Fakten:
Renditen in Wiener Toplagen wieder bei gut drei Prozent, in peripheren Lagen, im Umland und in den Bundesländern bis zu 3,8 Prozent
Sinkende Leerstandsquote, rasche Vermarktung, Preiszuwächse bei Zweitvermietung
Breiter gestreute Nachfrage nach Ein- bis Dreizimmerwohnungen
Nachdem im Jahr 2025 bereits beachtliche 800 Wohnungen platziert wurden, prognostiziert der heute veröffentlichte „EHL Vorsorgewohnungsmarktbericht 2026“ für das laufende Jahr rund 1.000 Transaktionen. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die stark gestiegenen Mieten, die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich attraktivere Renditen ermöglichen.
Diese haben mittlerweile sogar in guten und sehr guten Wiener Lagen die Marke von drei Prozent erreicht bzw. leicht überschritten. In den Außenbezirken, im Wiener Umland und in den Bundesländen liegen die Renditen mit bis zu 3,8 Prozent noch deutlich höher und damit in den meisten Fällen sogar über den Fremdkapitalkosten. Trotz der etwas niedrigeren Renditen betrachtet Schunker sehr gute Lagen als ebenso attraktiv für Anleger wie die durchschnittlichen Standorte. Die etwas niedrigeren Mietrenditen würden insbesondere unter längerfristigen Gesichtspunkten durch die besseren Wertsteigerungsperspektiven zumindest ausgeglichen.
„Die Ertragssituation hat sich fundamental verbessert, zumal sich die durchschnittlichen Renditen auf dem höchsten Niveau der vergangenen zehn Jahre befinden“, erklärt Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL Wohnen. „Auch die Ertragssicherheit ist gestiegen. Leerstände sind kaum vorhanden, Wiedervermietungen erfolgen oft nahtlos im Anschluss an den Auszug der Vormieter und sichern die Renditen nachhaltig ab. Bemerkenswert ist zudem, dass bei Nachvermietungen derzeit in der Regel höhere Mieten als die bisherigen Bestandsmieten erzielt werden können.“
Bei der steuerlichen Gestaltung von Vorsorgewohnungskäufen zeigt sich weiterhin, dass sich viele Käufer bewusst gegen die klassische Variante mit Vorsteuerabzug entscheiden und stattdessen den Erwerb wie bei Eigennutzung bevorzugen. Ausschlaggebend dafür sind vor allem der geringere administrative Aufwand sowie die höhere Flexibilität, etwa durch die Möglichkeit einer frühzeitigeren Eigennutzung. Zudem nutzen zahlreiche Anleger die Option der umsatzsteuerfreien Vermietung im Rahmen der Kleinunternehmerregelung, die derzeit bei einem Jahresumsatz von bis zu 55.000 Euro aus Vermietung und Verpachtung“ möglich ist.
Im Hinblick auf die Wohnungsgrößen bleiben Zweizimmerwohnungen mit 40 bis 48 m² das wichtigste Marktsegment. Zunehmend rücken jedoch auch hocheffiziente Dreizimmerwohnungen mit maximal 60 m² in den Fokus der Anleger. Diese Entwicklung spiegelt die aktuelle Marktsituation wider, da die historische Angebotsverknappung am Mietwohnungsmarkt nahezu alle Wohnungsgrößen betrifft.
Für den weiteren Jahresverlauf und 2027 erwartet Schunker, dass die Nachfrage seitens privater Anleger weiter steigen wird. „Die Kombination aus attraktiven Renditen und hoher Sicherheit plus soliden Wertsteigerungsperspektiven macht die Vorsorgewohnung zu einer äußerst attraktiven Veranlagungsmöglichkeit, die vor allem für Investoren mit höherem Veranlagungsbedarf einen unverzichtbaren Bestandteil ihres Portfolios darstellt.“
Der EHL-Vorsorgewohnungsmarktbericht 2026 ist unter www.ehl.at/vsmb online abrufbar und kann unter www.ehl.at/research in gedruckter Form angefordert werden.