Österreich:
o Mit 117.782 verbücherten Immobilien liegt die Jahresmenge 2025 um +16,8 % über der von 2024. Auch wenn auf den Zehnjahresdurchschnitt noch -8,6 % und auf das Rekordjahr 2021 noch -27,9 % fehlen, so scheint die Trendwende eindrucksvoll geschafft.
o Der Verbücherungswert stieg um +5,84 Mrd. Euro auf 34,61 Mrd. Euro. Das sind um +20,3 % mehr als 2024, um +5,8 % mehr als der Schnitt der letzten zehn Jahre und nach den Ausnahmenjahren 2020 bis 2022 das bisher vierhöchste Ergebnis.
Bundesländer:
o Das Burgenland legt um +8,5 % zu. Alle anderen Bundesländer erhöhen ihre Verkaufsmengen zweistellig; Spitzenreiter sind die Trendsetter Vorarlberg (+26,2 %) und Wien (+24,4 %).
o Den 2024er Immobilienumsatz steigert Wien um +1,67 Mrd. Euro, die Steiermark um +1,00 Mrd. Euro und Niederösterreich um +865 Mio. Euro. In Prozenten bedeutet das zwischen +30,7 % in Vorarlberg, +29,6 % in der Steiermark, +22,1 % in Wien und andererseits +13,6 % in Tirol und -1,8 % im Burgenland.
Stärkste Städte (Top 5)
Anzahl der Verbücherungen Veränderung zu 2024 Rang 2024
1. Graz 5.285 Stk. +40,8 % 1.
2. Salzburg 2.451 Stk. +41,7 % 2.
3. Linz 2.032 Stk. +19,7 % 3.
4. Innsbruck 1.786 Stk +41,2 % 5. +
5. Klagenfurt 1.741 Stk. +22,8 % 4. -
Stärkste Landbezirke (Top 10)
Anzahl der Verbücherungen Veränderung zu 2024 Rang 2024
1. Graz-Umgebung 2.573 Stk. +17,1 % 2. +
2. Innsbruck-Land 2.385 Stk. + 6,0 % 1. -
3. Salzburg-Umgebung 2.383 Stk. +25,8 % 3.
4. Baden 2.188 Stk. +31,3 % 6. +
5. Villach (Stadt + Land) 2.162 Stk. +17,0 % 4. -
6. Gänserndorf 2.140 Stk. +31,4 % 7. +
7. Bregenz 2.096 Stk. +30,5 % 8. +
8. Linz-Land 1.913 Stk. +5,3 % 5. -
9. Korneuburg 1.820 Stk. +36,6 % 18. ++
10. Mödling 1.807 Stk. +16,3 % 9. +
nach Verkaufswert: Veränderung zu 2024 Rang 2024
1. Kitzbühel 765 Mio. Euro +1,8 % 1.
2. Innsbruck-Land 763 Mio. Euro +9,9 % 2.
3. Salzburg-Umgebung 760 Mio. Euro +20,6 % 3.
4. Bregenz 706 Mio. Euro +35,4 % 6. +
5. Linz-Land 643 Mio. Euro +19,6 % 5.
6. Graz-Umgebung 633 Mio. Euro +23,5 % 7. +
7. Baden 622 Mio. Euro +25,2 % 8. +
8. Mödling 607 Mio. Euro +10,1 % 4. -
9. Feldkirch 581 Mio. Euro +32,9 % 11.+
10. Zell/See 577 Mio. Euro +25,5 % 10.
Top-Bezirke Wien (Top 5)
Anzahl der Verbücherungen Veränderung zu 2024 Rang 2024
1. Donaustadt 2.791 Stk. +41,9 % 1.
2. Favoriten 1.530 Stk. +23,4 % 3.+
3. Floridsdorf 1.417 Stk. +9,4 % 2. -
4. Leopoldstadt 1.309 Stk. +13,3 % 4.
5. Ottakring 1.159 Stk. +45,4 % 7.+
nach Verkaufswert: Veränderung zu 2024 Rang 2024
1. Donaustadt 1.034 Mio. Euro +25,8 % 1.
2. Leopoldstadt 784 Mio. Euro +51,3 % 3. +
3. Floridsdorf 616 Mio. Euro +39,0 % 5. +
4. Döbling 584 Mio. Euro +38,9 % 7. +
5. Innere Stadt 543 Mio. Euro +17,4 % 4. -
Strukturveränderungen um mehr als 500 Stk. 2025/2024 (in Klammer 2024/23)
gesamt: +16.928 (-8.558) +16,8 % ( -7,8 %)
davon:
Wohnungen +7.243 (-3.320) +21,7 % (-9,1 %)
PKW-Abstellplätze +3.439 (-2.307) +22,3 % (-13,0 %)
Einfamilienhäuser +1.739 (+1.591) +17,7 % (+19,4 %)
Grundstücke +1.659 (-2.430) +9,1 % (-11,7 %)
Gebäude +1.086 (-144) +13,9 % (-1,8 %)
Verkaufswertveränderungen um mehr als +/- 100 Mio. Euro 2025/24 (2024/23)
gesamt: +5,84 Mrd. Euro (-2,54 Mrd. Euro) +20,3 % (-8,1 %)
davon:
Wohnungen +2.388 Mio. Euro (-853 Mio. Euro) +25,1 % (-8,2 %)
Gebäude +1.120 Mio. Euro (+181 Mio. Euro) +23,4 % (+3,9 %)
Einfamilienhäuser +691 Mio. Euro (+597 Mio. Euro) +17,8 % (+18,2 %)
Mehrfamilienhäuser +333 Mio.Euro (-28 Mio Euro) +68,9 % (-5,6 %)
Grundstücke +328 Mio. Euro (-892 Mio. Euro) +9,7 % (-20,9 %)
Hausanteile +221 Mio. Euro (+110 Mio. Euro) +47,5 % (+31,0 %)
Hotel/Pensionen +108 Mio Euro ) +26,3 % )
*) Trennung von Hotelapartments und Hotel/Beherbergungsgebäude ab 2024
GESAMTMARKT: FAKTEN, EINSCHÄTZUNGEN, AUSBLICK
Die Talsohle 2024 ist durchschritten und der Aufschwung 2025 stärker als der Rückgang 2023. 117.782 Verbücherungen im Jahr 2025 sind bereits 91,4 % des Zehnjahresschnitts (-16.928 fehlen noch), aber die Tendenz ist klar ersichtlich und die beiden Trendbundesländer Wien und Vorarlberg zeigen einen Aufschwung, den die anderen Bundesländer wahrscheinlich 2026 noch realisieren werden.
Auf Niveau von 2015/2016
Historisch betrachtet liegt die Immobilienstückzahl 2025 zwischen jenen der Jahre 2015 (112.124) und 2016 (121.436). Der Abstand zum Rekordjahr 2021 (damals 163.266 Einheiten) hat sich von -62.412 Stück (2024) auf -45.484 im Jahr 2025 verringert.
Umsatzwachstum wie jenes von 2017 auf 2019, aber in einem Jahr
Das Umsatzwachstum von +5,84 Mrd. Euro 2025 ist nach dem Wegfall von -2,54 Mrd. Euro 2024 und vor allem von -12,70 Mrd. Euro 2023 eine Wohltat für die Volkswirtschaft.
Lag der Umsatz 2024 mit 28,77 Mrd. Euro historisch betrachtet etwas über den 28,13 Mrd. Euro aus 2017, so ähnelt der 2025-Umsatz mit 34,61 Mrd. Euro eher den 34,35 Mrd. Euro aus dem Jahr 2019. Der Schub 2025 hat also für das Aufholen von zwei „normalen“ Jahreswachstumsraten gereicht.
Mit dem Wegfall der Ursachen für den Einbruch am Immobilienmarkt seit 2021 kommt der Markt wieder schrittweise zurück. „Die rückläufige Inflation und das geringere Zinsniveau, aber auch psychologische Effekte wie das medial breitgetretene Ende der KIM-Verordnung – die in Wirklichkeit nur eine Umwandlung von einer Verordnung in eine dringende Empfehlung war – und vor allem Gewöhnungseffekte an das Ende der Nullzinsphase, haben zu dieser Trendumkehr geführt“, erläutert Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von RE/MAX Austria.
Maßnahmen zur Wohnraumschaffung notwendig, um drohende Preisrallye zu dämpfen
Zusätzliche Maßnahmen, die eine weitere Stabilisierung dieses volkswirtschaftlich wichtigen Wirtschaftszweigs fördern sind aus vielerlei Gründen erforderlich und in der Regel auch gar nicht budgetbelastend, sondern schnell refinanziert oder überhaupt nur bürokratievermindernd.
Die 2025 erfolgte Ankündigung eines bundeseinheitlichen Wohnbaukreditprogramms für junge Menschen ist auf jeden Fall zu begrüßen. „Die Schaffung von Immobilieneigentum sollte unbedingt gefördert werden. Eigentum bedeutet mehr Selbstbestimmung und Freiheit, geringere Kosten in der Pension und daher einen Schutz vor Altersarmut, auch dann, wenn das Pensionssystem in naher Zukunft immer mehr Menschen möglicherweise nur mehr überschaubar unterstützen kann“, so Reikersdorfer weiter.
„Es muss allerdings im gleichen Atemzug auch dringend in die Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum intensiviert werden, ob durch Neubau, Umbau, Sanierung, Verdichtung. Wir brauchen bei steigender Nachfrage nach Wohnraum dringend mehr Angebot, damit massive Preissteigerungen, aufgrund einer Angebotsknappheit, in Zukunft hintangehalten werden“, appelliert Reikersdorfer.
Den gesamten Marktbericht finden Sie unter: https://www.remax.at/de/presse/presseaussendungen