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Virus & Wohnen – Mensch und Computer rücken enger zusammen

Die Corona-Krise wird die Zugangsweise zu technischen Applikationen bei der Vermittlung von Wohnimmobilien verändern. Davon ist Michael Mack, Geschäftsführer von Immonow Services und Mitglied der Geschäftsführung bei Raiffeisen Immobilien NÖ/W/Bgld, überzeugt.

Wie schätzen Sie die aktuelle Situation ein?

Mack: Von den Problemen, die wir derzeit haben, sind der Einzelhandel und die Gastronomie noch stärker betroffen als der Dienstleistungsbereich. Was ich aber in den letzten Wochen und vor allem Tagen gelernt habe, ist, dass solche Einschränkungen des klassischen Betriebs innerhalb kürzester Zeit zu situationsbedingten Analysen führen müssen. Man muss in kürzester Zeit reagieren, um aus der ganzen Geschichte gut herauszukommen und womöglich auch gestärkt.

Ich bin sehr froh, dass wir schon vor langer Zeit die Entscheidung getroffen haben, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mobilen Geräten auszustatten. Daher können wir die Einschränkungen ganz gut abfangen. Eine dezentrale Organisation, wie wir sie haben, macht sich jetzt bezahlt.

Sollte also ein Krankheitsfall in der Zentrale auftreten, ist nicht das komplette Unternehmen lahmgelegt.

Welche Auswirkungen gibt es?

Mack: Es trifft uns natürlich, da unsere Maklerinnen und Makler prinzipiell sehr viel persönlichen Kontakt haben und dieser auf ein Minimum reduziert wurde. Die Besichtigungsanfragen gehen massiv zurück, und wenn das soziale Leben per Verordnung auf ein Minimum reduziert wird, dann wird es sehr schwierig.

Wir müssen uns jetzt eben mit den aktuellen Themen beschäftigen, aber wenn der Peak überstanden ist, werden die Menschen über das Erlebte noch einmal nachdenken. Dann wird man feststellen, dass etwas unternommen werden muss. Ich denke, dass die aktuelle Situation wirklich nachhaltig zu Veränderungen führen wird, die mit den digitalen Themenstellungen zusammenhängen.

Sie meinten, man kann gestärkt aus dieser Situation hervorgehen.

Mack: Ja, wir haben ja bereits sehr dezentrale Modelle, und zugleich werden die technischen Lösungen jetzt wieder in den Vordergrund treten, in denen versucht wird, den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren. Ich glaube, dass die virtuelle Besichtigung von Wohnungen schneller vorangetrieben werden soll. Es gibt viele technische Entwicklungen, denen bis dato zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Wäre das so schnell umsetzbar?

Mack: Es sind mit der Digitalisierung und der Umstellung von Prozessen natürlich Hürden und Aufgaben verbunden, und es gibt so viele gute Unternehmen, die schon sehr viel Erfahrung mitbringen. Man muss es nur angehen und die neuen Technologien umsetzen. Jetzt wäre ein günstiger Zeitpunkt. Ich würde mich freuen, wenn wir mehr 360-Grad-Touren online hätten, denn diese sind ein probates Mittel, um die Immobilie in einer ersten Stufe zu präsentieren.

Ihre Conclusio?

Mack: Ohne Menschen wird es definitiv nicht gehen. Ich bin überzeugt, dass sich das hybride Modell durchsetzen wird. Die Kunden brauchen Betreuung, und der persönliche Kontakt ist nicht zu ersetzen.

Aber es gibt so viele administrative Tätigkeiten, betreffend E-Mails oder Dokumentenverwaltung, die oft die zweifache bis dreifache Arbeitszeit in Anspruch nehmen, weil sie nicht digitalisiert sind. Das sind Aufgaben, die nicht das Kerngeschäft betreffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen akquirieren und verkaufen, aber der Rest muss digital funktionieren. Einmal eingegeben, werden die entsprechenden Informationen richtig abgelegt.

Kurz und gut: Die fortschreitende Digitalisierung wird den Arbeitsalltag leichter machen, aber ohne die Mitarbeiter geht es nicht. Die Zusammenarbeit von Mensch und Computer ist unerlässlich.

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Geschrieben von:

Chefredakteur bei

Immobilien Redaktion
Interview-Partner:

Michael Mack

Geschäftsführer immonow

Dieser Inhalt:
  • Erschienen am:
    18.03.2020
  • um:
    07:17
  • Lesezeit:
    3 min
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