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Mit der Seilbahn durch die Stadt

Eine Seilbahn wird prinzipiell immer mit den Bergen verbunden, aber es gibt sie auch in der Stadt– wie zum Beispiel in Rio de Janeiro, Hongkong oder New York City. Um nicht mühsam zu Fuß oder mit dem Auto auf den Gipfel zu gelangen, geht’s in den Metropolen mit Seilbahnen, die auch als öffentliche Verkehrsmittel benützt werden, hinauf zu den Aussichtsplattformen. Auch in Wien reißen die Diskussionen um eine Seilbahn auf den Kahlenberg nicht ab.
In einigen Städten haben die Seilbahnen auch noch eine ganz andere Funktion.

„The Tram“ in der Stadt, die niemals schläft

New York ist für viele Attraktionen bekannt, wobei auch die 945 Meter lange Seilbahn, die Manhattan mit Roosevelt Island verbindet, nicht vergessen werden darf. Die älteste urbane Luftseilbahn Nordamerikas dient heute dem öffentlichen Personalverkehr und sollte eigentlich nur ein Provisorium sein. Denn nach dem Beschluss, eine U-Bahn-Strecke unter dem East River zu bauen und damit die Insel besser an Manhattan anzubinden, stellte man zwar im Laufe der Zeit immer mehr Wohngebäude fertig, aber der Bau der U-Bahn verzögerte sich weiterhin. Um Welfare Island, das ursprünglich Straf- und Krankenanstalten beherbergte, dennoch so schnell wie möglich für den öffentlichen Personenverkehr zu erschließen, wurde 1976 die Seilbahn „Roosevelt Island Tramway“ eröffnet. Am 29. Oktober 1989 war es dann endlich so weit und die U-Bahn konnte in Betrieb genommen werden. Allerdings war die Luftseilbahn bis dahin viel zu populär geworden, um sie stillzulegen, und wurde schlussendlich primär als Touristenattraktion beibehalten.

Rios Granitfelsen direkt aus dem Meer

Wer kennt sie nicht, die Christusstatue auf dem Zuckerhut in Rio de Janeiro? Auf den direkt aus dem Meer ragenden Granitfelsen geht es nur mit einer Pendelbahn– zuerst zu der 226 Meter hoch gelegenen ersten Bergstation, wo sich ein Theater mit aufschiebbarem Dach, eine Discothek, Restaurants und ein Helipad befinden. Zwei weitere Pendelbahnen befördern die Fahrgäste dann auf den 395 Meter hohen Zuckerhut, wo es aufgrund der exponierten Lage nur einige Aussichtsplattformen und Kioske gibt. Bereits bei der Fahrt auf den Gipfel kann die Aussicht vom Atlantik über die Buchten und Hügel von Rio bis zur Copacabana genossen und die Metropole von oben erkundet werden. Eine weitere neue Seilbahn hat allerdings für die Bewohner von Rio einen enormen Vorteil. Die Seilbahn, die sechs der zwölf berüchtigten Favelas durchquert und sie miteinander verbindet, ist das sichtbarste Zeichen dafür, dass sich die Sicherheit in dem Labyrinth der Armensiedlungen verbessert hat. Mehr als 100 Millionen Euro hat sie gekostet und vielen Favelas-Bewohnern erst die Möglichkeit gegeben, einer regulären Arbeit nachzugehen. Bis dahin dauerte der Weg nach Rio zu Fuß oft eine Stunde– jetzt dauert die Fahrt für umgerechnet 40 Cent lediglich 15 Minuten. Vorbild für diese Seilbahnen ist ein Projekt in Kolumbien. Dort hatte man in der Stadt Medellin eine Seilbahn in ein Elendsviertel hinaufgeführt, was den überraschenden Nebeneffekt hatte, dass die durchschnittliche Kriminalität der Stadt innerhalb kurzer Zeit bereits auf 60% absank. Durch Seilbahnen verlieren solche Stadtteile ihre abgeschnittene Lage und der Menschenstrom in und aus dem Stadtteil wird größer.

Glamourös auf das Ngong Ping Plateau von Hongkong

Der an der Zufahrt zum Flughafen Hongkong Chek Lap Kok gelegene Tung Chung Terminal der örtlichen Seilbahn befördert die Gäste auf das Ngong Ping Plateau, auf dem sich unter anderem der (auch Big Buddha genannte) Tian Tan Buddha und das Kloster Po Lin befinden. Auf der 25 Minuten dauernden Fahrt kann die Tung Chung Bay und der bergige Naturpark im Zentrum von Lantau Island bewundert werden. Der Bau der Anlage wurde 2004 begonnen und dauerte aufgrund erheblicher Schwierigkeiten– häufige Regenfälle und Stürme, lang andauernder Nebel und extrem hohe Luftfeuchtigkeit– ganze zwei Jahre. Ziel war es, Lantau Island, das bis in die 90er-Jahre noch weitgehend unerschlossen war, an die Straßenverbindung Hongkongs anzubinden und die Touristenströme auf das Plateau zu bewältigen. Um die spektakuläre Aussicht auf Hongkong noch besser zu ermöglichen, wurden Crystal Cabins angekauft, deren Anzahl aufgrund der steigenden Nachfrage schließlich auf 36 Stück erhöht wurde– diese Kabinen punkten mit einem Glasfußboden und versprechen einzigartige Eindrücke von der Metropole. Außerdem gibt es eine mit Swarovski-Steinen verzierte Luxuskabine mit Samtsofas und Bartisch für besondere Anlässe.

Auf den Kahlenberg

Nicht ganz so glamourös ist die Seilbahn auf den Wiener Kahlenberg gedacht, die touristisch und verkehrstechnisch aber trotzdem ein Highlight für Wien darstellen könnte. Was viele dabei nicht wissen: Es gab bereits einmal eine Bahn, die den Hausberg mit der Talstation verbunden hat; diese ehemalige Zahnradbahn wurde 1873 im Zuge der Wiener Weltausstellung in Betrieb genommen und beförderte in den ersten Betriebsmonaten bereits 300.000 Passagiere. Allerdings brachte der Erste Weltkrieg wirtschaftliche Schwierigkeiten für die Zahnradbahn mit sich, weshalb der Betrieb 1922 eingestellt wurde. Seitdem fährt die Buslinie 38A auf den 484 Meter hohen Kahlenberg, wo unter anderem ein Restaurant, ein Hotel und die Tourismus-Privatuniversität Modul University Vienna angesiedelt sind. Das Erholungsgebiet ist bekannt für seine zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten, wodurch die Vorteile einer Seilbahn– z. B. die hohe Beförderungskapazität oder der unkomplizierte Transport von Fahrrädern– sicherlich im wahrsten Sinne des Wortes „tragbare“ Argumente sind, um den Kahlenberg attraktiv zu halten. Daher flammt die Diskussion über eine Seilbahn auch immer wieder auf.

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Geschrieben von:

Alexandra Koch

Interview-Partner:
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  • Erschienen am:
    13.09.2012
  • um:
    09:06
  • Lesezeit:
    4 min
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