Schränke werden ausgemistet, Laden sortiert und längst Vergessenes entsorgt, um Platz für Neues zu schaffen. Besonders häufig trennen sich die Österreicher:innen von Kleidung, Büchern und technischen Geräten. Dabei zeigen sich durchaus klassische Rollenbilder, wenn es darum geht, was Frauen und Männer leichter – oder schwerer – loslassen können. Das zeigt die aktuelle Umfrage von Innofact für ImmoScout24.at unter 500 Befragten.
Frauen räumen Kleiderschränke, Männer kümmern sich um Technik
Fast neun von zehn Frauen (87 Prozent) sortieren zumindest gelegentlich die nicht mehr getragene Kleidung aus. Bei den Männern sind es lediglich rund zwei Drittel. Gleichzeitig fällt Frauen der Abschied von Mode deutlich schwerer: Jede Zweite gibt an, sich nur ungern von Kleidungsstücken zu trennen, während das bei den Männern auf nur 35 Prozent zutrifft.
Umgekehrt gibt es nur eine Kategorie, in der Männer konsequenter ausmisten als Frauen: technische Geräte und Elektronik. 35 Prozent der Männer entsorgen hier regelmäßig Altbestände, bei den Frauen sind es 28 Prozent. Auffällig ist jedoch: Während nur 5 Prozent der Frauen an alten Geräten hängen, fällt es 18 Prozent der Männer „besonders schwer“, sich davon zu trennen – und das unabhängig vom Alter.
Bücher, Spielzeug und Geschirr auf dem Prüfstand
Auch Bücher geraten regelmäßig unter das kritische Auge der Ordnungsliebenden: Rund ein Drittel der Österreicher:innen sortiert seine Bibliothek immer wieder aus, 14 Prozent trennen sich hingegen nur widerwillig von ihren Schmökern. Spielzeug folgt mit 28 Prozent auf den vorderen Plätzen der Ausmist-Hitliste – hier überwiegt meist die Freude über neu gewonnene Übersicht. Ähnlich sieht es bei Geschirr und Gläsern aus, die immerhin noch gut ein Viertel regelmäßig aus dem Bestand entfernt.
Deutlich emotionaler wird es bei Erinnerungsstücken wie Fotos, Andenken oder Geschenken. Jede:r Fünfte zögert hier besonders und überlegt mindestens zweimal, bevor diese Dinge gespendet oder entsorgt werden.
Acht Prozent misten nie aus
Nicht nur die eigenen Besitztümer werden ausgedünnt: 14 Prozent der Befragten greifen zumindest gelegentlich auch beim Ausmisten von Partner:innen oder Kindern ein. Insgesamt zählen jedoch 8 Prozent zu den konsequenten „Verweigerern“, die nach eigenen Angaben niemals ausmisten. Auffällig ist auch hier der Geschlechterunterschied: Während nur 3 Prozent der Frauen nie Ordnung schaffen, liegt dieser Anteil bei den Männern mit 12 Prozent viermal so hoch.