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Wolfgang Kradischnig: Partnerschaftlichkeit als strategischer Schlüssel: Perspektiven der DELTA Gruppe

vor 10 Monaten

4 Minuten

In einem aufschlussreichen Gespräch mit Wolfgang Kradischnig, CEO der DELTA Gruppe, wurden die aktuellen Entwicklungen im Bereich partnerschaftlicher Projektmodelle und die strategische Ausrichtung des Unternehmens beleuchtet. Das Interview, das im Rahmen des Round Tables des Bau- und Immobilien Reports stattfand, liefert wertvolle Erkenntnisse über die Transformation der Baubranche und die Bedeutung einer kollaborativen Unternehmenskultur.

Partnerschaftliche Modelle: Gemeinsam im Boot

Für Kradischnig liegt der entscheidende Vorteil von Partnerschaftsmodellen in der gemeinsamen Zielsetzung aller Beteiligten: “ Entscheidend ist, dass wir alle – egal ob Auftraggeber:innen-Vertreter, Ausführenden-Vertreter oder Vertreter eines Baustoffherstellers – im gleichen Boot sitzen.”
Diese Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel hat nach seiner Darstellung konkrete wirtschaftliche und soziale Implikationen. “ Wir haben im Grunde hier das gleiche Thema. Wir brauchen Fachkräfte. Fachkräfte werden in unsere Branche nur kommen, wenn wir eine attraktive Branche sind.” Die Attraktivität der Branche sieht Kradischnig eng mit einer kooperativen Arbeitsweise verknüpft: “Wenn nicht nur gestritten wird, sondern wenn hier wirklich Schönes geschaffen wird.”
Der CEO betont die Effizienzsteigerung durch partnerschaftliche Zusammenarbeit: “Und das wird dann sein, wenn wir miteinander arbeiten, nicht gegeneinander, uns nicht ständig aneinander reiben und damit die Energie irgendwo ins Nirwana verpufft, sondern wenn wir miteinander schöne Ergebnisse, ästhetische Gebäude produzieren.”

Die DELTA AG: Strategische Neuausrichtung zeigt Erfolge

Die Gründung der DELTA AG vor einem Jahr bewertet Kradischnig als einen strategischen Erfolg: “Das war eine zu 100% richtige Entscheidung.” Dabei geht es nicht nur um die Rechtsform, sondern auch um ein verändertes Beteiligungsmodell: “Wir werden auch heuer wieder eine Beteiligungsrunde machen. Das heißt, wir wollen noch breiter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligen.”
Parallel zur AG-Gründung wurde die gesamte Firmenstruktur in Österreich gestrafft und in zwei Hauptbereiche gegliedert: “Der eine Ast ist der Ast der Architektur, wo wir mit Delta Pods Architects Architektur Leistungen erbringen. Und der zweite Ast ist der Ast, wo Baumanagement und Consulting passiert.” Diese Zweiteilung spiegelt auch die unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen wider: “ Dem Architektur-Bereich steht eine Ziviltechniker-Befugnis gegenüber, während im Bereich Baumanagement eine Baumeister-Konzession dahintersteht.”
Diese klare Strukturierung hat nach Kradischnigs Einschätzung zu einer verbesserten Marktpositionierung geführt: “ Wir haben letztendlich mittlerweile zwei Äste innerhalb der DELTA Gruppe, wo wir uns ganz klar auch am Markt kundenorientiert aufgestellt haben.“

Kulturwandel in der Baubranche: Eine Evolution

Der Trend zu mehr Partnerschaftlichkeit in der Baubranche ist für Kradischnig keine neue Entwicklung, sondern ein kontinuierlicher Prozess: “Das ist schon ein wenig in der DELTA-DNA drinnen. Es hat sich viel getan in den letzten Jahren. Für mich ist mehr Partnerschaftlichkeit ein Herzensanliegen. Es macht einfach mehr Spaß, wenn man mit anderen etwas schafft und nicht gegen andere.”
 
Besonders betont Kradischnig den Paradigmenwechsel in der Branche: “In den letzten 30, 35 Jahren, wo man noch in konventionellen Vertragssystemen sehr oft mit Gegenwind gekämpft hat.” Mittlerweile sei das Bewusstsein für die Vorteile partnerschaftlicher Modelle deutlich gestiegen: “Mittlerweile ist das Bewusstsein dafür viel verbreiteter – einfach auch aufgrund von Studien, dass mit mehr Kultur, mit mehr Partnerschaftlichkeit ein größerer Projekterfolg erzielt wird.”

LEAN Management als Katalysator der Partnerschaftlichkeit

Einen besonderen Stellenwert im Kontext der Partnerschaftlichkeit misst Kradischnig dem LEAN Management bei. Er sieht darin “das perfekte Tool, wo die Partnerschaftlichkeit aus ihrem Eck des esoterischen ‘wir haben uns alle lieb’ herauskommt und in Richtung eines professionellen Abwicklungstools in Erscheinung tritt.”
Dieser pragmatische Ansatz ermöglicht es, auch technisch orientierte Fachleute für das Konzept der Partnerschaftlichkeit zu gewinnen: “Und damit auch (sehr erfahrene) Techniker:innen viel besser erreicht.”
Die Entwicklung in Österreich bewertet Kradischnig positiv: “Wir sind in Österreich im LEAN Management auf einen sehr, sehr guten Weg. Wir kennen immer mehr Projekte, die mit LEAN Management abgewickelt werden.” Die Vorteile sieht er besonders in der verbesserten Projektsteuerung: “Man sieht einfach dort, wo LEAN Management Transparenz bringt, wo Management die Baustelle viel besser in Fluss hält, dort gewinnt man auch die Menschen dafür.”
Der nachhaltige Effekt dieser Erfahrungen zeigt sich in Folgeprojekten: “Und dann hat man sie beim nächsten Mal schon viel leichter im Boot.” Diese positive Dynamik trägt nach Kradischnigs Einschätzung entscheidend zur Verbreitung partnerschaftlicher Modelle bei.

Fazit: Integration von Partnerschaftlichkeit und Professionalität

Die Ausführungen von Wolfgang Kradischnig verdeutlichen, dass die DELTA Gruppe partnerschaftliche Zusammenarbeit nicht als abstraktes Ideal, sondern als konkretes Geschäftsmodell versteht. Die Kombination aus struktureller Neuausrichtung und kulturellem Wandel bildet die Grundlage für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung.
Mit der klaren Fokussierung auf Partnerschaftlichkeit und der systematischen Integration von LEAN Management-Ansätzen positioniert sich die DELTA Gruppe als Innovationstreiber in der Baubranche. Die positiven Erfahrungen mit der AG-Gründung und der strategischen Neuausrichtung bestätigen den eingeschlagenen Weg und verdeutlichen das Potenzial partnerschaftlicher Modelle für die gesamte Bauindustrie.

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