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Digitalisierungshype und seine Auswirkungen

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In der heutigen Zeit befinden wir uns in einer Phase des Digitalisierungshypes. Hypes sind jedoch oft von Natur aus flüchtig. Sie steigen steil an, erreichen einen Höhepunkt und fallen dann wieder zurück, um sich schließlich auf einem Niveau einzupendeln, das für den Einsatz digitaler Produkte und Künstlicher Intelligenz (KI) sinnvoll ist.

Die aktuelle Phase der Digitalisierung

Die Frage, die sich viele stellen, ist, ob wir bereits in dieser Phase angekommen sind oder ob wir uns noch im „Wir-wollen-alles-digitalisieren“-Hype befinden. Markus Raunig von Startups Austria sieht uns bereits im Abflachen des dritten Hypes, insbesondere in der Start-up-Szene. Diese Beobachtung ist nicht unbegründet, denn es zeigt sich ein ständiges Auf und Ab in der Branche. Wenn man die Entwicklungen jedoch etwas glättet, erkennt man ein stetiges Wachstum, das sich über die Zeit entfaltet.

Herausforderungen und Chancen für Start-ups

Aktuell gibt es jedoch auch externe Faktoren, die das Gründungsklima beeinflussen. Die gegenwärtige Zinslandschaft stellt für viele Menschen eine Hürde dar, die ihre Neigung zur Gründung von Unternehmen dämpft. Es wird häufig berichtet, dass Start-ups mit Problemen kämpfen. Dennoch ist es wichtig, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Die erfolgreichsten Start-ups wurden oft genau in solchen herausfordernden Phasen gegründet.

In diesen Zeiten sind Gründer gezwungen, von Anfang an vernünftig mit ihrem Geld umzugehen. Sie müssen sich darauf konzentrieren, echten Nutzen für ihre Kunden zu schaffen und von Beginn an profitabel zu arbeiten. Diese Disziplin führt häufig dazu, dass solche Unternehmen besonders erfolgreich sind.

Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft

Im Hinblick auf die Immobilienwirtschaft glaubt Raunig, dass es im Vergleich zu anderen Branchen noch erheblichen Spielraum für zusätzliche Digitalisierung gibt. Dies stellt eine wertvolle Chance für Start-ups dar, da nicht jedes Problem, das potenzielle Kunden haben, bereits durch bestehende Tools gelöst wird. Es gibt noch viel Raum für Innovation und neue Lösungen, die den Markt bereichern können.

Die Immobilienbranche ist im Vergleich zu anderen Sektoren, wie dem Bankwesen, noch nicht so digital affin. Diese Branche hat mit  Schwierigkeiten zu kämpfen, wenn es um die Implementierung digitaler Lösungen geht. Die Herausforderungen sind vielfältig, und es ist klar, dass die Branche sich in einem Transformationsprozess befindet, der sowohl Risiken als auch Chancen birgt.

Fazit: Die Zukunft der Digitalisierung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft noch am Anfang steht. Es gibt viele Möglichkeiten für Start-ups, die bereit sind, innovative Ansätze zu verfolgen und die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Die gegenwärtigen Herausforderungen können als Sprungbrett für zukünftige Erfolge dienen, wenn die richtigen Strategien verfolgt werden.

Markus Raunig hebt hervor, dass die Fähigkeit, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und gleichzeitig den Fokus auf nachhaltige Lösungen zu legen, entscheidend für den Erfolg in der heutigen Zeit ist. Die Immobilienwirtschaft hat das Potenzial, sich erheblich zu verändern, und die Start-ups, die in dieser Phase aktiv sind, könnten die Vorreiter dieser Transformation werden.

Die Digitalisierung ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit, die die Art und Weise, wie Geschäfte in der Immobilienbranche abgewickelt werden, grundlegend verändern kann. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen entfalten und welche neuen Akteure auf den Markt treten werden.

Insgesamt ist es eine spannende Zeit für die Immobilienwirtschaft, und die Start-ups, die sich auf die Herausforderungen der Digitalisierung konzentrieren, könnten die nächsten großen Erfolgsgeschichten schreiben.

Transkript

0:07 Jetzt Stecken wir ja sozusagen in einer Phase des Digitalisierungshypes, bei Hypes ist es aber meistens immer so, die gehen mal steil nach oben und irgendwann gehen sie wieder ein Stück zurück und pendeln sich dann dort ein, wo es vernünftig ist digitale Produkte KI einzusetzen. Siehst du schon diese Phase oder sind wir noch in diesem Wir-wollen-alles-digitalisieren-Hype drinnen? Ich sehe uns wahrscheinlich schon im Abflachen des dritten Hypes grundsätzlich in der Start-up-Szene. Es ist ein ständiges Auf und Ab, ist natürlich wenn man das dann ein bisschen gerade zieht, ist ein stetiges Wachstum,

0:45 aber es geht halt in Wellen und natürlich so eine Zinslandschaft wie aktuell ist etwas, was für viele Menschen auch die Gründungsneigung ein bisschen zurückhält. Viel hört man, Start-ups haben gerade Probleme, gleichzeitig, wenn man sich anschaut, der Vergangenheit, die erfolgreichsten Start-ups sind genau in so einer Phase gegründet worden. Das ist eine Phase, wo man dann von Anfang an angehalten ist vernünftig mit dem Geld umzugehen, von Anfang an zu schauen, wie kann man wirklich Kunden Nutzen schaffen, wie kann man von Anfang an Geld verdienen. Das heißt, oft sind diese Firmen dann auch besonders

Vollständiges Transkript anzeigen

1:22 erfolgreich und jetzt im Hinblick auf die Immobilienwirtschaft glaube ich hingegen, dass anders als andere Branchen da tatsächlich noch viel Spielraum für zusätzliche Digitalisierung vorhanden ist und das wiederum eine Chance für Start-ups ist, wo noch nicht jedes Problem, das potenzielle Kunden haben, wo es nicht schon drei andere Tools gibt, wo durchaus noch Raum ist für neue Start-ups. Jetzt ist aber gerade die Immobilienbranche, wenn man sie vergleicht, zum Beispiel mit Bankwesen, eine noch nicht so digital affine Branche, würde ich jetzt mal behaupten, wo sie so die größten Schwierigkeiten hat,

2:04 wirklich da Digitalisierung umzusetzen, um wirklich das mal in Schwung zu bringen sozusagen. Berührungsängste sind sicher ein Punkt, man managen muss, also man muss gut erklären, gut kommunizieren können, was kann ein Produkt tatsächlich auch an Wertschöpfung bieten, was ist der Nutzen, dadurch entsteht, was ist oft, und das ist ja oft das Ziel von Technologie, wie wird mein eigener Arbeitsalltag dadurch angenehmer, welche nervigen Tätigkeiten erspare ich mir durch eine potenzielle digitale Lösung. Also genau dieses Storytelling, diese Narrative zu erzählen, das ist eine Herausforderung in so einem Setting und natürlich auch im aktuellen Umfeld

2:47 sind einfach Budgets knapp, das heißt da geht es auch klar auf zu zeigen, wie halt durch ein Produkt sofort auch Kosteneinsparungen entstehen können. Du hast ja vorher gesagt, ihr mit Startups Austria bietet auch Seminare Kurse an, sind die gerichtet an die Startup-Szene intern oder bietet ihr auch Kurse an, die die Kunden eurer Startups gusto machen auf Digitalisierung? Also grundsätzlich ist unser Ziel, dass wir in der Gesamtbevölkerung ein mehr unternehmerisches Denken, mehr Technologieoffenheit schaffen und deswegen sind wir in den Schulen, wo wir wirklich probieren in jede Schule in Österreich zu kommen,

3:28 um dort einfach die Lust aufs Gründen, die Lust aufs Experimentieren auch zu wecken. Das ist aber natürlich ein Langzeitprojekt, also das wird Jahre bis Jahrzehnte brauchen, bis man die Auswirkungen davon auch wirklich spürt. Ganz konkret, wo wir glaube ich früher Effekt sehen, ist bei unserem Entrepreneurial Leadership Programm. Das ist ein Programm, wo wir ganz interdisziplinär Menschen zusammenbringen, die unternehmerisch tätig werden wollen. Das kann heißen an Unternehmen gründen, das kann aber auch heißen in einem bestehenden Anstellungsverhältnis für Innovation verantwortlich sein, dort neuartige Produkte,

4:07 neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Wir begleiten diese Gruppe dann ein Jahr lang mit Mentoring-Workshops, mit der Vernetzung mit anderen Gleichgesinnten und hoffen, dass wir so auch einen Nährboden schaffen, um grundsätzlich ein technologieoffeneres Österreich zu Schaffen. Du befasst dich selber ja mit dem Thema quasi schon von Beginn deiner Karriere an. Dann hast du auch wahrscheinlich einen guten internationalen Vergleich, wenn wir jetzt diese Digitalisierung in der Breite als Rennen an Ländern in Europa ansehen würden. Auf wievielten Platz würdest du Österreich da sehen aktuell?

4:47 Schwierige Frage und wahrscheinlich auch keine angenehme Frage für Österreich, weil wir sind da sicher nicht im Spitzenfeld. Ich würde uns wahrscheinlich im klassischen Mittelfeld sehen. Wir haben uns entwickelt in Österreich, gleichzeitig haben sich quasi alle anderen auch entwickelt. haben viel mehr Start-up-Szene jetzt als vor zehn Jahren, aber das gilt für fast jedes andere europäische Land auch. Und dann gibt es ein paar Länder, die halt auch wirklich davongezogen sind. wenn man sich zum Beispiel anschaut, was Frankreich in den letzten Jahren geschafft hat mit einem Macron, der das Thema ganz ganz oben auf die Agenda gesetzt

5:25 hat, da auch als Leuchtturm aktiv gewesen ist, aber dann schon auch in allen Strukturen darunter Initiativen, Anreize, bessere Rahmenbedingungen geschaffen wurden. Und jetzt ist Frankreich wirklich ein Hotspot geworden. das einzige Unternehmen in Europa, das wirklich in Europa ansässig ist, zum Beispiel bei der aktuellen Technologiewähle der künstlichen Intelligenz auf Basis von Sprachmodellen da vorne mitspielt, ist ein Französisches mit Mistrei. Genau da haben wir schon noch bisschen den Anschluss verloren.

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