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Strategische Immobilienentwicklung trifft Kreislaufwirtschaft: Kathrina Rieger leitet neuen Concular-Standort in Wien

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Die Transformation der Baubranche hin zu mehr Nachhaltigkeit und ressourcenschonenden Prozessen gewinnt zunehmend an Bedeutung. In diesem Kontext hat das auf Kreislaufwirtschaft spezialisierte Unternehmen Concular seinen Expansionskurs fortgesetzt und vor zwei Monaten einen neuen Standort in Wien eröffnet. An der Spitze des österreichischen Ablegers steht mit Kathrina Rieger eine ausgewiesene Bauexpertin mit fundiertem Hintergrund in der strategischen Immobilienentwicklung.

Vom Hochbau zur Kreislaufwirtschaft: Der Werdegang von Kathrina Rieger

Die ausgebildete Bauingenieurin blickt auf eine vielseitige Karriere zurück, die sie von klassischen Hochbauthemen wie örtlicher Bauaufsicht und begleitender Kontrolle über Bedarfsplanung bis hin zur strategischen Immobilienentwicklung führte. „Ich habe die letzten zehn Jahre sehr stark in der strategischen Immobilienentwicklung gearbeitet und habe dadurch sehr viel Wissen um Dekarbonisierung und zirkuläres Bauen aufgebaut ", erklärt Rieger ihren beruflichen Werdegang.
Bei ihrem früheren Arbeitgeber übernahm Rieger zunehmend Verantwortung für größere Bauprojekte und baute gemeinsam mit einem Kollegen den Nachhaltigkeitsbereich auf. Diese Tätigkeit umfasste sowohl die interne Perspektive – die Analyse und das Reporting von Unternehmensemissionen – als auch den Blick nach außen: „Was ist eigentlich das, was wir als Unternehmen in der Baubranche bewegen können? Was sind die großen Hebel, die wir bedienen können bei unseren Kunden und in Projekten?", beschreibt Rieger die damaligen Fragestellungen.

Der Weg zu Concular: Vom Klimabewusstsein zur konkreten Aktion

Ihre Sensibilisierung für Klimafragen entwickelte sich aus persönlichen Erfahrungen: „Ich habe während dem Studium gemeinsam mit meinem Mann auf 2000 Meter Höhe eine Alm-Hütte betrieben, regelmäßig jeden Sommer. Und der alpine Raum ist ja extrem vom Klimawandel beeinträchtigt", erläutert Rieger. Diese Erfahrungen führten zu einer intensiven Auseinandersetzung mit CO₂-Emissionen im Bauwesen und der Frage nach Handlungsmöglichkeiten in ihrem eigenen Berufsfeld.
Die Baubranche verursacht laut Rieger 40 Prozent der globalen CO₂-Emissionen, wobei ein wachsender Anteil durch „graue Emissionen" entsteht – jene, die durch den Abbau von Rohstoffen und die Herstellung von Bauprodukten verursacht werden. Bei ihrem vorherigen Arbeitgeber konnte sie bereits einige Leuchtturmprojekte umsetzen, was schließlich zum Kontakt mit Concular führte, da „die Wiederverwendung von Bauteilen ein wesentlicher Baustein ist, um Emissionen im Bausektor zu senken".

Concular in Österreich: Strategische Ziele und Visionen

Concular, ein Unternehmen mit inzwischen 50 Mitarbeitern, hat sich der Transformation der Baubranche hin zur Kreislaufwirtschaft verschrieben. Der neue Standort in Wien wird nun von Rieger geleitet, wobei ein Großteil der Kollegen bereits vorher für Concular tätig war und von Wien, Salzburg oder Innsbruck aus hauptsächlich Projekte in Deutschland betreut hat.
Für die Zukunft hat Rieger klare Vorstellungen: „Mit sehr kleinem Blick auf das Team, das Ziel, dass wir ein schlagkräftiges Team sind, das sehr viel unterschiedliches Wissen miteinander vereint. Also ein sehr heterogenes Team. Auch in Richtung Softwarearchitektur, Bauingenieurwesen etc." Darüber hinaus strebt sie den Aufbau eines umfassenden Netzwerks an, in dem die Geschäftsmodelle nicht linear, sondern zirkulär funktionieren – unter Einbindung verschiedener Stakeholder wie Versicherungen, Prüfstellen und Abbruchunternehmen.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist für Rieger der Aufbau digitaler und physischer Infrastruktur, die gut ineinandergreift: „Dass wir hier in Wien und auch hoffentlich mit mehr Strahlkraft auf ganz Österreich Infrastruktur für alle zur Verfügung stellen können, Sekundärprodukte gut zu beziehen und die in die Projekte zu implementieren."

Paradigmenwechsel in der Baubranche

Die Etablierung von Concular in Österreich unter der Leitung von Kathrina Rieger markiert einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft. Die Wiederverwendung von Bauteilen und -materialien gewinnt angesichts der Klimakrise und der Ressourcenknappheit zunehmend an Bedeutung. Der Erfolg dieser Transformation hängt maßgeblich von der Zusammenarbeit verschiedener Akteure ab – eine Herausforderung, der sich Rieger mit ihrem Team in Wien stellt.


Transkript

0:09 Ich bin Katrine Rieger. bin von der Ausbildung her Bauingenieurin und habe jetzt die letzten zehn Jahre sehr stark in der strategischen Immobilienentwicklung gearbeitet und habe dadurch soll ich sagen, sehr viel Wissen aufgebaut um Dekarbonisierung und zirpuläres Baum. Und seit zwei Monaten leite ich jetzt hier in Wien den neuen Standort von Concula. Wir sind ein Unternehmen mittlerweile mit 50 Personen, das sich damit beschäftigt, die Baubranche hin zur Kreislaufwirtschaft zu

0:49 transformieren. Du machst jetzt hier in Wien die Standortleitung. Kannst uns vielleicht noch einen kurzen Abriss deiner Karriere geben, die dann zum Schluss zur jetzigen Position geführt Hat? Ja, letztendlich habe ich während dem Studium einiges an unterschiedlichen Themen im Baubereich gemacht, von örtlicher Bauaufsicht über begleitende Kontrolle, also sehr klassische Hochbauthemen, und bin dann eben eingestiegen in den Bereich Bedarfsplanung, Strategieentwicklung für Immobilienprojekte und habe dann

Vollständiges Transkript anzeigen

1:29 dort sukzessive größere Bauprojekte geleitet und auch die Verantwortung übernommen. Genau, und habe im Zuge dessen auch angefangen bei uns intern damals ich habe bei MoCon davor gearbeitet, gemeinsam mit einem Kollegen den Nachhaltigkeitsbereich aufzubauen, also den Blick nach innen auch zu richten, was sind die Emissionen, die bei uns im Unternehmen entstehen, wie reportet man das auch, und dann eben auch den Blick nach außen, was ist eigentlich das was wir als Unternehmen in der Baubranche bewegen können, was sind die großen Hebel die wir bedienen können bei

2:11 unseren Kunden und in den Projekten. Jetzt ist Concula noch relativ neu in Österreich, seit wann gibt euch in Österreich? Seit zwei Monaten, genau. sind aber ein Großteil der Kollegen schon länger bei Concula und haben bisher hauptsächlich eben in deutschen Projekten betreut und aber in Wien oder in Salzburg oder Innsbruck Gewohnt. Dein Fokus in deiner Arbeit ist ganz stark eben die Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, das hast du schon vor Concula in deiner Arbeit betrieben, wie ist das entstanden, woher kommt das?

2:51 Es hat eine längere Geschichte, ich habe während dem Studium gemeinsam mit meinem Mann auf 2000 Meter Höhe eine Alpenbetrieb regelmäßig jeden Sommer und der alpine Raum ist ja extrem vom Klimawandel beeinträchtigt und man spürt dort viel mehr wie jetzt hier in der Stadt eigentlich schon die Auswirkungen, also gerade was Gletscher angeht, dieses Jahr ist ja auch das Jahr der Gletscher eigentlich, jedenfalls merkt man dort sehr stark die Auswirkungen vom Klimawandel und im Zuge dessen ist natürlich die Frage gekommen, was ist eigentlich der Hebel, den ich in der Hand habe mit der Arbeit die ich wirklich

3:30 tue, also in meinem Dasein als Bauingenieurin und damit eine sehr profunde Auseinandersetzung mit CO2 Emissionen aus dem Bauwesen und da haben wir ja zum einen 40 Prozent der globalen CO2 Emissionen aus dem Bausektor, die wir verursachen und die Hälfte davon und auch ein immer wichtiger werdender Teil kommt aus grauen Emissionen, also Emissionen, die entstehen durch den Abbau von Bauprodukten, von Rohstoffen und die Erstellung von Bauprodukten und da hatte ich das Glück mit meinem früheren Arbeitgeber doch

4:14 auch einiges an Leuchtturmprojekten umsetzen zu können, also nicht nur über den Arbeitgeber gepusht, sondern auch über die Bauherren, wir hatten, die sehr innovativ waren und auch einiges an Projekten in Deutschland und so ist dann letztendlich der Kontakt eigentlich auch zu Concula entstanden, weil die Wiederverwendung von Bauteilen ein wesentlicher Baustein ist, um eben Emissionen im Bausektor zu senken. Wenn wir uns in fünf Jahren wieder treffen, dein Standort hier in Wien, wie muss der sich entwickelt haben, dass du sagst, genau so wollte ich das haben? Also ich arbeite extrem gerne mit vielen Menschen

4:51 zusammen, weil ich glaube, dass wenn wir was bewegen wollen, das nicht alleine geht und insofern wäre so mit sehr kleinem Blick auf Concula das Ziel, dass wir ein schlagkräftiges Team sind, das sehr viel unterschiedliches Wissen miteinander vereint, also ein sehr heterogenes Team auch in Richtung Software, Architektur, Bauingenieurwesen etc. Und globaler gesehen wäre es wunderbar, wir hätten ein riesen Netzwerk, weil zirkuläre Geschäftsmodelle funktionieren nicht wie das,

5:33 was wir im Moment machen, als Take-Make-Waste letztendlich, eine Person davor, eine Person danach, sondern zirkulär geht auch einfach nur gemeinsam mit unterschiedlichen Stakeholdern, die man immer wieder einbinden muss. Das bedeutet Versicherungen, Prüfstellen, Planende, Abbruchunternehmen, das alles sind eigentlich Stakeholder, die bei uns mit in das Ökosystem spielen müssen, damit zirkuläre Projekte funktionieren. Also dieser Aufbau von einem zirkulären Ökosystem wäre noch ein Thema, was mit dazuspielt und dann natürlich auch der Aufbau von einer digitalen und

6:13 physischen Infrastruktur, die gut ineinander greift, dass wir hier in Wien und auch hoffentlich mit einer Strahlkraft auf ganz Österreich Infrastruktur für alle zur Verfügung stellen können, Sekundärprodukte gut zu beziehen und die in die Projekte zu implementieren. Das heißt ich muss sagen, tschüss Lien, hallo Partnerschaftsmodell in der Projektplanung oder? Genau, soll es Auch. Wunderbar, ich danke dir für tolle Einblicke, ein tolles Gespräch und deine Zeit. Danke.

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