Das neue Zinshaus? Bestandsimmobilien im Fokus

 Mit einem Transaktionsvolumen von EUR 872 Mio. und 297 Transaktionen im Jahr 2024 zeigt der neueste Zinshaus-Marktbericht von OTTO Immobilien eine Stabilisierung und steigende Nachfrage im Wiener Markt. Nach den teils deutlichen Rückgängen der Vorjahre haben sich die Preise am Wiener Zinshausmarkt stabilisiert, in einigen Bezirken ziehen sie an.Zahlreiche Player, die in den vergangenen 12 Jahren auf dem Markt überwiegend aktiv waren, geraten durch Altlasten stark unter Druck. Während diese Investoreninnen noch mit den Aufräumarbeiten ihrer Zukäufe in den letzten Jahren vor dem Preisverfall beschäftigt sind, formieren sich am Immobilienmarkt schon wieder neue Käufergruppen. Sie nutzen die aktuelle Situation, um mit einem großen Teil Bargeld zu vertretbaren Preisen wieder an Immobilien zu kommen. Die Vorteile liegen jetzt auf ihrer Seite. Sie können aus einer entsprechenden Anzahl an interessanten Objekten wählen. Aber wissen sie, was auf sie zukommt? Warum kaufen sie und mit welchen Renditen rechnen sie?  Wie sehr greifen gesetzlichen Regulierungen in das Marktgefüge ein? Die Erhaltungs- und Investitionskosten steigen, gleichzeitig wird laufend an den Mieterträgen herumgedoktert. Gute Projekte blieben weiterhin gefragt. Punktuelle Preisanstiege in zentralen Lagen signalisieren eine Rückkehr des Vertrauens in den Markt. Aber wie sieht es mit den renovierungsbedürftigen Häusern aus?Die Energiewende steht auch noch aus und es stellt sich die Frage, welche Maßnahmen bei den Häusern gesetzt werden müssen, beziehungsweise können.Wer sind die Käuferinnen und Käufer auf dem Wiener Markt? Wie kann in Zukunft ein Weg gefunden werden, der für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation darstellt?Wir werfen im ImmoLive einen Blick in die kommenden Jahre.

Bereichsleiter Investment bei

EHL Immobilien Gruppe

Investment, Zinshaus und Bauträgergrundstücke bei

s REAL

Leiter des Zinshaus-Teams bei

Otto Immobilien GmbH

Das Immobilien-Redaktion Unternehmen der Woche 13/2025

Wir Gratulieren IMMOcontract zu erreichten 150 Punkten!

Wie sich grüne Immobilien rechnen können

Nachhaltigkeit ist notwendig, allerdings nicht um jeden Preis. Vielmehr gehören Anreize gesetzt und die Gebäuderichtlinien der EU sollten mit Blick auf Wirtschaftlichkeit umgesetzt werden. Die EU-Gebäuderichtlinie fordert von den Mitgliedsstaaten, den Gebäudebestand so zu sanieren, dass Europa 2050 einen klimaneutral bewirtschaftbaren Gebäudebestand vorweisen kann. Es geht um thermische Sanierungen, um eine mit erneuerbaren Energien wirtschaftende technische Gebäudeausstattung. Ambitionierte Vorgaben sind wichtig, etwas anzukurbeln. Kann Nachhaltigkeit bei Immobilien einen Wirtschaftsschub bewirken?Die EU-Gebäuderichtlinie ist nur eine Rahmenvorgabe, mit der man versuchen kann, nationale Ziele zu erreichen. Allerdings muss man sich Gedanken mache, wie eine Umsetzung aussehen könnte, sonst wird das nicht funktionieren. Die Richtlinie ist umsetzbar, sie bringt uns als Gesellschaft viele Vorteile. Die Menschen zu erreichen ist schwer, aber es geht. Ziel muss es sein, die Zugänge und die Gedanken in der Gesellschaft positiv zu verschieben.Was können Unternehmen tun? Wie bereiten sie sich auf die Zukunft vor?Gibt es Tun ohne politische Vorgaben? Wie sehr kann man den Projektentwicklern freistellen, grün oder nicht grün zu produzieren?Schaffen wir eine Umsetzung bis 2050?Was brauchen wir wirklich?Wäre es in der aktuellen Situation nicht besser, eine Notverordnung für zehn Jahre einzuführen, um Sanierungen schneller durchzuführen und Erweiterung, Verdichtung und Aufstockung möglich zu machen.Wie könnte das aussehen?Ist Nachhaltigkeit bei (allen) Immobilien überhaupt realisierbar? Wo starten wir in der Verwaltung des Bestandes? Bei B, C, D, E? Nach welchen Kriterien findet die Priorisierung statt?Wie stellt sich die Situation dar bei neuen Immobilienformen? Datacenter, Gesundheitsimmobilien, Serviced Apartments, Self-Storage und innerstädtische Distributionsflächen.Wie sehr ist Kreislaufwirtschaft noch ein Zukunftsmodell – wie sehr wird sie schon umgesetzt? Was lässt sich umsetzen?

Welchen Wert haben Immobilien?

In der Immobilienbranche herrschen herausfordernde Zeiten. 2025 pendelt sich das Preisgefüge in den Assetklassen langsam wieder ein. Knowhow und Erfahrung der Bewerterinnen und Bewerter ist gefragt, denn es schafft Vertrauen und Sicherheit für Eigentümer und Investoren.Welche besonderen Herausforderungen bestehen aktuell für die Bewertung von Liegenschaften? Wie geht man mit den wirtschaftlichen Aussichten um? Welche Auswirkungen werden die aktuellen Vorhaben der neuen Regierung bringen?Die Immobilienwelt hat sich völlig gedreht, und wir befinden uns in einem schwierigen Marktumfeld. Niemand hat mit einer Zinsänderung in diesem Ausmaß und vor allem in dieser Geschwindigkeit gerechnet. Auch wenn die Zinsen langsam wieder sinken, so wurden doch zahlreiche Projektentwickler und Investoren auf dem falschen Fuß erwischt. Ist der Prozess schon abgeschlossen?Was wird mit den Wohnungspreisen passieren, wenn die Nachfrage steigt?Wie werden die Banken bei Wohnkrediten und bei Gewerbekrediten weiter vorgehen?Neue Sonderformen von Immobilien tauchen auf und damit neue Investmentmöglichkeiten – wie werden diese bewertet? (Datacenter, Gesundheitsimmobilien, Serviced Apartments, Self-Storage und innerstädtische Distributionsflächen)Driften die Preise bei den einzelnen Assetklassen auseinander?Welche Assetklassen werden derzeit kaum gehandelt, welche verstärkt?Welche Empfehlungen gibt es für Käufer und Verkäufer in den einzelnen Assetklassen?Wie werden Institutionelle mit ihren Immobilien weiter umgehen?Wie sind die Risiken einkalkuliert? Environmental, Social und Governance Faktoren (ESG) spielen bereits eine wichtige Rolle bei der Immobilienbewertung und beeinflussen maßgeblich sowohl Nachfrage als auch Preise. Bei der Bewertung gibt es (derzeit noch) keine objektiv messbaren ESG-Kriterien; es gilt zu beobachten, worauf sich der Markt fokussiert. Wie zeigt sich das Thema Energieeffizienz bei den Bewertungen in Österreich?Wie wird sich ESG in weiterer Folge auf die Preise auswirken? Ab wann werden Social und Governance Faktoren eine Rolle spielen?

FMZ, EKZ, Kaufhäuser & Einkaufsstrassen – wo sucht der Handel?

Der österreichische Einzelhandel steht vor großen Herausforderungen, beweist jedoch weiterhin Resilienz und Innovationskraft. Im Jahr 2025 steht der Einzelhandel vor einer anspruchsvollen, aber auch spannenden Phase. Die Inflation bleibt ein prägender Faktor, der Konsumverhalten und Kaufkraft beeinflusst.Die Konsumausgaben haben sich in den letzten Jahren anteilsmäßig in der Sparte Handel stark reduziert. Wurden im Jahr 1995 noch 40 % aller Ausgaben für den Handel aufgewendet, waren es 2023 nur noch 33,4 %. Fakt ist, dass sich der stationäre Handel weiterhin in einem Transformationsprozess befindet.Nach Jahrzehnten des Optimierens der Flächen ausschließlich für den Handel ist nun wieder Diversität das Gebot der Stunde. Die in den letzten Jahren entstandenen Monokulturen (fast ausschließlich Handel) in den Zentralbereichen (aber auch in den Shopping Centern) werden durch andere Nutzungen (Ärztezentren, Kanzleien, Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie) nach und nach ergänzt werden. Die Angebotsstruktur der Innenstädte verändert sich rasant. In den letzten zehn Jahren hat der Modehandel in den Primär- und Sekundärstädten rund 123.000 m² Verkaufsfläche verloren (-20%). Der Flächenanteil des Fashion-Segments ist auf 26,2% gesunken, während die Nahversorgung kontinuierlich zulegt und bald die Hälfte der Modeflächen ausmachen könnte.Nach einem schwachen Jahr 2023 zeigt sich allgemein seit dem zweiten Quartal 2024 ein deutlich gestiegenes Interesse an Einzelhandelsflächen in Wien. Nicht nur klassische Bestlagen wie die Wiener Innenstadt und die Mariahilfer Straße profitieren von dieser Entwicklung – auch Standorte wie Alser Straße, Neubaugasse, Währinger Straße, Taborstraße und Praterstraße erfreuen sich wachsender Beliebtheit.Während nur wenige neue Einzelhandelsflächen geschaffen werden und die Verkaufsfläche insgesamt zurückgeht, entwickelt sich der Einzelhandelsstandort Wien besser als der österreichische Durchschnitt. Die Veränderungen im Handel sind nicht auf Wien beschränkt, sondern ein österreichweites Thema. So zeigt sich, dass sieben von zehn Innenstadtbereichen in den größeren Städten weiter an Verkaufsfläche verloren haben. In den heimischen Kleinstädten zeigt sich sogar ein noch deutlicherer Rückgang.Viele Themen für das aktuelle ImmoLive und wie immer werfen wir auch einen Blick in die Zukunft!

Künstliche Intelligenz – wer braucht noch Makler?

Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile zum Inbegriff von Innovation geworden. Dank ihrer einzigartigen Eigenschaften ermöglichen KI-Prozesse nicht nur die Automatisierung alltäglicher Aufgaben in der Immobilienbranche, sondern lernen darüber hinaus im Laufe der Zeit eigenständig dazu. Somit bieten sie Asset- und Portfoliomanagern, Brokern, Verkäufern und Investoren zahlreiche Vorteile.Allem voran stellen wir die Frage: "Wer braucht noch Makler?" Zielgruppenanalysen, Matchmaking, Finanzierung, rechtliche Rahmenbedingungen - all das wird in nicht allzu ferner Zukunft von der Künstlichen Intelligenz erledigt werden.Oder doch nicht?Welche Tools haben Start-Ups in den letzten Jahren für die Immobilienwirtschaft entwickelt? Oder doch?Sind diese Tools eine Bedrohung für die Maklerinnen und Makler oder eine Bereicherung? Was werden die nächsten Schritte sein?Wo fängt Machine Learning an und wo hört es auf?KI kann in vier funktionelle Kategorien unterteilt werden:Automatisierende Intelligenz: Automatisierung von manuellen / kognitiven und routinemäßigen / nicht routinemäßigen Aufgaben.Unterstützende Intelligenz: Menschen helfen, Aufgaben schneller und besser zu erledigen.Erweiternde Intelligenz: Menschen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.Autonome Intelligenz: Automatisierung von Entscheidungsprozessen ohne menschliches Eingreifen.Wie werden sich die Unternehmen weiter entwickeln und welche Tools werden sie noch bringen?Wie wichtig sind die neuen Tools für die Maklerunternehmen, um am Markt erfolgreich zu sein?Am wichtigsten ist natürlich die Frage: Wie können diese Tools die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen unterstützen?Die Ideenvielfalt ist groß und wir werfen einen Blick in die Zukunft von KI und Maklerunternehmen. 

Mieten oder Kaufen? Entwicklungen am Wohnungsmarkt

2025 hat sich der Wohnungsmarkt nach einem Rückgang der Nachfrage bei Eigentum wieder etwas stabilisiert. Viele der Rahmenbedingungen sind deutlich besser als noch im Vorjahr. Aktuell zeigt sich österreichweit eine gestiegene Nachfrage nach günstigen Objekten im unteren Preissegment einerseits, sowie im Hochpreis-Segment andererseits. Das könnte sich aber ab Sommer wieder verändern. Generell wird ein Aufschwung vor allem im mittleren Preissegment erwartet, weil hier Erleichterungen in der Finanzierungssituation die größten Wirkungen auslösen.Das planmäßige Auslaufen der KIM-VO markiert eine Zäsur für den Immobilienmarkt. Im Verein mit möglichen weiteren Zinssenkungen und der erstarkten Kaufkraft durch gute Lohnabschlüsse sind positive Zeichen für 2025. Neben der zu erwartenden Nachfrage nach Eigentum, wird 2025 der Mietermarkt weiterhin stark unter Druck bleiben. In den letzten Jahren haben die KIM-Verordnung und die stark gestiegenen Zinsen dazu geführt, dass Eigentum für viele nicht mehr finanzierbar war. Das hat dazu geführt, dass viele Menschen in den Mietmarkt gedrängt wurden, was die Mietpreise natürlich in die Höhe getrieben hat. Zusätzlich wird wenig Wohnraum gebaut.Nachdem 2024 bereits ein deutlicher Rückgang neuer fertiggestellter Mietwohnungen um fast ein Viertel gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, wird sich dieser Trend heuer noch deutlicher verschärfen und ein Rückgang von nahezu 60 Prozent gegenüber 2024 ist zu erwarten.Auch die Wohnungsgrößen sind nicht ideal verteilt. Größere Wohnungen – vor allem in Miete – gibt es zu wenige. Bei großen Projekten werden oft nur etwa 10 % der Wohnungen größer gestaltet, während der Fokus auf effizienten Zwei-Zimmer-Wohnungen liegt. In internationalen Märkten wird oft nach der Anzahl der Schlafzimmer und nicht nach Quadratmetern bewertet. Eine Möglichkeit auch in Österreich?Wird der Wegfall der KIM-Verordnung den Markt im Mietsegment beruhigen?Wie könnte sich die Verteilung Kauf Miete im Herbst darstellen?Welche Auffälligkeiten zeigen sich am Mietenmarkt?Steig schon die Nachfrage im Eigentum?Was kann man KäuferInnen und MieterInnen jetzt raten?Vor allem: Wie geht es am Markt 2026 weiter?

Stadtentwicklung, Quartiere & Co

Die Städte wandeln sich und bei der Stadtentwicklung werden die Quartiere immer wichtiger. Die Zeiten strikter räumlicher Trennung in Büro, Wohnen sind vorbei – wenn es das in Wien überhaupt in den vergangenen Jahren gegeben hat (von einigen Wohngebieten abgesehen) – Büro war von Anfang an durchmischt und hier war der Wienerberg das erste Quartier, das entwickelt wurde. Ganzheitliche Konzepte sollen alle Lebensbereich in einem harmonischen Gefüge vereinen. Nicht nur gut durchmischt, sondern auch kurze Wege sollen den Bewohnerinnen und Bewohnern diese Stadtquartiere schmackhaft machen.In den Medien werden derzeit die 15-Minuten Stadt kolportiert – aber ist diese wirklich erstrebenswert für die BewohnerInnen? Wie sehen das die Profis?Eine Durchmischung der Quartiere ist gefragt, aber muss jedes Quartier alles bieten können? Sollen nicht die Umgebung auch mit eingebunden werden? Die Bildung eines gemeinsamen Nenners ist die Grundlage für den Erfolg. Daher ist es auch wesentlich, dass die Quartiere in die Umgebung integriert werden. Für die Investoren ist ein funktionierendes gemischtes Stadtquartier eine wichtige Voraussetzung für das Investment. Wollen Investoren ein Projekt im gemischten Quartier oder ein gemischtes Projekt im Quartier? Haben sich hier die Wünsche verändert? Wie lässt sich ein Projekt in einem Quartier mit gemeinsam Energieversorgung für die Investoren in Verträge gießen?Um eine möglichst sinnvolle Quartiersgestaltung zu schaffen ist die Zusammenarbeit mit der Stadt ein wesentlicher Faktor. Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Projektentwicklung und Stadt Wien? Ist die Gemeinde Wien bereit für neue Ideen? Welche neuen Ideen gibt es in der Stadtentwicklung? Was planen die Projektentwickler? Neben neuen Projekten rücken auch die Bestandsgebäude immer stärker in den Fokus.Wie reagiert man bei einer Stadtentwicklung (die langfristig geplant ist und umgesetzt wird) auf die aktuelle Situation? Wie hat man sich vorbereitet?