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Sechs Monate Mietendeckel in Berlin

Für die sechs Monate nach Inkrafttreten des Mietendeckels in Berlin lässt sich eine erste Bilanz ziehen



Während das Mietpreisniveau in Berlin insgesamt relativ stabil geblieben ist, sank es im gedeckelten Marktsegment – bei den Bestandswohnungen bis Baujahr 2014, die ja betroffen sind, um 1,1 Prozent.

Hinzu kommt ein ungewollter Effekt, der den Druck auf den Berliner Wohnungsmarkt weiter erhöht: Der Mietendeckel lässt das Angebot an Mietwohnungen einbrechen. Laut einer Auswertung der Value AG, basierend auf Angebotsdaten der empirica-systeme Marktdatenbank, ist die Anzahl öffentlich angebotener Mietwohnungen, die unter den Mietendeckel fallen, seit Jänner 2020 um rund 50 Prozent gesunken.

Die Gründe dafür: Die Vermieter sind verunsichert, und viele warten einmal ab, wie sich die Situation weiterentwickelt, bzw. geben die Mietwohnungen im eigenen Umfeld weiter.

Außerdem wollen unter den gegebenen Umständen viele verunsicherte Investoren ihre Häuser verkaufen. „Wir haben ein enormes Angebot an Zinshäusern“, stellt Alexander Neuhuber von MAGAN Advisors fest. Und die meisten Zinshäuser liegen im Milieuschutzgebiet und sind daher vom Mietendeckel betroffen.

„Jeder versucht noch zum alten Preis zu verkaufen“, meint Alexander Neuhuber, aber es ist zu erwarten, dass sich die Preise anpassen werden müssen. Sollte der Mietendeckel bleiben und nicht gekippt werden, dann, meint Neuhuber, „gibt es einen Kahlschlag“.


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Walter Senk ist Chefredakteur der Immobilien-Redaktion, die er 2010 gründete. Er ist seit über 20 Jahren Journalist mit dem Fachgebiet „Immobilien“. Er konzipiert und betreut Newsletter und Magazine für Medien und Unternehmen, moderiert Veranstaltungen und leitet Podiumsdiskussionen.


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