Die Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz in bestehenden Wohnhausanlagen ist eine zentrale Herausforderung für gemeinnützige Bauträger. Die NBG setzte daher in der Wohnhausanlage in der Florahofstraße in Langenlebarn ein Pilotprojekt zur Optimierung des Heizbetriebs um.
Die 1970 errichtete Anlage mit 24 Wohneinheiten wurde bislang mit nicht optimal abgestimmten Heiz-kurven betrieben, was zu erhöhtem Energieverbrauch führte. Gemeinsam mit Wohnio wurden die Heiz-kurven auf Basis realer Nutzungs- und Temperaturdaten analysiert und optimiert. Durch ein laufendes Monitoring werden sie weiterhin regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst, um eine kontinuierliche Optimierung sicherzustellen.
So konnten sowohl Energieverbräuche als auch Betriebsparameter transparent gemacht und effizient gesteuert werden. Ein zusätzlicher Fokus lag auf der direkten Einbindung der Bewohner: Eine zentrale Anlaufstelle für Temperaturmeldungen ermöglichte schnelle Anpassungen im laufenden Betrieb – ohne Komforteinbußen.
Das Ergebnis ist eindeutig: Der Energieverbrauch sank bisher um 13 Prozent, die jährliche Einsparung beträgt derzeit in etwa 100 Euro pro Wohnung. Weitere Effizienzpotenziale werden durch das fortlaufende Monitoring identifiziert und Schritt für Schritt durch gezielte Optimierungsmaßnahmen umgesetzt.
„Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial in der Optimierung bestehender Anlagen steckt. Mit vergleichs-weise geringem Aufwand lassen sich spürbare Einsparungen für unsere Mieterinnen und Mieter erzielen“, betont NBG-Direktor Manuel Resetarics.
Auch seitens Wohnio wird die Bedeutung datenbasierter Lösungen hervorgehoben. „Unser Ansatz verbindet Echtzeitdaten mit intelligenter Steuerung. So können wir Heizsysteme präzise auf den tatsächlichen Bedarf abstimmen und dauerhaft effizient betreiben“, erklärt Wohnio Gründer und Geschäftsführer Kevin Bauer.
Das Pilotprojekt verdeutlicht, dass innovative Technologien einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Gebäudebestands leisten können.