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Das Second Hand Shopping Center

Das Einkaufszentrum „ReTuna Återbruksgalleria“ in der schwedischen Stadt Eskilstuna hat sich auf gebrauchte Waren spezialisiert.
Der Second-Hand-Markt eröffnet dem Einzelhandel neue Möglichkeiten. Die Idee der Weitergabe von Gütern, um sie möglichst lange in Gebrauch zu halten, ist die Basis des Megatrends der Neo-Ecology, für die Kauf und Eigentum nicht alles sind. Nach Ansicht des deutschen Zukunftsinstituts sind gemeinschaftliche Nutzung und Neunutzung von Produkten neue Konsumformen, die stark durch die Regeln des Onlinehandels und aus dem Internet bekannte Nutzungsgewohnheiten beeinflusst sind.

Second Hand ist in

Der Online-(Floh)markt eBay hat den Gebrauchtwarenhandel wieder salonfähig gemacht. Aktuell mischen sich die Wiederverkaufspraktiken der eBay-Generation mit dem öko-sozialen Bewusstsein vieler Kunden, die die Wegwerfgesellschaft nicht weiter unterstützen wollen. Bisher war der Einzelhandel eine Einbahn – von der Produktion zum Verkauf. Der Abfall, der entsteht, wenn diese Produkte nicht mehr gebraucht werden, wurde ignoriert.

Die Neo-Ecology wird den Einzelhandel nicht verschonen. Es müssen neue Konzepte und Geschäftsmodelle her, um die lineare Verkaufskette in einen Kreislauf umzuwandeln. Produkte werden zum Händler zurückgebracht, repariert oder verbessert und dann ausgetauscht bzw. erneut verkauft.

Weltweiter Boom bei Gebrauchtwaren

Auch über Deutschlands Grenzen hinaus kann man die Kultur des Wiederverkaufens beobachten. Die Studie „Valuing Our Clothes“ des britischen Non-Profit „Waste & Resources Action Programme“ zeigt, dass zwei von drei Konsumenten gebrauchte Kleidungsstücke kaufen oder benutzen. 23 % würden dies sogar gerne häufiger tun.

Besonders bemerkenswert ist, dass ein Viertel der 16- bis 24-jährigen Frauen Designerkleidung mieten statt kaufen, weil sie so Kleider tragen können, die sie sich normalerweise nie leisten könnten. Die Association of Resale Professionals (Verband der Wiederverkäufer – NARTS) in den USA bezeichnet den Second-Hand-Markt als einen der am schnellsten wachsenden Sektoren im Einzelhandel. Ihr Motto lautet: „Second-Hand oder neu: Erkennen Sie den Unterschied? Wohl kaum!“

Radikale Neuorientierung

Die Kultur des Wiederverkaufens stellt alle Einzelhändler vor große Herausforderungen und verlangt eine radikale Neuorientierung. Gleichzeitig bietet sie enorme Möglichkeiten für traditionelle Geschäfte und Internethändler. Diesem Trend folgend hat sich eine neue Generation des Recycling entwickelt, weg von der Altwarensammlung zum eigenen Second-Hand-Shoppingcenter. Das neue Einkaufszentrum ReTuna Återbruksgalleria hat übrigens mit „Thunfisch“ nichts zu tun – es wurde nach der Stadt Eskilstuna benannt, in der es steht – der größten Stadt im Södermanland in Südostschweden.

Wie ReTuna Återbruksgalleria funktioniert

In der ReTuna Återbruksgalleria gibt es ein Recycling-Center und eine Einkaufsmeile. Die Kunden können dort Dinge abgeben, die sie nicht mehr brauchen, und dann im gleichen Gebäude einkaufen. Die abgegebene Ware wird in diversen Werkstätten wiederaufbereitet und repariert. Danach werden die Produkte an 14 spezifische Shops verteilt, etwa für Möbel, Computer, Audio, Gewand, Spielzeug, Gärtnerei und Baumaterialien – alles aus den gesammelten, gebrauchten Waren.

Im Einkaufszentrum gibt es auch ein Café und ein Restaurant, die besonders auf Bio-Produkte Wert legen, ebenso ein Konferenz- und Ausstellungszentrum und eine Schule für Recycling. Das Projekt, das von der Gemeinde betrieben wird, hat 50 neue Arbeitsplätze im Bereich Reparatur und Verkauf geschaffen und bietet zusätzlich ortsansässigen Start-ups und Künstlern Raum.

Abfall in Gewinn umwandeln

Die Gemeinde profitiert wohl am meisten durch den Umstand, dass das Zentrum der Verwaltung die immense Last der Entsorgung des Abfalls abnimmt und diesen sogar in profitabler Weise nutzt.

„Wir stellen uns das so vor: Der Kunde kommt hierher und entledigt sich z.B. seiner alten Möbel oder Kleider, die er nicht mehr braucht oder haben will“, meint Anna Bergström, Leiterin der ReTuna Återbruksgalleria.

„Dann geht er durch das Einkaufszentrum. Vielleicht findet er eine neue Jacke – oder einen neuen Bilderrahmen, der ein Foto von seinem Großvater einzigartig und schön erscheinen lässt. Gestärkt von einem Bio-Mittagessen, geht er noch einmal durch und entdeckt neue Blumen für seinen Garten und eine neue Lampe fürs Wohnzimmer. Wer hier weggeht, sollte das Gefühl haben, er hätte der Umwelt einen Dienst erwiesen und einen erfolgreichen Einkaufstag genossen.“

In Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, gibt es übrigens schon seit langem ein Einkaufszentrum für gebrauchte Waren. Es befindet sich in einem Hochhaus und ist auf Produkte der Telekommunikation und Informationstechnogie spezialisiert.

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  • Erschienen am:
    18.09.2017
  • um:
    10:30
  • Lesezeit:
    3 min
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