Digitalisierung & Nachhaltigkeit - Gegensatz oder Symbiose?

ÖGNI schließt Arbeitsgruppe ab

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Laut dem CRREM (Carbon Risk Real Estate Monitor) werden 40% des weltweiten Carbon Footprints durch Immobilien verursacht. Dennoch werden nur 1% der Gebäude jährlich hinsichtlich Energieeffizienz modernisiert. Aufgrund dessen steht die Immobilienwirtschaft in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vor einer zukunftsweisenden Herausforderung: Die Nachhaltigkeit muss in der Immobilienbranche weiter vorangetrieben werden und gleichzeitig ist die Digitalisierung zu operationalisieren, um die Verbesserungen greifbar zu machen und weiter zu steigern.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung – zwei Begriffe, die in der Gegenwart und in der Zukunft von Bedeutung sind. Beides brandaktuelle Themen, die unsere Gesellschaft prägen und uns alle betreffen. Warum besteht überhaupt ein Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung? Ist Digitalisierung automatisch nachhaltig? Wenn ja, wie definiert sich Nachhaltigkeit in Verbindung mit Digitalisierung?

Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) gründete im Sommer 2021 eine eigene Arbeitsgruppe, die sich der Notwendigkeit der Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung widmete. Dieser Einladung sind Experten und Expertinnen aus mehreren bekannten Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche gefolgt und beschäftigten sich mit Fragen wie: „Wie kann die Digitalisierung die nachhaltige Entwicklung und Nutzung, aber auch den Rückbau von Gebäuden unterstützen?“

Matthias Ortner, Equity Partner der Unternehmensberatung Advicum Consulting und CEO des Artificial Intelligence-Unternehmens eMentalist GmbH sowie Arbeitsgruppenleiter: „Ohne Digitalisierung keine Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit kann nur funktionieren, wenn sie messbar und greifbar ist und dafür braucht es eine Datendrehscheibe – also zentral verfügbare und verknüpfte digitale Daten. Und die fehlen teilweise zur Gänze. Der Fokus muss daher auf der Digitalisierung der Immobilie liegen. Es reicht nicht aus, nur ein wenig effizienter zu werden. Es braucht für eine nachhaltige Zukunft klare Strategien, um zum Game Changer zu werden.“

Nicht jede Form der Digitalisierung ist nachhaltig

Die technologische Weiterentwicklung ist ein essenzieller Baustein zur Erreichung einer Immobilienwirtschaft, die zirkulär ist, kontinuierlich ihren CO2-Fußabdruck senkt und verantwortlich mit den Ressourcen umgeht und somit zur Erreichung der Klimaziele einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Allerdings ist nicht jede Form der Digitalisierung nachhaltig.

In der Arbeitsgruppe wurde u.a. erarbeitet, welche Daten welcher Akteur braucht bzw. schon hat, wie ein Datenaustausch zwischen zwei Akteuren erfolgen kann, und welche „Spielregeln“ notwendig sind, damit ein Data Sharing reibungslos funktionieren kann.

„Die Verfügbarkeit von Daten, vor allem wenn sie analysiert sind und Handlungsempfehlungen generieren, ist für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit essenziell. Zertifizierungen, EU-Taxonomie-Berichte, ESG benötigen digitalisierte Daten, um beweisbar und effizient erstellbar zu sein, die Handlungsempfehlungen helfen uns, besser zu werden.“, so ÖGNI Geschäftsführer Peter Engert.

Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe wurden in Form eines Positionspapiers dieser Tage veröffentlicht, welches Ihnen ab sofort auf der ÖGNI Website (www.ogni.at) unter Medien-Publikationen zum Download zur Verfügung steht.

Über die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI)

Die ÖGNI, Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft, ist eine NGO (Nichtregierungsorganisation) zur Etablierung der Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche. Im Mittelpunkt der Arbeit der ÖGNI steht die Zertifizierung von nachhaltigen Gebäuden und Quartieren nach dem europäischen Qualitätszertifikat DGNB. Ziel der ÖGNI ist es, den Mehrwert von Gebäudezertifizierungen aufzuzeigen, um umwelt- und ressourcenschonende Gebäude mit hoher wirtschaftlicher und sozialer Effizienz zu schaffen, die über Generationen hinweg flexibel nutzbar sind und sich positiv auf das Wohlbefinden der Nutzer auswirken. Die ÖGNI wurde 2009 gegründet und ist Kooperationspartner der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), deren Zertifizierungssystem übernommen, an Österreich adaptiert wurde und seither stetig weiterentwickelt wird. Die ÖGNI ist als einziges österreichisches Council ein „established member“ des WorldGBC (World Green Building Councils) und bestrebt, das europäische Qualitätszertifikat der DGNB auf internationaler Ebene zu stärken.

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