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Der Immobilienmarkt Italien– erste Zeichen des Aufschwungs

Der italienische Immobilienmarkt war in den vergangenen sechs Jahren von Rückgang und Stagnation geprägt. Doch seit Anfang 2014 zeichnet sich eine bessere Entwicklung ab. In den ersten Monaten waren bereits wieder mehrere ausländische Investoren aktiv – besonders im Bereich der Geschäftsimmobilien.
Auf dem italienischen Immobilienmarkt gab es im Jahr 2013 ca. 905.000 Transaktionen, und zwar bei einem Bestand von rund 64.835.000 Immobilien, die sich folgendermaßen verteilen: 87,5% Wohnimmobilien mit Pertinenzen, 1% Büroeinheiten, 4,4% Geschäfte, 1,1% Industrie- und Handwerksimmobilien, 6% Spezialimmobilien und andere Liegenschaften. Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die getätigten Transaktionen im Jahr 2013 um 9% zurückgegangen, wobei der Büroimmobiliensektor von diesem negativen Trend mit -11% am stärksten betroffen war.

Rückläufig seit Lehmann

Ab 2008 waren die Immobilienwerte im Allgemeinen um ca. 18% pro Jahr rückläufig, davon ausgenommen waren Wohn- und Geschäftsimmobilien in qualitativ hochwertigen bzw. strategischen und zentralen Lagen, die als sehr krisenresistent bezeichnet werden können. Der Höhepunkt der Krise scheint aber bereits vorbei zu sein. Marktexperten und Statistikinstitute erwarten in den Jahren 2014 und 2015 Preisrückgänge bei Wohn-, Büro- und Geschäftsimmobilien zwischen 2,5% und 4%. Ab dem Jahre 2016 kann wiederum mit Preiszuwächsen zwischen 0,9 und 1,6% gerechnet werden.

Zarte Pflänzchen der Hoffnung

Tatsächlich können wir bereits bei den ersten Daten für das Jahr 2014 einen leichten Aufwärtstrend feststellen, der sich vorwiegend in einer steigenden Anzahl der Transaktionen von Wohn- und Geschäftsimmobilien niederschlägt. Der Wohnimmobiliensektor legte im ersten Trimester um 4,1% und der Retailsektor im Vergleich zum Vorjahr um 4,7% zu. Dies sind erste Anzeichen eines kommenden Aufschwungs.

Spiegel der Wirtschaft

Der Immobilienmarkt ist ein Spiegel des makroökonomischen Umfelds, in dem sich das Land seit mehreren Jahren befindet. Seit dem Jahr 2008 ist das Bruttoinlandsprodukt in Italien um ca. 8,8% gesunken. Gemäß Eurostat ist im zweiten Trimester 2014 immer noch mit einem Rückgang von 0,2% zu rechnen. Damit liegt die italienische Wirtschaft nach einem Zeitraum starker Rezession nun im Trend der beiden großen Euroländer Deutschland und Frankreich, die im zweiten Trimester 2014 mit einer Entwicklung zwischen–0,2% und 0 gemäß Eurostat eingestuft wurden.

Interessante Investmentmöglichkeiten

Italien ist mit Sicherheit dabei, die Rezession hinter sich zu lassen, wobei die Krise jedoch noch nicht als überwunden bezeichnet werden kann. Wichtige Reformen politischer, steuerlicher und verwaltungsrechtlicher Natur zur definitiven Ankurbelung der Wirtschaft stehen noch aus.

Aufgrund der seit über sechs Jahren andauernden Krise bietet der Immobiliensektor vielseitige Investitionsmöglichkeiten mit ausgezeichneten Ertragsmöglichkeiten, die als höher und langfristig sicherer eingestuft werden können als jene in anderen Ländern der Eurozone. Der Markt bleibt weiterhin sehr komplex und teils unübersichtlich, sei es aus wirtschaftlicher oder auch aus rechtlicher und steuerlicher Sicht. Voraussetzungen für ein erfolgreiches Immobilieninvestment in Italien sind und bleiben wie in der Vergangenheit eine ausgezeichnete Marktkenntnis und die Zusammenarbeit mit einem verlässlichen lokalen Partner.

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Geschrieben von:

Alexander Benedetti

Dr. iur. Alexander Benedetti, MRICS CRE, ist Generalsekretär des italienischen Instituts für Immobilienbewertung – IsIVI – Mailand und Eigentümer von Immobilien Real Service Benedetti, das seit 1945 in Südtirol besteht.

Interview-Partner:
Dieser Inhalt:
  • Erschienen am:
    30.10.2014
  • um:
    09:56
  • Lesezeit:
    2 min
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