In den vergangenen beiden Jahren wurden in Österreich rund 73 Millionen Euro im Rahmen von mittel- bis großvolumigen Sale-and-Leaseback-Transaktionen investiert. Die dominierende Assetklasse ist weiterhin Industrie und Logistik mit 74 Prozent des Gesamtvolumens. Büro- und Einzelhandelsimmobilien machten jeweils rund 10 Prozent des Gesamtvolumens aus. Ende des Jahres 2025 wurde zudem ein Rehabilitationszentrum von einem privaten Betreiber an eine österreichische Bank verkauft.
Die im Vergleich zu klassischen Immobilientransaktionen komplexeren Deal-Strukturen erfordern spezifische Expertise sowie Erfahrung mit Sale-and-Leaseback-Investments. Colliers begleitete rund 60 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens in Österreich. So konnten die beiden größten Sale-and-Leaseback-Transaktionen – das Verkaufslager der Brau Union in Linz sowie die Industrieimmobilie des Spezialglasherstellers Vandaglas in Steyr – durch das Industrial & Logistics Team um Michael Messner, Head of Industrial & Logistics, erfolgreich abgeschlossen werden.
„Unternehmen betrachten Immobilien heute zunehmend als strategischen Hebel zur Kapitalallokation“, erklärt James Lombard, Head of Corporate Capital Solutions EMEA bei Colliers. „Vor allem Sale-and-Leaseback-Transaktionen ermöglichen es, Kapital freizusetzen und gleichzeitig operative Flexibilität zu bewahren.“
Auch international nimmt die Bedeutung entsprechender Strukturen zu. Das europäische Sale-and-Leaseback-Transaktionsvolumen erreichte im Jahr 2025 rund 5,4 Milliarden Euro und lag damit 28 Prozent über dem Vorjahr. Besonders gefragt waren Industrie-, Logistik- und Einzelhandelsimmobilien.
Parallel dazu gewinnen auch digitale Infrastrukturinvestments an Bedeutung. Rechenzentren verzeichneten zwischen dem ersten und dritten Quartal 2025 bereits 31 Prozent des weltweit eingesammelten Immobilienkapitals.
Mit Blick auf das Jahr 2026 erwarten Marktbeobachter eine weiterhin hohe Aktivität im Sale-and-Leaseback-Markt. Besonders in den Bereichen Industrie, Logistik und Einzelhandel dürfte das Transaktionsvolumen steigen, da Investoren stabile langfristige Cashflows suchen und Unternehmen ihre Bilanzstrukturen optimieren.