser Geschwindigkeit gerechnet. Auch wenn die Zinsen langsam wieder sinken, so wurden doch zahlreiche Projektentwickler und Investoren auf dem falschen Fuß erwischt. Ist der Prozess schon abgeschlossen?Was wird mit den Wohnungspreisen passieren, wenn die Nachfrage steigt?Wie werden die Banken bei Wohnkrediten und bei Gewerbekrediten weiter vorgehen?Neue Sonderformen von Immobilien tauchen auf und damit neue Investmentmöglichkeiten – wie werden diese bewertet? (Datacenter, Gesundheitsimmobilien, Serviced Apartments, Self-Storage und innerstädtische Distributionsflächen)Driften die Preise bei den einzelnen Assetklassen auseinander?Welche Assetklassen werden derzeit kaum gehandelt, welche verstärkt?Welche Empfehlungen gibt es für Käufer und Verkäufer in den einzelnen Assetklassen?Wie werden Institutionelle mit ihren Immobilien weiter umgehen?Wie sind die Risiken einkalkuliert? Environmental, Social und Governance Faktoren (ESG) spielen bereits eine wichtige Rolle bei der Immobilienbewertung und beeinflussen maßgeblich sowohl Nachfrage als auch Preise. Bei der Bewertung gibt es (derzeit noch) keine objektiv messbaren ESG-Kriterien; es gilt zu beobachten, worauf sich der Markt fokussiert. Wie zeigt sich das Thema Energieeffizienz bei den Bewertungen in Österreich?Wie wird sich ESG in weiterer Folge auf die Preise auswirken? Ab wann werden Social und Governance Faktoren eine Rolle spielen?

FMZ, EKZ, Kaufhäuser & Einkaufsstrassen – wo sucht der Handel?
Der österreichische Einzelhandel steht vor großen Herausforderungen, beweist jedoch weiterhin Resilienz und Innovationskraft. Im Jahr 2025 steht der Einzelhandel vor einer anspruchsvollen, aber auch spannenden Phase. Die Inflation bleibt ein prägender Faktor, der Konsumverhalten und Kaufkraft beeinflusst.Die Konsumausgaben haben sich in den letzten Jahren anteilsmäßig in der Sparte Handel stark reduziert. Wurden im Jahr 1995 noch 40 % aller Ausgaben für den Handel aufgewendet, waren es 2023 nur noch 33,4 %. Fakt ist, dass sich der stationäre Handel weiterhin in einem Transformationsprozess befindet.Nach Jahrzehnten des Optimierens der Flächen ausschließlich für den Handel ist nun wieder Diversität das Gebot der Stunde. Die in den letzten Jahren entstandenen Monokulturen (fast ausschließlich Handel) in den Zentralbereichen (aber auch in den Shopping Centern) werden durch andere Nutzungen (Ärztezentren, Kanzleien, Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie) nach und nach ergänzt werden. Die Angebotsstruktur der Innenstädte verändert sich rasant. In den letzten zehn Jahren hat der Modehandel in den Primär- und Sekundärstädten rund 123.000 m² Verkaufsfläche verloren (-20%). Der Flächenanteil des Fashion-Segments ist auf 26,2% gesunken, während die Nahversorgung kontinuierlich zulegt und bald die Hälfte der Modeflächen ausmachen könnte.Nach einem schwachen Jahr 2023 zeigt sich allgemein seit dem zweiten Quartal 2024 ein deutlich gestiegenes Interesse an Einzelhandelsflächen in Wien. Nicht nur klassische Bestlagen wie die Wiener Innenstadt und die Mariahilfer Straße profitieren von dieser Entwicklung – auch Standorte wie Alser Straße, Neubaugasse, Währinger Straße, Taborstraße und Praterstraße erfreuen sich wachsender Beliebtheit.Während nur wenige neue Einzelhandelsflächen geschaffen werden und die Verkaufsfläche insgesamt zurückgeht, entwickelt sich der Einzelhandelsstandort Wien besser als der österreichische Durchschnitt. Die Veränderungen im Handel sind nicht auf Wien beschränkt, sondern ein österreichweites Thema. So zeigt sich, dass sieben von zehn Innenstadtbereichen in den größeren Städten weiter an Verkaufsfläche verloren haben. In den heimischen Kleinstädten zeigt sich sogar ein noch deutlicherer Rückgang.Viele Themen für das aktuelle ImmoLive und wie immer werfen wir auch einen Blick in die Zukunft!

Künstliche Intelligenz – wer braucht noch Makler?
Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile zum Inbegriff von Innovation geworden. Dank ihrer einzigartigen Eigenschaften ermöglichen KI-Prozesse nicht nur die Automatisierung alltäglicher Aufgaben in der Immobilienbranche, sondern lernen darüber hinaus im Laufe der Zeit eigenständig dazu. Somit bieten sie Asset- und Portfoliomanagern, Brokern, Verkäufern und Investoren zahlreiche Vorteile.Allem voran stellen wir die Frage: "Wer braucht noch Makler?" Zielgruppenanalysen, Matchmaking, Finanzierung, rechtliche Rahmenbedingungen - all das wird in nicht allzu ferner Zukunft von der Künstlichen Intelligenz erledigt werden.Oder doch nicht?Welche Tools haben Start-Ups in den letzten Jahren für die Immobilienwirtschaft entwickelt? Oder doch?Sind diese Tools eine Bedrohung für die Maklerinnen und Makler oder eine Bereicherung? Was werden die nächsten Schritte sein?Wo fängt Machine Learning an und wo hört es auf?KI kann in vier funktionelle Kategorien unterteilt werden:Automatisierende Intelligenz: Automatisierung von manuellen / kognitiven und routinemäßigen / nicht routinemäßigen Aufgaben.Unterstützende Intelligenz: Menschen helfen, Aufgaben schneller und besser zu erledigen.Erweiternde Intelligenz: Menschen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.Autonome Intelligenz: Automatisierung von Entscheidungsprozessen ohne menschliches Eingreifen.Wie werden sich die Unternehmen weiter entwickeln und welche Tools werden sie noch bringen?Wie wichtig sind die neuen Tools für die Maklerunternehmen, um am Markt erfolgreich zu sein?Am wichtigsten ist natürlich die Frage: Wie können diese Tools die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen unterstützen?Die Ideenvielfalt ist groß und wir werfen einen Blick in die Zukunft von KI und Maklerunternehmen.

Mieten oder Kaufen? Entwicklungen am Wohnungsmarkt
2025 hat sich der Wohnungsmarkt nach einem Rückgang der Nachfrage bei Eigentum wieder etwas stabilisiert. Viele der Rahmenbedingungen sind deutlich besser als noch im Vorjahr. Aktuell zeigt sich österreichweit eine gestiegene Nachfrage nach günstigen Objekten im unteren Preissegment einerseits, sowie im Hochpreis-Segment andererseits. Das könnte sich aber ab Sommer wieder verändern. Generell wird ein Aufschwung vor allem im mittleren Preissegment erwartet, weil hier Erleichterungen in der Finanzierungssituation die größten Wirkungen auslösen.Das planmäßige Auslaufen der KIM-VO markiert eine Zäsur für den Immobilienmarkt. Im Verein mit möglichen weiteren Zinssenkungen und der erstarkten Kaufkraft durch gute Lohnabschlüsse sind positive Zeichen für 2025. Neben der zu erwartenden Nachfrage nach Eigentum, wird 2025 der Mietermarkt weiterhin stark unter Druck bleiben. In den letzten Jahren haben die KIM-Verordnung und die stark gestiegenen Zinsen dazu geführt, dass Eigentum für viele nicht mehr finanzierbar war. Das hat dazu geführt, dass viele Menschen in den Mietmarkt gedrängt wurden, was die Mietpreise natürlich in die Höhe getrieben hat. Zusätzlich wird wenig Wohnraum gebaut.Nachdem 2024 bereits ein deutlicher Rückgang neuer fertiggestellter Mietwohnungen um fast ein Viertel gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, wird sich dieser Trend heuer noch deutlicher verschärfen und ein Rückgang von nahezu 60 Prozent gegenüber 2024 ist zu erwarten.Auch die Wohnungsgrößen sind nicht ideal verteilt. Größere Wohnungen – vor allem in Miete – gibt es zu wenige. Bei großen Projekten werden oft nur etwa 10 % der Wohnungen größer gestaltet, während der Fokus auf effizienten Zwei-Zimmer-Wohnungen liegt. In internationalen Märkten wird oft nach der Anzahl der Schlafzimmer und nicht nach Quadratmetern bewertet. Eine Möglichkeit auch in Österreich?Wird der Wegfall der KIM-Verordnung den Markt im Mietsegment beruhigen?Wie könnte sich die Verteilung Kauf Miete im Herbst darstellen?Welche Auffälligkeiten zeigen sich am Mietenmarkt?Steig schon die Nachfrage im Eigentum?Was kann man KäuferInnen und MieterInnen jetzt raten?Vor allem: Wie geht es am Markt 2026 weiter?

Stadtentwicklung, Quartiere & Co
Die Städte wandeln sich und bei der Stadtentwicklung werden die Quartiere immer wichtiger. Die Zeiten strikter räumlicher Trennung in Büro, Wohnen sind vorbei – wenn es das in Wien überhaupt in den vergangenen Jahren gegeben hat (von einigen Wohngebieten abgesehen) – Büro war von Anfang an durchmischt und hier war der Wienerberg das erste Quartier, das entwickelt wurde. Ganzheitliche Konzepte sollen alle Lebensbereich in einem harmonischen Gefüge vereinen. Nicht nur gut durchmischt, sondern auch kurze Wege sollen den Bewohnerinnen und Bewohnern diese Stadtquartiere schmackhaft machen.In den Medien werden derzeit die 15-Minuten Stadt kolportiert – aber ist diese wirklich erstrebenswert für die BewohnerInnen? Wie sehen das die Profis?Eine Durchmischung der Quartiere ist gefragt, aber muss jedes Quartier alles bieten können? Sollen nicht die Umgebung auch mit eingebunden werden? Die Bildung eines gemeinsamen Nenners ist die Grundlage für den Erfolg. Daher ist es auch wesentlich, dass die Quartiere in die Umgebung integriert werden. Für die Investoren ist ein funktionierendes gemischtes Stadtquartier eine wichtige Voraussetzung für das Investment. Wollen Investoren ein Projekt im gemischten Quartier oder ein gemischtes Projekt im Quartier? Haben sich hier die Wünsche verändert? Wie lässt sich ein Projekt in einem Quartier mit gemeinsam Energieversorgung für die Investoren in Verträge gießen?Um eine möglichst sinnvolle Quartiersgestaltung zu schaffen ist die Zusammenarbeit mit der Stadt ein wesentlicher Faktor. Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Projektentwicklung und Stadt Wien? Ist die Gemeinde Wien bereit für neue Ideen? Welche neuen Ideen gibt es in der Stadtentwicklung? Was planen die Projektentwickler? Neben neuen Projekten rücken auch die Bestandsgebäude immer stärker in den Fokus.Wie reagiert man bei einer Stadtentwicklung (die langfristig geplant ist und umgesetzt wird) auf die aktuelle Situation? Wie hat man sich vorbereitet?

Ausblick 2025
2024 war ein schwieriges Jahr für die Immobilienwirtschaft – wie sich 2025 entwickeln wird, da teilen sich die Meinung. Vor allem gibt es Aspekte, die sich kaum einschätzen lassen. Der Weg ist noch ein weiter, denn der Markt ist noch nicht bereinigt. Die schwierigen Begleiterscheinungen werden sich auch noch in das Jahr 2025 hineinziehen. Internationale Unsicherheiten und wirtschaftliche Probleme werden den Immobilienmarkt stark treffen. Die Immobilienmärkte zeigen zwar Trends einer Erholung, aber die Wirtschaft spielt leider nicht ganz mit. Während in der Immobilienwirtschaft die Lichtblicke Hoffnung machen, verdunkelte sich dagegen die wirtschaftliche Situation. Es fehlt weiterhin die Planungssicherheit. Was ist von einer neuen Regierung zu erwarten?Lässt sich das Steuer herumreißen, oder sind zu viele Variablen im Spiel?Einen neuen Präsidenten gibt es auch noch in den USA! Welche Auswirkungen könnte dieser auf Europa haben?Die Nachfrage nach Wohnraum wird steigen, allerdings kann die Wohnbauleistung nicht in derselben Geschwindigkeit angekurbelt werden.Wird Österreich in Europa abgehängt?Welche Immobilien haben Chancen?Was bewirkt das Auslaufen der KIM-Verordnung? Das Zinsniveau hat sich langfristig stabilisiert, die erwarteten Zinssenkungen der EZB sind eingepreist – wie weit gehen die Zinsen nach unten?Wird ESG omnipräsent bleiben?Setzt die KI 2025 zum Sprung an?Bleibt der Fokus auf notleidende Developer rechtlich auch 2025 herausfordern?

Christmas Special – Wünsche an das Immo-Christkind
Was dürfen wir uns wünschen?Der Ausblick für das kommende Jahr ist laut Greg Kane, Head of European Investment Research bei PGIM Real Estate richtig positiv: „Die Renditen sind wieder im positiven Bereich und verbessern sich. Die Immobilienwerte stiegen in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 aufgrund stabiler Bewertungsrenditen und einer konstanten Performance der Nutzermärkte. Die Aussichten für eine weitere Verbesserung der Renditen im Jahr 2025 werden durch niedrigere Zinssätze und ein positives Einkommenswachstum gestützt. Die Transaktionsaktivität blieb in der ersten Hälfte des Jahres 2024 verhalten. Das Volumen hat sich jedoch stabilisiert und wird sich schneller erholen als nach der globalen Finanzkrise. Mit Blick auf 2025 deuten unsere Schätzungen aus Umfragen zu den Investitionsabsichten auf eine breit angelegte Erholung in allen Sektoren hin, insbesondere bei Wohnungen. Die Prognosen für das Mietwachstum sind in allen Sektoren ähnlich. Die Mieten für Wohnungen werden voraussichtlich im Einklang mit den Einkommen in ganz Europa steigen, während die Logistikbranche selektiver wird und das aggregierte Mietwachstum von Märkten angetrieben wird, in denen die E-Commerce-Nachfrage aufholt. Der Einzelhandel und der Bürobereich haben weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen, aber die Aussichten für das Mietwachstum verbessern sich aufgrund der gestiegenen Erschwinglichkeit.“Ist das jetzt nur eine Liste an das Christkind, oder sind Aussichten wirklich so rosig?Haben wir die Schwierigkeiten hinter uns gelassen?Ist der Wegfall der KIM-Verordnung das Allheilmittel? Immerhin wird sie nicht verlängert.Womit wird uns die Digitalisierung 2025 überraschen? Und die EZB hat uns am Jahresende auch noch ein Christkind beschert – sie senkte den Leitzins um weitere 25 BasispunkteAllerdings gehen hier die Meinungen auseinander. So sagte Felix Schindler, Head of Research & Strategy, HIH Invest: An den Kapital- und Immobilienmärkten ist dieser Schritt erwartet worden und daher auch bereits eingepreist. Spannender dürfte der Blick auf die Zinsentwicklung im Jahr 2025 sein. Wir erwarten weitere Leitzinssenkungen der EZB, die in den längerfristigen Kapitalmarktzinsen weitgehend reflektiert sind. Die Höhe und Anzahl der Zinsschritte – gerade im zweiten Halbjahr 2025 – dürften auch von der neuen US-Administration abhängig seinFrancesco Fedele, CEO, BF.direkt AG sieht die Senkung eher skeptisch: „Meiner Meinung nach hätte die EZB die Leitzinsen unangetastet lassen und statt dessen die Inflation konsequenter bekämpfen sollen. Denn die Kerninflationsrate im Euroraum lag zuletzt wieder deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel, bei Dienstleistungen sogar bei etwa vier Prozent.“Wie sehen unsere Podiumsteilnehmer die aktuellen Entwicklungen?Dürfen wir uns auf das Christkind freuen, oder bringt es nur eine Verschnaufpause – damit wir uns auf herausfordernde Zeiten 2025 vorbereiten können?Welche Entwicklungen würden dem Markt wirklich guttun?

Who will survive? Der Blick ins Jahr 2025
Das Jahr 2024 war mehr als herausfordernd. Wer noch Mitte 2023 geglaubt hat, dass mit dem Ende des heurigen Jahres eine Besserung eingetreten ist, der wurde eines Besseren belehrt. Wir stehen noch mitten in einer Umstrukturierung der Immobilienbranche und auch 2025 wird weiterhin angespannt blieben. Zu viele geopolitische und wirtschaftliche Aspekte wirken derzeit auch auf die Immobilienwirtschaft. Zu viele Finanzierungen hängen noch in der Luft, zu viele Umstrukturierungen stehen noch an und die Menschen sind auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Lage zusehendes verunsichert.Zumindest aber ist die KIM-Verordnung gefallen. Wie schnell diese zu einer teilweisen Verbesserung der Situation führen wird, ist eine Frage. Werden die Banken bei Refinanzierungen noch zuwarten? Bringt die KIM Verordnung überhaupt einen positiven Effekt in die aktuell laufenden Finanzierungen? Dazu kommt noch, dass der Wegfall der Verordnung die Wohnproduktion auch nicht auf ein notwendiges Niveau bringen kann.Viele Fragen sind offen und wir werfen im ImmoLive einen Blick auf das kommende Jahr mit all seinen Herausforderungen.Haben wir noch ein weiteres „Back to normal“-Jahr vor uns?Die Performance der einzelnen Assetklassen variiert stark.Wird die Geopolitik und die Wirtschaft alle Prognosen konterkarieren?Kommen die internationalen Investoren wieder zurück?Die Taxonomie-Verordnung der EU rückt auch immer näher und darf nicht übersehen werden.Das heißt, die nächsten Jahre müssen wir noch durch. Und 2025 sowieso. Who will survive?

Retail vs. Online Handel & Logistiktrends
Für den Handel und die Logistiker sind die heißesten Zeiten des Jahres schon angebrochen und wir diskutieren hochaktuell knapp nach dem Black Friday über Trends im Einzelhandel und die zugehörige Logistik.Die einen jubeln, die anderen stöhnen - aber die Trennlinie verläuft nicht linear zwischen stationär und Online und auch bei den Logistikern ist nicht alles eitel Wonne, werden doch neue Standorte nur sehr zögerlich erschlossen.Der Umsatz ist vorhanden, jedoch anders verteilt - Insgesamt zeigt sich, dass sich die Weihnachtsumsatze in Österreich zwar im Wachstum befinden, aber eine zunehmend differenzierte Verteilung zwischen den einzelnen Sektoren zu beobachten ist. Diese Verschiebungen reflektieren die sich verändernden Konsumgewohnheiten der Bevölkerung und der Touristen, die sich immer stärker an digitalen Angeboten orientieren, ohne jedoch auf traditionelle, vor allem festliche Konsumformen wie Weihnachtsmärkte und Gastronomie zu verzichten.Welche Auswirkungen hat die Entwicklung für Einzelhandeslflächen? Wer expandiert und wie verändern sich die Zusammensetzung der Flächen in der Handelslandschaft?Die Logistik wird zwar für den Onlinehandel benötigt, allerdings zeigt sich durch die aktuelle wirtschaftliche Lage eine Veränderung bei den Logistikimmobilien.Welche Standorte sind davonbetroffen?Was bedeutet das für den Wert der Logistikimmobilien?Die letzte Meile bleibt weiterhin ein heißes Thema.Was suchen die Investoren?

Best Practice für eine klimafitte ImmoZukunft
Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Maßnahmen für umweltgerechtes Entwickeln und managen von Immobilien ist in den letzten Monaten auf der Prioritätenliste etwas "nach unten" gerutscht. Wirtschaftlicher Erfolg dafür nach oben. Dabei kann nachhaltiges Agieren eben auch wirtschaftlichen Erfolg bringen - und wird in der Zukunft auch absolute Notwendigkeit dafür sein. Wir holen Fachleute aufs Podium, die jetzt schon wirtschaftlich sinnvolle und gleichzeitig zukunftsorientierte Lösungen geschaffen haben. Denn nachhaltige Gebäude sind rentabel: Anlagen, die in der Zukunft nicht nur viel CO2, sondern auch Geld sparen – und das über viele Jahrzehnte hinweg. Immobilien, die das „Büro der Zukunft“ für Nutzer trotz Homeoffice-Option attraktiv machen – und langfristige Mieteinnahmen versprechen. Verantwortungsbewusstsein seitens der Unternehmen, Verschärfung der staatlichen Regulierung, fortschreitender Klimawandel und eine zunehmende Nachfrage durch die Konsumenten sind die wesentlichen Treiber der intensiveren Integration von ökologischen und sozio-kulturellen Belangen im Rahmen einer modernen und nachhaltigen Immobilienwirtschaft. Die verstärkte Nachhaltigkeitsorientierung auf allen Ebenen der Gesellschaft stellt auch klare Anforderungen. Investoren, Mieter und andere Kunden erwarten in größerem Ausmaß nachhaltige Produkte. ImmobilienentwicklerInnen, ‑eigentümerInnen sowie Investorinnen und Investoren stehen durch den Übergang zu nachhaltigen Gebäuden vor enormen Herausforderungen, zumal die Finanzmärkte und Regulierungsbehörden ehrgeizige Strategien und zuverlässige ESG-Daten von der Branche verlangen. Aber: nachhaltige Gebäude sind rentabel: Anlagen, die in der Zukunft nicht nur viel CO2, sondern auch Geld sparen – und das über viele Jahrzehnte hinweg. Immobilien, die das „Büro der Zukunft“ für Nutzer trotz Homeoffice-Option attraktiv machen – und langfristige Mieteinnahmen versprechen.

Immobilienwerte - rauf, runter, seitwärts?
Wir haben derzeit zahlreiche unbekannter Faktoren, die sich auf die Immobilien auswirken. Die Immobilienwelt hat sich völlig gedreht, es ist ein extrem schwieriges Marktumfeld. Niemand hat mit einer Zinsänderung in diesem Ausmaß und vor allem in dieser Geschwindigkeit gerechnet. Dass die Zinsen steigen werden, war allen klar, aber man hat mit einem moderaten Anstieg über mehrere Jahre gerechnet. Von Minus / Null auf 3 Prozent in weniger als 12 Monaten – das hat sicher viele auf dem falschen Fuß erwischt. Das drückt nun jetzt auf die Preise. Die Frage ist, wie lange, die Situation anhalten wird und wie lange es die MarktteilnehmerInnen durchhalten. Das derzeitige Zinsumfeld wird für viele zur Zerreißprobe werden. Was die aktuelle Situation besonders schwierig macht, dass niemand wirklich weiß, wohin die Reise geht, die Entwicklung ist schwer vorherseh- oder kalkulierbar.Sind wir mit der Abwertung durch?Projekte um rund eine Milliarde Euro sollen derzeit auf dem Wiener Markt zum Verkauf stehen – was wird mit den Preisen passieren?Werden die Banken kühlen Kopf bewahren?Welche Assetklassen werden derzeit kaum gehandelt, welche verstärkt?Sind Core-Objekte auch von der aktuellen Preissituation betroffen?Wie werden Institutionelle mit ihren Immobilien weiter umgehen?Heruntergebrochen auf die einzelnen Assetklassen: Welche haben sich stabilisiert, welche werden steigen, bzw. sinken?Environmental, Social und Governance Faktoren (ESG) werden künftig eine wichtige Rolle bei der Immobilienbewertung spielen und am Markt sowohl Nachfrage als auch Preise maßgeblich beeinflussen. „Die Umsetzung der ESG-Anforderungen wird die größte Herausforderung der Immobilienbranche in den nächsten Jahren sein. Dies wird jedenfalls auch Auswirkungen auf die Immobilienbewertung mit sich bringen.Werden wir neue Rating- und Bewertungsmodelle sehen? Wie könnten diese aussehen?

Innovation und Nachhaltigkeit in der Architektur
ImmoLive live!Direkt vom INA Award werfen wir in unserem ImmoLive einen Blick auf das Thema des Architekturpreises. ÖGNI und OIAV vergeben gemeinsam den AWARD für NACHHALTIGE UND INNOVATIVE Architektur. Prämiert werden vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülern (HTL und andere) sowie Bachelor-Arbeiten. Dabei werden Arbeiten ausgezeichnet, die besondere Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit aufweisen. Entsprechende Kriterien werden von der Fachjury entwickelt. Der Preis wird 2024 zum zweiten Mal vergeben.Innovation und Nachhaltigkeit sind kein Gegensatz. Ganz im Gegenteil. Jede Innovation sollte in Richtung Nachhaltigkeit gehen. Innovation bedeutet eine Neuerung, die dazu beiträgt, gesellschaftspolitische Herausforderungen zu lösen. Sowohl technische wie soziale und kulturelle Innovationen in der Architektur werden benötigt und zur Innovation gehört natürlich die Umsetzung. Ideen auf den Boden zu bringen, ist die Kunst. Wie kann man die Rahmenbedingungen ändern, um Innovationen stärker voranzutreiben. Hemmen Bauordnung und Umwidmung die eigentlichen Möglichkeiten?Warum braucht die Gesellschaft Innovationen und eine gute Architektur?Können wir uns bei diesen Preisen die Nachhaltigkeit noch leisten? Wie sehr beeinflusst der Wunsch der Menschen die Innovationen in der Architektur?Das Dach über dem Kopf versus Nachhaltigkeit – was machen wir 2026?Diesmal erwartet Sie ein etwas anderes und etwas philosophisches ImmoLive.

Zinshaus - immer noch ein Erfolgskonzept?
Die Unsicherheiten am Zinshausmarkt bleiben bestehen, doch es gibt erste positive Signale. Nach einer Phase der Krisen und Marktverwerfungen zeigt sich, dass die Marktakteure verstärkt nach einem neuen Preisniveau suchen. Der Zinshausmarkt wird dynamischer, und es geht wieder aufwärts. Nach einer unglaublichen Spekulationsphase in den zehn Jahren davor, befeuert durch eine Politik des billigen Geldes, riss der Markt 2022/2023 faktisch ab und ließ damit auch etliche Spekulanten und Projektentwickler in ihren Häusern zurück. Viele Zinshaus-Entwickler sehen sich mit kumulierten Ankaufs- und Projektierungskosten konfrontiert, die einen Verkauf zu aktuellen Marktwerten erschweren. Die Marktbereinigung hält vorerst noch an.Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Banken, die während der Boomphase unter optimistischen Annahmen Kredite vergeben haben, müssen nun entscheiden, ob sie Immobilien in ihre Bücher nehmen, zwangsversteigern oder auf eine Markterholung warten sollen. Tun sie das?Wie lange können die Banken noch stunden?Immer öfter nehmen finanzierende Banken die Verwertung selbst in die Hand, um Projekte voranzutreiben.Weniger gute Lagen haben weiterhin keine Aussicht, gekauft zu werden, das Gleiche gilt für Häuser mit „Potenzial“. Eindeutig ist jedenfalls, dass sich die Spreu vom Weizen trennt. Die starken Preisrückgänge der vergangenen Quartale sind ein Stück weit durchbrochen. Die Preissteigerungen zeigen sich nur in guten Lagen und bei sanierten, gut vermieteten, ästhetischen Häusern. Auch auf mittlere und längere Sicht sollten die Preise in den wachsenden Ballungszentren wieder anziehen.Dürfen wir einen lebhaften Herbst mit deutlich höheren Transaktionszahlen als im Vorjahr erwarten. Der Zeitpunkt für den Einstieg wird immer interessanter, speziell in attraktiveren Lagen. Wie spielt die EU-Taxonomie, bzw. ESG in den Wert des Zinshauses?