Trotz dieser positiven touristischen Entwicklungen hinkt der Investmentmarkt noch etwas hinterher. Zwar stieg das Transaktionsvolumen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 an, es liegt jedoch weiterhin unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Die aktivsten Akteure waren neben opportunistischen Käufern vor allem Hotelbetreiber und Entwickler.
Ein Highlight des Jahres war die größte Einzeltransaktion, das Austria Trend Hotel Ananas, das mit 539 Zimmern erheblich zum Investmentvolumen von 190 Millionen Euro im ersten Halbjahr beitrug. Im zweiten Halbjahr wechselten Hotels im Wert von 160 Millionen Euro den Besitzer, was insgesamt ein Transaktionsvolumen von 350 Millionen Euro ergibt – etwa 25 % unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Der Großteil der Transaktionen entfiel auf Wien, aber auch in anderen Regionen wie Vorarlberg und der Steiermark gab es bedeutende Verkäufe.
Die Finanzierungslandschaft entspannte sich aufgrund des gesunkenen Leitzinses, und Hotels gelten wieder als attraktive Anlageklasse. Dennoch dauern Hoteltransaktionen im Vergleich zu vor dem Zinsanstieg im Jahr 2022 weiterhin länger. Die durchschnittliche Dauer von der Marktansprache bis zur Vertragsunterzeichnung beträgt meist über sechs Monate. Ausnahmen bestätigen die Regel: Christie & Co konnte 2024 zwei Transaktionen für institutionelle Investoren in etwa vier Monaten erfolgreich abschließen.
Zu den bedeutenden Transaktionen in Wien zählten neben dem Austria Trend Hotel Ananas auch das Courtyard by Marriott Vienna Messe Prater, das Moxy/Residence Inn Erdberg und das NH Wien City. Weitere bemerkenswerte Verkäufe waren das Night Inn in Feldkirch, das Mozart Vital Hotel nahe Serfaus-Fiss-Ladis und das Hotel Tauernblick in Schladming.
Manuel Strasser, Associate Director bei Christie & Co, kommentiert: „Die starke touristische Nachfrage in Kombination mit einer langsamen Entspannung in der Immobilienbranche sowie einer entspannteren Zinspolitik, gepaart mit der Attraktivität der Assetklasse Hotel, sind positive Vorzeichen für ein transaktionsreiches Jahr 2025.“
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