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Immobilien auf den Florida Keys

Immobilien in Florida, so wohnen sie im Land von Donald J. Trump

Der Rabauke im Weißen Haus vermiest einigen Teilen der Menschheit das Leben. Und auch viele, die sich schon lange einen Wohnsitz oder eine Ertragsimmobilie in Florida zulegen wollten, werden abgeschreckt. Ihnen sei allerdings das Wort Winston Churchills ans Herz gelegt, der einst sagte: „Man kann sich immer darauf verlassen, dass die Amerikaner das Richtige tun … nachdem sie alles andere ausprobiert haben.“

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Ausländische Käufer auf dem Vormarsch in den USA

Kalt ist es um diese Jahreszeit in Österreich, aber in Florida schaut die Welt schon wieder ganz anders aus. Der südliche Bundesstaat gilt neben Texas und Kalifornien als die beliebteste Investment-Destination bei Wohnimmobilien für ausländische Käufer.

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Wer kauft in welcher Stadt? Der Wohnimmobilienmarkt weltweit

Kauft man eine Immobilie besser in Miami oder in Dubai? In Paris oder Berlin? Welche Wohnwünsche, Wohnträume und vor allem Lebensgewohnheiten in welchen Metropolen passen zu welchen internationalen Klienten? Es gibt bei diesen nämlich sehr unterschiedliche Geschmäcker, was die Wohnimmobilien, aber auch was die Städte betrifft.

Florida zählt noch vor Kalifornien und Texas zu den beliebtesten Destinationen für Wohnimmobilien von Ausländern, sprich: von nicht US-Amerikanern. Das Leben in Florida ist noch immer angenehm. Das warme Klima und auch die Lebenshaltungskosten sind bei einem Dollarkurs um die 1,15 pro Euro günstig: So gibt es beim Lebensmittelhändler Publix (vergleichbar mit dem heimischen Billa, nur ungleich größer) ein knappes halbes Kilo (Amerikaner rechnen in Pfund; 1 lb = 0.4535923 kg ) Rib-Eye-Steak um acht Dollar; Spareribs um knapp zwei Dollar. Wer einmal US-Steak genossen hat, wird sich übrigens nur schwer an etwas anderes gewöhnen wollen. Brot, Gemüse und Früchte belasten das Budget kaum. Getränke, Gewürze, Senf oder Mayonnaise werden immer wieder „2 für 1“ angeboten. Teuer im Vergleich zu Österreich sind Toilettenpapier und Küchenrollen. Beim Warenhausriesen Walmart kann man Calvin-Klein-Jeans um 27 US-Dollar erstehen, Wrangler-Jeans werden sogar ab 15 Dollar angeboten. Die Preise sind immer netto, aber es kommen noch, regional verschieden, ein paar Prozent Steuern dazu.

Benzin kostet um die 2,60 US-Dollar pro Gallone (3,78541 Liter). Ergibt zum Beispiel in Miami aktuell Ende August einen Literpreis von 0,75 US-Cent – macht 0,64 Euro-Cent pro Liter. Davon können Europäer nur träumen. Wohl auch von einem Chevy Malibu um knapp 22.000 US-Dollar oder einem Porsche Macan um 51.500 US-Dollar – alle mit überkompletter US-Ausstattung, versteht sich.

Worauf man beim Kauf achten muss

Wer sich entschließt, eine Immobilie in Florida zu erstehen, muss neben der Abwicklung und einer eventuellen Finanzierung, für die es entsprechende Makler gibt, noch auf ein paar Eigenheiten achten. Das sind zunächst einmal die Aufenthaltsbestimmungen für Ausländer, die man am besten vorher mit dem Konsulat abcheckt. Sobald man eine Immobilie gewählt hat, ist es besonders in Florida unumgänglich, auf versteckte Fußangeln wie die Eigenheimversicherung zu achten, die je nach Hurrikan-Lage exorbitant sein kann, oder den Energieversorger, der manchmal für das Verlegen der Leitungen unter die Erde wegen der Wirbelstürme Haushalte mit bis zu 300 US-Dollar pro Monat zusätzlich belasten kann. Also immer vorher informieren und die aktuelle Kostenlage vom Makler, der für korrekte Aussagen haftet (bei „Schwindeln“, für das es auf Englisch kein Wort gibt, nur für „Betrügen“, also „cheat“, droht Lizenzverlust), schriftlich bestätigen lassen.

Option: Vermietung

Wer sein Anwesen dann gewinnbringend vermieten möchte, ist in Florida bestens aufgehoben: Die Nachfrage nach Ferien-Mietimmobilien ist hoch und es gibt eine komplette Service-Infrastruktur, die von der Vermarktung bis zur Pflege der Gartenanlage und der Pooleinrichtungen alles erledigt.

Das Angebot ist riesig und sollte nach klimatischem Wunsch getroffen werden: Im Süden ist es immer warm, aber es kann im Sommer unerträglich schwül werden. Im Norden kühlt es im Winter bis auch für uns als herbstlich empfundene Temperaturen ab. In äußerst seltenen Fällen kann es im Norden auch Nachtfrost geben.

Cape Coral an der Golfküste

Vor allem bei Deutschen sehr beliebt ist Cape Coral an der Golfküste, in der Nähe von Fort Myers und knapp drei Autostunden von Disney World und den anderen Attraktionen entfernt, wo es auch einen internationalen Flughafen gibt. Dementsprechend gibt es vom deutschen Bäcker bis zum deutschen Friseur ein buntes Angebot für Heimwehkranke. Das Land ist seit den 1950er-Jahren von zwei Brüdern entwickelt worden, die erst einmal Kanäle zum Meer graben ließen, was damals auf blankes Unverständnis stieß. Die Gegend war für Immo-Profis völlig uninteressant und daher spottbillig. Heute weiß man um die Weitsicht der Geschwister, denn unzählige Villen liegen am Kanal mit direktem Meerzugang und verfügen über die begehrte „Western Exposure“ Richtung Sonnenuntergang.

Angebote für jeden Geschmack …

So gibt es in North Fort Myers gleich an einem Kanal mit direktem Zugang zum Golf von Mexiko ein Haus mit zwei Schlafzimmern, drei Bädern, riesiger Küche, Terrasse mit Fliegengitter umschlossen, Bootssteg und Doppelgarage um 289.000 US-Dollar Verhandlungsbasis. Das Baujahr 1988 ist von Vorteil, weil später – und das ist kein Scherz – kürzere Nägel für die Dachkonstruktion verwendet werden durften, was bei Starkwinden nicht von Vorteil ist.

Wer es billiger haben möchte, findet nur wenige Kilometer entfernt ein 1994 aus Beton gebautes Haus, dessen Eigentümer kürzlich verstorben sind. Es verfügt über zwei Schlafzimmer und zwei Bäder, alle Böden verfliest, einen Bootssteg und liegt in einer „Gated Community“ mit Wachdienst und Gemeinschaftsanlagen wie drei Pools, Tennisplatz, Clubhouse und beleuchteten Teichen sowie Terrasse mit Fliegengitter. Das Objekt ist für 104.000 US-Dollar am Markt; Grundsteuer plus Betriebskosten kommen auf 3.708 Dollar im Jahr.

… auch für Luxus

Für die dickere Brieftasche (in den USA gibt es nach oben kein Limit; das gilt auch für Cape Coral/Fort Myers) empfiehlt sich direkt in Cape Coral eine wunderschöne 2003 errichtete Villa mit Pool und Terrasse – alles mit Fliegengittern natürlich –, drei Schlafzimmern und einem geräumigen Wohnbereich mit Blick auf den Kanal und den Kieselsteinpool im Resort-Stil mit Salzwassersystem, drei Wasserfällen, Wasserspielen, einer Feuerstelle, einem Whirlpool und mehreren Entspannungsbereichen. Weiters dabei sind eine Gourmetküche mit High-End-Edelstahlgeräten, importierter Travertin- und Palisander-Bodenbelag, luxuriöse Bäder mit Whirlpool im Masterbad, Kirschholz-Intarsien in den Kassettendecken in jedem Zimmer, riesige Wandschränke mit maßgefertigten Einbauschränken, zwei Innenhöfe, eine importierte massive Haustür (Italien) sowie eine Zwei-Zonen-Aircondition und ein Bootssteg mit Lift. Das Anwesen wurde kürzlich preisreduziert und wird für 748.900 US-Dollar angeboten.

Miami zwischen guter und schlechter Wohngegend

In Miami ist das Angebot gewaltig, doch es muss wie in jeder Großstadt zwischen guten und schlechten Gegenden differenziert werden. Re/Max bietet in West Miami, am Rande der Everglades und in der Nähe eines großen Einkaufszentrums, eine Doppelhaushälfte mit drei Schlafzimmern, zweieinhalb Bädern und Parkplatz um 259.000 US-Dollar an. Die 1987 errichtete Gemeinschaftsanlage umfasst Basketballplätze, Rad-/Joggingpfad, Clubhaus/Clubraum, Fitnessraum, Pool und Tennisplatz.

Bei Gemeinschaftsanlagen muss man immer vorsichtig sein, denn die mächtige Vertretung (Homeowners Association) einer solchen kann allerhand absurde Regelungen erlassen. Dazu kann zum Beispiel ein Vermietungsverbot gehören, was hier jedoch explizit nicht der Fall ist. Die Hausvertretung könnte aber ein Screening der Mieter verlangen und diese auch ablehnen.

Ebenfalls im Westen der Stadt, in der Nähe von Ikea und der Dolphin Mall, wird ein sehr schönes, 2013 errichtetes, zweigeschoßiges Haus mit vier Schlafzimmern, dreieinhalb Badezimmern und Balkon in einer Gated Community angeboten. Mit den gewölbten Decken im Erdgeschoß, komplett verfliest und mit einem offenen Zimmerplan im Erdgeschoß wirkt das Gebäude noch größer. Die Anlage verfügt über Clubhaus, einen Pool, ein eigenes Fitnessstudio und Tennisplätze. Kaufpreis: 519.000 US-Dollar.

Eines der teuersten Objekte der Stadt steht in Coral Gables: Das im neoklassizistischen Stil errichtete Haus liegt geschützt in einer Bucht auf einer Insel mit Blick auf den Atlantik. Auf dem einen knappen Hektar großen Grundstück mit tropischem Garten wurde das zweigeschoßige Haus 2007 mit 1.504 Quadratmetern Fläche, sechs Schlafzimmern, neun kompletten und drei Teilbädern sowie Kinosaal errichtet. Gewölbebögen, Rundbogentüren und bleiverglaste Fenster, Kombinationen von Marmor- und Intarsienholzböden, hohe Decken, Pool mit Wasserspielen, mehrere Brunnen, ein Atrium, Bootsanlegesteg, eine kleine Kapelle und ein herrlicher Blick auf die Gärten und Wasserwege sorgen für das Ambiente. Sotheby’s bietet es aktuell für 55 Millionen US-Dollar an.

Die Florida Keys für die Reichen und Schönen

Auf den Florida Keys, vor Jahrzehnten noch moskitogeplagtes Versteck von Gangstern und sozialen Absteigern, aber auch Wohnsitz von Ernest Hemingway, tummeln sich heute Reiche und Superreiche – trotz der Gefahr, dass die Inselkette mit Key West am Ende der Klimaerwärmung zum Opfer fallen könnte. Hier ist das Leben „easy“, alles etwas teurer als auf dem Festland und sowohl Golf von Mexiko und Atlantik praktisch vor der Haustür.

Wer auf den Keys sein Glück versuchen will, sollte sich ein kleines, zweigeschoßiges Häuschen mit Schlafzimmer im Obergeschoß auf Marathon ansehen: Im Vorjahr aus Holz gebaut und Teil einer Anlage mit Golf-/Meerzugang, hat es nur zwei Zimmer mit Nebenräumen und einen Grillplatz, aber zwei Autoabstellplätze. Das putzig anzusehende Bauwerk wurde eben erst um 3.000 Dollar preisreduziert und soll jetzt 95.000 Dollar kosten.

Teurer ist da noch ein Haus auf Betonstelzen mit zwei Schlafzimmern und einem Bad auf rund 70 Quadratmetern Wohnfläche in Key Largo, das für 349.000 US-Dollar auf dem Markt ist. Komplett verfliest, mit Balkon im Obergeschoß, lassen sich zwischen den Stelzen Auto, Motorrad und Boot bequem und schattig unterstellen. Ein kleiner Steingarten und Grillplatz gehören auf 470 Quadratmetern Grund mit dazu. Die Gemeinschaftsanlage verfügt über einen Bootsslip und einen kleinen Sandstrand.

Klotzen statt Kleckern

Und weil in den USA immer klotzen statt kleckern angesagt ist, soll auch diese Immobilie erwähnt werden: Sotheby‘s hat eine prachtvolle Villa auf Key Largo mit sechs kompletten Schlafzimmer-Suiten und fünfeinhalb Bädern auf 720 Quadratmetern und Meerzugang in 30 Metern Entfernung mit eigenem Infinity-Pool im Angebot. Das Anwesen mit luxuriöser Ausstattung, wie reichlich Marmorböden, Granitarbeitsflächen in der Küche, drei offenen Kaminen, Kino und eigenem Aufzug, liegt in einem prächtigen tropischen Garten und ist Teil des renommierten Ocean Reef Club, in dem sich US-Senatoren gerne blicken lassen. Auf mehr als 1.000 Hektar gibt es dort eine 175-Fuß-Slip-Marina für Boote, einen Helikopterlandeplatz, Championship-Golfplätze, Weltklassetennis und Rasensportplätze wie Fußball oder Kricket, ein Kulturzentrum und eine großzügige Krankenstation mit geschultem Personal – für alle Fälle. Die Villa selbst wird für 16 Millionen US-Dollar angeboten.

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Babyboomer, Millennials und Senioren – wie die Generationen den amerikanischen Markt beeinflussen

In den USA verabschieden sich die jüngeren Menschen vom „Traum vom Eigenheim“ und damit auch aus den weiter entfernten Suburbs. Sie ziehen nämlich in die Stadt. Allerdings nicht direkt in die Städte, sondern ins urbane Umfeld. Und mit welcher Entwicklung hätte Joseph Nahas, Chairman of the Board der Counselors of Real Estate in den letzten 35 Jahren nicht gerechnet?

Im Interview

Joseph G. Nahas Jr.

Vorstandsvorsitzender 2018 der Counselors of Real Estate (CRE),  Immobilienberater und Senior Vice President, Institutional Investor Relations, Equus Capital Partners , Philadelphia, Pennsylvania, USA. Joseph Nahas ist bei Equus Capital Partners, einer der führenden Private-Equity-Gesellschaften der USA, für institutionelle Kapitalaufnahme und Aktionärspflege verantwortlich. Bevor er 1999 zu Equus stieß, war Joseph Nahas in leitender Position bei Atlantic American Properties […]

Welche großen Veränderungen sehen Sie derzeit auf dem US-Immobilienmarkt?

Nahas: Ich möchte hier zwei Entwicklungen hervorheben: Erstens beeinflussen demografische Veränderungen die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt, und das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Späte Familiengründung, hohe Summen, die für die Rückzahlung von Studentenkrediten aufgewendet werden müssen, Babyboomer, die auf kleinere Wohnungen umsteigen – all das wird auch weiterhin die Nachfrage nach Mietwohnungen in den Städten und deren Umkreis anheizen. Aus einigen Studien geht hervor, dass trotz äußerst reger Bautätigkeit zu wenige Wohnungen auf dem Markt verfügbar sind. Zweitens ist zu sagen, dass die Verschränkungen von Konsumentenverhalten und Technologie sowohl den Einzelhandel als auch die Industrie grundlegend verändert hat. Bestimmte Produkte werden auch in Zukunft online gekauft und von Logistikzentren versandt werden. Es gibt aber auch Produkte, die weiterhin in traditionellen Geschäftslokalen verkauft werden. Hier ist der Standort entscheidend – er muss sehr gut sein.

Die Millennials, aber auch die Babyboomer suchen verstärkt in der City nach Wohnraum. Was sind ihre Beweggründe?

Nahas: Das hat stark mit dem Angebot in den Stadtzentren zu tun: Unterhaltung, Einkaufsmöglichkeiten, Ausbildung, Jobs. Viele Boomer bleiben wahrscheinlich aufgrund ihres Lebensstils in der Stadt, während Millennials womöglich wegziehen werden, wenn sie eine Familie gründen und bessere Schulen für ihre Kinder suchen.

Wie verändert das den amerikanischen Markt – einerseits den Investmentmarkt, andererseits den Häusermarkt in den Suburbs?

Nahas: In den letzten Jahren hat sich der Investmentmarkt sehr stark auf die Stadtzentren selbst konzentriert. Im Moment verlagert sich das aber aufgrund der Millennials, die bessere Schulen suchen, auf den Bereich um die Zentren herum (fünf bis acht Kilometer). Anders als die Medien es uns glauben machen wollen, ist das Jobangebot nicht direkt in der City, sondern in einem Bereich von fünf bis 15 Kilometern außerhalb der Zentren am größten – hier bilden nur San Francisco, Chicago und New York eine Ausnahme. Und in diesem Umfeld wird auch Wohnraum gesucht.

Wie stellt sich der Markt für Seniorenimmobilien in den USA bzw. weltweit dar? Gibt es Unterschiede?

Nahas: Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung sind die Immobilienentwickler und Investoren auf den Bereich Wohnen mit Fokus auf Gesundheitsversorgung aufmerksam geworden. Durch die höhere Lebenserwartung sind hier die Wachstumsaussichten sehr gut.

Wie stark wuchs das Investmentvolumen in alternativen Sektoren?

Nahas: Die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern ist derzeit stärker als das Angebot am Markt, das erhöht den Wettbewerb und die Preise. Auch Gewerbeimmobilien werden stark nachgefragt, es gibt wenig Leerstände. Durch zu erwartende Einnahmen sind diese Immobilien gewinnbringend.

Welche Immobilien sind für die Investoren besonders interessant?

Nahas: Neuere Gewerbeimmobilien mit langfristigen Krediten.

Sie haben auf der MIPIM ein Panel geleitet. Was war der interessanteste Aspekt, die Sie dabei erfahren haben?

Nahas: Dass der US-amerikanische und der europäische Wohnungsmarkt in den bevölkerungsstarken Zentren recht ähnlich sind, sowohl was das Angebot als auch was die Nachfrage betrifft

Gibt es eine Entwicklung im Immobilienbusiness, mit der Sie nicht gerechnet hätten?

Nahas: Immer. In den 35 Jahren meiner Berufstätigkeit hat es allerdings noch keine Zeit gegeben, in der sich alles so schnell verändert hat wie jetzt. Das hängt stark mit der Technologie und der demografischen Entwicklung zusammen. Der eklatanteste Unterschied zu früher ist die Rasanz der Veränderung: Das Auto wurde in den 1920er-Jahren erfunden, es hat aber mehr als 40 Jahre gedauert, bis sich die Vororte entwickelt haben. Das hat mit dem Autobahnbau zu tun, damit, dass Menschen aus den Städten wegezogen sind, mit dem Aufkommen von Einkaufszentren anstelle der kleinen Läden, jedenfalls mit dem Auto. Das iPhone ist erst vor zehn Jahren erfunden worden, und schon haben sich Einzelhandel und Gewerbe drastisch verändert. Mit der Entwicklung anderer Technologien wie etwa der Künstlichen Intelligenz wird die Geschwindigkeit der Veränderungen noch einen Zahn zulegen.

Interview in English:

Prior to joining Equus in 1999, Mr. Nahas was the Chief Operating Officer for Atlantic American Properties Inc., a private REIT formed from the acquisition of the majority of Bell Atlantic Properties Inc.’s, investment holdings, where for seven years he was responsible for acquisitions, dispositions and day-to-day operations of those firms. Prior to that, Mr. Nahas held various positions at Radnor Corporation, a real estate subsidiary of Sun Company, including acquisition, development and sales roles. He began his career at Helmsley Greenfield Inc. and also worked at Strouse, Greenberg Financial Corporation and Provident Mutual Life Insurance Company.

What major changes are you currently observing on the US real estate market?

Nahas: Among many, I’ll highlight two: 1st – demographic changes are and will impact residential demand for the foreseeable future. Delayed family formation, high student loan debt and downsizing baby boomers will continue to drive rental demand in cities and in fill markets around cities. Some studies indicate that despite excessive building, there continues to be a shortage of rental stock. 2nd – the intersection of consumer behavior and technology has changed the retail / industrial landscape forever. Certain products will continue to be purchased on line and fulfilled/shipped from logistics centers. Other products will still have life in traditional brick and mortar centers but only well – located ones.

Has there been a significant increase in the investment volume in alternative sectors?

Nahas: Demand for multi-family product currently out paces the offering supply resulting in very competitive offerings and increased pricing. Demand for industrial product is also strong due to low vacancy rates and strong returns driven by the income component.

How does this influence the US market—both the investment market and the housing market in the suburbs?

Nahas: In the recent past, activity was focused around the city centers, however, more recently demand is increasing in outer rings (3 – 5 or more miles) as boomer’s search for better schools. Contrary to what the media would have you believe, San Francisco, Chicago, New York being the exception, most jobs in major markets are not in the city center, but rather in the 3 – 10 mile area outside the city center.

What is the situation of the senior citizens’ housing market in the US and globally? Are there any differences?

Nahas: Given the aging of the population, housing with a focus on healthcare has gained the attention of developers/investors and growth prospects in this sector are strong due to longer mortality.

What kind of real estate are investors particularly interested in?

Nahas: Industrial, newer product with long term credit leases.

Why are millennials and baby boomers increasingly interested in residential property in the city center?

Nahas: Demand is amenity driven; access to entertainment, shopping, education, jobs. Boomers may stay due to the flexible lifestyle, millennials will leave when families are formed, and children require better schools.

You headed a panel at MIPIM. What were the most interesting aspects for you?

Nahas: How similar US housing markets in the major population centers are to their European counterparts, both from a supply and demand perspective.

Are there any unexpected developments in the real estate business?

Nahas: Always. Change is occurring at the fastest pace I have seen in my 35-year career. This is driven heavily by technology and demographics. The most dramatic difference is the pace of change. For example, the automobile was invented in the 1920’s, but it took over 40 years for the suburbs, to develop. This resulted from the interstate highway system, the migration of people out of cities, advent of malls and shopping centers over neighborhood stores. All from the car. The iPhone was invented just over 10 years ago and retail, industrial have changed dramatically. As other technologies develop such as Artificial Intelligence, the pace will accelerate.

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USA: Einbruch im Häusermarkt

USA: Einbruch im Häusermarkt

Von dieser Entwicklung in den USA sind selbst langjährige Makler überrascht: Der Häusermarkt befindet sich in einer rasanten Abwärtsbewegung. Allerdings handelt es sich dabei um den Luxusmarkt.

So etwas haben wir noch nie erlebt

Die Strände von Miami, die schneebedeckten Hügel von Aspen oder die Hamptons in der Nähe von New York sind die Enklaven der Reichen und Schönen– der ganz Reichen, nämlich vom berühmten einen Prozent. Seit vielen Jahrzehnten gelten die Hamptons als Mekka der Superreichen und dienen vorrangig wohlhabenden US-Amerikanern als Wochenend- bzw. Sommerresidenz. Zahlreiche Milliardäre sowie Persönlichkeiten aus Industrie, Finanzwirtschaft, Film und Fernsehen haben hier ihr Domizil. Neben „The Hamptons“ werden auch der Skiort Aspen in Colorado und die noblen Gegenden von Miami derzeit von einem Preisverfall erfasst, der enorme Ausmaße angenommen hat. Es sah schon Ende 2015 nicht wirklich gut aus, aber die Zahlen für 2016 haben die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Der Markt bricht ein.

Der Aspen-„High End Luxury“-Häusermarkt– immerhin wurden in seiner besten Zeit zwei Milliarden Dollar im Jahr umgesetzt– erlebt einen Einbruch um fast 45%– das ergab die Datenauswertung von Land Title Guarantee Co. Lediglich 500 Millionen Dollar wurden hier im ersten Halbjahr für Häuser der Luxusklasse ausgegeben, während es im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch knappe 940 Millionen gewesen sind, wie die Denver Post berichtet. Und das, obwohl der Luxusmarkt in Aspen zu den robustesten US-amerikanischen Märkten zählt, wo die Käufer Schlange standen und bereit waren, ab 10 Millionen Dollar in eine Immobilie zu investieren– bezahlt fast immer in bar. Sie sind verschwunden.

Nachfrage und Preise

Dass die mangelnde Nachfrage auf die Preise drückt, ist klar. 2015 kostete der durchschnittliche Quadratmeter in Pitkin County– bekannt für Luxusimmobilien– noch 15.000 Dollar, jetzt gibt es ihn schon um 11.000. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass ab 2014 die Preise ziemlich angezogen haben und die Käufer der Meinung waren, dass sich dieser Aufwärtstrend weiter fortsetzen wird. Dass der Preisanstieg nicht nachhaltig war, zeigt sich jetzt allerdings ganz offensichtlich.

Warum?

„Fragen Sie ein Dutzend Marktbeobachter weshalb, und Sie bekommen ein Duzend Antworten“, schrieb eine amerikanische Zeitung über die aktuelle Situation: die Unsicherheit rund um die Präsidentschaftswahl, die Angst vor Trump, die Angst vor Clinton, wachsendes Handelsungleichgewicht mit China, der Brexit, die Achterbahnfahrt der Ölpreise, … Kurz und gut, es handelt sich um einen Verlust an Vertrauen in die Zukunft. Der Abwärtstrend hat sich zwar schon vor einigen Monaten abgezeichnet, aber dass es so schlimm kommen würde, damit haben die wenigsten gerechnet. Die Situation erinnert an das erste Halbjahr 2009, als der Markt im Zuge der Bankenkrise ebenfalls komplett nachgegeben hat.

Miami in Vice

Ähnlich die Situation in Miami, wo die Verkäufe von Luxus-Eigenheimen um 44% einbrachen. Laut jüngstem Bericht der Miami Association of Realtors ist die Situation am lokalen Luxusimmobilienmarkt genauso schlecht, wenn nicht schlechter als in den Hamptons und in Aspen. Schlechter deshalb, weil in Miami nicht nur die Verkäufe von Luxus-Wohneinheiten, sondern auch die von teuren Immobilien nachgaben, allerdings nur um 21%. Wie dem auch sei, Verkäufe dauern mittlerweile doppelt so lang wie noch vor einem Jahr– und meistens lassen sich die Immobilien nur mit Rabatt losschlagen. In Miami wird für den absackenden Markt auch der teure Dollar verantwortlich gemacht, denn hier, an den Stränden Floridas, sind es zahlreiche Ausländer, die Immobilien erworben und den Markt in den vergangenen Jahren gepuscht haben. Derzeit stehen rund 2.500 Immobilien ab einer Million Dollar zum Verkauf, und die Interessenten halten sich wohlweislich zurück. Wer weiß schon, wie weit der Preisrückgang noch gehen wird?

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