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Umzug, Auszug – Mietkaution futsch

Londoner Studie zeigt: Mehr als 60 Prozent der Vermieter behalten beim Auszug der Mieter die Kaution ganz oder teilweise ein. Die Gründe sind oft dieselben.



Wer in London seine Mietwohnung verlässt, holt sich für den finalen „Clean-up“, also den Kehraus, oft professionelle Hilfe: End of Tenancy Cleaning zum Beispiel, ein Unternehmen, das die Wohnung vor der Rückgabe an den Eigentümer auf Vordermann bringt. Das ist wichtig, denn Vermieter achten bei der Rücknahme zu Recht auf ein gepflegtes Objekt. Jetzt hat End of Tenancy Cleaning errechnet: In mehr als sechs von zehn Fällen bekommen Mieter ihre Kaution nicht voll zurück – weil sie schlampig mit der Immobilie waren. Die Gründe sind konkret aufgeschlüsselt.

Abzüge gibt’s aus vielen Gründen

3.304 Mal hat End of Tenancy Cleaning zugesehen, wie Eigentümer ihre Wohnung vom Mieter zurückbekommen. In 61 Prozent dieser Fälle wurde die Kaution – zumindest zum Teil – einbehalten; die Mieter „kostete“ dies bis zu 800 Pfund (rund 870 Euro). Diesen Maximalwert mussten Eigentümer immerhin in zwei von zehn Fällen einfordern – schlicht, weil der Bewohner im Mietrückstand war. Weniger Abzug erhalten Mieter oft aus anderen Gründen – und die lassen sich auf ein paar wenige Hauptgründe zusammenfassen.

Halt die Wohnung sauber!

80 Prozent aller Wohnungsrückgaben verlaufen laut End of Tenancy Cleaning so: Die Wohnung ist schmutzig, womöglich hat sich das Essen im Küchenkasterl selbstständig gemacht, und in den Badezimmer-Fugen hat der Schimmel das Silikon ersetzt. Wer seine Wohnung in London also nicht lupenrein, sondern nur besenrein übergibt, muss auf 200 Pfund (ca. 220 Euro) seiner Kaution verzichten. Wie gut, dass End of Tenancy Cleaning für die Reinigung zur Stelle ist.

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Spannend sind aber auch andere Gründe für den Kautionsentzug: Vermieter melden in sieben von zehn Fällen physische Schäden am Objekt. Das kostet bis zu 320 Pfund (350 Euro) der Kaution. Immerhin die Hälfte der Wohnungen ist bei der Rückgabe schlecht gewartet („lack of maintenance“), und bei einem Drittel fehlen schlichtweg Einrichtungsgegenstände bzw. Inventar. Für solche „missing items“ behält der Londoner Vermieter 350 Pfund (rund 380 Euro) ein.

Halt Insekten raus!

Seltener, aber doch kämpfen Vermieter mit einer „pest infestation“, wenn sie ihr Objekt nach Mietende zurückerhalten. Im Englischen meint „pest“ sämtliche Schädlinge – das reicht von der Motte im Kleiderschrank über die Kakerlake in der Küche bis zur Ratte im Vorratsraum. 300 Pfund der Kaution (325 Euro) sind dann für den Kammerjäger fällig. Was immerhin in sieben Prozent der 3.304 untersuchten Fälle passierte.

Zuletzt sollten sich Londoner Hobby-Handwerker in Acht nehmen. Der „englische Garten“ ist zwar berühmt dafür, nicht wild zu wachsen, sondern komplett von Menschenhand gestaltet zu sein – wer aber zu viel „property modifying“, also Umbauten am Objekt vornimmt, muss bei der Kaution Einbußen hinnehmen. In fünf von 100 Fällen gibt’s einen 150-Pfund-Abzug (ca. 165 Euro).


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