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von Philipp Huterer

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Der weltweite Tourismus

vor 6 Jahren

2 Minuten

Seit rund 20 Jahren wächst der Tourismus in einer unglaublichen Rasanz, und das Potenzial ist weltweit noch enorm.

Die Welt rückt immer enger zusammen. Das erleben wir aber nicht nur im World Wide Web, sondern auch in der Reiseindustrie. Die Menschen besuchen vermehrt fremde Städte, Länder, Regionen. Diese Tendenz macht sich im Tourismus auf der ganzen Welt bemerkbar. Die Entwicklungskurve geht steil nach oben. Der globale Tourismus wächst und erzielt von Jahr zu Jahr immer wieder neue Höchststände. Laut UNWTO (World Tourism Organization) erreichten die weltweiten globalen Ankünfte 2018 rund 1,4 Milliarden. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 1995 lediglich 531 Millionen. Das bedeutet eine durchschnittliche Steigerung von rund 4,2 Prozent pro Jahr.

Gäste geben mehr aus

Aber nicht nur die Nächtigungszahlen und die Ankünfte wachsen, sondern auch die Ausgaben der Gäste. Wer wegfährt, der lässt es sich an seinem Zielort auch gutgehen. Es ist festzustellen, dass die Tourismusausgaben sogar noch stärker wachsen als die Ankünfte. Seit 1995 beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 5,6 Prozent. Daher ist der wachsende Tourismus ein immer größer werdender Wirtschaftsfaktor und trägt immer mehr zum Bruttosozialprodukt bei.

Die Kurve ist noch lange nicht an ihrem Peak angekommen. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass in einigen Ländern der Tourismus erst so richtig angesprungen ist. Dazu gehört China. Das Land ist der weltweit stärkste Treiber: Die gesamten globalen Tourismusausgaben betrugen im Jahr 2017 rund 1.340 Milliarden US-Dollar. Davon kamen alleine 258 Milliarden – also 20 Prozent – aus dem Reich der Mitte.

Europa an erster Stelle

Weiterhin an erster Stelle der Zielmärkte steht Europa mit 51 Prozent aller Ankünfte. An zweiter Stelle liegen Nord- und Südamerika, allerdings mit 16 Prozent in der Gunst bereits weit abgeschlagen.

Die massive Nachfrage nach Europa führt dazu, dass das Angebotswachstum (Zimmer) dem Nachfragewachstum (Nächtigungen) nicht nachkommt. Bei einer bereits bestehenden Auslastungsmarke der Hotelzimmer von 80 Prozent – zum Beispiel in Wien, Berlin oder Amsterdam – muss in Zukunft mit ansteigenden Zimmerpreisen in den Großstädten gerechnet werden, da die Nachfrage stärker steigt als das Angebot.

Schattenseiten des Tourismus

Die kontinuierlich wachsende Zahl der Touristen hat allerdings auch Schattenseiten: So betrifft das Thema Overtourism nicht nur kleine Plätze, die hoch frequentiert sind, sondern auch mittlerweile auch ganze Städte: Hallstatt oder Salzburg sind sicherlich Beispiele dafür, aber auch Venedig oder immer stärker Amsterdam oder Palma, deren Zentren von Kreuzfahrtschiffgästen regelrecht überflutet werden. Hier wird man sich neue Konzepte und Wege überlegen müssen, um die Einzigartigkeit der Städte zu erhalten – und den Tourismus.

Das globale Wachstum im Tourismus erfordert daher die Entwicklung neuer Hotelimmobilien, die Erschließung neuer Destinationen – gepaart mit einem sensiblen Umgang mit Themen wir „Fly-Shaming“, Nachhaltigkeit, CO2-Neutralität und Overtourism.

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