Das „Labor der Zukunft“ umfasst moderne Labor- und Büroflächen für rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines international tätigen biopharmazeutischen Unternehmens. Neben hochspezialisierten Laborräumen für Forschung und Entwicklung wurden Großraumbüros sowie Gemeinschafts- und Infrastrukturbereiche realisiert. Die Forschungsschwerpunkte am Standort liegen in den Bereichen Neurowissenschaft, Onkologie, Gastroenterologie und seltene Erkrankungen.
Hochflexibles Ballroom-Konzept für wandelbare Forschungsprozesse
Ein zentrales technisches Merkmal des Projekts war das Ballroom-Konzept bei der Laborraumplanung. Dieses zielt darauf ab, die Flexibilität und Effizienz von Laborprozessen zu erhöhen. Dabei wurden die Laborräume so konzipiert, dass alle Prozessschritte mit einheitlicher Klassifizierung ablaufen und die Räume je nach Forschungsanforderung flexibel mit Apparaten und Anlagen bestückt werden können. Das modulare Gebäudekonzept ermöglicht zudem künftige Erweiterungen und Anpassungen an veränderte Anforderungen der Forschungs- und Entwicklungsteams.
Integrale Gesamtplanung mit breiter Fachkoordination
Die Generalplanerleistung umfasste auch die Steuerung spezialisierter Subplaner aus den Bereichen Elektrotechnik, Laborplanung, Bauphysik, Brandschutz sowie Architektur.
„Bei einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität ist die Koordination zwischen allen Fachbereichen entscheidend. Besonders der Umsetzungszeitraum von nur knapp fünf Jahren, standortspezifische Bedingungen in der Seestadt Aspern sowie die strengen Pharma-Anforderungen erforderten eine präzise Schnittstellenkoordination zwischen allen Beteiligten“, erklärt DI Christian Lorenz, Geschäftsführer bei Lorenz Consult.
TQB-Zertifizierung und Energiekonzept
Das Gebäude ist als Total Quality Building (TQB) zertifiziert und erfüllt Anforderungen an Barrierefreiheit, Komfort und ökologische Gesichtspunkte. Zur Energieversorgung dienen unter anderem Erdwärme sowie eine vollflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach. Begrünungen und Gartenräume sind Teil des Gebäudekonzepts.
„Mit dem Labor der Zukunft konnten wir gemeinsam mit allen Projektpartnern einen technisch, funktional und ökologisch höchst anspruchsvollen Forschungsstandort realisieren, der optimale Bedingungen für zukunftsweisende Entwicklungsarbeit schafft", so DI Christian Lorenz.