--}}
 

Arbeitswelten – die besseren Büros

Mitarbeiter lockt man nicht mehr mit viel Geld und Firmenwagen ins Unternehmen, sondern mit hippen Arbeitsplätzen.

Die Wünsche der Mieter von Büroflächen haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die anmietenden Unternehmen orientieren sich immer stärker daran, was die Mitarbeiter wollen. „Das hat mit einem gesellschaftlichen Wandel zu tun“, merkt Thomas Schanda, Bereichsleiter Büroimmobilien bei EHL, an. Viel Geld verdienen mit einem 9-to-5-Job und Firmenauto – „so ticken die Mitarbeiter nicht mehr“. Das neue „Mindset“ betrifft aber nicht nur die Mitarbeiter, sondern hat auch mit einem Generationenwechsel zu tun, denn „ein Geschäftsführer Mitte 30 hat andere Wertigkeiten im Hinblick auf sich und seine Firma“.

Umbruch in den Bürostrukturen

Diese gesellschaftliche Entwicklung drückt sich immer stärker in den Büroflächen aus. „Wir erleben gerade einen Umbruch bei den Bürostrukturen, der die neuen Anforderungen im Arbeitsleben widerspiegelt“, erklärt Martin Müller, Geschäftsführer von JP Immobilien: „Fixe Arbeitsplätze werden immer mehr durch Sharingplätze ersetzt.“

 Dies zieht sich quer durch die Unternehmenslandschaft – egal, wie viele Mitarbeiter das Unternehmen hat. Wer einen stylischen Arbeitsplatz für gute Mitarbeiter bieten will, der muss sich verändern. Für kleine Unternehmen und Ein-Personen-Firmen gibt es entsprechende Angebote vonseiten der Workspace-Anbieter. „Großraumkonzepte bzw. Desksharing-Konzepte werden immer noch oft eingesetzt, allerdings gibt es bei manchen Firmen bereits ein Umdenken, um dem Nomadendasein der Mitarbeiter entgegenzuwirken“, erkennt Elisa Stadlinger, Abteilungsleiterin Büro- und Gewerbeimmobilien der ÖRAG.

Sie wünschen, wir bauen

Prinzipiell werden die Konzepte immer stärker den Wünschen und Gewohnheiten der Mitarbeiter angepasst. Je nachdem, was diese wollen. Elisa Stadlinger: „Immer mehr Firmen versuchen ihre Bürokonzepte individuell ihrer Firmenkultur anzupassen.“ Daher geht es bei einem Umzug oftmals gar nicht so sehr um Optimierung der Flächen – die ergibt sich faktisch von selbst –, sondern darum, mit einem Umzug die „Unternehmensidee zu transformieren“, wie Thomas Schanda meint.

Lieber teuer, dafür stylisch

Oftmals sind die Suchenden bereit, auch teurere Büroflächen anzumieten. „Wir beobachten Mieter, die aus Häusern mit neun Euro Nettomiete pro Quadratmeter und Monat in 16-Euro-Häuser umziehen und umgezogen sind“, so Felix Zekely, Geschäftsführer von OPTIN Immobilien: „So etwas war vor Jahren noch undenkbar.“ Es geht eben nicht mehr nur um die Effizienz – die sich bei einem Wechsel durchaus verbessert –, denn an den alten Standorten in B-Lagen finden sich keine Mitarbeiter mehr. Im Kampf um Talente müssen die Firmen diesen in einem knappen Arbeitsmarkt ein besseres Arbeitsumfeld bieten als andere potenzielle Arbeitgeber. „Sie suchen Flächen, in denen neue Arbeitskonzepte gut dargestellt werden können, und sie wollen die Bürosituation für ihre aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter verbessern“, meint Alexander Fenzl von OPTIN Immobilien. Die neuen Arbeitswelten benötigen eben auch einen neuen „Spirit, Look & Feel des Gebäudes“, so Thomas Schanda.

Jenseits der Bürotür

Dass der Arbeitsplatz hinter der Bürotür endet, ist längst passé. „Mitarbeiter legen auch großen Wert auf eine entsprechende Infrastruktur, also auf Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants sowie eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel“, so Martin Müller. Hinzu kommen weitere Annehmlichkeiten wie beispielsweise ein Fitnesbereich im Bürohaus, Duschen für Fahrradfahrer, verschiedene „Hotel“-Services, Konferenzzentren für tageweise zusätzliche Anmietung sowie zahlreiche Rückzugsorte. „Work-Life-Balance soll auch in Bürogebäuden widergespiegelt werden“, erklärt Elisa Stadlinger. Dies sind die ausschlaggebenden Gründe, warum der Fokus der Nachfrage ganz klar auf Neubauprojekten liegt. In bestehenden Gebäuden kann die gewünschte Verbesserung oftmals nicht generiert werden.

Büro ist gut, Arbeitswelten sind besser.

04.04.2025

Die Kraft der Räume – April

Farbe des Monats: Gelb / Blau – Zahl des Monats April: 498 671 894 971 847 – Motto des Monats: Ich verabschiede mich von Enttäuschungen – Thema des Monats: Zahlen zur Raumoptimierung

03.04.2025

Büromarkt Wien: Gute Nachfrage – wenig Flächen

Der Wiener Büromarkt weist einen extrem geringen Leerstand auf – bessern wird sich das in diesem Jahr nicht.

02.04.2025

Radlobby Österreich: Stadtentwicklung durch Fahrradfreundlichkeit

Die Radlobby Österreich verfolgt ein ganzheitliches Konzept der urbanen Mobilität, das über einzelne Verkehrsmittel hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Idee der Multimodalität: Menschen bewegen sich nicht ausschließlich mit einem Verkehrsmittel, sondern kombinieren verschiedene Transportoptionen flexibel.

Geschrieben von:

Chefredakteur bei

Immobilien Redaktion
Interview-Partner:
Dieser Inhalt:
  • Erschienen am:
    17.10.2019
  • um:
    07:14
  • Lesezeit:
    3 min
  • Bewertungen und Kommentare:
    0
  • Jetzt bewerten

Werbung

Kategorie: Trends

Artikel:508

Auch wenn Immobilien nicht beweglich sind, so sind es doch ihr Umfeld und ihr Innenleben. Viele Trends und Entwicklungen in unserer Welt betreffen entweder direkt oder indirekt die Immobilie. 
Einer der Megatrends des 21. Jahrhundert ist jedenfalls die Digitalisierung. Sie wird massive Veränderungen in unserer Gesellschaft bringen. Natürlich macht sie auch vor Immobilien nicht halt. Der digitalisierte Wandel verändert die Immobilienwelt in einem ungeahnten Ausmaß. Deshalb haben wir dieser digitalen Revolution neben den „Trends“ einen ganz wesentlichen Stellenwert eingeräumt.

Newsletter Abonnieren

Abonieren Sie unseren täglichen Newsletter und verpassen Sie keine unserer redaktionellen Inhalte, Pressemeldungen, Livestreams und Videos mehr.

Bitte geben Sie Ihren Vor- und Nachnamen ein, es sind exakt 2 Worte beginnend mit Großbuchstaben erlaubt.

Vielen Dank! Ihre Daten wurden gespeichert. Damit Ihre Anmeldung gültig wird klicken Sie bitte den Link in dem Bestätigungsmail das wir Ihnen gesendet haben.

Werbung

Das Immobilien-Redaktion Unternehmen der Woche 13/2025

Wir Gratulieren IMMOcontract zu erreichten 150 Punkten!

Platz 2

Immobilienrendite AG

Hollandstraße 14, 1020 Wien

Die Immobilienrendite AG sucht unterbewertete Immobilien, um mit kreativen Lösungen neuen Nutzen für Mieter, Investoren, Banken und Käufer zu schaffen.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News

Platz 3

ARE Austrian Real Estate GmbH

Trabrennstraße 2B, 1020 Wien

Mit einem Portfolio von 582 Bestandsliegenschaften und rund 35 Projekten in Entwicklung zählt die ARE Austrian Real Estate zu den größten österreichischen Immobilienunternehmen. Eine ihrer Kernkompetenzen ist die Entwicklung zukunftsweisender Stadtteile und Quartiere mit durchdachter Infrastruktur. Bei der Bewirtschaftung ihres breitgefächertes Portfolio an erstklassigen Büro-Objekten setzt die ARE auf kontinuierliche Bestandsoptimierung und individuelle Nutzungskonzepte mit bestmöglichem Service für ihre Kund*innen. Höchste Nachhaltigkeitsstandards und das Bekenntnis zum Klimaschutz stehen dabei stets im Zentrum des Wirtschaftens.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News