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Wo wird neu gebaut? Bauträgerdatenbank liefert aktuelle Daten zu Wohnbauprojekten in der Steiermark und im Burgenland

WKÖ-Fachverband Immobilienwirtschaft und Exploreal präsentieren aktuelle Zahlen – „Wertvolle Orientierung und Vergleichsbasis“



Die Neubausituation in der Steiermark und im Burgenland sind Gegenstand einer brandneuen Erhebung. Die Ergebnisse haben der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und das Immobilienresearch-Unternehmen Exploreal – vertreten durch Alexander Bosak, Mitbegründer und Geschäftsführer sowie Matthias Grosse – heute, Dienstag, vorgestellt. „Nach der Präsentation der Ergebnisse aus Wien und Niederösterreich haben wir festgestellt, dass diese beiden Studien nicht nur innerhalb der Branche auf große Resonanz gestoßen sind. Deshalb folgen jetzt die nächsten Bundesländer“, sagte Gerald Gollenz, Vize-Obmann des Fachverbandes Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der WKÖ und Obmann der Fachgruppe in der WK Steiermark.„Die Ergebnisse bilden eine gute Vergleichsbasis und bieten wertvolle Orientierung.“ Die Bauträgerdatenbank von Exploreal erfasst und aktualisiert derzeit flächendeckend Neubauprojekte in Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark ab fünf Wohneinheiten.

So sieht das typische Bauträgerprojekt im Burgenland aus

Um ein typisches Neubau-Bauträgerobjekt zu charakterisieren, wurden im Burgenland 200 Projekte mit rund 3000 Wohneinheiten ausgewertet. Demnach umfasst das durchschnittliche Wohnprojekt im Burgenland 16 Wohneinheiten mit einer Nutzfläche von im Durchschnitt 69 Quadratmetern. 87 Prozent der Wohneinheiten weisen Freiflächen wie Gärten, Loggien, Balkone oder Terrassen auf. 81 Prozent der Wohneinheiten sind Wohnungen. „Mit 17 Prozent Doppel- und Reihenhäusern weist das Burgenland bei Neubauprojekten von Bauträgern die meisten Häuser auf“, führte Ludwig Bresich, Obmann der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der WK Burgenland, aus.

Das typische Bauträgerprojekt in der Steiermark

In der Steiermark beträgt der Anteil an Häusern (Reihen-/Doppelhaus-Projekte) bei Neubauprojekten von Bauträgern lediglich zwei Prozent. Ein typisches steirisches Wohnbauprojekt stellt sich bei 600 ausgewerteten Projekten mit insgesamt rund 24.000 Wohneinheiten folgendermaßen dar: 38 Wohneinheiten gibt es pro Projekt, die Wohnnutzfläche liegt im Durchschnitt bei 62,1, Quadratmetern. 94 Prozent der einzelnen Wohnungen haben Freiflächen mit einer durchschnittlichen Größe von 11,2 Quadratmetern. Auffällig ist der geringe Anteil an Loggias, aber ein hoher an Balkon und Garten.

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Das Burgenland und die Steiermark im Vergleich zu Wien

Interessant ist der Vergleich der beiden Bundesländer mit Wien. In der Kategorie „Wohneinheiten pro Großprojekt“ weist das Burgenland mit 16 Wohneinheiten pro Groß-Projekt erwartungsgemäß den geringsten Wert auf. Im Vergleich zu Wien entspricht das nur knapp einem Viertel. In der Bundeshauptstadt werden im Durchschnitt 60 Wohneinheiten pro Projekt errichtet. In der Steiermark sind es 38.

Ein großer Unterschied zwischen den einzelnen Bundesländern liegt im Engagement der gemeinnützigen und der gewerblichen Bauträger: Im Burgenland werden 84 Prozent der Wohnbauten (Eigentum und Miete) von gemeinnützigen Bauträgern errichtet. In Niederösterreich sind es immerhin noch 64 Prozent, in der Steiermark nur noch 34 Prozent, in Wien lediglich 33 Prozent. Dazu sagte Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe in der WK Wien: „Im Burgenland und in Niederösterreich haben die gewerblichen Bauträger keinen Zugang zur Wohnbauförderung.“

Die günstigsten und die teuersten Wohnungen

Die günstigsten Wohnungen gibt es derzeit in der Steiermark mit einem Durchschnittspreis von 213.400 Euro, danach folgt das Burgenland mit 274.350 Euro und schließlich – erwartungsgemäß – Wien mit einem durchschnittlichen Preis von 363.000 Euro. „Im Burgenland sind die wenigen zum Eigentumserwerb angebotenen Wohnungen kleiner, aber teurer als in der Steiermark“, erläuterte Exploreal-Experte Matthias Grosse.

Zu viel Wohnbau könnte auf zu wenig Nachfrage treffen

Die meisten Projekte in der Steiermark werden in Graz und Umgebung errichtet, in Burgenland ist es die Region Eisenstadt, gefolgt von Neusiedl am See. Interessant auch der Vergleich nach dem Jahr der Fertigstellung: Diesbezüglich sind 2020 und 2021 für Wien die stärksten Jahre, während im Burgenland das heurige Jahr herausragt und die Wohnbautätigkeit 2021 schon wieder abebbt. Die Steiermark hingegen zeigt ein aufsteigendes Bild von 2020, 2021 und darüber hinaus.

Gesetzesnovelle im Burgenland – Branchensprecher Bresich appelliert: „Besser langfristige anstatt punktueller Lösungen finden“

Daher plant die burgenländische Landesregierung rund ein Jahr nach dem Beschluss für ein neues Raumplanungsgesetz nun eine Novelle. Ziel sei es, ein Explodieren der Grundstückspreise zu verhindern, finanzierbares Bauen zu ermöglichen und so auch Abwanderung hintanzuhalten. Ludwig Bresich, Fachgruppenobmann in der WK Burgenland, zweifelt an der Sinnhaftigkeit der Novelle: „Eine Preisregulierung hat noch nie etwas Positives gebracht, sondern eher das Gegenteil des gewünschten Zieles bewirkt.“

Bresich weiter: „Es wäre sinnvoll, die Raumordnung und Raumplanung grundsätzlich zu überdenken und langfristige Lösungen zu finden, nicht punktuelle.“ Der Fachgruppenobmann bot kompetente Hilfe an: „Die Expertinnen und Experten des WKÖ-Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder können mit ihrer langjährigen Erfahrung den einzelnen Gemeinden bei der Erstellung sinnvoller und tragfähiger zukünftiger Konzepte Unterstützung in der Beratung leisten.“

Die gesamte Präsentation zur aktuellen Studie „Wohnbauprojekte in der Steiermark und im Burgenland- Auswertung der Bauträgerdatenbank“ steht unter https://tinyurl.com/y3ozxum7 zur Verfügung.


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