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Experten-Umfrage: Mehrheit erwartet 2021 weiter günstige Immobilienkreditzinsen

Interhyp-Österreich erkennt eine Tendenz zum leichten Anstieg im zweiten Halbjahr

Aktuelles

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  • Geldpolitik hält Konditionen tief
  • Kreditnehmer erhalten zum Jahresausklang Hypothekarkredite bei Bestanbietern um die 0,3% variabel (effektiv 0,6%), 0,6% nominaler Fixzinssatz für 10 Jahre (effektiv 0,9%) – Laufzeit jeweils 30 Jahre, Kreditbetrag 300.000 EUR
  • Umfrage legt nahe: EZB- und FED-Entscheidungen im Dezember werden Niedrigzinsniveau weiter stützen

Die Märkte werden auch im kommenden Jahr durch die Stützungsmaßnahmen der Notenbanken geprägt sein. Immobilienkäufer können dadurch 2021 weiter von günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren. Das erwartet der Immobilienfinanzierungsvermittler Interhyp auf Grundlage der Befragung von zehn deutschen und zwei österreichischen Kreditinstituten für den monatlichen Interhyp-Zinsbericht. Kreditnehmer können laut Interhyp zum Jahresausklang zu historisch niedrigen Konditionen finanzieren. „Wir rechnen 2021 weiter mit günstigen Zinsen, mit einem Trend zum leichten Anstieg im Jahresverlauf“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG. „Die Europäische Zentralbank wird das Niedrigzinsniveau aller Voraussicht nach weiter stützen. Impulse zum Zinsanstieg können aber vom Einsatz des Impfstoffes und einer sich im Zuge erfolgreicher Pandemie-Bekämpfung aufhellenden Konjunktur ausgehen.“

Die von Interhyp befragten Experten erwarten mehrheitlich, dass die Notenbanken Maßnahmen ergreifen, um die Konjunktur in dem schwierigen Marktumfeld zu unterstützen. „Wir gehen davon aus, dass die Kapitalmarktrenditen insgesamt niedrig bleiben werden, vor allem im ersten Halbjahr“, erklärt Mirjam Mohr.

Die Corona-Pandemie hat dem Wunsch nach Wohneigentum bisher keinen Abbruch getan – im Gegenteil. „Vielen Österreichern konnten wir auch in diesem schwierigen Pandemiejahr den Weg ins eigene Zuhause ebnen“, sagt Andreas Luschnig, der die Interhyp-Niederlassung in Österreich in Wien leitet. „Indem wir bei rund 50 Bankpartnern für beinahe jeden Kunden das optimale Finanzierungsprodukt finden, haben wir trotz Corona in einigen Monaten unser Finanzierungsvolumen gegenüber 2019 vehement steigern können.“ Wie die Auswertung der Angebote von rund 50 österreichischen Banken zeigt, liegen die Konditionen für zehnjährige Fixzinsdarlehen bei 30-jähriger Laufzeit und einem Kreditbetrag von 300.000 EUR im Mittel weiterhin bei 0,8 Prozent nominal (effektiv 1,1%), Bestzinssätze finden sich wie im November bei 0,6 Prozent (effektiv 0,9%).

Neben der Politik der Notenbank ist die Nachfrage nach Anleihen ein Grund für die niedrigen Immobilienzinsen: Investoren suchen laut Interhyp nach Sicherheit. Die Nachfrage nach österreichischen Staatsanleihen bleibe entsprechend hoch. Zwar haben die Renditen nach dem Durchbruch bei der Impfstoffforschung einen Sprung nach oben gemacht. Allerdings bröckelten sie in den vergangenen Wochen wieder und liegen derzeit bei rund minus 0,4 Prozent. Die Zinsen für Immobilienkredite orientieren sich an diesen Renditen und reagierten entsprechend mit kleinen Schwankungen, bewegen sich jedoch Anfang Dezember seitwärts. Mirjam Mohr: „Die Aussicht auf einen Impfstoff und Erfolge zur Überwindung der Pandemie werden zumindest kurzfristig einem weiteren Zinsabfall entgegenwirken und erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen langfristig leicht steigenden Trend.“

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