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Rund um den Globus

vor 10 Jahren

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Die Lage der Einkaufs-Malls in den USA wird immer prekärer, und das trifft, wenngleich aus anderen Gründen, auch auf Hongkong zu. Langsam hält der Umweltgedanke im Wohnbau auch in den USA Einzug. Jetzt ist der erste „grüne“ Stadtteil in Planung, und der gleich in einer Dimension, wie man das eben aus Amerika gewohnt ist. Ähnliche Stadtteile sollen auch in Europa entstehen, aber nicht in die Breite, sondern in die Höhe wachsen.

Das Ende der Malls

Wir haben schon einige Male in der Immobilien-Redaktion über diese Entwicklung berichtet, sie lässt sich nicht mehr aufhalten. Hier die nächste Bestätigung: Die veränderten Anforderungen an den Einzelhandel bedeuten das Ende der klassischen Malls und Einkaufszentren in den USA. Der Einzelhandel kehrt in die Innenstädte zurück, selbst Online-Händler gehen mit ihrer Multi-Channel-Strategie dazu über, stationäre Geschäfte in den Städten zu eröffnen. Die Folge: In den USA verzeichnen bereits mehr als 15 % der Malls einen Leerstand von 10 bis 40 %, weil die Kunden immer mehr Individualität suchen. 40 % Leerstand sind – wie jeder Profi weiß – bei einem Einkaufszentrum nur mit einem Kraftakt zu verändern und lassen eigentlich bereits auf das Ende eines Shopping-Tempels schließen. Was aber wirklich zu denken gibt ist, dass die Entwicklung nicht linear verläuft, sondern in den letzten Monaten immer mehr zugenommen hat.

In Hongkong ist die Situation ähnlich: In der Stadt haben viele große Gebäude eine Shopping-Mall und die Geschäfte stehen zum größten Teil leer – der Grund ist jedoch ein anderer als in den USA: Auch die großen Einzelhändler können sich die teuren Mieten in Hong Kong nicht mehr leisten.

Verzicht auf Wohnfläche

Nicht nur in Österreich oder in Deutschland, in ganz Europa zeigt sich ein ähnlicher Trend: In allen Metropolen, in denen die Quadratmeterpreise für Immobilien gestiegen sind, hat das Einkommen diese Entwicklung nicht direkt proportional mitgemacht. Die Käufer versuchen daher die gestiegenen Quadratmeterpreise zu kompensieren, und das geschieht über die Wohnungsgröße oder durch das Ausweichen auf nicht so gefragte Gegenden. Bauträger mit neuen Konzepten sehen diese Entwicklung als große Chance.

Immer mehr Gebäude sind „grün“

Laut der JLL-Studie Certification and Sustainability Radar gibt es in Deutschland immer mehr Büroimmobilien, die nach unterschiedlichen Nachhaltigkeitskriterien zertifiziert sind. Wie die IMMOBILIEN-ZEITUNG berichtet, sind bei unserem Nachbarn inzwischen 6 % oder 5,4 Millionen Quadratmeter der gesamten Bürofläche mit einem Zertifikat ausgestattet. Eine besonders starke Wachstumsrate verzeichne in dieser Hinsicht Berlin. Die Hauptstadt liege mit einem Anteil von 5,1 % bereits auf dem dritten Platz hinter Frankfurt und Düsseldorf. Bei diesen Zahlen darf aber eines nicht vergessen werden: Die Mehrheit der bestehenden Büroflächen ist eben nicht zertifiziert. Für viele Experten liegt in der Sanierung und Renovierung die Zukunft für Innovationen.

Erster energieneutraler Stadtteil in den USA

Das Großprojekt Whisper Valley östlich der US-amerikanischen Stadt Austin in Texas ist ein ganz besonderes, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Nahe der aufstrebenden Metropole entsteht ein ganzer Null-Energie-Stadtteil mit 7.500 Ein- und Mehrfamilienhäusern, Büros und Läden sowie Grünflächen auf einer 9 km2 großen Fläche. Bis vor kurzem haben solche Konzepte mit Niedrigenergie- und Passivhäusern in den USA keine Rolle gespielt, aber das Umweltbewusstsein beginnt sich im Land mit dem größten Energieverbrauch zu verändern. Technisch soll der Null-Energie-Standard durch eine Kombination von Geothermie und Solarenergie erreicht werden. Zwei Milliarden Dollar sind für das Projekt vorgesehen, und die Initiatoren hoffen, dass es genügend Interessenten an den Häusern gibt. Das Startkapital ist mit 200 Millionen Dollar relativ hoch und stammt aus einem Fonds, an dem sich vor allem hochvermögende private Investoren aus Deutschland beteiligen. In Europa wäre so ein Projekt auf Grund des hohen Flächenbedarfs kaum umsetzbar. Die Initiatoren meinen: „Theoretisch funktioniert das Konzept zwar auch in kleinerem Maßstab, die Häuser wären dann aber erheblich teurer.“

Vertikale Städte

Die Städte verändern sich, und in Europa gibt es immer mehr Konzepte für Hochhäuser, in denen gelebt, gearbeitet und eingekauft werden kann. Solche sogenannten Vertical Villages vereinen Gastronomie, Handel, Beruf und Wohnungen in einem Gebäude. Experten vermuten, dass sich mit dieser Form der Immobilien hohe Renditen erzielen lassen. Die Nachfrage an Wohnraum in den Städten wird immer größer, dazu kommt, dass bei solchen Objekten die Ertragsaussichten stabiler sind als bei reinen Wohn- oder Gewerbeimmobilien. Schließlich könnten die Mietverträge einen eventuellen Ausfall von Pachten für Gewerbeflächen abfedern, oder umgekehrt. So weit die Theorie.

Ob die Menschen tatsächlich in einem solchen Umfeld wohnen wollen, das wird die Praxis zeigen. Das erste Vertical Village in Deutschland soll 2018 in Berlin öffnen.

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