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Sind tokenisierte Immobilien ihren Hype wert?

Auch wenn die Tokenisierung von Immobilien als Hype erscheint, der Trend wird sich langfristig durchsetzen.

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Die Möglichkeiten der Blockchain sind weitreichend und oftmals auch vielversprechend. Deshalb wirkt auch eine Tokenisierung von Immobilien grundsätzlich chancenreich – Anleger können Token eines Bauprojekts erwerben, wobei ihnen bestimmte Rechte – etwa der Bezug einer Rendite – zustehen. Bei dieser Vorgehensweise werden Immobilienprojekte nicht nur digitalisiert, sondern zugleich auch bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt. Doch was genau ist eine Immobilien-Tokenisierung, welche Chancen, aber auch Risiken gibt es? Andreas Belocerkov ist Unternehmer und Profi-Investor. Er erläutert den Trend der tokenisierten Immobilien.

Was sind tokenisierte Immobilien?

Die Tokenisierung von Immobilien findet auf der Blockchain statt. In ihrer Funktionalität ähneln Token dabei Aktien – Anleger können eine bestimmte Anzahl an Token erwerben und somit in Immobilien- und Bauprojekte investieren. Ein Token repräsentiert dabei einen Vermögenswert. Ist er an sogenannte Smart Contracts geknüpft, stehen den Token-Käufern mit ihrem Investment gewisse Rechte zu. Eine Immobilie wird also tokenisiert, wenn kleine Anteile per Token auf der Blockchain zu erwerben sind, bezahlt wird in Kryptowährungen.

Keine bürokratischen Hürden

Die Tokenisierung von Immobilien bringt dabei einige Vorteile mit sich. Der Prozess einer klassischen Bauprojekt-Finanzierung ist meist langwierig und von bürokratischen Hürden geprägt. Werden jedoch Token als Finanzierungsmethode herangezogen, kann dieser Prozess deutlich verkürzt und vereinfacht werden. Die Umsetzung einer solchen Tokenisierung erfolgt meist schnell und unbürokratisch, Token können einfach zum Verkauf angeboten werden.

Die Vorteile für Investoren

Insbesondere in Zeiten der Wohnungsknappheit und von steigenden Immobilienpreisen erscheinen Immobilien nach wie vor als eine rentable Investmentmöglichkeit. Durch Immobilien-Token wird solch ein Investment nun auf ein anderes Level gehoben. Denn Anleger können bereits ab kleinen Beträgen, meist beginnend bei wenigen Hundert Euros, Token erwerben. Wenn sie nicht nur in ein einziges Immobilienprojekt investieren, sondern Token unterschiedlicher Objekte und Projekte erwerben, streut sich auch ihr Investmentrisiko. Je breiter das Portfolio gefächert ist, desto geringer ist das Risiko eines Totalausfalls.

Die Vorteile für die Immobilienbranche

Eine Tokenisierung von Immobilien kann durchaus Bauprojekte beschleunigen und bietet eine unbürokratische Finanzierungsmöglichkeit. Sie bildet eine neue Finanzierungsquelle für Bauträger und Immobilienunternehmen, die in Kombination mit anderen Finanzierungen Bestandteil eines vielversprechenden Finanzierungsmix werden kann. Zudem schafft sie die Chance, Immobilienprojekte endlich zu digitalisieren und damit eine zeitgemäße Investition zu bieten.

Fehlende Regulierung sorgt für Probleme

Doch so chancenreich tokenisierte Immobilien auch erscheinen mögen, sie können auch Gefahren bergen. Denn durch einen Tokenkauf erhalten Investoren EU-weit derzeit lediglich gewisse Rechte, keine wahren Anteile an der Immobilie. Solch ein Recht kann sich beispielweise in einer Beteiligung bei Mieteinnahmen oder einer gewissen Beteiligung bei einer Wertsteigerung äußern, doch ein Anspruch auf die Immobilie oder ein Anteil daran steht Anlegern damit eben meist nicht zu. Nicht vorhandene Regulierungen führen dazu, dass die Absicherungen von Investoren manchmal fragwürdig erscheinen. Wer für welche Schäden und in welchem Ausmaß haftet, ist zum Beispiel ein Aspekt, der durch die Tokenisierung nicht flächendeckend geregelt ist. Zumal es sich bei Token, mit denen eine gewisse Gewinnbeteiligung einhergeht, um sogenannte Security-Token handelt. Solche Security-Token unterliegen strengen Auflagen und müssen von einer Finanzbehörde genehmigt werden. Die Realisierung einer Tokenisierung von Immobilien als Security-Token ist also ein Prozess, der nicht gänzlich ohne Behörden funktioniert, in der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Umsetzung dennoch vergleichsweise einfach ist.

Tokenisierung nicht nur für Immobilien

Die Tokenisierung darf zudem nicht bei Immobilien enden. Denn findet diese auch auf der Blockchain statt, so sind andere Bereiche noch lange nicht tokenisiert. So können Steuern, welche sich aus den Renditen der Investitionen ergeben, nicht auf der Blockchain in Form von Kryptowährungen an das Finanzamt abgeführt werden, hierfür bedarf es weiterhin des normalen, bürokratischen Wegs. Damit bei der Tokenisierung von Immobilien also das volle Potenzial ausgeschöpft werden kann, müssen weitere Branchen und Bereiche tokenisiert werden.

Fazit: Sind Immobilientoken ihren Hype wert?

Während man noch vor einigen Jahren davon ausging, dass der Bitcoin nur ein Spielzeug für Nerds sei, ärgern sich nun viele Branchen über ihr Versäumnis. Schließlich haben Unternehmen stets ein großes Interesse, frühzeitig und rechtzeitig auf Trends aufzuspringen und Hypes zu nutzen. Als ein solcher Hype erscheint nun auch die Tokenisierung von Immobilien. Da sie Investoren und Immobilienunternehmen enorm viel Potenzial bietet, ist wohl davon auszugehen, dass sich der Trend auch langfristig durchsetzen wird. Denn eine Modernisierung und Digitalisierung der Immobilienbranche ist etwas, das ebendieser definitiv nicht schaden wird.

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Geschrieben von:

Andreas Belocerkov

Andreas Belocerkov ist erfolgreicher Unternehmer und Investor. In den letzten zehn Jahren gründete er diverse Unternehmen und führte diese zu Millionenumsätzen. Privat hat er seinen Wohnsitz in Barcelona und steckt hinter der Entwicklung der – zum Teil – größten Personenmarken im europäischen Raum.

Dieser Inhalt:
  • Erschienen am:
    09.03.2022
  • um:
    07:00
  • Lesezeit:
    4 min
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Kategorie: Trends

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