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Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa: Wo 15 Sekunden Natur auf 15 Minuten Stadt treffen

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Im Süden Wiens entsteht mit dem Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa eines der ambitioniertesten Wohnbauprojekte der Stadt. Rund 600 Wohnungen, sechs Bauträger, innovative Baustoffe und die Abwärme der Therme Wien als Heizquelle – Ernst Eichinger von nobucom erklärt im OfficeTalk-Interview, warum er bei diesem Projekt „einfach keinen Fehler findet“.

Wenn jemand die Firma „No Bullshit Communications“ nennt, muss man genauer hinhören. Ernst Eichinger, seit fast 30 Jahren in der Unternehmenskommunikation tätig – unter anderem für die BIG und Signa – begleitet seit Jahresbeginn mit Mario Scalet, seinem Partner in der nobucom das Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa kommunikativ. Im OfficeTalk-Interview mit Gerhard Popp gibt er Einblick in ein Projekt, das den geförderten Wohnbau in Wien auf ein neues Niveau heben soll.

Sechs Baufelder, 600 Wohnungen

Das Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa erstreckt sich auf einem rund 3,5 Hektar großen Areal zwischen der Kurkonditorei und der Seniorenresidenz im 10. Wiener Gemeindebezirk. „Es sind insgesamt sechs Baufelder, die jetzt sukzessive in Bau gehen werden“, sagt Eichinger im Interview. „Und das macht gesamt ein großes Projekt.“ Rund 600 Wohnungen werden hier entstehen – zu großen Anteilen geförderter Wohnbau, ergänzt durch einen kleinen freifinanzierten Anteil. Sechs verschiedene Bauträger, darunter GESIBA, GEWOG, WBV-GPA, Gartenheim, at home Immobilien und WIGEBA, arbeiten an den verschiedenen Bauplätzen.

15 Minuten in die Stadt, 15 Sekunden in die Natur

Was das Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa von anderen Stadtentwicklungsprojekten unterscheidet, ist seine Lage – direkt zwischen der U1-Endstation Oberlaa und dem 60 Hektar großen Kurpark. Eichinger bringt es auf den Punkt: „Wenn ich aus der Wohnung gehe und in die U-Bahn steige, bin ich in 15 Minuten am Stephansplatz. Und auf der anderen Seite des Hauses kann ich in einem 60 Hektar großen Kurpark spazieren gehen. Eine höhere Wohnqualität kann man sich kaum vorstellen.“ Der Claim „15 Sekunden in die Natur und 15 Minuten in die Stadt“ sei bei dieser Lage quasi aufgelegt gewesen.

Lebendige Erdgeschosszonen statt toter Sockel

Das Quartier ist als gemischt genutztes Projekt konzipiert. In den Sockelzonen entstehen Kindergarten, Nahversorger, Gastronomie und Senioreneinrichtungen. „Ziel ist es, die Erdgeschosszonen so lebendig und belebt zu machen, dass man dieses Quartier-Stadtgefühl hat“, erklärt Eichinger. Wer das Quartier nicht verlassen wolle, könne dort auch gut bleiben – alles sei vorhanden für Familien, Kinder, Singles und Sportbegeisterte. Die Planung sieht rund 3.800 Quadratmeter gewerbliche Nutzfläche vor, darunter Gastronomieflächen, Nahversorger wie zum Beispiel eine Food Coop und einen partizipativen Genuß-Greißler.

WaLeWi und WOAL: Wenn Vereine den Wohnbau formen

Besondere Aufmerksamkeit im Interview widmet Eichinger den Baugruppen-Initiativen im Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa. WaLeWi – der Verein für gemeinschaftliches Wachsen, Leben und Wirken – setzt sich mit der zentralen Frage auseinander: „Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?“ Der Verein realisiert auf Bauplatz 6 ein fünfgeschossiges Baugruppenhaus mit 28 Wohneinheiten. WOAL – Wohnen ohne Alterslimit – geht noch einen Schritt weiter: Die 2023 gegründete Genossenschaft plant 79 Wohnplätze in 12 Wohngemeinschaften für Menschen ab 60. Das Konzept sieht vor, dass Bewohner nicht erst dann einziehen, wenn sie Pflege brauchen, sondern so vorgesorgt wird, dass sie in ihren vier Wänden bleiben können. „Das ist aus meiner Sicht höchst beispielgebend“, sagt Eichinger, „weil es am Ende des Tages viel Kosten erspart – nämlich einer Allgemeinheit.“

Eichinger verortet diese Initiativen in einem breiteren gesellschaftlichen Kontext: „Wir haben wahnsinnig viele Singlehaushalte, wir haben eine Überalterung, und dieses Vereinsamungsthema schwebt über allem.“ Die Baugruppen seien Antworten auf eine der größten Herausforderungen urbanen Zusammenlebens.

50 Prozent weniger CO₂ – und die Therme heizt mit

Beim Thema Nachhaltigkeit gerät Eichinger fast ins Schwärmen: „Da spielt dieses Quartier alle Stücke.“ Die Energieversorgung im Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa basiert zu rund 80 Prozent auf der Abwärme der benachbarten Therme Wien, wo Wien Energie über Großwärmepumpen das abgekühlte Thermalwasser zu Fernwärme aufwertet. Dazu kommen PV-Anlagen, begrünte Dächer und ein durchdachtes Durchlüftungskonzept, für das eigens Windströme analysiert wurden. Am jüngst gestarteten Baufeld kommt der zementfreie Baustoff Cleancrete zum Einsatz, der laut TU Wien eine CO₂-Reduktion von 53 Prozent im Rohbau ermöglicht. „CO₂-neutral ist es nicht“, räumt Eichinger ein, „aber CO₂-reduzierter Bau – und das sind schon großartige Errungenschaften.“

Der oft unterbewertete soziale Aspekt der Nachhaltigkeit – das S in ESG – sei für Eichinger ebenso entscheidend: „Wichtig ist, dass sich die Menschen dort wohlfühlen. Wenn die Durchlüftung passt und begrünte Dächer vorhanden sind, dann fühlen sie sich auch im Sommer wohl.“ Das Projekt beweise, dass Leistbarkeit und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sein müssen.

Wien als „Insel der Seligen“

Auf die Frage, ob die städtische Politik bei solchen Projekten stärker gefragt wäre, gibt sich Eichinger diplomatisch, aber klar: „Wien ist nach wie vor eine Insel der Seligen. Im internationalen Vergleich – Paris, London – ist Wohnen in Wien immer noch vergleichsweise günstig.“ Er führt das auf eine „ausgewogene und vorausschauende Politik der Stadt“ zurück. Tatsächlich ist das Quartier Teil der Wiener Wohnbau-Offensive 2024+, die insgesamt 22.200 geförderte Wohnungen für über 45.000 Menschen vorsieht.

Fertig ist gleich voll

Die Fertigstellung des Quartier Kurbadstraße Wien-Oberlaa ist für Herbst 2028 geplant. Eichinger ist optimistisch: „Alle sind entsprechend professionell, und ich gehe davon aus, dass alles im Zeitplan und im Budget realisiert wird.“ Vermietungsprobleme? „Das würde mich in höchstem Maße überraschen. Das Geriss um diese Wohnungen ist mit Sicherheit sehr groß.“ Sein Fazit: „Fertig ist gleich voll.“

Was Eichinger am Ende des Interviews verrät, klingt weniger nach PR-Sprech als nach Überzeugung: „Ich habe schon sehr viele Quartiersentwicklungen begleitet und mitgemacht, aber das ist etwas, wo ich in Summe sage: Ich finde einfach keinen Fehler.“ Ob diese Einschätzung der Realität standhält, wird sich zeigen. Die Voraussetzungen jedenfalls – Lage, Konzept, Energieversorgung, soziale Innovation – sind schwer zu toppen.

Transkript

0:10 Wenn jemand seine Firma No B******t Communications nennt, dann muss ich ein Interview anfragen. Er ist seit über 15 Jahren in der Unternehmenskommunikation tätig. Da sind Unternehmen dabei, BIG und Signa zum Schluss und jetzt selbstständig. Heute bei mir Ernst Aichinger. Ernst, hallo und danke, dass du dir Zeit nimmst für unser Interview. Hallo, ich freue mich sehr, hier zu sein. Ernst, wir wollen heute nicht über dein Unternehmen sprechen. Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, ich glaube, sie können dir einfach auf LinkedIn schreiben, oder? Mir kann jeder auf vielen Kanälen schreiben, entweder auf LinkedIn

0:44 oder einfach eine E-Mail. Ich bin auf allen Kanälen offen. Auch meine Telefonnummer ist gut erkennbar und öffentlich einsehbar. Unser Thema heute ist ein Projekt in Oberla, die Kurbadstraße. Kannst du uns da einmal einen kurzen Überblick geben? Was machst du bei dem Projekt und worum geht es bei dem Projekt? Wir haben seit Jahresbeginn mit der NoboCom den Auftrag, das Projekt kommunikativ zu begleiten. Nach einer langen Entwicklungsphase ist das Projekt jetzt endlich gestartet, also in die Realisierungsphase übergegangen

Vollständiges Transkript anzeigen

1:25 und es ist ein großes Projekt, ein gemischt genutztes, überwiegend allerdings Wohnungen und allein aufgrund der Lage, aufgrund der Beschaffenheit ist es einfach ein einzigartiges Projekt, das ich sehr glücklich bin, begleiten zu dürfen. Dort um die Kurbadstraße entsteht ja nicht nur dieses eine Projekt, da wird ein ganzes Quartier entwickelt. Es sind mehrere Projekte. Es sind insgesamt sechs Baufelder, die jetzt sukzessive in Bau gehen werden und das macht gesamt ein großes Projekt, das sich zwischen

2:06 Kurkonditorei und Seniorenresidenz erstreckt, aus. Liegt perfekt zwischen U1-Endstation und dem Kurpark Oberla. Also eine Traumlage. Das heißt, mit der Quartiersentwicklung nicht nur die zehn Minuten Stadt, sondern auch 15 Sekunden in die Natur. Also der Claim 15 Sekunden in die Natur und 15 Minuten in die Stadt war mehr oder weniger tatsächlich aufgelegt. Er kam nicht von mir, aber ich würde sagen, mit einer solchen Lage kann man perfekt arbeiten, weil es ist einfach für alle etwas dabei. Wenn ich aus der Wohnung gehe,

2:46 aus dem Haus gehe und in die U-Bahn steige und in 15 Minuten de facto am Stephansplatz, also im Herzen einer Metropole bin und auf der anderen Seite des Hauses herausgehe und in einem 60 Hektar großen Kurpark spazieren gehen kann. Na ja, also eine höhere Wohnqualität kann man sich, glaube ich, kaum vorstellen. Das heißt, alles da für Familien, für Kinder, für Singles, die Sport machen wollen. Und da ist tatsächlich für jeden etwas dabei und über allem stehend ist dieses Quartier auch so geplant und ausgelegt, dass es auch zusätzliche

3:27 Infrastruktur zu den Wohnungen hat. Es gibt einen Kindergarten, es gibt Nahversorger, Gastronomie. Das heißt, es ist für jeden etwas dabei und wenn man nicht aus der Wohnung gehen möchte oder nicht das Quartier verlassen möchte, dann kann man auch gut dort bleiben. Zur allgemeinen Einordnung vielleicht noch mal: Wie groß wird denn das Quartier sein, wenn dann alle fünf Baufelder fertig gebaut sind? Wie viele Wohnungen entstehen dort? Also es werden rund 600 Wohnungen entstehen, plus Infrastruktureinrichtungen, klarerweise in der Sockelzone, wie gesagt, Kinderspielplatz,

4:09 Kindergarten, Seniorenzentren, Einrichtungen, dann klarerweise Nahversorger, Gastronomie. Da ist alles dabei und Ziel ist es auch, die Sockelzonen, also die Erdgeschosszonen, so lebendig und belebt zu machen, dass man dieses Quartier-Stadtgefühl hat. Das ist ein Mix, das Projekt, aus gefördertem Wohnbau und freifinanziertem Wohnbau? Also es ist zu großen Anteilen geförderter Wohnbau. Das heißt, sogenannte leistbare Wohnungen, aber ein kleiner Teil ist auch frei finanziert.

4:50 Da arbeiten jetzt sieben verschiedene Bauträger an den verschiedenen Plätzen. Funktioniert das gut? Was bekommst du mit in der Entwicklung, in der Kommunikation? Die müssen ja wahrscheinlich sich auch untereinander ein bisschen koordinieren und absprechen. Also grundsätzlich ist die Koordination der Bauträger eine Sache, die die WSE übernommen hat, die ja auch ursprünglich Liegenschaftseigentümerin war. Aber natürlich ist das ein Thema, das Arbeit erfordert, aber es funktioniert sehr gut und darüber hinaus gab es ja eine lange Planungshistorie.

5:32 Das heißt, Basis dieses Quartiers ist letztendlich ein kooperatives Planungsverfahren, in dem der rote Faden entwickelt wurde und die grundsätzlichen Kriterien, denen das Quartier zu folgen hat. Und dann gab es die einzelnen Realisierungen mit den einzelnen Bauträgern. Das heißt, die große Klammer ist ja vorhanden und dann sind wir wieder beim Thema Kommunikation.Die einzelne Abstimmung ist natürlich eine Frage des menschlichen Miteinanders und der laufenden Kommunikation, aber das funktioniert sehr gut.

6:12 Jetzt habe ich da auf meiner nächsten Karte ein paar Abkürzungen stehen. Vielleicht kannst du uns dann erklären, was ist denn Vale Wi und was ist WOAL? Das sind Abkürzungen, die stehen für Vereine, Initiativen, die hier zum Zug gekommen sind und auf den Projektarealen unterschiedlicher Bauträger ihre Projekte realisieren. Dazu gehört beispielsweise Wohnen im Alter. Vale Wi ist ein Verein, der sich sehr stark damit auseinandersetzt: Wie wollen wir in Zukunft

6:55 miteinander leben? Was macht eine Gemeinschaft eines solchen Hauses aus? Hat sich sehr intensiv mit Themen auseinandergesetzt wie gemeinsam genutzten Flächen, Räumlichkeiten, wer betreut die, wie werden die gemanagt? Und das ist mit Sicherheit auch ein Beispiel dafür, wie so ein Quartier entwickelt werden kann, nämlich hier einen Schritt wieder weiterzugehen und Best-Practice-Beispiele für die Zukunft zu entwickeln. Mit diesem WOAL war

7:36 generationenübergreifendes Wohnen, also ich nehme an, eine Durchmischung im Haus, auch ein großes Thema. Sind das aus deiner Sicht zukunftsfähige Modelle, weil einfach auch Wohnraum knapper wird und man wieder enger zusammenrückt? Oder wird das ein Nischenmodell bleiben? Im Detail musst du natürlich diejenigen fragen, die sich de facto zehn Jahre mit diesen Modellen auseinandergesetzt haben und sich wirklich intensiv über tausende Arbeitsstunden damit beschäftigt haben, wie dieses Zusammenleben funktionieren soll in Zukunft. Und das sind ja auch Menschen,

8:18 die dann tatsächlich dort einziehen. Das ist, wenn man so will, auf übergeordneter Ebene dasselbe, wie wenn ich mein Einfamilienhaus plane. Da überlege ich mir auch ganz genau: Wie will ich denn wohnen? Nur dort kommt halt ein ganz wesentlicher Aspekt dazu. Nämlich nicht: Wie will ich mit meiner Frau, mit meinen zwei Kindern wohnen?, sondern: Wie will ich mit Beispiel 30 anderen wohnen? Und das, glaube ich, ist für mich schon sehr beispielgebend und eine ganz großartige Initiative, nämlich weil wir im urbanen Bereich ja mehrere Trends haben. Wir haben

9:01 wahnsinnig viele Singlehaushalte. Wir haben de facto eine Überalterung, wo die Stadt Wien sehr viel tut. Aber dieses Vereinsamungsthema, das schwebt über allem. Und wenn man sich die demografische Entwicklung anschaut, dann wird das eine ganz große Herausforderung für die Zukunft werden. Und das sind wiederum Initiativen, die beschäftigen sich sehr stark damit. Beispielsweise WOAL wirbt nicht, aber hat sich quasi zum Inhalt gesetzt, dass man diese

9:41 Wohnungen jetzt dort bezieht und nicht dann, wenn man gebrechlich wird, wenn man Pflege braucht, wenn man möglicherweise sogar bettlägrig wird, ausziehen muss, sondern wie dann tatsächlich gewährleistet sein wird, dass man in seiner Wohnung in seinen vier Wänden bleiben kann. Und das ist etwas, was aus meiner Sicht höchst beispielgebend werden wird, weil es ja letztendlich und wiederum sogar ökonomisch gedacht, am Ende des Tages viel Kosten erspart, nämlich einer Allgemeinheit. Und noch dazu ist es ja höchst menschlich und

10:24 eine schöne Zukunftsperspektive, wenn ich weiß, selbst wenn ich keine Angehörigen mehr habe, es wird sich jemand mich kümmern. Das heißt, diese Vereine gehen jetzt über die Planung und Belegung hinaus. Diese Betreuung bleibt dann permanent. Also ich nenne es jetzt Gemeinschaftspflege, bleibt dann Bestand dieser Quartiere. Das sind die Baugruppen, die dann letztendlich auch ihre Häuser selbst, wenn man so will, betreiben und bespielen. Das nächste Thema in dem Quartier, natürlich bei jeder Quartiersentwicklung heutzutage, ist CO₂-Reduktion.

11:06 Was wird dort getan, um eben Heizenergie ... Wie funktioniert die Energieversorgung im Quartier? Das Quartier ist in Summe aus meiner Sicht insofern einzigartig. Ich habe schon sehr viele Quartiersentwicklungen begleitet und mitgemacht, aber das ist etwas, wo ich in Summe sage: „Ich finde einfach keinen Fehler", denn es ist geförderter leistbarer Wohnbau auf sehr hohem Niveau und ein Teil der Nachhaltigkeit ist ja dieser soziale Part.

11:48 Aber natürlich habe ich diese ganzen Umweltthemen dabei, die ja immer mehr werden. Und da spielt dieses Quartier sozusagen alle Stücke. Da ist alles dabei von-Nutzung der Abwärme von der Therme Wien, Fernwärme, die begrünten Dächer, PV-Anlagen sind sowieso schon obligat. Man hat sich die Windströme angeschaut, damit die Durchlüftung passt. Also hier ist einfach alles dabei, CO₂-neutral ist es nicht, aber CO₂-reduzierter Bau. Also bei dem Baufeld,

12:31 das jetzt jüngst in Bau gegangen ist, schafft man es, um circa 50 % CO₂ reduziert zu bauen und das sind schon großartige Errungenschaften. Und hier passiert auch in der Bau- und Immobilienwirtschaft, der man ja immer so vorwirft, veränderungsresistent zu sein, extrem viel. Das heißt, man hat das nicht unter dem Credo der Leistbarkeit jetzt da Abstriche gemacht, sondern auf the long run gedacht, dass später die Betriebskosten niedriger sind. Das hat nicht nur mit Betriebskosten zu tun. Dieses S in der Nachhaltigkeit

13:14 wird ja oft unterbewertet, aber dieses S ist ganz entscheidend, denn wichtig ist ja, dass sich die Leute, die Menschen dort wohlfühlen. Wichtig ist, dass man dort eine Qualität ins Quartier bringt und da ist dann wiederum diese andere Säule ganz wichtig. Denn wenn sie begrünte Dächer haben, natürlich ist auch die Lage zum Kurpark essenziell. Wenn die Durchlüftung passt, dann fühlen sie sich auch im Sommer wohl. Nichts mehr. Stimmt. Lass uns noch einen kurzen Switch machen. Ein Quartier mit einer so hohen

13:55 Förderquote, wäre das vielleicht auch ein Modell, wo die städtische Politik stärker noch gefragt wäre, so etwas öfter an den Start zu bringen, wenn man sich den aktuellen Wohnungsmarkt anschaut? Ich würde sagen, der geförderte Wohnbau ist relativ stark und es ist Sache der Politik, das entsprechend auszutarieren. Die Baupreise sind relativ stark gestiegen in den letzten Jahren, aber das trifft einfach alle und ich denke, Wien ist nach wie vor eine Insel der Seligen.

14:37 Wenn man sich das im internationalen Vergleich anschaut, was Wohnen in Paris oder in London kostet, ist es in Wien immer noch vergleichsweise günstig. Und da behaupte ich, ist es einer sehr ausgewogenen und vorausschauenden Politik der Stadt zu verdanken, dass es immer noch leistbar ist und diejenigen, die es sich nicht leisten können, hier sehr attraktive Förderungen und Möglichkeiten vorfinden, trotzdem würdig wohnen zu können. Die Fertigstellung des Projekts, Herbst 2028.

15:21 Was muss bis dahin passieren, damit du sagst: „Genau so hat es passieren müssen"? Es muss jetzt zügig gebaut werden. Das wird es. Es gehen jetzt nacheinander die Baufelder in Bau, in Umsetzung. Und das Einzige, was man sich hier nur wünschen kann, ist, dass der Bau unfallfrei bleibt, dass alles im Zeitplan und im Budget realisiert wird. Aber das ist Sache der Baufirmen und der Bauträger. Aber ich bin sicher, so wie ich die Landschaft kennengelernt habe, alle sind entsprechend professionell und ich gehe davon aus, das wird

16:02 passieren. Und ich freue mich auf Ende 2028, wenn man das erste Mal durch dieses Quartier spazieren kann, alle Außenanlagen fertig sind und man so richtig das Gespür hat dafür, was hier Großartiges entstanden ist. Wird da jetzt schon vom Plan weg verkauft? Verkauft wird ja nicht, außer dieser Teil der Freifinanzierten. Es wird vermietet. Aber ich würde sagen, wenn es hier Vermietungsprobleme gibt, dann würde mich das in höchstem Maße überraschen. Ich glaube, das Chris um diese Wohnungen, egal ob

16:42 Vermietung oder Verkauf, ist mit Sicherheit sehr groß. Das heißt, fertig ist gleich voll. Ich würde davon ausgehen. Danke dir. Danke schön.

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