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RE/MAX: Einfamilienhauspreise legten 2019 um +4,2 % zu

Innsbruck teuerste Landeshauptstadt, Kitzbühel mit 1,3 Mio. Euro teuerster Bezirk – COVID-19 Auswirkungen auch auf den Einfamilienhausmarkt.



  • Anzahl der Verkäufe: zweitstärkstes Jahr, trotz -6,0 % unter Rekordjahr 2018
  • Niederösterreich auf Platz 1 bei den Verkäufen, dahinter Steiermark und Oberösterreich fast gleichauf
  • Preise 2019: im Durchschnitt 251.870 Euro für ein Einfamilienhaus in Österreich
  • Preise: +31,6 % im Fünfjahresvergleich, +59 % im Zehnjahresvergleich
  • Wien und Tirol trotz Rückgang am teuersten, Salzburg und Vorarlberg holen auf
  • Kitzbühel vor Innsbruck und Stadt Salzburg teuerster Einfamilienhaus-Bezirk
  • Fünfjahrespreisvergleiche: Wien +34,9 %, Graz: +24,0 %, Linz: +49,5 %,
  • Salzburg-Stadt: +34,0 %, Innsbruck: + 15,8 % Klagenfurt: +23,3 %, Bregenz:+58,8 %
  • Detailzahlen auf Landes- und Bezirksbasis, Grafiken und Fotos finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/haeuser

Gliederung dieser Aussendung: Österreich, Bundesländer, Bezirke, Prognose und Methodik. Datenverwendung nur mit Quellenangabe: RE/MAX ImmoSpiegel / IMMOunited

Der Einfamilienhausmarkt hat 2019 seinen vorläufigen Höhepunkt überschritten. Nach dem Rekordjahr 2018 sind die Verkäufe laut RE/MAX ImmoSpiegel österreichweit um -6,0 % zurückgegangen. Sie liegen damit aber immer noch um +8,9 % über 2017 und um +2,8 % über 2016. Dieser Trend verläuft beinahe über alle Bundesländer, nur Wien und Kärnten legen minimal zu.

Den Käufern waren ihre 2019 neu verbücherten Einfamilienhäuser 3,46 Mrd. Euro wert, um -170 Mio. Euro weniger als 2018. Trotzdem: Gegenüber 2017 und den Jahren davor ist das immer noch eine Steigerung von +18,5 % und mehr. Im Fünfjahresvergleich beträgt die Gesamt-Transaktionswert-Steigerung +48,7 %, im Zehnjahresvergleich plus +97,2 %, also beinahe eine Verdoppelung.

Der RE/MAX ImmoSpiegel und weitere Berechnungen von RE/MAX Austria, Österreichs größtem Immobilienexperten-Netzwerk, basieren auf der Gesamtauswertung aller Immobilien-Kaufverträge, die im Amtlichen Grundbuch 2019 verbüchert und von IMMOunited, den Experten für Immobiliendaten, ausgelesen und als Kaufvertragssammlung veröffentlicht wurden.

Preissteigerung geringer als im Vorjahr
Während den RE/MAX-Experten zufolge der Preissprung bei Einfamilienhäusern von 2017 auf 2018 geradeaus +7,0 % betragen hatte, ist er von 2018 auf 2019 auf +4,2 % zurückgegangen und liegt um -0,6 Prozentpunkte unter dem Mittel der vorhergehenden neun Perioden.

Der typische Einfamilienhaus-Kaufpreis, über alle Verbücherungen in Österreich gerechnet, lag 2019 bei 251.870 Euro. Das entspricht in fünf Jahren einer Steigerung von +31,6 % und im Zehnjahresvergleich von +59,0 %.

„Die Preise für Einfamilienhäuser haben sich über ganz Österreich, wie zu Beginn des Jahres 2019 von uns prognostiziert, deutlich moderater entwickelt als im Jahr zuvor. Das weiterhin überschaubare Angebot hat dazu geführt, dass die Anzahl der verkauften Einfamilienhäuser zurückgegangen ist“, erklärt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

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COVID-19 Auswirkungen auf den Einfamilienhausmarkt
RE/MAX Austria startete Anfang April eine Online-Blitzumfrage unter den 560 RE/MAX- Immobilienexperten in ganz Österreich.

Die Preisdynamik der vergangenen Jahre bei Einfamilienhäusern wird sich laut den Experten einbremsen. Die Erwartungshaltung betreffend Preise für Einfamilienhäuser über ganz Österreich lautet für die nächsten 12 Monate: -2,3 %. „Es gibt trotz der vorherrschenden Unsicherheit in der Bevölkerung aktuell eine gute Nachfrage von Eigennutzern nach Einfamilienhäusern, die weiterhin niedrigen Zinsen sprechen für ein Investment. Entscheidend für die Marktentwicklung wird die Kreditvergabe der Banken an Privatpersonen – und hier vor allem an Jungfamilien – sein“, erläutert Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Er geht davon aus, „dass es für Haushalte bestimmter Branchen, die von COVID-19 besonders stark betroffen sind, schwieriger wird, eine Finanzierung zu bekommen, um den Traum der eigenen vier Wände in Form eines Einfamilienhauses auch verwirklichen zu können. Aus heutiger Sicht werden die Preise in ganz Österreich, je nach Region, über die nächsten 12 Monate stabil bleiben bzw. moderat nachgeben.”

NIEDERÖSTERREICH:
Die Einfamilienhaus-Besitzer
Im Jahr 2019 wurden in Niederösterreich laut RE/MAX ImmoSpiegel 3.568 Einfamilienhäuser verbüchert. Das sind 29,9 % des gesamten Einfamilienhausmarktes in Österreich, im Vorjahr waren es 29,5 %. Die Rekordmenge von 2018 wurde nicht erreicht, dafür fehlten -181 Objekte (-4,8 %).

Gesamtverkaufswert in zehn Jahren verdoppelt
Der Wert der verkauften Einfamilienhäuser lag 2019 bei 833 Mio. Euro, um -2,4 % unter dem 2018er-Rekord. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat der größte Einfamilienhausmarkt unter den Bundesländern um +360 Mio. Euro zugelegt, innerhalb eines Jahrzehnts um +431 Mio. Euro. Er hat sich also mehr als verdoppelt.
Für den typischen Verkaufspreis von niederösterreichischen Einfamilienhäusern ergaben die Berechnungen der RE/MAX-Experten für 2019 den Betrag von 213.762 Euro. Das sind um +4,0 % mehr als 2018 und weniger als die Hälfte der Preise in Wien, Salzburg und westlich davon.

Ein Viertel der niederösterreichischen Einfamilienhäuser kostete 2019 weniger als 113.800 Euro, um +9.063 Euro mehr als zuletzt. Das Viertel der Einfamilienhäuser am oberen Ende der Preisskala kostete mehr als 300.000 Euro und somit nur um +2.000 Euro mehr als zuletzt.

Niederösterreich: Hotspot um Wien und Idylle im Wald- und Weinviertel gleichermaßen
Verantwortlich für die große Bandbreite sind die unterschiedliche regionale Entwicklung und die Nachfrage: Spitzenpreise rund um Wien und fast bezirksweise Schnäppchen im Waldviertel. „Gemessen an den Durchschnittspreisen war ein Einfamilienhaus im Bezirk Mödling 7,2-mal so teuer wie im Bezirk Waidhofen/Thaya. Nur einmal, nämlich 2015, war der Preisabstand noch größer“, so Mag. Anton Nenning, Managing Director von RE/MAX Austria.

Ranking der Verkaufszahlen: Baden übernimmt Platz eins von Gänserndorf
Die meisten Einfamilienhäuser wurden 2019 im Bezirk Baden verkauft, nämlich 324, um +9,5 % mehr als 2018, gefolgt von Gänserndorf mit 318 (-12,6 %) und St. Pölten Land mit 286 (+4,4 %). Auf Rang vier lag Neunkirchen mit 281 Einfamilienhaustransaktionen (+16,6 %), auf fünf Wr. Neustadt (Stadt + Land) mit 271 (-10,0 %). Tulln mit 235 verkauften Einfamilienhäusern (-0,8 %), Bruck/Leitha mit 217 (-2,7 %) und Mistelbach mit 206 Einfamilienhaus-Transaktionen komplettieren den Reigen der Bezirke, die mehr als 200 Verkäufe in die Waagschale werfen konnten. In diesen acht Bezirken spielten sich 60 % des blau-gelben Einfamilienhausmarktes ab.
Auf mittlerem Niveau bewegten sich 2019 den RE/MAX-Analysen zufolge die Bezirke Mödling mit 184 Verkäufen (-12,0 %), vor Korneuburg mit 171 (-11,9 %), Krems (Stadt + Land) mit 153 (-11,6 %), Melk mit 152 (-3,8 %), Hollabrunn mit 123 (-2,4 %) und Amstetten inklusive Waidhofen/Ybbs mit 118 (-28 %).
Exakt 100 Einfamilienhausverkäufe verzeichnete Gmünd (-24,8 %). Im zweistelligen Bereich der Verkaufszahlen lagen die Bezirke Lilienfeld (85, +23,2 %), Waidhofen/Thaya (84, -9,7 %) Horn (81, +15,7 %), Zwettl (69, -16,9 %), die Landeshauptstadt St. Pölten (56, +33,3 %) und Scheibbs mit 54 (-3,6 %).

Mödling führt, Korneuburg kommt beim Preis näher
Die Preisentwicklungen für Einfamilienhäuser in Niederösterreich zeigt 2019 in 14 Bezirken nach oben und in sieben nach unten. Die höchsten Ausschläge verzeichneten Korneuburg mit +12,6 % und Waidhofen/Thaya mit -16,7 %.
Seit 2010 ist der Bezirk Mödling den RE/MAX-Berechnungen zufolge bei den typischen Einfamilienhauspreisen unangefochtener Spitzenreiter. 445.434 Euro je Transaktion, um +2,2 % mehr als zuletzt, ist auch diesmal für Niederösterreich eine Klasse für sich. Den zehnten Platz im nationalen Bezirksranking hat Mödling erfolgreich verteidigen können. Doch Korneuburg hat Tulln überholt und seinen Abstand auf Mödling von fast 154.000 Euro auf 128.000 Euro verringern können. 317.434 Euro schlagen sich dort zu Buche (+12,6 %).

Sechs Bezirke mit über einer Viertelmillion Euro
Wie 2018 lagen auch 2019 in zehn NÖ-Bezirken – so RE/MAX – die Preise für ein Einfamilienhaus über 200.000 Euro und in elf darunter. Tulln, Vorjahreszweiter, schafft auch 2019 einen Stockerlplatz mit 296.820 Euro (-5,0 %). Baden verliert -3,0 % auf den Vorjahrespreis und kommt auf 286.323 Euro. St. Pölten Land notiert bei 262.080 Euro (+11,4 %) pro Einfamilienhaus, Bruck/Leitha nahezu gleichauf mit 261.607 Euro (+7,4 %). In der 

Stadt St. Pölten kostete 2019 ein Einfamilienhaus im Durchschnitt 231.805 Euro (-0,6 %) und in Wr. Neustadt (Stadt + Land) 226.169 Euro (+6,8 %). Amstetten mit der Statutarstadt Waidhofen/Ybbs rechnete 223.521 Euro für ein Einfamilienhaus ab (+6,4 %), Gänserndorf 201.597 Euro (+0,5 %) und Krems (Stadt + Land) 185.452 Euro (+10,2 %). Scheibbs kam auf 178.192 Euro (-5,9 %) und Neukirchen auf 160.986 Euro (+2,8 %). Unter 150.000 Euro pro Einfamilienhaus finden sich die Bezirke Lilienfeld mit 142.017 Euro (-4,2 %), Mistelbach mit 124.755 Euro (+1,4 %), Hollabrunn mit 113.219 Euro (-8,4 %) und Horn mit 104.755 Euro (+0,3 %). Im fünfstelligen Eurobereich haben die Einfamilienhauskäufer im Norden des Landes zugeschlagen: In Zwettl um 96.796 Euro (+5,5 %), in Gmünd um 83.182 Euro (+2,2 %) und wie erwähnt in Waidhofen/Thaya um 61.951 Euro nach einem Rückgang um -16,7 %.

Die nobleren Wohngegenden
hat RE/MAX Austria sich statistisch erfasst: Die Preisuntergrenzen zum obersten Preisviertel wurden analysiert. Bis auf zwei Ausnahmen ändert sich die Reihenfolge der Bezirke nicht. Spannend bleibt trotzdem das Preisniveau für gehobenen Wohnkomfort in Einfamilienhauslage:

Mödling580.810 Euro
Korneuburg400.000 Euro
Tulln394.000 Euro
Baden375.000 Euro
St. Pölten Land358.750 Euro
Bruck/Leitha339.000 Euro
Amstetten + W/Y 300.000 Euro

Für die Überraschung im Ranking des gehobenen Preissegments sorgt Amstetten, weil es um zwei Plätze weiter vorne landet als beim typischen Preis. Auch der Bezirk Mistelbach macht einen Platz gut.

Mehr Zahlen und Fakten finden Sie auf
https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/haeuser#niederoesterreich

STEIERMARK:
Ganz knapp vor Oberösterreich
Auf 2.211 Einfamilienhäuser brachte es nach Berechnungen der RE/MAX-Experten die steirische Einfamilienhaus-Verkaufsstatistik im Jahr 2019. Trotz -251 (-10,2 %) weniger als 2018 ist das immer noch das zweitbeste Ergebnis seit jeher und um +10 Verkäufe mehr als in Oberösterreich.

Auch der daraus resultierende Gesamtumsatz war mit 488 Mio. Euro der zweithöchste der Geschichte. Auf den 2018er-Rekord fehlen -6,6 % oder 34 Mio. Euro.

Der Traum vom steirischen Einfamilienhaus war den Käufern der RE/MAX-Analyse zufolge typischerweise 204.649 Euro wert, um 9.618 Euro (+4,9 %) mehr als zuletzt und somit erstmals jenseits der 200.000 Euro-Grenze. Dieser Preis hat eine moderate Entwicklung hinter sich: Mit +53,0 % in zehn Jahren ist dies die zweitniedrigste und mit +28,0 % in fünf Jahren die niedrigste Steigerungsrate unter den Bundesländern.

Graz und Graz-Umgebung: stark mit unterdurchschnittlicher Entwicklung
Erwartungsgemäß führt Graz-Umgebung die Bezirksliste der Einfamilienhausverkäufe an: 357 Einheiten sind um -13,8 % weniger als zuletzt und nur das sechstbeste Ergebnis in der Bezirksgeschichte. Die Stadt Graz kam auf 251 Einfamilienhausverkäufe. Es fehlen -22 oder -8,1 % auf das Vorjahr. Auch dieses Resultat ist nur das achtbeste in den letzten zehn Jahren. Laut RE/MAX ImmoSpiegel ist damit der Mengenanteil des Zentralraumes am steirischen Kuchen innerhalb von zwei Jahren von 32,3 % auf 27,5 % und wertmäßig von 45,9 % auf 39,5 % gesunken.

Die Preise haben in Graz mit +3,4 % weniger angezogen als im Landesdurchschnitt und liegen mit 353.888 Euro trotzdem um mehr als +100.000 Euro über der Nummer zwei, Graz- Umgebung. Dort war ein Einfamilienhaus im Durchschnitt 253.473 Euro wert, um -0,9 % weniger als zuletzt, aber noch immer um +11 % oder mehr als in jedem anderen Jahr zuvor.

Murau, Murtal und Leoben verbessern die Mengen-Statistik
Zehn der 13 Bezirke liegen hinter den Vorjahresverkäufen, so die RE/MAX-Experten, nur Murau mit 47 (+4), Murtal mit 135 (+4) und Leoben mit 117 (+7) konnten zulegen.
So verzeichneten Leibnitz mit 226 Verkäufen, Hartberg-Fürstenfeld mit 167 und Deutschlandsberg mit 139 das jeweils zweithöchste Verkaufsergebnis in der Geschichte. Liezen mit 188 und Bruck-Mürzzuschlag mit 186 Einfamilienhaus-Käufen, sowie Weiz mit 128 und Voitsberg mit 120 registrierten die jeweils vierthöchste Verkaufsmenge und die Südoststeiermark wie Graz-Umgebung die sechststärkste.

Preissprung Stadt zu Land: ein Einfamilienhaus
Während die Stadt Graz laut RE/MAX ImmoSpiegel bei den Einfamilienhauspreisen im österreichweiten Bezirksranking außerhalb Wiens auf Platz 17 landet, finden sich Graz- Umgebung auf der 33., Leibnitz mit 218.056 Euro auf der 44. und Liezen mit 211.629 Euro auf der 46. Stelle. Der Preisunterschied zwischen der Landeshauptstadt und der Nummer vier, Liezen, immerhin Industrie- und Schiregion, liegt bei 142.000 Euro. Für diesen Betrag bekommt man in der Südoststeiermark schon fast ein Haus.

Die ansteigenden Preise in absteigender Reihenfolge
Mit Ausnahme von Voitsberg (zweitbestes Ergebnis) und Graz-Umgebung haben alle steirischen Bezirke bei den Einfamilienhauspreisen zugelegt. So kommt Deutschlandsberg auf 196.850 Euro, Weiz auf 192.358 Euro, Murau auf 174.641 und Voitsberg auf 163.468 Euro. In Leoben waren die Einfamilienhäuser statistisch 160.023 Euro wert, in Bruck- Mürzzuschlag 156.196 Euro, in Murtal 150.290 und in Hartberg-Fürstenfeld 148.211 Euro.

Der offizielle Schnäppchen-Tipp
für regionsungebundene steirische Einfamilienhaussuchende lautet: Schöne Gegend, nette Menschen und die günstigsten Einfamilienhäuser (im Durchschnitt 143.939 Euro) gibt es im Bezirk Südoststeiermark.


Dynamikvergleich der steirischen Bezirke bei Einfamilienhäusern 2019 zu 2018

 VerkäufePreise
Steiermark-10,2 %+4,9 %
Bruck-Mürzzugschlag-6,5 %+2,1 %
Deutschlandsberg-1,4 %+9,5 %
Graz-8,1 %+3,4%
Graz-Umgebung-13,8 %-0,9 %
Hartberg-Fürstenfeld-16,1 %+3,1 %
Leibnitz-15, 7 %+12,9 %
Leoben+6,4 %+10,5 %
Liezen-13,0 % +12,1 %
Murau +9,3 % +13,1 %
Murtal+3,1 % +0,8 %
 Südoststeiermark -25,4 % +4,3 %
 Voitsberg -10,4 % -3,8%
 Weiz -3,8 % +17,4 %

 
Ein Blick zurück
Trotz aktuellem Rückgang wurden im Fünfjahresvergleich mehr Einfamilienhäuser gehandelt als 2014. Die steirischen Einfamilienhauspreise haben sich in der Zeit um +28,0 % erhöht, in Graz etwas unter und in Graz-Umgebung etwas über dem Landesdurchschnitt. Ausreißer waren die Bezirke Leibnitz (+61,4 %), Murau (+62,0 %) und Leoben (+53,9 %).

Gehobener Wohnkomfort in teureren Gegenden
Jeweils ein Viertel aller 2019 gehandelten Einfamilienhäuser kosteten mehr als 450.000 Euro in Graz, 335.000 Euro in Graz-Umgebung, 299.250 Euro in Liezen (inkl. Schladming) und mehr als 283.250 Euro in Weiz. Der steirische Bundeslanddurchschnitt für die Untergrenze zum teuersten Viertel aller gehandelten Einfamilienhäuser liegt bei 280.000 Euro und damit um exakt 10.000 Euro über dem Niveau von 2018.

Mehr Zahlen und Fakten finden Sie auf:
https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/haeuser#steiermark



OBERÖSTERREICH:

Auf dem Weg zur Nummer zwei
Um neun Einfamilienhäuser weniger als 2018 und um zehn weniger als in der Steiermark wurden 2019 in Oberösterreich gehandelt. So knapp schrammte Oberösterreich mit 2.201 verbücherten Einfamilienhäusern an einem neuen Rekord und am zweiten Platz im Bundesländer-Ranking der verkauften Einfamilienhäuser vorbei.
„Auch wenn sich bundesweit der Einfamilienhausmarkt in einer Konsolidierungsphase befindet, in Oberösterreich bewegt sich der Markt auf hohem Niveau“, so Bernhard Reikersdorfer. Die fehlenden -0,4 % bei der Menge sind angesichts des Gesamtverkaufswerts schon wieder vergessen: Denn 595 Mio. Euro war lt. RE/MAX ImmoSpiegel der Einfamilienhausmarkt 2019 in Oberösterreich schwer – um +40 Mio. Euro mehr als 2018 – und der einzige mit einem nennenswerten Zuwachs (+7,3 %). Dass dabei der Vorsprung auf die Freunde südlich des Dachsteins auf +106 Mio. Euro mehr als verdreifacht wurde, ist dabei nur mehr das Tüpfelchen auf dem i.
Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich somit der Wert der verkauften Einfamilienhäuser um +66,9 % erhöht – nur Niederösterreich lag dabei noch höher. Im Zehnjahresvergleich ist Oberösterreich mit mehr als einer Verdopplung des Werts (+112,2 %) das einzige Bundesland, das mit Tirol und Vorarlberg mithalten kann.

Einfamilienhauspreise erstmals über einer Viertelmillion Euro
„Gesundes Mittelmaß“ trifft die Beschreibung der Einfamilienhauspreise in Oberösterreich am besten. Vier Bundesländer liegen darüber, vier Bundesländer darunter. Die 2019er Preise in Oberösterreich liegen den RE/MAX-Experten zufolge mit 255.989 Euro knapp über dem Bundesdurchschnitt (+4.119 Euro) und um +9,5 % höher als 2018. Auf fünf Jahre gerechnet bedeutet das ein Plus von +37,3 % und auf zehn Jahre +68,1 %.

Verkäufe entwickelten sich unterschiedlich
Die Verkäufe in den einzelnen Bezirken entwickelten sich völlig unterschiedlich:
Braunau feiert mit 232 Verkäufen ebenso wie Steyr (Stadt + Land) mit 154 und Kirchdorf mit 113 und Freistadt mit 97 jeweils einen neuen Rekord.
Linz-Land freut sich mit 257 neuen Einfamilienhausbesitzern, Wels (Stadt + Land) mit 237, Vöcklabruck mit 195, Urfahr-Umgebung mit 147, Grieskirchen mit 122 und Tabellenschlusslicht Eferding mit 61 Verbücherungen über das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten. Rohrbach kommt auf 95 Einfamilienhäuser und Perg auf 74 und damit auf das viertbeste Ergebnis in den letzten zehn Jahren.

Rohrbach bleibt mit 95 Verkäufen, dem bisher viertbesten Ergebnis seit Beginn des RE/MAX ImmoSpiegels 2009, erheblich unter den Erwartungen, genauso Ried/Innkreis mit dem sechstbesten.

Gmunden kommt mit 181 Verkäufen auf das siebentbeste und die Landeshauptstadt Linz mit 65 Einfamilienhausverkäufen auf das neuntbeste Ergebnis in den letzten zehn Jahren.
In Summe lagen laut den RE/MAX-Experten nach den Einfamilienhausverbücherungen gegenüber 2018 neun oberösterreichische Bezirke im Plus und sieben im Minus (siehe Tabelle).

Einfamilienhauspreise: In allen Bezirken gestiegen – mit einer Ausnahme
Mit einer Ausnahme sind in allen Bezirken Oberösterreichs die Preise nach oben gegangen und mit zwei Ausnahmen auf einem neuen Höchstwert.

Die Landeshauptstadt meldet 427.959 Euro je Einfamilienhaus, Linz-Land folgt mit Respektabstand bei 318.912 Euro, Gmunden mit der dritthöchsten Preissteigerung (in Prozent) kommt auf 300.890 Euro und Vöcklabruck mit der zweithöchsten auf 291.905 Euro. Wels (Stadt + Land) nur knapp darunter mit 287.933 Euro, Urfahr-Umgebung meldet 271.944 Euro.

Eferding mit 263.058 Euro bzw. Perg mit 243.548 Euro liegen über und unter dem Landesdurchschnitt. In Braunau/Inn kosteten Einfamilienhäuser statistisch betrachtet 238.795 Euro, in Steyr (Stadt + Land) 226.756 Euro. Kirchdorf/Krems mit 215.531 Euro, Freistadt mit 210.216 Euro und Grieskirchen mit 205.929 Euro finden sich erstmals jenseits der Zweihunderttausender-Grenze. Die günstigsten Bezirke für Einfamilienhauskäufer in Oberösterreich waren dem RE/MAX ImmoSpiegel nach 2019 Schärding mit 188.726 Euro, Ried/Innkreis mit 187.829 Euro und Rohrbach mit 149.230 Euro. Grund dafür ist unter anderem auch, dass Ried beim Preis unter dem Vorjahr und 2017 performte und auch Rohrbach das 2017er Ergebnis nicht erreichte.

Entwicklungstendenzen in Oberösterreichs Bezirken
Einfamilienhäuser-Preis und -Anzahl 2019 zu 2018

 MengePreis
Oberösterreich -0,4 % +9,5 %
Braunau/Inn +11,0 % +4,7 %
Eferding +1,7 % +16,9 %
Freistadt +3,2 % +9,3 %
Gmunden -7,2 % +18,6 %
Grieskirchen +8,0 % +11,8 %
 Kirchdorf/Krems +32,9 % +12,2 %
 Linz (Stadt) +12,1 % +4,8 %
 Linz-Land +12,2 % +5,2 %
 Perg -8,6 % +1,1 %
 Ried/Innkreis -28,8 % -3,3 %
 Rohrbach -13,6 % +6,8 %
 Schärding -18,9 % +23,1 %
 Steyr (Stadt + Land) +5,5 % +3,1 %
 Urfahr-Umgebung +9,7 % + 1,1 %
 Vöcklabruck -10,6 % +21,6 %
 Wels (Stadt und Land) -5,6 % +7,6 %
   

Während also in Kirchdorf der Markt so richtig brummt, mangelte es in Gmunden, Schärding und in Vöcklabruck tendenziell am Angebot.

Die schönsten Einfamilienhäuser an den schönsten Platzerln
finden sich zumindest den Preisen der RE/MAX-Statistik nach in und um Linz und in den Seenbezirken. Ein Viertel aller Einfamilienhäuser, nämlich die schöneren in den besseren Lagen, kostete 2019 in Linz mindestens 555.000 Euro, im Bezirk Gmunden mindestens 395.200 Euro, in Linz-Land 390.000 und im Bezirk Vöcklabruck 379.500 Euro. Aber auch Eferding war mit 370.000 Euro vorne dabei, ebenso Wels (Stadt + Land) mit 352.000 und Urfahr-Umgebung mit 348.500 Euro.

Mehr Zahlen und Fakten finden Sie auf
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KÄRNTEN:
Verkaufszahlen und Verkaufswert im Plus
Bei den Einfamilienhäusern ist Kärnten ein überproportional wichtiger Markt, nämlich der viertgrößte unter den Bundesländern. Immerhin übertraf Kärnten 2019 mit seinen 1.209 Verkäufen das fünftgrößte Bundesland im Ranking, Burgenland, um +66 %. Dazu kommt 2019 die erfolgreichste Mengenentwicklung im Bundesländervergleich: +1,9 % hat sonst niemand geschafft.

Mit einem Transaktionswert von 265 Mio. Euro für Einfamilienhäuser (+1,1 %) legt Kärnten auf den Rekord von 2018 noch eines drauf, was sonst nur Oberösterreich gelungen ist. Drei Millionen zusätzlich gingen so in die Börserl der Kärntner Einfamilienhausverkäufer.

Erstmals über 200.000 Euro
Beim Einfamilienhauspreis haben die Kärntner den Berechnungen der RE/MAX-Experten zufolge erstmals den Zweihunderter geknackt: 202.807 Euro ist für Kärnten ein neuer Rekord, +1,6 % mehr als zuletzt und +28,9 % mehr als vor fünf Jahren. Er bleibt aber der zweitbilligste unter den Bundesländern, weil die Steirer +4,9 % zugelegt und Kärnten überholt haben.

Die Hälfte im Zentralraum
In der Landeshauptstadt wurden 2019 erstmals 130 Einfamilienhäuser für neue Eigentümer im Grundbuch verbüchert. Auch St. Veit/Glan mit ebenso 130, Völkermarkt mit 107 und Feldkirchen mit 85 Verkäufen feierten neue Rekorde bei der Anzahl der verkauften Einfamilienhäuser.

Das jeweils zweitbeste Ergebnis über die Jahre fuhren Spittal/Drau mit 162 und Wolfsberg mit 129 Verkäufen ein. Drittbeste Ergebnisse erreichten immerhin noch Villach mit 241 Einfamilienhausverkäufen, Klagenfurt-Land mit 190 und Hermagor mit 35 Verbücherungen. Der Anteil der Einfamilienhausverkäufe vom Zentralraum Klagenfurt-Villach ist 2019 von 45,0 % auf 46,4 % der Landesmenge gestiegen, beim Wert ist er allerdings von 53,7 % auf 53,3 % gefallen.

Landeshauptstadt ist teuerstes Pflaster
In vier Bezirken entwickelten sich laut RE/MAX ImmoSpiegel die Einfamilienhauspreise gegenüber 2018 nach oben, in fünf nach unten. Führend natürlich – wenngleich „nur“ mit dem zweithöchsten Preis der letzten Jahre – die Landeshauptstadt mit 255.272 Euro je Einfamilienhausverbücherung. Unmittelbar dahinter folgen Klagenfurt-Land mit 233.550 Euro und einem neuen All-Time-High, sowie Villach (Stadt + Land) mit 219.068 Euro und einem historisch betrachtet drittbesten Resultat.

Wie schon zuvor die Landeshauptstadt, blieben die Bezirke Feldkirchen mit 210.218 Euro, Spittal/Drau mit 187.019 und St.Veit/Glan mit 159.941 Euro hinter einem früheren Rekordjahr zurück. Dagegen feierten Völkermarkt mit 181.291 Euro, Wolfsberg mit 177.386 Euro wie zuvor Klagenfurt-Land einen neuen Spitzenpreis. In Hermagor, wo aufgrund der Marktenge die Preisentwicklung eine ewige Berg- und Talfahrt darstellt, hatte man schon in früheren Jahren im RE/MAX ImmoSpiegel höhere Preise gesehen.

Dynamikvergleich der Kärntner Bezirke bei Einfamilienhausverkäufen 2019 zu 2018

 MengePreis
Kärnten +1,9 % +1,6 %
Feldkirchen+ 1,2 % -1,6 %
Hermagor -14,6 % -12,3 %
Klagenfurt Land +10,5 % +2,2%
Klagenfurt Stadt +2,4 % +3,3 %
St. Veit/Glan 0,0% -7,9 %
Spittal/Drau -9,0 % -6,4 %
Villach (Stadt + Land) +2,6 % -1,9 %
Völkermarkt +23,0 % +28,3 %
Wolfsberg-3,0 %+22,9 %


Demzufolge überflügelte sich Völkermarkt geradezu selbst, während in Wolfsberg eine gewisse Angebotsknappheit herrschte, die sich im Preis niederschlug.

Gute Lagen, gute Ausstattung und gute Preise:

Im Bezirk Klagenfurt-Land kosteten den RE/MAX-Experten zufolge ein Viertel der Einfamilienhäuser über 323.750 Euro, ein Viertel jener in der Landeshauptstadt mehr als 318.000 Euro und in Villach (Stadt + Land) jenseits der 290.000 Euro.

Im Fünfjahresvergleich sind die Preise für Kärntner Einfamilienhäuser um +28,9 % gestiegen, die Bandbreite reicht dabei von +15,4 % im Bezirk Hermagor bis zu +44,5 % in Völkermarkt. Die Anzahl der gehandelten Einfamilienhäuser ist in Kärnten im selben Zeitraum um +21,5 % gestiegen, deren Handelswert um +46,3 %.

Alle Zahlen aller Bezirke finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/haeuser#kaernten


BURGENLAND:
Einfamilienhausmarkt spürbar rückläufig
 
Wie in fast allen Bundesländern blieb auch im Burgenland der Einfamilienhausmarkt 2019 hinter dem Vorjahr zurück, nämlich um -11,5 %. Mit 730 Einfamilienhausverbücherungen war der burgenländische Markt 2019 der fünftgrößte in Österreich. 2018 hatten nur Vorarlberg und Salzburg höhere Wachstumsraten als das Burgenland, 2019 hatten nur diese beiden höhere Rückgänge.

Auch beim Transaktionswert fallen die beiden Hochpreisbundesländer stärker zurück als das Burgenland mit einem Rückgang um -10,2 %. Der absolute Wert der pannonischen Hausverkäufe lag 2019 bei 111 Mio. Euro, was immer noch den zweithöchsten Wert nach 2018 darstellt.

Nach dem Preissprung um +7,8 % von 2017 auf 2018 hätte man auch mit einer Konsolidierung rechnen können, aber die Preise blieben stabil und legten um moderate +1,0 % zu.
140.528 Euro kostete nach den Berechnungen der RE/MAX-Experten im Durchschnitt ein Einfamilienhaus 2019 im Burgenland.

Die Bezirke im Detail
Wenn im Bundesland -95 Einfamilienhäuser auf die Vorjahresverkäufe fehlen, dann kann das nicht an einem einzigen Bezirk liegen. Die guten Nachrichten zuerst: Oberpullendorf feiert mit 116 Verkäufen einen neuen Rekord. Auch die Landeshauptstadt inklusive Eisenstadt-Umgebung und Rust hält mit 141 Verbücherungen den Vorjahresrekord aufrecht. Jedoch fehlen mit 133 Verkäufen in Oberwart -4 auf das Vorjahr, in Mattersburg -19 bei 84 Verkäufen, in Jennersdorf -24 bei 54 und in Neusiedl/See -25 bei 107 realisierten Einfamilienhaus-Verkäufen. Güssing kommt auf -28 weniger als zuletzt und registriert 95 neue Einfamilienhausbesitzer.

Obwohl die Statistik so schaumgebremst aussieht, so wurden dennoch +9,1 % mehr Häuser als vor fünf Jahren gehandelt und sogar um +27,2 % mehr als vor zehn Jahren.

Eisenstadt erstmals über 200.000 Euro
In Eisenstadt (inkl. Umgebung + Rust) legten die Käufer 2019 nach den RE/MAX-Analysen erstmals in einem burgenländischen Bezirksdurchschnitt mehr als 200.000 Euro für ein Einfamilienhaus auf den Tisch. Das bisherige Maximum beim typischen Preis lag bis dato bei 192.000 Euro in Eisenstadt 2018 und 191.000 Euro in Neusiedl 2017.
Der zweitteuerste Bezirk ist wie so oft Neusiedl, diesmal mit 195.423 Euro, einem neuen lokalen Höchstwert.
Auffallend ist, dass trotz der geringen Gesamtsteigerungsrate alle Bezirke entweder neue Rekordpreise oder zumindest den zweithöchsten in der Historie melden.
So wie Eisenstadt und Neusiedl liegt auch Jennersdorf mit 125.524 Euro über den bisher dort bezahlten Einfamilienhauspreisen, ebenso Oberwart mit 100.617 Euro.
Mattersburg mit 154.876 Euro, Güssing mit 110.107 Euro und Oberpullendorf mit 100.357 Euro liegen unter dem Niveau von 2018 aber über dem von 2017.
Damit kosteten dem RE/MAX ImmoSpiegel zufolge erstmals in allen burgenländischen Bezirken die Einfamilienhäuser sechsstellige Summen.

Dynamikvergleich der Burgenland-Bezirke bei Einfamilienhäusern 2019 zu 2018

 VerkäufePreis
Burgenland gesamt-11,5 %+1,0 %
Eisenstadt, Umgebung, Rust0,0 %+5,7 %
Güssing-22,8 %-1,3 %
Jennersdorf-30,8 %+11,1 %
Mattersburg-18,4 %-12,5 %
Neusiedl/See-18,9 %+9,0 %
Oberpullendorf+4,5 %-8,6 %
Oberwart-2,9 %+8,1 %

In Neusiedl und in Jennersdorf fehlten ausreichend Objekte, um den Markt abdecken zu können.

Im Fünfjahresvergleich haben im Burgenland die Einfamilienhauspreise um +34,1 %, im Zehnjahresvergleich um 60,5 % zugelegt. Zehnjahresspitzenreiter ist Eisenstadt (inkl. Eisenstadt/Umgebung und Rust) mit einem Plus von 93,9 %, also fast einer Preisverdopplung.

Gute Ausstattung und gute Lagen
sind im Burgenland kein Luxus, zumindest was das Preisniveau im Österreichvergleich anbelangt. Ein Viertel aller Einfamilienhäuser kosteten 2019 in Eisenstadt 280.000 Euro, im Bezirk Neusiedl/See 262.000 Euro und in Mattersburg, dem Drittplatzierten im 

Qualitätsranking noch 205.500 Euro. Alle anderen Bezirke lagen auch mit ihren obersten Preisquartil unter der Zweihunderttausender-Marke.

Mehr Zahlen und Fakten finden Sie auf
https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/haeuser#burgenland

TIROL:
Einfamilienhauspreis wieder über einer halben Million
Größer könnte der Kontrast nicht sein: die burgenländische Tiefebene mit schier endlosem Fernblick und extrem günstigen Einfamilienhäusern und das Tiroler Bergland mit schier endlosen Felswänden und sehr teuren Einfamilienhäusern. Doch der Reihe nach:

Auch in Tirol wurden 2019 mit 637 Einfamilienhausverkäufen erheblich weniger als 2018 realisiert. Um -78 Häuser weniger bedeutet dem RE/MAX ImmoSpiegel zufolge -10,9 % zum Vorjahr aber immer noch das drittbeste Ergebnis hinter 2018 und 2015.

Sechster und vierter Platz
Im Bundesländerranking ergibt das bei der Menge den sechsten Platz, beim Wert allerdings in beide Richtungen bestens abgesichert den vierten. Der Grund für diese Diskrepanz ist bestens bekannt: der höchste Einfamilienhauspreis unter den Flächenbundesländern, nur übertroffen von der Stadt Wien.

Stabile Preise
Die gute Nachricht für alle Hauskäufer in Tirol: Der Preis ging 2019 zurück. Die Schlechte: nur um vernachlässigbare -613 Euro, also -0,1 %. Bei 503.178 Euro als Durchschnittspreis ist das allerdings auch schon ziemlich egal. Den RE/MAX-Experten vor Ort zufolge ist die Preis-Mengen-Situation eine Kombination aus zwei Faktoren:

Einerseits gibt es grundsätzlich ein reges Käuferinteresse und zu wenig Angebot. Andererseits fehlt es aber bei den herrschenden Preiserwartungen der Eigentümer aber doch an genügend Käufern, die sich Einfamilienhäuser überhaupt noch leisten können, weil von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung derartige Summen einfach nicht erwirtschaftet und daher nicht aufgebracht werden können. In Innsbruck wurden dann auch noch ein erheblicher Anteil der ohnedies geringen Anzahl von Bauträgern gekauft, um dort neu zu errichten oder zumindest eine Verdichtung durchzuführen, beides in der Regel keine Einfamilienhäuser.

Imst rettet die Ehre
In Innsbruck-Land wurden – so RE/MAX – 122 Einfamilienhäuser gehandelt, so wenig wie noch nie in den letzten zehn Jahren. Die Stadt Innsbruck verkaufte nur 2018 und 2010 weniger Einfamilienhäuser als jene 25 von 2019.
Kitzbühel wiederholte 2019 das bewährte Ergebnis von 2017 und 2016. Doch sind die 111 Einfamilienhäuser nach dem Rekordjahr 2018 nur das achtbeste Resultat der letzten zehn Jahre.

Der Bezirk Schwaz, mit 74 Verkäufen, hatte früher schon drei höhere Verkaufszahlen. Kufstein, als zweitstärkster Bezirk dank 113 Einfamilienhausverbücherungen, kommt genauso wie Lienz mit 54 und Reutte mit 38 und Landeck mit 29 Verkäufen nicht über das jeweils drittbeste Ergebnis in den letzten zehn Jahren hinaus.
Nur Imst schafft mit 71 Einfamilienhäusern einen Höchstwert, allerdings auch einen, der schon 2014 erstmals aufgestellt und 2015 wiederholt wurde.

Kitzbühel: Einsame Spitze, trotz Preisrückgang
Wenn die Tiroler Einfamilienhauspreise im Vergleich zum Österreich-Durchschnitt schon ziemlich atemberaubend sind, so gilt das für den Bezirk Kitzbühel völlig uneingeschränkt. Die halbe Million Euro nach den RE/MAX-Berechnungen für ein fesches Tiroler Haus ist ziemlich exakt das Doppelte von der guten Viertelmillion für ein „Österreich-Haus“, auch wenn der Preisabstand von +108,5 % im Jahr 2018 auf +99,8 % im Jahr 2019 gesunken ist. Dieselbe Tendenz zeigt sich auch in Kitzbühel. Mit 1,33 Mio. Euro für ein Einfamilienhaus im Bezirk (!) sank der durchschnittliche Preis um -71.000 Euro wieder auf das 2017er-Niveau. Somit war ein Kitzbüheler Einfamilienhaus nur mehr 5,3 Häuser aus dem Bundesdurchschnitt wert und nicht mehr 5,8 oder 5,9 wie 2018 und 2017.

Das Phänomen, dass die Kitzbüheler Einfamilienhauspreise quasi keine Grenzen kennen, ist relativ jung: Laut RE/MAX ImmoSpiegel lagen sie 2009 bis 2011 ziemlich exakt beim Dreifachen des Bundesschnitts, 2012 und 2013 fast genau beim Vierfachen und ab 2014, also vor 5 Jahren dann der Sprung auf mehr als das Fünffache.

Innsbruck bleibt teuerste Landeshauptstadt
Innsbruck bleibt 2019 bei den Einfamilienhäusern die teuerste Landeshauptstadt. Der typische Preis in der Tiroler Landeshauptstadt lag 2019 bei 806.017 Euro, um -31.093 unter 2018 aber um +53.088 Euro über 2017 und all den Jahren zuvor. Zur Stadt Salzburg betrug 2019 der Preisabstand pro Haus über 97.000 Euro.

Kufstein hat den Abstand zu Innsbruck-Land ausgebaut: 471.836 Euro für ein Einfamilienhaus im Land des Wilden Kaisers und 441.699 Euro südlich der Nordkette. Schwazer Einfamilienhauspreise notieren erstmals in einem neuen Hunderterintervall mit 404.979 Euro. Dasselbe gilt einen Stock tiefer für Imst mit 330.709 Euro und Reutte mit 325.349 Euro. Landeck findet sich dagegen schon zum fünften Mal auf diesem Niveau: 316.258 Euro. Lienz beschließt den Reigen mit 250.869 Euro je Einfamilienhaus, um 1.001 Euro günstiger als der Bundesdurchschnitt

Dynamikvergleich der Tiroler Bezirke bei Einfamilienhäusern 2019 zu 2018

 VerkäufePreis
Tirol gesamt-10,9 %-0,1 %
Imst+22,4 %+16,2 %
Innsbruck-Land-28,2 %-0.6 %
Innsbruck (Stadt)+4,2 %-3,7 %
Kitzbühel-20,1 %-5,1 %
Kufstein+8,7 %+4,5 %
Landeck+3,6 %+31,8 %
Lienz-18,2 %-2,2 %
Reutte-7,3 %+9,8%
Schwaz-12,9 %+2,5 %

 
Teures Pflaster
Die Preise der schöneren Lagen und besseren Ausstattungen:
Das bekannte obere Preisviertel beginnt den RE/MAX-Analysen zufolge 2019 als Untergrenze in Lienz bei 338.088 Euro, in Landeck bei 385.000 Euro, in Imst bei 425.000 Euro und in Reutte bei 443.750. Jenseits der halben Million finden sich die Top-25 % in Schwaz mit 534.593 Euro, mit 590.000 Euro in Innsbruck-Land, in Kufstein mit 600.000 Euro, in der Landeshauptstadt mit 980.000 Euro und nicht zuletzt in Kitzbühel mit 1,85 Mio. Euro.

Fünf Jahre zurück
In den letzten fünf Jahren sind die Tiroler Einfamilienhauspreise lt. RE/MAX um ein gutes Drittel (+33,7 %) gestiegen. Spitzenreiter diesbezüglich: Kufstein +53,3 %.
Im Zehnjahresrückblick hat Gesamttirol mit +81,6 % hinter Wien und Vorarlberg den dritthöchsten Preiszuwachs zu verzeichnen, Spitzenreiter diesmal: der Bezirk Kitzbühel mit +181,7 %.

Mehr Zahlen und Fakten finden Sie auf https://www.remax.at/de/presse/immospiegel/haeuser#tirol

SALZBURG:
weniger Verkäufe und höchste Preissteigerungen
Vom 2018er-Verkaufsrekord bei den Einfamilienhäusern war Salzburg 2019 weit entfernt. Mit 525 Häusern wurden seit 2009 nur in den Jahren 2012, 2013, 2014 und 2017 weniger gehandelt. Der Mengenrückgang ist mit -16,5 % der stärkste unter den Bundesländern.
Der Transaktionswert sank dagegen nur um -9,8 % auf 273 Mio. Euro, immer noch der zweithöchste Wert nach 2018.

Der typische Preis pro Einfamilienhaus schnellte erwartungsgemäß gehörig in die Höhe: Den Experten bei RE/MAX zufolge um +46.512 auf 478.266 Euro. Damit ist Salzburg das einzige Bundesland mit zweistelligen Preissteigerungen und in der Bundesländer-Preisliste hinter Wien und Tirol und vor Vorarlberg auf dem dritten Podestplatz.

Jeweils rund zwanzig Häuser weniger
Der Rückgang der Salzburger Einfamilienhauskäufe im Jahr 2019 verteilte sich ziemlich gleichmäßig auf alle Bezirke. Salzburg-Umgebung kam auf 176 (-23), Zell/See auf 116 (-21), St. Johann/Pongau auf 91 (-23), die Landeshauptstadt auf 71 (-21) und Hallein auf 47 (-18). Nur Tamsweg mit 24 Verkäufen legte um +2 zu.

Wie weit die Zahlen von den Vorjahren entfernt sind, zeigen die Mehrjahresvergleiche seit 2009: Mit dem viertbesten Ergebnis war St. Johann noch gesegnet. Der Flachgau kam auf das sechstbeste, der Tennengau das siebentbeste, der Pinzgau auf das achtbeste und die Stadt und der Lungau (trotz Zuwachs) nur auf das neuntbeste Ergebnis im Beobachtungszeitraum.

Zell am See: Preis überspringt halbe Million Euro-Grenze
Erstmals über 700.000 Euro bezahlten nach den Analysen der RE/MAX-Experten die Einfamilienhauskäufer in der Stadt Salzburg, nämlich 708.949 Euro. Erstmals über 500.000, nämlich auf 537.002 Euro, kletterten die Preise im Pinzgau. Bemerkenswert dabei der einzigartige Preisschub um über +140.000 Euro. Auch der Flachgau kratzte mit 493.656 Euro erstmals an der halben Million. In Hallein dagegen, nach dem Sensationsjahr 2018, wurde mit 392.007 Euro nur der zweithöchste Wert in den vergangenen Jahren erreicht. Die Pongauer Einfamilienhauspreise lagen dem RE/MAX ImmoSpiegel zufolge mit 357.591 Euro unter denen von 2018 und 2017.
Und im kleinen Lungauer Markt betrug der Durchschnitt 229.483 Euro.

Dynamikvergleich der Salzburger Bezirke bei Einfamilienhäusern 2019 zu 2018

 VerkäufePreis
Salzburg gesamt-16,5 %+10,8 %
Hallein-27,7 %-3,9 %
Salzburg (Stadt)-22,8 %+4,8 %
Salzburg-Umgebung-11,6 %+13,6 %
St. Johann/Pongau-20,2 %-3,2 %
Tamsweg+9,1 %-12,1 %
Zell/See-15,3 %+35,4 %

Den Zahlen zufolge fehlt es in der Stadt, im Flachgau und vor allem im Pinzgau wohl am Angebot, aber nicht an kaufkräftiger Kundschaft. Dagegen dürfte im Tennengau und im Pongau der Preisplafond derzeit erreicht sein.

Preisanstieg in fünf Jahren geringfügig über dem Bundesdurchschnitt
Nach dem Preisschub von 2018 auf 2019 ist natürlich auch der Fünfjahresvergleich enorm: Um +54,4 % haben die Salzburger Einfamilienhauspreise zugelegt, also fast um +23 Prozentpunkte mehr als der Bundesdurchschnitt, übertroffen nur mehr von Vorarlberg.
Seit zehn Jahren haben die Salzburger Einfamilienhauspreise um +79,1 % angezogen, was gegenüber dem Fünfjahresvergleich durchaus moderat erscheint. Wien, Tirol und Vorarlberg lagen noch darüber.

Mehr Zahlen und Fakten finden Sie auf
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VORARLBERG:
Weniger Verkäufe und neue Höchstpreise
Der Vorarlberger Einfamilienhausmarkt war schon stärker als 2019: Im Rekordjahr 2015 wurden 519 Häuser gehandelt, 2018 nur 497 und 2019 ganze 424. Damit ist die Menge zum Vorjahr um -14,7 % zurückgegangen. Doch dem drittschwächsten Mengenresultat seit 2009 steht laut RE/MAX ImmoSpiegel der zweithöchste Gesamtverkaufswert gegenüber. Mit 205 Mio. Euro nur übertroffen im Jahr 2018. Dass dies in erster Linie auf Preissteigerungen zurückzuführen ist, liegt auf der Hand. Ein Plus von +6,1 % schlägt sich mit fast 27.000 Euro zu Buche, denn der durchschnittliche Einfamilienhauspreis im Ländle klettert auf einen neuen Spitzenwert, nämlich auf 467.590 Euro. Darüber liegen nur mehr Salzburg und Wien.

Bregenz mit historisch niedrigen Verkaufszahlen
Bregenz verzeichnet mit 110 Einfamilienhauskäufen, um -23 weniger als 2018, die niedrigste Verkaufszahl, seit der RE/MAX ImmoSpiegel 2009 erstmals erschienen ist.

Feldkirch kommt auf 120, -24 weniger als zuletzt, Bludenz auf 82. Dort fehlen -27.
Einzig Dornbirn bringt einen Lichtblick: Zwar nur das viertbeste Ergebnis in seiner Historie, aber mit 112 Verkäufen um einen mehr als 2018.

Neue Höhenflüge in allen Bezirken
Bei den Preisen ist im Jahr 2019 dagegen von Rückgängen keine Spur. Alle vier Bezirke warten mit neuen Höchstpreisen auf: Bludenz mit 399.972 Euro, Feldkirch mit 465.567 Euro, Bregenz mit 471.017 Euro und Dornbirn mit einem Durchschnittspreis von 522.178 Euro. So landet Dornbirn den RE/MAX-Experten zufolge im Durchschnittspreis-Ranking der Bezirke außerhalb Wiens auf Rang fünf hinter Kitzbühel, den Landeshauptstädten Innsbruck und Salzburg und dem Bezirk Zell/See. Bregenz kommt auf Rang acht, Feldkirch auf neun und Bludenz noch immer auf den vierzehnten.

Was ist schon Luxus?
In den anderen Bundesländern wurde das oberste Preisquartil, also die teuersten 25 %, das Segment der gehobenen Qualität genannt.

In Vorarlberg muss man das nach gesamtösterreichischen Maßstäben neu definieren. Denn der Eintritt in dieses Wohnsegment kostete 2019 im Ländle-Durchschnitt mindestens 595.000 Euro. Bludenz mit 505.000 Euro und Bregenz mit 578.750 Euro geben es nach den RE/MAX-Analysen in Relation zwar billiger, aber Feldkirch mit 602.250 Euro und insbesondere Dornbirn mit 636.500 Euro stellen auch da neue Maßstäbe auf.

Dynamikvergleich der Vorarlberger Bezirke bei Einfamilienhäusern 2019 zu 2018

 VerkäufePreise
Vorarlberg-14,7 %+6,1 %
Bludenz-24,8 %+11,2 %
Bregenz-17,3 %+3,2 %
Dornbirn+0,9 %+9,3 %
Feldkirch-16,7 %+1,0 %

Im Fünfjahresvergleich ergeben die Preis- und Wertsteigerungen für Vorarlberg ein Plus von 63,1 %, das ist mit einem Zehntelprozent Abweichung das Doppelte vom gesamten Bundesgebiet. Im Zehnjahresvergleich kommt Vorarlberg auf mehr als eine Preisverdopplung, nämlich ein Plus von +111,5 %, das sind um +30 Prozentpunkte mehr als beim Nachbarn Tirol.

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WIEN
Im Fünfjahrespreisvergleich im Mittelfeld
In der Bundeshauptstadt wurden im Jahr 2019 laut den RE/MAX-Experten insgesamt 418 Einfamilienhäuser verbüchert.
Das sind um drei mehr als 2018, aber gegenüber dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre um -62 Häuser weniger.
Der Gesamtverkaufswert sank um -27 Mio. Euro auf 286 Mio. Euro, was mit dem typischen Verkaufspreis zusammenhängt, denn der hat ebenfalls nachgegeben: Vom Rekordwert 2018 mit 615.187 Euro auf den zweithöchsten aller Zeiten mit 575.050 Euro.

Wien als Stadt ist in erster Linie von Mehrparteienhäuser und Zinshäusern mit Wohnungen geprägt. Nur in manchen Stadtrandbezirken finden nennenswerte Einfamilienhausverkäufe statt. Die drei stärksten, Donaustadt mit 120 Verkäufen und Floridsdorf und Liesing mit je 68, bestritten dem RE/MAX ImmoSpiegel nach zusammen mehr als 60 % der Wiener Menge. Penzing kam auf 51, Hietzing auf 31 und Döbling auf 23 Einfamilienhausverkäufe. Der Rest verteilte sich auf sieben weitere Bezirke.

Luxusbleibe oder Baugrund
Die Preise, die 2019 für ein Einfamilienhaus bezahlt wurden, waren lagebedingt recht unterschiedlich: In Donaustadt kostete ein Einfamilienhaus typischerweise 464.214 Euro, in Floridsdorf 551.122 Euro und in Liesing 543.905 Euro. Penzing ebenfalls in dieser Klasse mit 493.133 Euro. „Für Hietzing und Döbling sind die Preise mit Vorsicht zu betrachten. Zum einen sind dies die höchstpreisigen Stadtrandbezirke. Zum anderen sind die Fallzahlen gering und damit die Abhängigkeit von Einzelwerten größer. Zum dritten ist unbekannt, ob die Einfamilienhäuser als solche genutzt oder von Bauträgern nur zur Baugrundbeschaffung erworben, weggerissen und durch Mehrfamilienhäuser ersetzt werden sollen, was wiederum höhere Kaufpreise ermöglicht“, so Nenning. In Hietzing lag der Preis bei 787.023 Euro und in Döbling bei 2,0 Mio. Euro.

Im Fünfjahresvergleich haben die Einfamilienhauspreise in Wien um vergleichsweise moderate +34,9 % angezogen, im Zehnjahresvergleich aber um +103,6 %, was nur mehr von Vorarlberg übertroffen wurde.

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Sichere Zahlen aus dem Grundbuch

Die Basis für die verlässlichsten verfügbaren Immobilien-Marktdaten in Österreich liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die von der IMMOunited GmbH, den Experten für Immobiliendaten, in der Kaufvertrags-Sammlung vollständig erfasst und von RE/MAX Austria ausgewertet und analysiert werden. Nur diese Kombination erfüllt die drei wesentlichen Kriterien für sichere, valide Daten:

  • Lückenlose Erfassung aller Verkäufe und nicht nur eines verzerrten Teil
  • Tatsächliche Verkäufe statt angebotener Immobilien
  • Tatsächliche Verkaufspreise statt Angebotspreise

„Perfekte Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited nicht nur mit der Erfassung der Immobilienkaufverträge aus dem Grundbuch, sondern auch durch Ergänzungen wie historisch erfassten Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen. Das zusammen ergibt letztendlich wertvolle Informationen für unsere Makler- Partnerunternehmen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

Einfamilienhäuser im Internet: STATUS QUO und PROGNOSE:
Derzeit werden laut RE/MAX Web-Radar in Österreich im Internet rund 9.900 Einfamilienhäuser zum Kauf angeboten. Die Datenbasis dafür liefert die Imabis GmbH – Roland Schmid.
Das aktuelle Angebot an Einfamilienhäusern ist im Jahresvergleich (April 2019/2020) leicht gestiegen, nämlich um +4,2 %, liegt damit aber noch immer deutlich hinter den Zahlen aus dem Jahr 2015. „Das leicht steigende Angebot hat im letzten Jahr dazu geführt, dass die Preissteigerung für Einfamilienhäuser deutlich geringer ausgefallen ist als in den Jahren davor. Für 2020 erwarten wir ein weiterhin leicht steigendes Angebot, aufgrund von COVID- 19 eine leicht rückläufige, aber noch immer gute Nachfrage und – je nach Region – stabile bzw. moderat fallende Preise. Einfamilienhäuser erfreuen sich weiterhin größter Beliebtheit, wobei sich der Trend, dass die Käufer vermehrt in den Speckgürtel bzw. auf den Stadtrand ausweichen, weiter fortsetzen wird“, so Reikersdorfer.


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