Start Artikel Events

Coming soon!

Abonnieren Sie unseren Updates-Newsletter, dann erfahren Sie als eine/r der Ersten, wenn diese Funktion verfügbar ist.

Ich stimme der Datenschutzerklärung der unabhängigen Immobilien Redaktion zu.
Unternehmen

Coming soon!

Abonnieren Sie unseren Updates-Newsletter, dann erfahren Sie als eine/r der Ersten, wenn diese Funktion verfügbar ist.

Ich stimme der Datenschutzerklärung der unabhängigen Immobilien Redaktion zu.

© 2026 Die unabhängige Immobilien Redaktion

108

 Artikel

1 Follower

folgen

Herausforderung und Hoffnung im österreichischen Einzelhandel

in 6 Stunden

4 Minuten

Frau steht nimmt sich Käse aus der Käsetheke
Frau steht nimmt sich Käse aus der Käsetheke
© msvyatkovska

EHL-Vorschau Geschäftsflächen 2026: Mit einem Weihnachtsgeschäft leicht über dem Vorjahresniveau startet der Wiener Einzelhandel mit Optimismus ins Jahr 2026. Strukturwandel mit Chancen: Der stationäre Handel bleibt relevant, entwickelt sich jedoch weiter hin zu mehr Qualität, Flexibilität und Erlebnisorientierung. Verändertes Konsumverhalten: Konsumausgaben verlagern sich zunehmend in Richtung Gastronomie, Dienstleistungen, Freizeit und Erlebnisse. Tourismus als Wachstumsmotor: Besonders Wien profitiert von internationaler Nachfrage und einer starken Entwicklung im Premium- und Luxussegment, ebenso touristisch geprägte Städte wie Salzburg. Umnutzung und neue Vertragsmodelle: Flexible Mietverträge mit kürzeren Laufzeiten, umsatzabhängigen Modellen und höheren Sicherheiten gewinnen an Bedeutung.

Der österreichische Einzelhandel erzielte laut Angaben des Handelsverbandes 2025 einen Jahresumsatz von 79,8 Milliarden Euro, was einem nominellen Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und inflationsbereinigt einem Zuwachs von 0,6 Prozent entspricht. Das Weihnachtsgeschäft entwickelt sich besser als erwartet und sorgt im Dezember für einen Umsatz von rund 7,7 Milliarden Euro sowie einen weihnachtsbedingten Mehrumsatz von 1,19 Milliarden Euro. Insgesamt bleibt die Umsatzdynamik moderat. Der österreichische Einzelhandelsmarkt befindet sich in einer Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen, die das gewohnte Bild des stationären Handels nachhaltig prägen. Der stationäre Handel verliert keineswegs an Bedeutung, sondern befindet sich in einer Phase der Neupositionierung, in der Qualität, Flexibilität und Erlebnisorientierung zunehmend in den Vordergrund rücken. Im Zentrum dieser Entwicklung steht ein nachhaltig verändertes Konsumverhalten. Konsumentinnen und Konsumenten geben einen wachsenden Anteil ihres Budgets für Dienstleistungen, Freizeit, Reisen und Erlebnisse aus, während der klassische Non-Food-Einzelhandel – insbesondere in den Segmenten Mode und Schuhe – seit Jahren Marktanteile verliert. Diese Verschiebung ist kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck eines langfristigen Strukturwandels. Aufenthaltsqualität, gastronomische Angebote und Erlebnisfaktoren gewinnen an Bedeutung und werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren für innerstädtische Standorte. „Der Einzelhandel befindet sich mitten in einem Strukturwandel, entwickelt sich jedoch klar in Richtung Qualität, Erlebnis und Nutzungsmix weiter. Vor allem innerstädtische Lagen mit hoher Frequenz und touristischer Nachfrage werden langfristig profitieren“, sagt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter der EHL Immobilien Gruppe.

Gleichzeitig profitiert der Markt stark von der anhaltend dynamischen Entwicklung im Tourismus. Vor allem der Städtetourismus erweist sich als wichtiger Impulsgeber für Frequenzen und Umsätze in innerstädtischen Lagen. Wien nimmt dabei eine Sonderstellung ein: Internationale Gäste, insbesondere aus den USA und aus asiatischen Märkten, sorgen für stabile Besucherzahlen und stärken vor allem das Premium- und Luxussegment. Auch andere touristisch geprägte Städte wie Salzburg profitieren von dieser Entwicklung und bestätigen die enge Verbindung zwischen Tourismus, urbaner Attraktivität und erfolgreichem Einzelhandel. In Städten wie Wien gelingt es weiterhin, freiwerdende Flächen rasch wieder zu vermieten, sofern Lage, Gebäudequalität und Nutzungskonzept den aktuellen Anforderungen entsprechen. Besonders die Wiener Innenstadt behauptet ihre Rolle als international wettbewerbsfähiger Einzelhandelsstandort mit hoher Frequenz, kaufkräftigen Zielgruppen und einer starken Nachfrage nach hochwertigen Flächen.

Auffällig ist zudem eine klare Verschiebung innerhalb der Mieterstruktur. Während klassische Mode- und Schuhanbieter in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich viele Flächen aufgegeben haben, zeigen sich andere Segmente deutlich expansiver. Diskonter bauen ihre Präsenz weiter aus und sind zunehmend auch in hochfrequentierten Einkaufsstraßen vertreten. Gleichzeitig bleibt das Luxussegment robust und setzt seine Expansion in Toplagen fort. Dieser Polarisierungstrend verdeutlicht, dass der Einzelhandelsmarkt sowohl für volumenstarke Anbieter als auch für hochwertige Marken attraktive Perspektiven bietet, während es für Anbieter im mittleren Segment zunehmend schwieriger wird, sich klar zu positionieren. „Die Nachfrage konzentriert sich zunehmend auf klar positionierte Konzepte. Flexible Flächen, neue Nutzungskombinationen und angepasste Mietmodelle eröffnen Eigentümern attraktive Möglichkeiten, ihre Immobilien zukunftsfit aufzustellen“, ergänzt Einzelhandelsexperte Mario Schwaiger von EHL Gewerbeimmobilien.

Ein wesentliches Merkmal des aktuellen Marktumfelds ist die zunehmende Umnutzung klassischer Verkaufsflächen. Leerstände werden immer häufiger durch Gastronomie, Dienstleistungen, Freizeitangebote, sowie Gesundheits- und Beauty-Konzepte ersetzt. Auch Fitnessstudios und medizinisch-nahe Dienstleistungen befinden sich auf Expansionskurs und nutzen Flächen, die für den traditionellen Einzelhandel weniger geeignet sind.

Für Eigentümer ergibt sich die Chance, bestehende Immobilien gezielt aufzuwerten und an die veränderten Anforderungen des Marktes anzupassen. Investitionen in Gebäudequalität, flexible Grundrisse und nachhaltige Ausstattung gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Auch die Anforderungen an Mietverträge haben sich spürbar verändert. Flexibilität ist zu einem zentralen Thema geworden, sowohl hinsichtlich der Flächengestaltung als auch der Vertragslaufzeiten. Kürzere Laufzeiten haben sich in vielen Marktsegmenten etabliert, während langfristige Bindungen seltener werden. Umsatzabhängige Mieten, Ausstiegsklauseln und flexible Vertragsstrukturen gewinnen an Bedeutung, während Vermieter verstärkt auf höhere Sicherheiten und eine sorgfältige Bonitätsprüfung setzen.

Hat ihnen dieser Artikel gefallen?

Kommentare (0)

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Anmelden

Noch keine Kommentare vorhanden.

Seien Sie der Erste, der kommentiert!

Logo

In einem sich stetig wandelnden Immobilienmarkt ist zeitnahe und präzise Information von unschätzbarem Wert für strategische Entscheidungen und nachhaltige Investitionen.

Kategorien

Quicklinks

Rechtliches

© 2026 Die unabhängige Immobilien Redaktion. Made with ♥️ by  Gerhard Popp
Name
E-Mail
Fehler Feature Frage Betreff
Styles
Text
Heading 1
Heading 2
Heading 3
Bold ⌘B
Italic ⌘I
Strikethrough ⌘+Shift+S
Bullet list
Ordered list
Blockquote ⌘+Shift+B
Insert link ⌘K
Insert link
Unlink
Align
Left
Center
Right
Screenshot anfügen
Hier ablegen oder klicken Sie, um Dateien hochzuladen
JPG, PNG mit max. 1MB
Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung der Immobilien Redaktion
Logo
Newsletter Anmeldung

Alle Updates aus der spannenden Welt der Immobilien, direkt in Ihr Postfach.

Name
E-Mail
Ich stimme der Datenschutzerklärung der unabhängigen Immobilien Redaktion zu.
Logo
Vielen Dank.

Wir haben Ihnen ein Mail zur Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang.

Logo
Update profile

Make changes to your personal details.

Name
Date of birth