--}}
 

Tomasz Dukala im Interview – Strategische Schwerpunkte

Im Februar 2019 kaufte EPH European Property Holdings das QBC 4, im Dezember 2020 dann die Gebäude QBC 1, 2 und 7. Verwaltungsratsmitglied Tomasz Dukala über seine Einschätzung des Markts und die weiteren Schritte des Unternehmens. EPH European Property hat derzeit 13 Immobilien im Wert von 1,5 Milliarden Euro im Portfolio.

© (c) ZOOMVP.AT

Im Dezember 2020, also mitten in der Pandemie, hat EPH European Property Holdings in Wien drei Projekte erworben.

Tomasz Dukala: QBC 1 und 2 in Wien sind das größte Office-Ensemble in unserem Portfolio, und die Entscheidung zu kaufen war absolut richtig. Die Verkäufer UBM und S IMMO waren letztendlich auch für die Vermietung verantwortlich, und wir sind mit der Performance unserer Projekte sehr zufrieden.

Das gesamte Areal rund um den Hauptbahnhof hat sich in den letzten Jahren zu einem interessanten und für unsere Mieter attraktiven Stadtteil entwickelt.

Bleibt Wien für Sie weiterhin ein Investmentmarkt?

Tomasz Dukala: Wien ist für uns ein Schlüsselmarkt. Wir werden daher auch weiterhin in Wien nach Investitionsmöglichkeiten suchen. Insgesamt hat Wien von einer sehr ausgewogenen Entwicklung profitiert. Wir haben 2019 und 2020 im großen Stil gekauft, und 2021 haben wir die Projekte in unser Portfolio integriert. 2022 suchen wir wieder weiter.

Wir sind gespannt, wie sich der Markt angesichts der aktuellen Situation entwickelt, auch mit den erwarteten Veränderungen der Präferenzen verschiedener Büromieter.

Welche Veränderungen nehmen Sie wahr?

Tomasz Dukala: Wir beobachten derzeit eine große Debatte darüber, wie sich Büroflächen und Bürohäuser in den kommenden Jahren verändern werden. Bei unseren Projekten in Wien haben wir bis jetzt keine negativen Erfahrungen gemacht. Wir sehen aber, dass sich die Strukturen wandeln. Das Homeoffice wird bestehen bleiben, aber ebenso der Wunsch der Mitarbeiter, im Büro zu arbeiten. Es werden sich allerdings, und davon gehen wir aus, die Flächen innerhalb der Büros ändern. Es wird mehr Lounge-Möglichkeiten geben, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zeit mit den Kollegen verbringen können – und diese Zeit wird genauso zur Arbeit gehören.

Was die Mietverträge betrifft, so sehen wir auf den Märkten in Deutschland und Österreich, dass sich die Mietdauer verkürzt. Früher waren die Laufzeiten bei sieben bis zehn Jahren, jetzt sind es zunehmend drei oder fünf Jahre. Die Unternehmen wollen und müssen in dieser Zeit flexibel bleiben, das bemerken wir vor allem bei kleineren Unternehmen. Größere Firmen, die europaweit agieren, schließen in vielen Fällen Verträge bis oder über fünf Jahre ab.

Worin sehen Sie derzeit die größte Unsicherheit?

Tomasz Dukala: Worauf wir im Augenblick sehr achten, ist die Entwicklung der Inflation. Normalerweise ist diese im Mietvertrag indexiert, aber wenn sie längerfristig höher bleibt, dann müssen wir darauf vorbereitet sein.

Es gibt Mieter, die die steigende Inflation an den Verbraucher weitergeben können, aber wenn die Inflation längerfristig hoch bleibt, könnte sich das vor allem auf die Finanzierungsraten ungünstig auswirken. Diese Erfahrung haben wir vor einiger Zeit in Russland gemacht, wobei es uns gelungen ist, mit den Mietern Lösungen zu finden.

Bislang ist die Inflation jedoch noch recht moderat, und wir sehen keine großen Risiken. Angesichts der guten Lagen und der Qualität unserer Projekte sind wir sicher, dass die Mieter gut aufgestellt sind, um diese Situation zu bewältigen.

Sie haben 2020 auch zwei Hotels in Dresden und Berlin gekauft.

Tomasz Dukala: Unser strategischer Hauptschwerpunkt ist die Nutzungsklasse Büro, aber wir denken, dass Hotels unser Portfolio sehr gut ergänzen. Bürogebäude in einer hohen Qualität, wie wir sie kaufen, sind irgendwann sehr teuer geworden. Daher haben wir uns nach einer zusätzlichen Anlageklasse umgesehen, in der es Qualitätsprodukte samt Mietern mit stabilen Vertragsklauseln und langfristigen Mietverträgen gibt. Das Hotel in Dresden hat trotz der Pandemie weiterhin eine relativ gute Belegungsrate, da sich der Reiseverkehr in Deutschland auf den Inlandstourismus verlagert, aber die Pandemie war ein Weckruf für das Gastgewerbe, und der Markt wird sich ändern. Wien könnte jedoch ein interessanterer Markt sein als vor der Pandemie.

Meinen Sie, dass die Mietverträge in Zukunft den Wert einer Immobilie noch stärker bestimmen werden?

Tomasz Dukala: Ja. Bei Immobilien öffnet sich die Preisschere zwischen guten und durchschnittlichen Produkten immer weiter, und für uns geht es neben den ESG-Merkmalen der Gebäude ganz klar auch um die Qualität der Mieter, einschließlich deren Bonität. Die Qualität der Mietverträge wird den Wert eines Gebäudes in Zukunft noch stärker bestimmen als bisher. Da wir unsere Immobilien im Portfolio halten und nicht kurzfristig weiterverkaufen, sind die passenden Mieter für uns der Schlüssel zum langfristigen Erfolg.

17.06.2024

Geschrieben von Nutzern

Urban Climate Architect Training interaktiv zum online streamen

Um den Auswirkungen des Klimawandels entgegen zu wirken braucht es eine gesamtheitliche Klimasicherung mit Klimaschutz und einer effizienten Klimawandelanpassung. Dies benötigt neben Know-How und Tools vor allem auch Planer:innen, welche die Maßnahmen wirkungsvoll in der Praxis umsetzen. Dafür bietet das Wiener ClimateTech greenpass die Ausbildung zum Urban Climate Architect (UCA) nun als Video-on-Demand Training an, um das erforderliche Know-How allgemein verfügbar zu machen.

17.06.2024

Geschrieben von Nutzern

EKZ-Mieterbefragung: Hofer statt Lidl, Interspar anstelle von Billa Plus

Seit nun 12 Jahren befragt die Wiesbadener Wirtschaftsberatung ecostra die Mieter der österreichischen Shoppingcenter und Retail Parks zur wirtschaftlichen Situation ihrer Stores und zu verschiedenen weiteren handelsbezogenen Themen. Die Ergebnisse finden sich dann in einem Standortranking der erfolgreichen und der weniger erfolgreichen Center: dem Shoppingcenter Performance Report Österreich (SCPROE).

Geschrieben von:

Chefredakteur bei

Immobilien Redaktion
Interview-Partner:

Tomasz Dukala

Director EPH European Property Holdings

Dieser Inhalt:
  • Erschienen am:
    20.01.2022
  • um:
    07:00
  • Lesezeit:
    4 min
  • Aufrufe:
              
  • Bewertungen und Kommentare:
    0
  • Jetzt bewerten

Werbung

Kategorie: Inland

Artikel:763

Die vielfältigen Inhalte unser Artikel und Videos befassen sich mit der Immobilienmarktentwicklung in Österreich und geben gemeinsam mit den relevanten Branchennews einen aktuellen Überblick. Allerdings werfen wir auch einen Blick in die Zukunft der einzelnen Assets. 
Mit diesem Blick in die Zukunft garantieren wir allen Lesern und Leserinnen, bei den entscheidenden Entwicklungen vorne dabei zu sein. Wir denken oft schon über Themen nach, die andere noch gar nicht als solche erkannt haben und greifen Entwicklungen auf, bevor sie sich am Markt etabliert haben.

Newsletter Abonnieren

Abonieren Sie unseren täglichen Newsletter und verpassen Sie keine unserer redaktionellen Inhalte, Pressemeldungen, Livestreams und Videos mehr.

Bitte geben Sie Ihren Vor- und Nachnamen ein, es sind exakt 2 Worte beginnend mit Großbuchstaben erlaubt.

Vielen Dank! Ihre Daten wurden gespeichert. Damit Ihre Anmeldung gültig wird klicken Sie bitte den Link in dem Bestätigungsmail das wir Ihnen gesendet haben.

Werbung

Das Immobilien-Redaktion Unternehmen der Woche 24/2024

Wir Gratulieren Digital Findet Stadt GmbH zu erreichten 189 Punkten!

Digital Findet Stadt GmbH

Prinz-Eugen-Straße 18, 1040 Wien

Digital Findet Stadt ist Österreichs größte Plattform für digitale Innovationen in der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Hiring Profil News

Platz 2

Immobilienring Österreich

Stubenring 20, 1010 Wien

Die Mitgliedsbetriebe des Immobilienring Österreich sind selbstständige Unternehmen, die sich als Verein konstituiert haben und österreichweit zusammenarbeiten. Um dem Immobilienring Österreich beizutreten, müssen Makler mindestens fünf Jahre am Markt tätig sein, über einen fixen Bürostandort mit professioneller Bürostruktur verfügen, eine Maklerkonzession besitzen sowie eine Haftpflichtversicherung gegen Vermögensschäden und natürlich dem Maklerehrenkodex verpflichtet sein. Sie arbeiten unter einer gemeinsamen Auffassung des Qualitätsanspruches sowie der Verantwortung gegenüber ihren Klienten. Weitere Infos unter: www.ir.at

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News

Platz 3

s REAL

Landstraßer Hauptstraße 60, 1030 Wien

Die s REAL ist spezialisiert auf umfassende Immobilienunterstützung. Als Tochterunternehmen der Erste Bank und Sparkassen stehen wir für Sicherheit, Seriosität und erstklassigen Service.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News