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MIPIM PropTech Europe – Technologieschub für Immobilien

In Paris gezeigte PropTechs bestechen mit reifen Lösungen sowie mehr Breite und mehr Tiefe im Angebot.



Robomanager

Assetmanagement ohne Brüche ins digitale Zeitalter zu holen, das verspricht „Proda.ai“ mittels automatisierter Datentransformation. Ausgehend vom Lebenszyklus technischer Anlagen, unterstützt „Accruent“ die Entscheidungsfindung. „Alhambra“ stellt hingegen das Mietermanagement in den Mittelpunkt und bietet Alarmfunktionen in Echtzeit. Den Arbeitsfluss verbessern wollen diese PropTechs alle. „eFront“ tut das über Leistungs- und Risikoauswertungen gegenüber anderen Assetklassen. „Tower360“ aus Deutschland ist eine webbasierte Schnittstellenlösung und wertet Kennzahlen über die Bewirtschaftung von Objekten aus, inklusive Benchmarking. Übersicht übers Portfolio auf allen Geräten, über Grenzen und Zuständigkeiten hinweg, soll das in Finnland gegründete „Assetti“ bieten.

Investieren und Blockchain

Ebenfalls aus Finnland kommend, versetzt „bitofproperty“ die vielen „kleinen Investoren“ in die Lage, via Blockchain in den Handel mit Bestandsimmobilien einzusteigen. Bei Bauprojekten wiederum ermöglicht „Walliance“ aus Italien erstmals der Crowd die Beteiligung an Projekten auch über Kontinente hinweg.

Energie greifbar

Bei „Hello Energy“ aus den Niederlanden stellt man bewusste Energieeinsparung in den Mittelpunkt. Bei großen Gebäudeeinheiten hänge es nämlich letztlich vom Verhalten der Nutzer ab, ob tatsächlich gespart wird. „Dabbel“ aus Deutschland misst über Sensoren nach und setzt lernende Systeme ein.

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Datengebäude

Den digitalen Türsteher gibt es mit dem berührungslosen Handscanning von „Idemia“, einer alteingesessenen Technologiefirma. „Bluebolt“ aus Polen ist ebenfalls Teil eines Konzerns und bietet digitale Zugangs- und Administratorenlösungen fürs Co-Working. Soft Facts in Daten umwandeln, das kann „Kandu“, ein universales Desktop-Gerät für Licht, Luft und Wärme sowie Lautstärke. Dieses Start-up gehört dem Weltkonzern Saint-Gobain.

Immobilienvertrieb 4.0

„Flatsy“ bietet in Frankreich Erstbesichtigungen über eine Art Outsourcing. Subagenten werden für Besichtigungen vermittelt, um damit Leerläufe für die Professionisten zu reduzieren. „Archisketch“ bringt Vermessungen und Visualisierungen per Handytool, und beides kann der Makler nun selbst durchführen. „Realko24“ aus Polen produziert Marketingleads per Matching mit Suchwünschen. Kurzzeitvermietung über Grenzen hinweg bietet „Plannr.eu“, als Teil eines One-Stop-Shops für Auswanderungswillige. „Apimo“ ist ein CRM für Makler der nächsten Generation mit „Kunden-Matching“ im Kern. Wem die friktionsfreie Wohnungsübergabe ein Anliegen ist, dem wird „mashroom“ gefallen. Das Portal bringt Nachmieter und Vormieter zusammen und präsentiert dies den Vermietern als komfortable Übergabelösung ohne eigentlichen Vermittler.

Digitale Räume

Zugangssysteme über die Cloud bietet zum Beispiel „Salto“. Elektronische Schlüssel mit Zutrittsverwaltung übers Netz sollen moderne Arbeitswelten implementieren helfen. Am Konsumenten nah dran ist „Sesame Technology“ mit dem Türöffner per Handy. Mit „Spaceti“ ist die Raumnutzung per Indoortracking analytisch erfasst.

Mieterservices

„Juumo“, ein belgischer Anbieter, ist dabei, die Hausverwaltung inklusive Vertragsabwicklung zu digitalisieren. „Askporter“ aus dem UK soll per Sprachassistent sogar wie ein Portier funktionieren, um damit eine Art digitales Facility-Management aufzuziehen. Mit dem Google-Konzern im Rücken gewann das PropTech in Paris die MIPIM PropTech Challenge. Den „Wohlfühlfaktor“ in Bürogebäuden zu heben, soll mit „Wisebuilding“ aus Frankreich gelingen. Ähnliches leistet „Monbuilding“ und zwar dank digitalem Helpdesk, schwarzem Brett oder integriertem Bezahlen online. Neue Co-Working-Flächen will man europaweit bei „Workero“ aus Belgien mit der passenden Community versorgen. Das absolut innovative Konzept konzentriert sich aufs Vernetzen potenzieller Co-Worker und verknüpft sie mit leeren Flächen in Bürogebäuden.


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Peter Matzanetz ist Raumplaner, Journalist und Entrepreneur. Seit fünfzehn Jahren arbeitet er für Branchenmedien in den Bereichen Bau, Architektur, Immobilien und Raum. Mit der Agentur branchenfrei at und dem zugehörigen Blogformat setzt er sich schon länger mit Themen zur Transformation der Stadt und Nachnutzung von Gebäuden auseinander. Vor fünf Jahren hat er gemeinsam mit dem Institut für Stadt- und Regionalforschung an der TU Wien begonnen, eine Ortesuchmaschine mit Lagescoring zu entwickeln. Mit Beginn 2020 wurde das Start-Up Place Qu ausgegründet, welches die Technologie als Schnittstellenlösung zur Integration anbietet.