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Parkplatz-Pilot startet in drei Bezirken in Berlin

vor 3 Monaten

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Blick auf Berlin zum Fernsehturm
Blick auf Berlin zum Fernsehturm
© Wemolo

30 % des Berliner Verkehrs sucht Parkplätze während private Flächen im Schnitt zu drei Vierteln ungenutzt sind. Pilot in Lichtenberg, Prenzlauer Berg und Panketal zeigt Lösung ohne Versiegelung.

Berlins paradoxe Parkplatz-Realität: Jeder dritte Autofahrer kreist suchend durch die Stadt, während tausende private Stellplätze in Berlin jede Nacht leer bleiben. Eine neue Kooperation setzt hier an und löscht den Parkplatzdurst der Hauptstädter: Getränke Hoffmann öffnet gemeinsam mit dem Marktführer für digitale Parkraumlösungen Wemolo (www.wemolo.com) erstmals Handelsparkplätze für die nächtliche Nutzung. Der auf urbane Transformation spezialisierte Think Tank Urban Places Lab begleitet das Projekt wissenschaftlich und analysiert Nutzungsmuster.

Über www.go.wemolo.de/parken-berlin können Berliner diese Stellplätze nun vom frühen Abend bis zum Morgen buchen – ab 2 Euro pro Nacht, wahlweise auch wochen- oder monatsweise im flexiblen Abo als planbarer Nachtstellplatz.

Das Berliner Parkplatz-Dilemma

Laut INRIX-Studie 2024 verlieren Berliner Autofahrer jährlich 58 Stunden im Stau – deutschlandweiter Negativrekord mit volkswirtschaftlichen Kosten von 828 Millionen Euro. Ab 2026 steigen zudem die Gebühren für Anwohnerparkausweise von 20,40 Euro auf 160 Euro. Gleichzeitig verschärft die massive Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung in Friedrichshain-Kreuzberg den Verdrängungsdruck auf Nachbarbezirke. In Lichtenberg meldet das Bezirksamt bereits eine “deutliche Zunahme von Fahrzeugen” durch Pendler aus den gebührenpflichtigen Zonen.

Das Absurde dabei: Während Autofahrer kreisen, bleiben Handelsparkplätze ungenutzt. “Als Unternehmen sehen wir uns in der Verantwortung, vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Mit der Freigabe unserer bisher ungenutzten Flächen für die Öffentlichkeit möchten wir einen aktiven Beitrag zur Lebensqualität der Personen in der Umgebung leisten. Wir können mit diesem Ansatz den enormen Parkplatzdurst löschen und denken Mehrweg jetzt auch für Flächen – warum sollen Parkplätze nachts brachliegen, wenn Berliner sie brauchen?”, erklärt Mario Benedikt, Geschäftsführer von Getränke Hoffmann. Der 1966 in Berlin-Neukölln gegründete Familienbetrieb betreibt heute rund90 Filialen in der Hauptstadt und zeichnet sich durch seine 95 Prozent Mehrwegquote im Bereich der alkoholfreien Getränke und Biere aus.

Technologie macht Parkplätze intelligent

Wemolo setzt auf Free-Flow-Technologie: KI-Kameras erkennen Kennzeichen DSGVO-konform, Schranken oder Tickets sind überflüssig. “Berlin zeigt uns täglich das Stadt-Dilemma: überfüllte Straßen, leerstehende Parkplätze. Wir lösen das mit Technologie, die aus jedem ungenutzten Stellplatz einen verfügbaren macht”, erklärt Jakob Bodenmüller, Co-CEO und Mitgründer von Wemolo. Das Münchner Unternehmen managt bereits über 3.500 Standorte mit 255.000 Stellplätzen europaweit, darunter Flächen von Aldi, Carrefour und McDonald's.

Wegbereiter für berlinweite Lösung

Das Pilotprojekt trifft den politischen Zeitgeist: Der Berliner Senat plant bereits, “Supermarktparkplätze ins öffentliche System zu integrieren”, und arbeitet an einem umfassenden digitalen Parkraumkonzept. Eine Studie über das Potenzial ungenutzter privater Stellflächen soll 2026 vorliegen. Parallel testet Berlin bereits “Scan-Cars” zur digitalen Parkraumüberwachung und erwägt die flächendeckende Einführung von Kennzeichenerkennung.

Mit einem so breit aufgestellten Filialnetz der Getränke Hoffmann Gruppe allein in Berlin – von dicht bebauten Innenstadtbezirken bis zu den großflächigen Außenbezirken – wäre ein umfangreicherRollout durchaus realistisch. “Wir schaffen urbanen Mehrwert mit jeder geöffneten Fläche”, so Bodenmüller.

Wissenschaft schaut mit: Berlin als Reallabor

Das Urban Places Lab – ein auf urbane Transformation spezialisierter Think Tank – begleitet das Projekt wissenschaftlich und analysiert Nutzungsmuster, um konkrete Empfehlungen zu entwickeln: Wie viele Flächen könnten in welchen Berliner Bezirken geöffnet werden? Welche Preismodelle funktionieren am besten? “Berlin wird zum Reallabor für smarte Flächennutzung. Die Erkenntnisse werden zur Blaupause für andere europäische Metropolen”, konstatiert Michael Semmer, Co-Gründer des Urban Places Lab. Die Berliner Pilotdaten fließen in die größte europäische Datenbank für urbane Transformation – eine Wissensbasis, die künftige Smart-City-Entscheidungen in Berlin und darüber hinaus unterstützen kann.

Für Getränke Hoffmann ist die Innovation eine natürliche Fortsetzung der Unternehmensphilosophie. “Es ist unser Anspruch, unsere Dienstleistungen konsequent am Bedarf der Kundinnen und Kunden auszurichten. Dabei leitet uns die Philosophie unseres Unternehmensgründers: Wir wollen Lösungen schaffen, die praktisch, zuverlässig und für die Personen in unserem Versorgungsgebiet spürbar sind. Unsere Parkplätze können mehr – deshalb öffnen wir sie nachts für die Nachbarschaft”, sagt Mario Benedikt, Geschäftsführer von Getränke Hoffmann. Die Win-Win-Win-Situation zeigt das Potenzial intelligenter Flächennutzung: Autofahrer finden günstigen Parkraum, Händler monetarisieren brachliegende Flächen, und die Stadt reduziert Verkehrsbelastung – alles ohne zusätzliche Flächenversiegelung.

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