Challenge 2023

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Welche Herausforderungen erwarten uns am Immobilienmarkt? 2022 war ein relativ schwieriges Jahr und wie sich 2023 gestalten wird, lässt sich noch schwer abschätzen. Es sind viele Faktoren, die in die Immobilienwirtschaft hineinspielen. 

Welche Herausforderungen erwarten uns am Immobilienmarkt? 2022 war ein relativ schwieriges Jahr und wie sich 2023 gestalten wird, lässt sich noch schwer abschätzen. Es sind viele Faktoren, die in die Immobilienwirtschaft hineinspielen. 
 
 Der Studie „Emerging Trends in Real Estate“ von PwC ist zu entnehmen, dass die Inflation als die größte Herausforderung des Immobiliensektors im Jahr 2023 betrachtet wird. 91 Prozent der Befragten bezeichneten die Geldentwertung als ihre größte Sorge, dicht gefolgt von den Zinsbewegungen mit 89 Prozent und dem schwachen Wirtschaftswachstum in Europa mit 88 Prozent. Bei den Faktoren, die konkret die Immobilienwirtschaft betreffen, stehen die stark gestiegenen Baukosten sowie die Verfügbarkeit von Ressourcen ganz oben auf der Liste. Die politische Unsicherheit auf globaler und regionaler Ebene bereitet ebenfalls Kopfzerbrechen.
 
Letztendlich kann ein unerwartetes Ereignis den Markt wieder in eine komplett andere Richtung drehen. Das gilt sowohl für eine positive wie auch eine negative. Aber eines ist schon klar: Wir stehen vor einer spannenden Reise. Das hat damit zu tun, dass sich bereits seit 2020 Entwicklungen abzeichnen, die jetzt noch mehr Dynamik bekommen. Das gilt für das ESG, aber wir stehen auch vor einer Veränderung unserer Gesellschaft. ImmoLive befasst sich nicht nur mit den Zahlen der Immobilienwirtschaft, sondern auch mit Gedanken rund um 2023 und die weitere Zukunft.


Transkript

0:31 Herzlich Willkommen zu EmoLive, dem Diskussionsformat der Immobilienredaktion in Zusammenarbeit mit iValue, das erste EmoLive im heurigen Jahr und das mittlerweile 132. bisher und unser Thema heute Challenge 2023. Aber es geht nicht nur um das laufende Jahr, sondern auch um die Themen und Entwicklungen, die mittel und langfristig daraus entstehen. Wir befinden uns nämlich in einem Veränderungsprozess, einer Transformation, die 2020 begonnen hat und in der wir uns noch immer befinden

1:11 und die auch definitiv bleiben wird. Wir wollen deshalb auch gar nicht von einer Krise sprechen, denn es ist eine Veränderung und jede Veränderung bringt auch ihre Chancen mit. Lange Rede kurzer Sinn, ich komme zu unserem Podium und darf bei uns begrüßen, alphabetischer Reihenfolge Gerhard Kerbel, Partner bei TPA Group Österreich und Franz Pötl, Geschäftsführer der Gesellschaft der EHL Investment Consulting.

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1:52 Starten möchte ich mit meiner, wir machen wieder unsere erste Fragerunde, daran hat sich nichts geändert, wir geben schon ein beziehungsweise auch einen Rückblick und die erste Rückblicksfrage, die ist natürlich gewaltig und zwar geht es an den Winfried. Winfried Rückblick, 50 Jahre Immobilienwirtschaft, du bist schon 50 Jahre dabei. Welche Veränderungen bzw. was waren für dich so die Prägenste in dieser Zeit? Das ist schwer festzumachen an einzelnen Ereignissen. ist natürlich die Welt und insbesondere die Immobilienwelt

2:32 1970 eine ganz andere gewesen als 2020, das ist klar. Und es ist bisschen erschreckend, dass sich diese Zeitspanne in irgendeiner Weise durchlaufen hat, einem beruflichen Weg. Aber da hat es natürlich ganz entscheidende Phasen gegeben, im Bereich des Wohnbaus, die Umstellung der Förderung und die Öffnung des Zugangs zur Förderung auf die gewerbliche Bauträgerschaft, sozusagen eine Auflockerung des Monopols der gemeinnützigen Wohnwirtschaft und solche Dinge. Das waren zum Teil sehr rasante Entwicklungsstufen,

3:14 die eigentlich im Kern ähnliches hatten wie heute. Es hat sich damit auch etwas transformiert Die Bauträgerwettbewerbe in Wien hatten natürlich im Hintergrund ein Problem der hohen Kosten und einer gewissen Monopolisierung des Marktes, aber in Wirklichkeit war das der Anstoß zur Transformation des Geschehens. Dann hat es die Immobilienkrise gegeben 2008, 2010 usw. Das war die Krise. Da gab es den Zusammenbruch von Finanzierungen, Werten etc. Und plötzlich gerieten Projekte in die Krise,

3:55 auch wenn sie ausfinanziert waren oder ausfinanziert schienen. Das ist auch unterschiedlich zu heute. Heute müssen wir davon ausgehen, dass sich die Dinge grundsätzlich verändern. Während die Finanz- und Immobilienkrise vor knapp 15 Jahren im Finanzbereich etwas umgestellt hat, aber nichts im Grundsätzlichen. Leider muss man dazu sagen. Vieles was wir heute sehen, hätten wir damals auch schon ahnen können und in gewisser Weise sich darauf einstellen Können. Das heißt, 7900:04:28.860 --> 00:04:31.520derzeitige Entwicklung hatte ich eigentlich nicht wirklich, also die, die wir jetzt haben, die hatte ich in gewisser Weise nicht überrascht?

4:36 Nein ich bin also mit meinen Prognosen, was die endlose Wertsteigerung betrifft, ungefähr 15 Jahre lang völlig falsch gelegen. Ich immer wieder behauptet so kann es nicht weitergehen. Und am jeden Jahresende habe ich festgestellt so ist es doch noch weitergegangen. Und jetzt gibt es halt grundsätzlich was anderes. es ist, ich glaube, die Umweltfragen, die Fragen der Städtebaus, die Fragen der Vermögenssicherung, die Fragen der Leistbarkeit und alle diese Dinge sind in einer derartig dichten in einem derartig dichten Bündel von Fragestellungen,

5:17 würde gar nicht sagen Problemstellungen, jetzt aufgepockt. Das hat sich aber früher auch schon gegeben. Die waren nur wurscht im Zeitalter bis zu einem gewissen Grad der Nullzinspolitik, des Betongoldes und so weiter. Da hat man geglaubt, das muss alles so weitergehen, wenn es nicht billiger, sondern letztlich teurer. Und die Preise steigen ins Unfallose und die Nachfrage ist sowieso ungebrochen. Diese Illusion haben wir halt nicht mehr und wir haben gesellschaftliche Entwicklungen, die sehr ins Fleisch, gerade der Immobilien gehen, weil wir mit den Immobilien und mit dem Bauen die

5:57 Landschaft, die Städte, die Lebensumstände nachhaltig verändern, hoffentlich nachhaltig, jedenfalls aber im Sinn von dauerhaft nachhaltig. Winfried, danke, das war auch dann schon ein Stichwort für unsere nächste Fragerunde und zwar, was auch die gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun haben. Aber davor möchte ich noch den Franz kurz fragen, Status quo am Investmentmarkt, wie schaut es aus, was die Preise betrifft, was die Nachfrage betrifft und wie sich das Ganze weiterentwickeln Wird? Dr. Kallinger hat es schon erwähnt, ich bin jetzt das 34.

6:37 Jahr in der Branche und das ist, ich möchte gar nicht von einer Krise sprechen. ist die dritte große Umwälzung, ich miterlebe. Das erste war die Dotcom-Geschichte, dann ist Lehman gewesen und jetzt stehen wir wieder vor neuen Herausforderungen und das gemeinsame dabei ist, eigentlich haben wir es immer kommen gesehen, allerdings den Zeitpunkt, den weiß man nie. Wir haben jetzt eine Phase hinter uns, es 14 Jahre in der Immobilienbranche nach oben gegangen ist. So wie die Zinsen nach unten gegangen sind,

7:17 ist einerseits das Preisniveau nach oben gegangen und gleichzeitig auch die Nachfrage nach Immobilien und es war absehbar für jeden, der schon einen Zyklus erlebt hat, dass das nicht ewig so weitergeht, wie es der Dr. Kallinger richtig erwähnt hat. Und ich kann mich nur selbst bei der Nase nehmen, weil wenn ich aufs letzte Jahr zurückblicke, 2022, das war für mich ein schizophrenes Jahr insofern, als das erste Halbjahr ganz anders gewesen ist wie das zweite. Im ersten Halbjahr haben wir geglaubt es geht so weiter, obwohl wir kommen unmittelbar aus der Pandemie, wir hatten schon steigende Rohstoffpreise,

8:00 Energiepreise, die Lieferketten waren gestört, Ende Februar ist die Tränenkrise losgegangen und trotzdem sind die Preise und die Nachfrage weiter gestiegen, aber da war eigentlich absehbar, dass die Party irgendwann zu Ende sein wird und die Rentumkehr hat dann die EZB mit den Zinsrunden eingeläutet, die dazu aufgerufen ist, die Inflation zu bekämpfen. Und die Situation, wir dann im zweiten Halbjahr gesehen haben, insbesondere für neue Prozesse, die wir begonnen haben, war, dass die Kaufinteressenten gesagt haben,

8:40 jetzt müssen wir aber abwarten, ob die Zinsbewegungen nicht auch Auswirkungen auf das Preisniveau haben. Und in der Phase befinden wir uns nach wie vor. Die Verkäufer sagen in der Regel, ich habe eine bestimmte Kostenseite und gewinnere Erwartung und darunter will ich nicht verkaufen. Und die Käufer, insbesondere das institutionelle Publikum, die sagen, ich habe Konkurrenzprodukte anleihen, performen ganz gut und vor allem der Tolerraum ist sehr stark und ich muss konkurrenzfähig bleiben und jetzt warte ich einmal ab,

9:20 bevor ich eine falsche Entscheidung treffe. Und in der Situation befinden wir uns nach wie vor. Und unsere Meinung ist, es wird sich bis ins zweite Quartal des heutigen Jahres fortsetzen und dann wird irgendwann sich ein neues Gleichgewicht bilden und Transaktionen werden wieder beginnen. Dass die nicht wieder auf dem gleichen Preisniveau geschehen werden, wie im ersten Halbjahr 2022, ist auch klar. Franz, danke für deinen Überblick. Gerald, wir haben ja ein großes Thema,

10:02 was diese Transformation betrifft, sind natürlich auch im Umweltthema und auch ESG-Verordnung EU-Green Deal und wollte ich dich fragen, ob du uns einen kleinen Überblick geben kannst, womit wir 2023 berechnen müssen, was diesen EU-Green Deal betrifft, was vielleicht neue Verordnungen betrifft und neue Gesetze oder Wie lange habe ich denn Zeit,? Na ja, einen kurzen Überblick. Ich fasse es vielleicht ganz kurz zusammen,

10:42 du gehst jetzt auch eher auf den Investmentmarkt, dafür war ich jetzt natürlich auch ein bisschen bewährt, aber das ist auch sehr spannend, weil wir uns natürlich auch sehr intensiv mit dem Überthema ESG in allen Versäten auseinandersetzen. Dann vielleicht noch ganz kurz einleitend, also das Thema Green Deal, eine nachhaltige Wirtschaft, das ist ja 2019-20 eingeleitet worden, also 19 schon mit der SFDR, also mit der Offenlegungsverpflichtung für Finanzinstitute und 20 mit der Taxonomie da hat man ja seither rauf und runter gehört. Was mich jetzt generell, vielleicht noch kurz rückblickend, gefreut hat am Markt,

11:23 wir haben gestartet, es wäre ein Muskelkater oder ein verschlauchtes Bein, wann ist denn das wieder gut und man geht denn das weg. Irgendwann hat das dann doch eine Leitung gearbeitet und viele Veranstaltungen ja also nicht nur von uns, sondern generell, dazu beigetragen zu verstehen, na gut, also ich beginne jetzt mal davon aus, das bleibt, ja das bleibt sehr lange, aber wie kriegen wir es in den Griff, ja das wäre ja so das Thema 2022, wie geht man denn damit gut um. Und das jetzt quasi in die Luft gerufen oder den Ball aufgespielt, kann man natürlich in die Zukunft dann sagen, was kommt da noch, da kommt noch sehr sehr viel,

11:58 also gerade bei den EU-Taxonen, wie wissen wir wir haben die Klimaziele 1 und 2, da kommen auch die delegierten Verordnungen dazu, es fehlen die delegierten Verordnungen zu den Klimazielen 3 bis 6, da wird nicht mehr so viel kommen, bisschen was wird schon noch kommen, ich glaube, das Schwergewicht liegt auf Cradle to Cradle, also auf der Kreislaufwirtschaft, ja, das wird gerade in der Baubranche, wo natürlich das Thema habidiverwertbare Baustoffe, ja, was ein Riesenthema sein, und da beschäftigt sich die Branche aber schon sehr sehr intensiv. Ein anderes Thema, das dieses Jahr kommt, weil es Ende letzten Jahres verabschiedet wurde,

12:33 das ist die CSRD, also die Offenlegungsverordnung, Offenlegungsverordnung, dazu muss man vielleicht noch kurz wissen, die EU-Taxone, funktioniert ja so, sie greift über den Finanzmarkt ein, also alle Finanzmarkteilnehmer beziehungsweise Teilnehmer, die Finanzprodukte emittieren, aber auch Unternehmen, die unter die Offenlegungsverpflichtung fallen, also diese drei Hauptklassen sind von der EU-Taxone betroffen, und insofern ist natürlich diese Offenlegungsverordnung, in dem Fall ist es hier eine Directive, also eine Richtlinie die dann noch in nationales Recht umgesetzt werden muss, hat einen wahnsinnigen Einfluss,

13:09 weil er fühlt dazu, dass wir derzeit von Unternehmen, die diese Non-Financial-Reportings machen müssen und somit unter die EU-Taxone im Fall von 120 Unternehmen, einen Scope von ca. 2000 bis 3000 Unternehmen haben werden, die künftig in die EU-Taxone hineinfallen, sprich sich mit all diesen Regularien zu beschäftigen haben, nur aufgrund des Umstandes, dass sie eben unter die Offenlegungsverordnung bzw. Richtlinie fallen. Das wird sehr spannend, das wird nächstes Jahr auf uns zukommen, nach meinem Verständnis wird es von DMI wahrscheinlich... Das wird von DMI wahrscheinlich im Q2 2023 umgesetzt.

13:52 Zusätzlich haben wir gesagt, die zusätzlichen Klimaziele, auch auf uns zukommt, weil da gibt es ja auch von der EU schon einen Entwurf, eine Richtlinie, ist diese kennen wir wahrscheinlich, diese Commerce Sustainable Disclosure Directive, diese Sorgfaltpflichtenrichtlinie heißt das dieses deutsche Lieferkettengesetz ist ja quasi ein Vorreiter, das gibt es ja auch auf EU-Ebene und das wird noch einmal sehr sehr spannend zu sagen, gut, was ist meine CO2-Emission, was ist mein Carbon Footprint, um das natürlich auch in der Wertschöpfungskette darzustellen. Das ist noch einmal eine ganz große Herausforderung

14:28 für viele Unternehmen. Also ich denke, auf dieser Front wird uns garantiert nicht langweilig. Reporting-Standards haben wir ja auch neu bekommen und man sieht jetzt, also man wird das auch dieses Jahr sehen, 2023 ist ja auch das erste Jahr, wo die ersten Reportings nach EU-Taxon kommen, also das Thema wird sicherlich Fahrt aufnehmen, wird zu einer zusätzlichen Professionalisierung kommen und einfach viel mehr Erfahrungswerte bestehen und wir zusätzlich immer mehr technische Standards in Form von Verordnungen oder Richtlinien an die Hand bekommen. Also insgesamt, um deine Frage zu beantworten, es wird wahnsinnig spannend und dynamisch und

15:02 ich freue mich sehr drauf. Die Transformation geht sozusagen weiter? Definitiv. Winfried, was wolltest du sagen dazu? Ich bin konform mit dem, was ich höre, aber ich würde gerne einen Fokus stärker betonen, mir wichtig sein. Wir neigen dazu, die Probleme oder die Lösungen der Immobilienwirtschaft in der Finanzpolitik usw. zu stellen. Ich glaube, dass das ein hinterfragenswerter Ansatz ist. Das ist ein grundsätzliches Problem, dass wir in den letzten Jahren die Immobilien Immobilienprojekte als Finanzprodukte angeschaut haben.

15:43 Typisch ist das Betongold oder die Anlegerwohnung, wie man sieht. Das heißt, es geht nicht nur darum, jetzt für denjenigen, Wohnraum sucht, Wohnraum zu schaffen, zu dessen Nutzung, nein, er wird dort als Anleger das ist auch gut und wichtig für die Vermögensbildung, gesehen und man betrachtet es unter dem Gesichtspunkt einer Rondit oder Wertsteigerung oder wie immer, jedenfalls aber nicht vom eigentlichen Produkt her oder zu wenig vom eigentlichen Produkt her. Immobilie, wie der Name schon sagt, ist ein unbewegliches Gut, jedenfalls aber ein höchst langfristiges Gut und die

16:23 Finanzwirtschaft ist mittel bis kurzfristig, selten langfristig, jedenfalls in der Anwendung durch die Akteure. Längstens 30 Jahre, sagen wir so. Eine Immobilie steht aber 100 Jahre, mindestens. Und das muss man irgendwie in das Ganze mit einbeziehen. Wir müssen anders bauen. Wir müssen anders auf die Notwendigkeiten der Stadt, auf die Notwendigkeiten der Klimaveränderung, auf die gesellschaftspolitischen Notwendigkeiten und Veränderungen Rücksicht nehmen auf die Bevölkerungsentwicklung, was immer noch alles. Und da ist natürlich die Finanzierung und die Finanzfragen

17:05 ein entscheidender Faktor in der Umsetzung für den Startschuss für irgendwelche Projekte und auch die Entwurffinanzierung. Aber letztlich müssen wir die Objekte als solche, die Immobilie, das Wohnhaus, das Bürohaus, das Betriebshaus oder was immer, genauer anschauen und in der Bewertung antworten. Das geht nicht nur mit der Taxonomie. Das heißt, für dich ist es schon ein Thema Challenge beziehungsweise Transformation, Veränderung, dass wir wieder von dieser Tendenz zum Finanzinstrument zurückkommen zu sag ich jetzt einmal, Lebensräumen und Lebensumständen So ist es, ganz genau. Weil das auf langfristig einfach eine bessere ja mehr

17:43 Zukunft hat. Ja, wenn ich mir heute die Stadtentwicklung anschaue in Wien, da habe ich Angst, dass Wien in, früher sein Gesicht als liebenswerte, lebenswerte Stadt zumindest einbüßt etwas. Es wird härter, es wird uninteressanter, es wird investmentgetriebener. Ich weiß, was du meinst, diesen Randbezirken, die 21. 22., wo sehr viel gebaut wird. Richtig überall hinein, richtig überall Hinein. Sehr guter Anfang., Winfried. Gerald, du wolltest was dazu sagen.

18:24 Ich wollte dir noch was ergänzen. Ich kann total gut verstehen, wer hat meinen Ansatz und wer hat meine Sichtweise. Das klingt jetzt nach einem Nur. Ja, muss ich sagen, darf man nicht ganz Wenn ich mir jetzt zum Beispiel die Verordnung die Offenlegungsverordnung anschaue für Emigrenten von Finanzprodukten und auch die Statistik, wie viel Zuwachs z.B. grüne Fonds haben, muss es vielleicht gar kein Widerspruch sein. Weil diese klassischen Artikel 8-Fonds, die dunkelgrünen Fonds die sich jetzt speziell entzielt, da jeden Tag solche heraus suchen und dieses umsetzen wollen, beispielsweise,

19:05 natürlich auch haben einen wahnsinnigen Zulauf und dagegen natürlich hellgrüne, zum Teil aber braune Fonds, die 6 Fonds total verlieren. Also von daher vielleicht schwingt das aber auch, zumindest nach meinem Verständnis, ein bisschen in den Richtlinien und Regulatorien mit, zu sagen, na gut, das kann ein sehr lebenswerter und lebenswerter Wohnraum sein. Vielleicht ist das ja auch sehr wichtig, weil die ISG hat ja auch die soziale Taxonomie als Hintergrund oder als Bestandteil. Von daher muss man es vielleicht nicht nur vom Finanzsektor betrachten, aber der spielt leider auch eine zentrale Rolle.

19:39 Ja das glaube ich natürlich auch, wobei ich schon sehe, dass auch in den letzten Diskussionen dass diese Richtung, dass wir auf der einen Seite Environment haben, aber Social und Governance, und das auch immer stärker hineinspielt. ich könnte, und das hat sich auch noch nicht wirklich sagen wir mal so transformiert in die ISG Entwicklung hinein. Ich könnte mir vorstellen, dass Social immer stärker und stärker wird und deshalb vielleicht auch bei den Fonds in den nächsten Jahren viel stärker angenommen wird oder viel stärker mit einberechnet wird. Also meiner Meinung nach haben beide Blickpunkte von euch

20:17 ihre Berechtigung und es ist ja im Laufe dieser Entwicklung, die wir gerade haben, wird sich ja dann herausstellen, wo es stärker hingeht und in welche Richtung es tendiert. Beides ist wichtig oder es gibt noch viele andere Aspekte. Das ist ja das Schwierige am Immobiliengeschäft oder an diesem Bereich, dass es so komplex ist. Es spielen so viele Aspekte hinein dass man nicht den einen allein in den Vordergrund stellen kann, sondern auch die anderen mitdenken muss. Das ist das Problem, vor dem stehen wir jetzt Das wird uns jetzt sehr deutlich gemacht.

20:58 Dass man die Dinge nicht mehr so einfach sehen kann als bisher. Ich wollte anmerken, dass ich nicht unbedingt einen Widerspruch sehe zwischen den beiden Dingen. Auch für einen Investor ist ein Investment attraktiver, das nachhaltig geschaltet ist, das vernünftig geschaltet ist, mit der vernünftigen Architektur. bei manchen Projekten, die wenn ich mir die Bebauungsdichte in ansehe kriege ich von meinen Kunden schon oft die Frage, na, wem ist denn das eingefallen? Und das kann man allerdings nicht der Immobilienwirtschaft vorwerfen, weil die werden immer das Maximum rausholen von

21:38 dem, was die rechtlichen Möglichkeiten hergeben. Letztendlich sind das alles ökonomisch handelnde Personen. Da ist eigentlich die Politik und die Regulatorik gefragt, meines Erachtens. Ich bin da sehr skeptisch. Wenn es Regulatorien gibt, sie immer ausgereizt und überreizt. Die Tendenz zum Ausreizen und Überreizen ist immer mit jedem Regulatorium das etabliert. Das ist eine Frage, ich möchte das nicht irgendwie, dass das geschwollen klingt oder esoterisch klingt, eine Frage der Ethik vielleicht der anderen, aber auch der langfristigen Denke.

22:20 Wir haben in den letzten 15 Jahren wesentliche Investmentmodelle gehabt, die von einem Exit innerhalb von vier fünf Jahren ausgegangen sind. Das heißt, demjenigen, ein Projekt gemacht hat, es völlig wurscht, was nach fünf Jahren passiert. Hauptsache, kann es nach fünf Jahren mit Gewinn verkaufen. Das ist nicht selten als Geschäftsmodell von großen Firmen so gesehen worden. Das ist für mich das Grundsatzproblem. Das ist nicht sehr klug, weil die Immobilie lebt heute länger. Wenn sie nicht gut konzipiert ist wenn sie ausgeschlachtet ist bis zum letzten Quadratzentimeter, ist sie mit einiger Wahrscheinlichkeit eher schierer sein,

23:02 als wenn man sie nach einem sorgfältigen und nutzungsgerecht plant. Das zahlt man dann die Rechnung in 10 15 20 Jahren, genauso wie die Bauten der 60er 70er Jahre, die völlig lieblos in die Gegend gestellt wurden, einen dramatischen Wert und Wertverfall hatten. Wobei natürlich damals hat man es gebraucht. Heute ist es auch, aber man wüsste natürlich, wie man dem Ganzen entgegenwirken könnte. Und ich glaube schon dass es auch ein wesentlicher Faktor ist der aktuellen Transformation, dass es auch darum geht, wie die Gebäude strukturiert sind, wie sie aufgestellt sind,

23:45 und dass es sowohl für die Mieter als auch für die Käufer, ob das jetzt Wohnzins oder Privatpersonen ein wesentlicher Faktor ist. Und du hast auch gesagt, es gibt viele Aspekte, hineinspielen, die kann man ja auch gar nicht so beachten, aber das sind sicher welche, wo man sagen kann, ok, passt auf, in 15 20 Jahren wird das, also spätestens wird das schlagend und nicht so oder so. glaube schon, dass das Thema Ist. Die soziologischen Veränderungen in kürzeren Zyklen stattfinden. Wir haben früher sozusagen die Lebenswohnung gehabt, die haben wir heute nicht mehr. Aus verschiedensten Gründen Wirtschaft,

24:26 die Jobs sind auch nicht so sicher und vor allen Dingen nicht lebenslang. Also da spielen viele Dinge hinein und man muss eine gewisse Variabilität und Enderbarkeit der Projekte mitdenken. In 20 30 Jahren wird man die vielleicht umbauen müssen, weil sich die soziologischen und sozioökonomischen Umstände geändert haben. Und das, was wir da in großen Mengen heute festgefügt in die Erdestellen, das ist nicht enderbar. Die Gründerzeitbauten, waren enderbar. Die waren sozusagen konstruktiv weich, hatten in den 90er Jahren die Zimmerkuchelwohnungen,

25:08 auch sehr schöne, größere Wohnungen umbauen können ohne große Probleme. Versuchen Sie das einmal mit einem fertigen Massivbau. Das geht nicht, ich technisch ja geht alles, aber nicht mit vernünftigen Kosten. Winfried, danke. Gerald du wolltest noch was dazu sagen, aber ich... Nein, ich glaube, ich hatte schon eine Übrigung. Wie gesagt, glaube, da denkt die Taxonomie, beziehungsweise der Regulatorin schon mit, dass es jetzt nicht nur ökologisch, sondern auch insbesondere sozial verträglich sein muss. ich bin ganz beim Franzi, ich natürlich vor jedem Investor wird es einfach lieber sein, ein ausgewogenes Produkt zu bekommen.

25:51 Ich wünsche wieder bei Immobilien als Produkt, als Finanzprodukt, als wenn dies nicht der Fall wäre. das glaube ich auch. Und dass es natürlich einfach in der Vergangenheit sehr kurzfristige Anlagen gab, entweder sei es ein Development-Fond oder wirklich kurzfristige Tränen von Immobilien. Klar, das war halt so, aber ich denke schon auch, dass durch die Regulatorik neue Fonds eher mehr im Bereich Bestandshalter angesiedelt sein werden. Okay, jetzt wollte ich den Franz noch kurz fragen. Wir haben das im Vorfeld ein bisschen besprochen gehabt. Wir reden da in letzter Zeit ja,

26:32 es am Investmentmarkt in Wien ausschaut, wie es am Investmentmarkt in Österreich ausschaut. Kannst uns als Vergleich einen kurzen Blick auch geben, wie es in Deutschland und in London ausschaut, welche Entwicklungen die gerade machen oder welche da im heurigen Jahr zu erwarten sind? Also im Moment sehen wir das, was wir immer gepredigt haben, nämlich, dass Österreich ein vergleichsweise stabiler Markt ist. Bei uns natürlich sind die Preise nicht mehr so wie vor einem Jahr, aber es gibt auch keine großen Verwerfungen. In Deutschland tut sich schon mehr, das muss man anerkennen. die viele Investoren,

27:14 die aus Deutschland nach Österreich schauen, die sagen, das gibt es ja nicht, dass hier die Preise nach wie vor so stabil sind. Und wenn wir auf die angelsächsischen Märkte sehen, wo die Zyklen traditionell wesentlich stärker ausschlagen, da ist wirklich durch die Zinsänderung einiges in Gange, wo Preiskorrekturen von 30 bis 50 Prozent berichtet werden. Ich glaube, das werden wir in Österreich nie sehen. Es ist auch der Grund, warum in Österreich kaum angelsächsische Investoren da sind, bei deren Geschäftsmodell ist das Ausnutzen dieser zyklischen Schwankungen. Und die sind in Österreich einfach zu gering für die,

27:56 wenn man in die Rechnung mit rein nimmt, die Transaktionskosten, wir haben, da tut sich fast nichts. Und darum ist Österreich da wesentlich weniger Volatil wie andere Märkte, wo sich die Zinsänderung schon viel stärker in den Immobilienpreisen niedergeschlagen hat. Franz, apropos Zinsänderung, glaubst du kommen wir wieder zur Null-Zins-Politik, schon einmal kurz gewesen Ist? Ja, es ist jetzt 35 Jahre her seit ich studiert habe, aber in meinen Lehrbüchern war von einem Null-Zins-Niveau bzw. von negativen Zinsen nirgends die Rede.

28:38 Jetzt habe ich die Bücher nicht unbedingt immer ganz genau gelesen, aber das hätte ich mir gemerkt. ich glaube, Null-Zins-Niveau wäre ich in meiner aktiven Karriere nicht mehr sehen. Dass die Zinsen sich auch wieder nach unten bewegen wären, davon bin ich überzeugt. Aber wir haben sicherlich jetzt eine extreme Reaktion gesehen. Die letzten drei, vier, fünf Jahre, dort werden wir nicht zurückkehren, aber es wird sich alles wieder einspielen. Du hast ja auch gesagt, dass erst mit dieser niedrigen Zinspolitik ist der Markt erst im Lot gelaufen. Das hätte ja gar nicht so kommen müssen.

29:20 Also wenn wir uns die Zinsentwicklung der letzten 14 Jahre seit Lymen ansehen, war das die Trendlinie. Gerade in eine Richtung. Parallel dazu sind die Preise gestiegen, weil sinkende Zinsen einfach steigende Immobilienpreise auslösen. Und jetzt haben wir den Wendepunkt überschritten und bewegen uns in die andere Richtung. Und die Frage die ich immer bekomme, wie stark wird diese Bewegung sein? Das kann man sage ich jetzt, Glück nicht wirklich festmachen. Aber es wird diese Bewegung geben Und

30:00 so wie immer, wenn es eine Trendwende gibt, das Produkt der besten Qualitätskategorie weniger bis gar nicht davon betroffen sein und die schlechteren Produktkategorien werden massiv davon betroffen sein. Und in der Vergangenheit haben wir nur auf lagetechnische Ausstattung, Vermietung etc. geschaut und jetzt kommt dazu Nachhaltigkeit, ESG. Und in den Prozessen, die wir im Moment begleiten, haben wir eine zusätzliche Due Diligence Kategorie, die heißt ESG Prüfung. Also da wird die Immobilie auch auf ihren nachhaltigen Impact auf die Gesellschaft überprüft.

30:42 Und wenn der nicht sehr gut ist, dann gibt es auch nicht den besten Preis. Franz, danke. Jetzt haben wir, es sind Großprojekte bzw. großvolumige Projekte, die du gesprochen hast. möchte den Winfried fragen, wenn wir jetzt Wien betrachten, was die Eigentumswohnungen betrifft, was die Preise betrifft, das wird ja, sagen, der ist relativ hoch in Wien, aber es gibt auch Gegenstimmen, die meinen, naja, die Eigentumspreise in Wien, die sind ja im Vergleich zu anderen Metropolen viel zu niedrig, da ist noch weiterhin Luft nach oben. Wie schätzt du das ein?

31:23 Man muss das natürlich aus der Sicht der Zweckbestimmung der Eigentumswohnung sehen. ist ein Unterschied, ob ich als Wohnungseigentümer gekauft habe, um zu vermieten, dann ist das sozusagen wirtschaftlich eigentlich keine Eigentumswohnung, sondern ein kleines Zinshaus oder eine Zinswohnung im Zinshaus, mehr oder weniger, verteilt auch viele Eigentümer und einen eigenen Nutzer, der das für seine eigenen Wohnbedürfnisse erwirbt, der hat andere Aspekte und für den ist das Preisniveau in London oder in Hamburg ziemlich wurscht, wenn er in Wien leben will. Er wohnt halt einmal in Wien und da braucht er eine Wohnung

32:04 und wird es nach diesen Kriterien bewerten. Das heißt, Immobilienpreise, insbesondere im Wohnbereich mit anderen Städten zu vergleichen, ist ein bisschen mühsig. Die Leute ziehen ja nicht alle 14 Tage zwischen London, Paris, Österreich und Wien um, dann haben gewisse Lebensmittelpunkte, sie heute eine Zeit behalten und dort bildet sich der Preis. Anders vielleicht ist es im Unternehmensbereich, sprich Büroprojekte und ähnliches, wo sich in der heutigen Schnellewigkeit der Wirtschaft unter Umständen Headquaters oder Subheadquaters oder so etwas schneller lokal und örtlich verändern,

32:44 als man das gemeinnahe annehmen würde was ich wünschen würde. Insofern glaube ich, ist das ziemlich mühsig, dieser Preisvergleich, ich halte wenig davon. Das Wichtigste ist eins vielleicht. Wir müssen ja immer den Letzten Nutzer sozusagen im Auge haben, wurscht, ob es Eigentumswohnung oder Mietwohnung ist. Wenn ich eine Eigentumswohnung als Vorsorgewohnung kaufe, muss ich den Blick auf den Nutzer haben, der dort tatsächlich drinnen wohnt und er zahlt Miete. Und die Miete wird er dann zahlen können, wenn er sie verdienen kann, am Lohnzettel jeden Monat. Und wenn er es nicht mehr verdienen kann und das Ganze

33:23 davonkalubiert, dann nutzt man das nicht mit einer Preisentwicklung, dann wird man entweder die Miete nicht zahlen oder wird ausziehen. Also das System müssen wir im Auge haben. Wir bauen immer für jemanden, der in diesen Objekten sein Nutzungsbedürfnis befriedigt. Und der will sich's leisten oder kann sich's leisten oder muss sich's leisten, je nach dem. Und auf das muss ich Rücksicht nehmen und dann nutzt man die Finanzierungsbetrachtung in der Herstellung und so weiter und in der Fristigkeit der weiß nicht, Anlegerfinanzierung herzlich wenig. Ich muss auf das Rücksicht Nehmen. Und es ist auch immer ein regionaler Markt wurscht,

34:02 was ich sage mal zwei Stunden, Flugstunden entfernt gezahlt wird, interessiert niemanden, weil es sind die hier wohnen, die müssen sich's leisten Können. Woher sollte man sie dann auch aufstellen? jetzt ist auch ein großes Thema gewesen, Gerald, die die Kindverordnung, seit dem Sommer eingesetzt hat und hat den Markt sehr beeinflusst, muss man sagen. Was glaubst du wie sich das heuer verändern wird? Welche Themen werden da kommen beziehungsweise wird es irgendwelche Anpassungen geben? Weil es hat sich ja mittlerweile herausgestellt,

34:44 das war jetzt zu heftig. Aus einem guten Grund muss man auch sagen, weil die Verordnungen ja zu einer Zeit geplant waren oder angedacht wurden, wie die Welt noch etwas anders ausgeschaut hat. Ja, muss man so sagen. Sie kamen vielleicht in der vorliegenden Form ein bisschen zu. Wobei vielleicht hätte sie schon vorher noch bisschen adaptiert gehört. gab ja von verschiedenen Verbändern der Essensvertretungen Änderungsvorschläge, die jetzt noch einmal überprüft werden. Hauptkredit unter der Hauptthematik ist ja das Problem, dass eine bestehende Immobilie nicht zur Finanzierung einer

35:25 neuen Immobilie herangezogen werden kann. Also sprich die Familie, die eine eigenen Wohnung besitzt und sich vergrößern möchte, für den Kredit der neuen in der Berechnungsbasis, für den Kredit der neuen Wohnung nicht die alte, vielleicht zum Teil größtenteils oder auch endlich abgezahlte Immobilie als Sicherheitsmittel heranziehen. gerade in diesem Punkt soll nach Bewerber evidenzbasiert nachgeschärft werden. habe gerade gestern noch einmal hier ein bisschen gestöbert. Also derzeit gibt es noch keine verlautbaren, aber ich nehme schon an dass dieser Punkt dann zeitnahe 2023 adaptiert wird. Weil was man glaube schon gesehen hat,

36:01 zumindest haben ja sehr viele Developer so im Gespräch berichtet, ist, dass diese Vorordnung natürlich massiv dazu geführt hat, dass einfach die Nachfrage nach Eigentumswohnungen für Privatnutzer plötzlich komplett eingebrochen ist. Gerald, glaubst du, wie schnell könnte so eine Anpassung erfolgen und wie schnell glaubst du würde sie auf den Markt wirken? Ab welchem Legistisch ist es wahrscheinlich in 5 Minuten umgesetzt, wie lange dann der Riddensbehilfungsprozess dauert Das kann ich natürlich nicht vorhersagen. Ich denke, auf den Markt wirken würde sie relativ schnell.

36:43 Man hat ja auch dann die Bremswirkung der Vorordnung im Sommer gesehen. Die war schon sehr massiv. Also ich bin sehr gespannt. Ein paar weitere Adaptierungen stehen ja noch im Raum, wenn z.B. die Grenze von 40% auf 45% erhöht wird oder von 90 auf 95% geht, also von den drei Hauptkriterien. ich denke, wir werden hier auf jeden Fall im Q1 2023 eine Info dazu bekommen und gebe mich jetzt der Hoffnung hin dass sie auch positiv für den Markt sein wird. Wie du sagst, Idee entstand ja einer Nullzinsphase und von der sind wir ja weit weg.

37:23 Also gerade wenn ich mir das anschaue, dass z.B. die EZB sagt, vom Zinzinssatz vom Zinleitzinssatz sind wir noch weit entfernt. Wir werden natürlich auch 2023 weitere Zinssätze bekommen. Vollkommen klar. Vielleicht nicht mehr in den großen Schritten, aber dann halt viele kleine, die werden das Ziel wahrscheinlich auch nicht verfüllen. Aber du meinst also wenn sich rechtlich etwas tut, dann wird man schauen, in ein zwei Quartalen wird sie das vermutlich auf den Markt irgendwie auswirken. Weil letztendlich hat sich ja die neue Verordnung, ab 1. Juli letztes Jahr war, ja sofort auf den Markt ausgewirkt.

38:01 Also das ist ja wirklich sehr radikaler Umbruch gewesen. Wobei ich aber glaube, dass ein Sprung in die andere Richtung eine Zeit braucht, bis man wieder in der Dynamik drinnen ist des Suchens. Absolut. zu sagen, es wird jetzt eine totale Pendung, das kann ich mir auf keinen Fall vorstellen, was natürlich nämlich über den Sommer auch klar gelaufen ist. ich glaube, haben wir dann auch auf der Expo alle so, als Stimmungsparameter, gemeinsam gefügt, oder? Das ist ja, dass die Zinswende so richtig glaube ich, in den Köpfen dann im Herbst angekommen ist. Und natürlich das plus Verordnung hat dann das Übrige dazu

38:39 gedankt, um hier den Markt für die Immobilien für den Eigenbedarf, kurz auszulebsten. Gerhard, danke. Winfried, bitte. Also ich bin ein Berufsoptimist. vielleicht ist es ein bisschen anders oder nicht ganz anders. Der Markt reagiert immer hysterisch. für mich ist es nichts anderes als eine Hysterie eigentlich. Denn was ist passiert? Wir haben jetzt 20 Prozent Eigenmittel oder ich weiß nicht was immer dann herauskommen wird. Ja, jahrzehntelang hatten wir 30 Prozent Eigenmittel und wir hatten nur in den Boomzeiten und zwar auch in bestimmten

39:21 Segmenten, zum Beispiel im Zinshausbereich, hatten wir 0 Prozent Eigenmittel oder sogar minus 5 oder 10 Prozent Eigenmittel. War total verrückt. Das ist aber eine spekulative Entwicklung gewesen und das ist jetzt im Bereich des Eigentumsmarktes, nämlich im Masseneigentum, Vorsorgewohnungen und diese Dinge wieder zu beobachten gewesen. Und jetzt gibt es kurzfristig, glaube ich, bin ich optimistisch, halt diese Hysterie und ein relativ rasches Abdingen der Hysterie und es ist ganz gut, wenn sich der Markt einmal ein bisschen beruhigt. Und alle von dieser Hysterie wieder einmal wegkommen und dann sagen und überlegen, brauche ich dieses Investment?

40:03 Ist es sinnvoll für mich? es langfristig und was kriege ich dafür? Und dass man auch wieder von der reinen Zins- und Finanzanlagebetrachtung ein bisschen wegkommt und einmal hinschaut auf die Wohnung zum Beispiel, die man erwirbt als Anlage. Ist die schier? Ist das ein dunkles Loch? Ist das ein grausliches Gebäude? Schlechte Lage, was weiß ich immer. Oder ist es in Ordnung? Oder ist es wertvoll? Und dann kann ich das investieren und vielleicht muss ich warten ein halbes Jahr, bis sich der Finanzmarkt und die Finanzierungsgestierung der Banken wieder Beruhigt. Also eine Art Transformation zur Vernunft, wenn man das

40:41 so sagen kann. So könnte man es ausdrücken. Was ja auch ein Weg ist., Winfried hat gerade gesprochen, spekulative Entwicklungen, die haben wir ja jetzt im letzten Jahr auch gesehen und wollte dich fragen, wie du glaubst, wie sich das im Investmentbereich heuer bzw. ja, also eigentlich im Laufe des Jahres, sich das darstellen wird? Also spekulative Entwicklungen. Es gab eine Gruppe von Investoren, die aufsteigende Immobilienpreise gesetzt hat und dieses Modell hat einige Jahre funktioniert, wo man bereits zum Teil nach einem halben Jahr

41:25 wieder verkaufen konnte mit einem Gewinn. Dieses Modell ist vorbei. Wir haben definitiv im Moment keine steigenden Immobilienpreise. Das heißt, ich muss die Immobilie die ich kaufe, entweder langfristig halten oder damit arbeiten. Und darum glaube ich, dass spekulative Elemente im Moment überhaupt nicht im Markt sind. Es ist, wenn man so will, eigentlich eine nachhaltige Situation und wenn wir wirklich langfristig zurückdenken, so hatten wir diese Situation,

42:06 dass sich die Preise so schnell verändern, eigentlich historisch ganz ganz selten. Wir kommen wieder in eine unter Anführungszeichen ich glaube nicht, dass der Hunger auf Immobilien zurückgeht, ganz im Gegenteil, aber man wird seine Entscheidungen gut und sorgsam abwägen und man wird es nicht machen, um in einem halben Jahr wieder zu verkaufen. Auf der anderen Seite glaube ich, dass unsere Fonds, mit denen wir Geschäfte machen, einfach

42:48 so konditioniert sind, dass die alle zehn Jahre ihr Portfolio drehen müssen, einfach um ihren Anlegern auch nachzuweisen, dass die Werte nachhaltig sind, die sie haben, dass die tatsächlich gegeben sind. Weil Bewertungen alleine können den Wahrheitsbeweis nicht darlegen. Ich glaube schon, dass das bleiben wird und natürlich sind Immobilien auch eine wesentliche Säule im Rahmen der Altersvorsorge, sei es jetzt die private Eigentumswohnung, sei es, dass man sich Immobilienfondsanteile kauft oder

43:29 Pensionskassen investieren ja auch nicht in geringen Ausmaßen in Immobilien und all das spielt sich dann wieder. Also die Immobilie wird ein Finanzprodukt bleiben. Da muss ich dem Dr. Carlinger als Eingangsstatement ich möchte nicht widersprechen, das ist leider so. Nachdem eine Immobilie sehr viel Kapital erfordert, ist der Kapitalmarkt da gefordert. Wobei, Franz, jetzt ein Fonds alle zehn Jahre oder 15 Jahre sein Portfolio dreht oder jemand alle drei bis vier Jahre ist natürlich auch ein Riesenunterschied.

44:09 Es ist ein großer Unterschied und der muss das nicht aus spekulativen Erwägungen. Das, zu verurteilen ist, ist das schnelle Drehen und ohne Wert zu schaffen. Ich glaube, jeder, der eine Immobilie bearbeitet im Asset Management Potential schafft, dem sei es vergönnt, dass Wertsteigerungen schafft. Aber nur sozusagen den Kapitalmarkt zu plus und vor allem den kurzfristigen auszunützen, das ist nicht gut und das verursacht und das ist meine größte Angst, dann auch eine politische Gegenreaktion.

44:50 Ich gebe dir vollkommen recht. Also der Begriff Spekulation natürlich ist Wort, an dem man sich gern festmacht. Natürlich ist von Vermögen, Erhalt und Wertsteigerung zu erwarten, für das man Geld investiert hat, ein höchst legitimer Vorgang und ein höchst volkswirtschaftlich, höchst wichtiger Vorgang. Selbstverständlich, man kann sich nicht immer nur bezüglich Pensionsvorsorge auf den Staat oder sonst was verlassen oder auf irgendwelche Papiere, sondern der Sachwert Immobilie ist ein höchst wertvolles volkswirtschaftliches Gut zur Sicherung des

45:31 volkswirtschaftlichen Vermögens in privaten Enden. Das muss man mal klar sein und das hat überhaupt nichts mit Spekulation zu tun. Insofern ist mein Statement ausschließlich gerichtet auf diese kurzfristige Ausrichtung der Branche, die das Objekt nicht mehr sieht, sondern nur die erwartete Wertsteigerung und weg damit und wurscht, damit passiert. Das ist genau die, und das ist in meinen Augen Spekulation und nicht das Erwarten und das Arbeiten für eine Wertsteigerung eines wertvollen Sachgutes, wie es einmal die Immobilie ist.

46:11 Winfried, danke. Und das ist ja auch das Thema, was wir am Anfang schon gesagt haben es geht wieder doch verstärkt in die Behaltestrategie, dass man etwas einen Wert schafft, dass man etwas kauft und dass es vielleicht, wie lange das jetzt anhalten wird, vielleicht kommt wieder eine Phase, wo es anders wird, aber es scheint jetzt mal in den nächsten Jahren wieder in das Portfolio zu gehen, in die Behaltestrategie und den Franz wollte ich noch kurz sagen, wenn uns eigentlich Unternehmer, die wirtschaftliche Probleme bekommen, werden uns die Kopfzerbrechen bereiten, was den Markt allgemein betrifft.

46:47 Also ich kann es ehrlich gesagt nicht abschätzen, da hat vielleicht der Gerald von der Wirtschaftsprüfungseite mehr Einblick. Mein generelles Statement dazu ist, wenn wir Probleme sehen, dann kommen die in der Regel von der Passivseite der Bilanz. Das heißt, wer spekulativ finanziert hat, wer kreativ finanziert hat, wer zu viel Fremdkapital auf seine Bilanz geladen hat, der könnte vielleicht im Laufe der Zeit unter Druck kommen. Wer so wie die Goldene Immobilienregel 50-50 finanziert hat, da sehe ich nicht, was auf den zukommen sollte.

47:28 Aber natürlich es gibt Schattierungen und jede Korrektur fordert ihre Opfer. Wir werden den einen oder anderen am Weg verlieren, aber ich glaube nicht, dass es jetzt zum großen Abverkauf kommen wird. wer Risiko nimmt, das wird mitunter auch schlagen. Das ist so im Wirtschaftsleben und da darf man sich keine Illusionen Machen. Franz, danke. Gerald, der Franz hat gemeint, du kannst Namen nennen. Ja, kann ich wahrscheinlich genauso wenig wie der Franz Also ich dem einmal sagen,

48:10 so Bauträger, Developer, die üblicherweise sehr viel Fremdkapital auf dem Meister die letzten Jahre und der Zentrum auch sehr gut funktioniert hat, sind ja vielleicht ein bisschen risiko exponierter. Aber den einen oder anderen Ausfall wird man sicherlich zu beklagen haben. Große, fundamentale Ausfälle, jetzt die Wirtschaft in den Abkommen reißen, ich jetzt nicht sehen. Aber gesagt, ist Glaskugel lesen. Aber Ja, Ein anderes Thema, ein Immobilienthema, das uns natürlich, hat sich ja schon abgezeichnet, der Winfried hat das schon, ich weiß nicht, vor 20 Jahren hat er sich schon damit

48:50 befasst, das ist natürlich mit den gemischt genutzten Immobilien. Und jetzt wollte ich zuerst bevor wir noch ein bisschen auf die Projekte oder Immobilien an sich eingehen wollte ich den Gerald fragen, wird das, wenn bei der Beratung siehst du, dass das stärker wird, dass die Kunden das mehr suchen, dass sie einerseits natürlich auf Seiten der Absicherung dass unterschiedliche Asset-Klassen drinnen sind, andererseits aber auch, weil es einfach das Stadtbild mit verändert und verändern muss. Ja, du meinst gemischt genutzte Immobilien, naja, also meine Kunden, vor allem jetzt aus dem Faux-Bereich,

49:31 haben die letzten vielen Jahre also eigentlich von den Asset-Klassen immer sehr klar selig hier, das war Büro dabei, war Logistik ein gewisser Teil und ein sehr oder überwiegend großer Teil oder überwiegende Teil war ganz klar Wohnen. Und Wohnen hat sich ja auch in der Corona-Krise eigentlich sehr krisenresistent herausgestellt und ist nach wie vor, würde ich sagen, auch noch eine sehr beliebte Anlegerklasse bei internationalen, aber auch deutschen institutionellen Investoren. Also gemischt genutzte Immobilien bei Investoren, die ich vertreten darf, hätte ich das jetzt hier nicht im Fokus gesehen.

50:10 Okay, ja, Franz? Also wir haben im Jahr 2022 doch einige gemischt genutzte Immobilien verkauft und die Jahre davor war es so wie es der Gerald gesagt hat, da wollten die Investoren primär reinrassige Nutzungen und haben die Meinung vertreten, sie stellen sich den Nutzungsmix auf Fond-Ebene zusammen, aber ein bisschen habe ich schon das Gefühl, ist dieses Prinzip gekippt und wir haben etliche gute Transaktionen gemacht mit gemischt genutzten Objekten.

50:51 Und ich glaube, dass das auch in Zukunft weiter so sein wird, die Stadtentwicklung auch in die Richtung geht. Das ist nicht nur in Wien, was ich so mitbekomme, sondern ich glaube, ganz Europa, weltweit, traue ich mir das nicht zu sagen, aber in Europa ist es schon so, dass man gerne Objekte hat, wo nicht nur Büro ist, sondern vielleicht Einzelhandel sowieso, vielleicht auch ein Hotel und Wohnkomponente, dass sich das alles ein bisschen vermischt und vielleicht zieht der eine oder andere Investor in den unterschiedlichen Nutzungen auch einen gewissen Risikomix und Risikostrahlung. Franz, hast du auch das Gefühl,

51:31 dass die Käufer vielleicht auch so ein bisschen einem, ob wir das noch einmal zu strapazieren, das Thema ein bisschen weg vom Finanzprodukt kommen, sondern zu einem Produkt, wo sie das mit Freude herzeigen können, das einfach in die Stadt passt, das einfach was zur Stadtentwicklung beiträgt? Das ist natürlich so und was der Gerhard gesagt hat, diesen grünen Artikel 9-Fonds nennt man die, dort geht es natürlich hochgradig um das Thema und alles, was nachhaltig ist und im Moment blicken wir ja fast nur auf das E im Rahmen des ESG, aber da sind nur zwei Buchstaben dahinter und das ist die

52:12 Nutzung und das ist der Impact auf die Gesellschaft und das wird immer wichtiger werden und obwohl wir mitten in der Entwicklung drinnen sind, glaube ich, dass wir von den Auswirkungen erst am Anfang des ganzen Prozesses stehen und vielleicht 2025 glaube ich, die Verordnung voll in Kraft und da werden wir dann sehen, was das auf unser gesamtes Leben und vor allem für uns aus der Immobilienbranche, auf unsere Branche für Auswirkungen hat. Franz, danke. Ich wollte doch zum Winfried zurückkommen, hat nämlich du hast die Hand gehoben bezüglich der Antwort

52:53 vom Gerhard zuerst. Ja, diese Segmentierung oder Entflechtung der Betrachtung ist ja eines der Probleme unter denen auch Stadtentwicklung zum Beispiel leidet. haben Gewerbe, haben Wohnen, haben Handel und das soll alles irgendwo an seinem Platz stattfinden und wird auch von den Renditen natürlich unterschiedlich betrachtet, vom Risiko her etc. Das hat auch dazu geführt, dass wir Verödungstendenzen haben, auch in den Städten natürlich,

53:34 dass wir Erdgeschosszonen haben die nicht mehr funktionieren, wo man eigentlich nicht mehr weiß, was tut man damit und auf der anderen Seite haben wir eine Bevölkerung, also eine soziologische Entwicklung im Bereich des Wohnens, die sollen schon sehr stark sich mit Gewerbe oder Dienstleistung vermischen. Wir haben neue Berufe im Bereich der IT und so weiter, das Marketing und was weiß ich alles, die sitzen zu Hause am Computer und sitzen möglicherweise am Küchentisch, zur geringeren Begeisterung der Ehefrau die Gottmittagessenkosten kochen will. Also wir müssen auch diese Lebensumstände berücksichtigen,

54:15 die durch die Corona-Krise natürlich virulent geworden sind und Homeoffice und alle diese Dinge werden eine Rolle spielen und für kleinere und mittlere Unternehmen und nicht vielleicht für Großherber, gibt auch Tendenz zur Etablierung einer größeren Anzahl von kleineren Unternehmern, gerade im IT-Bereich und da wird ein Angebot, das vor Ort ist und wo ich nicht hinfahren muss ins Büro, da zweimal die Miete zahlen muss, die ganze Infrastruktur mitzahlen muss und meinen Wohnort verlassen muss, ist ein Problem.

54:55 Das wird eine andere Wohnform geben, eine Mischwohnform, vielleicht mit koppelten Räumen, dann unter Umständen zugeschaltet werden können, je nachdem, nicht immer an dieselbe Wohnung, sondern an andere Einheiten im Haus, die das brauchen können etc. Also es braucht dann Flexibilität und Bauformen, die diese Flexibilität auch zulassen und das glaube ich ist schon in einem gewissen Bereich, sozusagen in kleinteiligeren Bereichen, KMU-Bereich ist da schon wesentliches Thema denke ich. Finde ich interessant, auch unabhängig davon hast du das ja glaube ich schon Ende der 90er Jahre in einem Projekt am Wienerberg umgesetzt,

55:38 wenn ich das Erinnerung Habe Ja im Wienerberg, auch im 15. Bezirk und so weiter, wir haben das mehrmals gemacht. Haben wir ja noch gesagt, naja, werden wir das brauchen, aber wie werden es brauchen, es hat nämlich heute auch noch eine interessante Pressekonferenz von Team Knister gegeben und die haben gesagt, das Homeoffice ist ja eigentlich noch zu stark im Augenblick geistig mit dem Covid verbunden und es wird sich denn insofern verändern, weil ja nämlich dann irgendwann die Kinder nicht mehr zu Hause sind und man doch seine Ruhe hat und das wird dann spannend, wie man diesen Büroraum eben in der

56:15 Wohnung integriert oder auch in den Häusern Möglichkeiten schafft, so wie du gesagt hast, in den Erdgeschosszonen, wo man das dann umsetzen kann, wo man ja dort Homeoffice machen kann und allerdings auch einfach gemischte genutzte Immobilien vorfinden wird. Und Kunden empfangen kann. Ist ja nicht besonders lustig, wenn man einen Kunden empfängt im Dienstleistungsbereich IT und im Vorzimmer, stößt man sich über die Playmobilfiguren. Das Netz wirkt nicht sehr professionell. Also da muss man tun, auch baulich und konzeptionell. Ich wollte noch eine kurze Frage,

56:57 weil wir das zuerst angeschnitten haben, dann zum ESG. Greenwashing wird sich, ich stelle es jetzt mal kurz so in die Runde, wer als erster antworten will. Greenwashing war ein Thema, wird aber vermutlich sich 2023 mehr oder weniger auflösen und auch in den kommenden Jahren. Ist das eine Aussage die man so unterschreiben könnte? Also Ich würde sagen, auflösen ist vielleicht kurzfristig übertrieben, aber es wird ernster genommen und man sieht es,

57:38 erzählen mir die Kollegen bereits in der Wohnungsvermietung. Vor eineinhalb Jahren hat niemand gefragt, welches Heizsystem gibt es im Haus? Habt ihr eine PV-Anlage? Gibt es Geothermie etc.? Jetzt ist das die erste Frage, die potenzielle Mitkandidaten stellen. Also unser gesamtes Umfeld ändert sich und insofern wird da immer mehr Wert draufgelegt und man kann sich vorstellen, wenn schon der kleine Herr Meyer, der eine 50-Quadratmeter-Wohnung anmietet, sich danach erkundigt, was dann erst ein international oder ein global agierendes

58:18 Unternehmen macht, das Nachhaltigkeit auf seine Fahnen geschrieben hat. Der kann gar nicht in einem Gebäude sitzen, das vielleicht Ölheizung hat, Aspestdämen etc. Das geht nicht. Also insofern ist da einiges im Gange und Greenwashing, wird immer schwarze Schafe geben, aber sozusagen das drüber streichen und geht schon, das ist vorbei. Jetzt gehen wir in die Fundamente habe ich das Gefühl. Okay, danke. Winfried? Ich glaube, ich würde noch eine Zeit brauchen, weil die Branche hat einen großen Nachholbedarf. Sie hat ungefähr 10 bis 15 Jahre verschlafen mit dieser

58:59 Entwicklung und das durch Marketing Schmäh ersetzt und jetzt hoffe ich, dass dem Substanz folgen wird. glaube ich, auch realistisch. Das heißt, das Hochglanzprospekt wird nicht mehr reichen? Nein. Um etwas zu verkaufen. Gerald, wolltest du auch noch zu dem Thema was sagen? Ja, Bei Greenwashing wird in Zusammenhang mit ISG ich denke, wird weniger, es wird natürlich schon noch ganz klar betrieben.

59:39 Es gibt ja danach, in der Folge, zum Beispiel meine eigene EU-Eco-Level-Verordnung, auch noch kommen, also es wird sukzessive dieser Bereich Green professionalisiert und standardisiert werden, sodass dem ISG-Washing ISG-Washing, Greenwashing einfach künftig kein Raum mehr verbleiben wird Aber derzeit ist es aus meiner Sicht absolut noch möglich und geht auch mit Regenberg. Es ist vielleicht nicht im Immobilienbranche, es begegnet einem eigentlich überall. Aber es ist ein definitiver Weg, ein definitiver Transformationsweg, wir da gerade beschreiten. Gerhard? Ja, absolut.

1:00:20 Eine notwendige Begleiterscheinung, dass das aufhört und dass einfach hier mehr Realität und Ehrlichkeit natürlich in alle Bereiche hineinkommt, was das angeht. Und dass nur noch das verkauft wird was auch der Interesse hat. Dann möchte ich zu meiner Abschlussfrage kommen. wollte zuerst einmal den Franz fragen. Zusammenfassung, deine Glaskugel 2023? Also wir werden jetzt ein bisschen einen ruhigeren Jahresbeginn haben. Aber ich glaube, im Laufe der Zeit und vor allem im zweiten Halbjahr wird sich dann schon wieder einiges tun.

1:01:01 Es muss nicht immer ein Rekordjahr sein wie 2019, das ist auch klar. Aber Immobilien bleiben gefragt. die werden auch in Zukunft gemietet, gekauft, entwickelt, bewertet, bilanziert und so weiter werden. Also kein Katastrophenszenario auf unserer Seite. Sondern eine Veränderung. Veränderung, Gerald, wie siehst du das 2023? Ja ich denke eben nicht, wie der ranzelt. Viele sind noch ein bisschen zurückhaltend ein bisschen abwartend. Es wird ein ein ruhigeres Jahr. Ja vielleicht jetzt nicht gerade auf der Dienst-Ebene, da wird sicherlich noch einiges kommen.

1:01:41 Aber definitiv kein Rekordjahr aber auch wahrscheinlich kein Jahr vor dem man sich extrem fürchten muss. Ja also ich sehe das sehr optimistisch. Danke. Und Winfried, ja, noch ein bisschen weitergeblickt. Kommen wir zu einem anderen Verständnis vielleicht für Immobilien, wo sich jetzt schon seit drei Jahren ankündigt und das seit 2020. Und sich das jetzt vielleicht auch weiter hinziehen wird? Ich glaube, Jahr 2023 wird jetzt für uns Bauträger, wir sind ja die Produzierenden sozusagen, insofern ein hochinteressantes und sehr positives Jahr, weil wir die Gehirnwindungen in Gang setzen müssen und uns

1:02:20 für die zukünftigen Konzepte den Kopf zerbrechen müssen. Insofern finde ich die Aussichten toll. Ich teile, in der Finanzwirtschaft kann ich nicht so viel dazu sagen, aber aus Sicht eines Projektentwicklers glaube ich, ist es eine tolle Zeit, weil wir müssen was anderes machen und wir müssen daran denken und den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen unseres Handelns. Wir bauen für Leute, die wohnen, die arbeiten in diesen Dingen, die wir bauen. Wir leben in einer, wir bauen für eine Stadt oder für eine Landschaft, für einen Ort, der die Umwelt gestaltet.

1:03:00 Und das müssen wir in den Fokus kriegen. Und das Ganze muss natürlich auf einer hoferlich gesunden finanziellen Basis auch stattfinden. Aber insofern glaube ich, ist das ein Wachrütteljahr und das finde ich sehr Gut. Wilfried, danke für dein Schlusswort. Damit kann ich mir meine Worte ersparen, hat es genau auf den Punkt gebracht. Das heißt, wir sind mittendrin in der Transformation und wird so weitergehen. Wir bedanken uns bei Ihnen fürs Zusehen. Ab morgen sind wieder die Kapitel gesetzt, da kann man sich die einzelnen Teile noch einmal anschauen. Bei euch dreien bedanke ich mich dass ihr Zeit gehabt habt,

1:03:35 vorbeizukommen. Und wir wünschen Ihnen allen noch einen schönen Nachmittag oder Abend. Wiedersehen. Wiedersehen.

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