Schlagwort: Mipim

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MIPIM PropTech Europe – Technologieschub für Immobilien

In Paris gezeigte PropTechs bestechen mit reifen Lösungen sowie mehr Breite und mehr Tiefe im Angebot.

Robomanager

Assetmanagement ohne Brüche ins digitale Zeitalter zu holen, das verspricht „Proda.ai“ mittels automatisierter Datentransformation. Ausgehend vom Lebenszyklus technischer Anlagen, unterstützt „Accruent“ die Entscheidungsfindung. „Alhambra“ stellt hingegen das Mietermanagement in den Mittelpunkt und bietet Alarmfunktionen in Echtzeit. Den Arbeitsfluss verbessern wollen diese PropTechs alle. „eFront“ tut das über Leistungs- und Risikoauswertungen gegenüber anderen Assetklassen. „Tower360“ aus Deutschland ist eine webbasierte Schnittstellenlösung und wertet Kennzahlen über die Bewirtschaftung von Objekten aus, inklusive Benchmarking. Übersicht übers Portfolio auf allen Geräten, über Grenzen und Zuständigkeiten hinweg, soll das in Finnland gegründete „Assetti“ bieten.

Investieren und Blockchain

Ebenfalls aus Finnland kommend, versetzt „bitofproperty“ die vielen „kleinen Investoren“ in die Lage, via Blockchain in den Handel mit Bestandsimmobilien einzusteigen. Bei Bauprojekten wiederum ermöglicht „Walliance“ aus Italien erstmals der Crowd die Beteiligung an Projekten auch über Kontinente hinweg.

Energie greifbar

Bei „Hello Energy“ aus den Niederlanden stellt man bewusste Energieeinsparung in den Mittelpunkt. Bei großen Gebäudeeinheiten hänge es nämlich letztlich vom Verhalten der Nutzer ab, ob tatsächlich gespart wird. „Dabbel“ aus Deutschland misst über Sensoren nach und setzt lernende Systeme ein.

Datengebäude

Den digitalen Türsteher gibt es mit dem berührungslosen Handscanning von „Idemia“, einer alteingesessenen Technologiefirma. „Bluebolt“ aus Polen ist ebenfalls Teil eines Konzerns und bietet digitale Zugangs- und Administratorenlösungen fürs Co-Working. Soft Facts in Daten umwandeln, das kann „Kandu“, ein universales Desktop-Gerät für Licht, Luft und Wärme sowie Lautstärke. Dieses Start-up gehört dem Weltkonzern Saint-Gobain.

Immobilienvertrieb 4.0

„Flatsy“ bietet in Frankreich Erstbesichtigungen über eine Art Outsourcing. Subagenten werden für Besichtigungen vermittelt, um damit Leerläufe für die Professionisten zu reduzieren. „Archisketch“ bringt Vermessungen und Visualisierungen per Handytool, und beides kann der Makler nun selbst durchführen. „Realko24“ aus Polen produziert Marketingleads per Matching mit Suchwünschen. Kurzzeitvermietung über Grenzen hinweg bietet „Plannr.eu“, als Teil eines One-Stop-Shops für Auswanderungswillige. „Apimo“ ist ein CRM für Makler der nächsten Generation mit „Kunden-Matching“ im Kern. Wem die friktionsfreie Wohnungsübergabe ein Anliegen ist, dem wird „mashroom“ gefallen. Das Portal bringt Nachmieter und Vormieter zusammen und präsentiert dies den Vermietern als komfortable Übergabelösung ohne eigentlichen Vermittler.

Digitale Räume

Zugangssysteme über die Cloud bietet zum Beispiel „Salto“. Elektronische Schlüssel mit Zutrittsverwaltung übers Netz sollen moderne Arbeitswelten implementieren helfen. Am Konsumenten nah dran ist „Sesame Technology“ mit dem Türöffner per Handy. Mit „Spaceti“ ist die Raumnutzung per Indoortracking analytisch erfasst.

Mieterservices

„Juumo“, ein belgischer Anbieter, ist dabei, die Hausverwaltung inklusive Vertragsabwicklung zu digitalisieren. „Askporter“ aus dem UK soll per Sprachassistent sogar wie ein Portier funktionieren, um damit eine Art digitales Facility-Management aufzuziehen. Mit dem Google-Konzern im Rücken gewann das PropTech in Paris die MIPIM PropTech Challenge. Den „Wohlfühlfaktor“ in Bürogebäuden zu heben, soll mit „Wisebuilding“ aus Frankreich gelingen. Ähnliches leistet „Monbuilding“ und zwar dank digitalem Helpdesk, schwarzem Brett oder integriertem Bezahlen online. Neue Co-Working-Flächen will man europaweit bei „Workero“ aus Belgien mit der passenden Community versorgen. Das absolut innovative Konzept konzentriert sich aufs Vernetzen potenzieller Co-Worker und verknüpft sie mit leeren Flächen in Bürogebäuden.

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MIPIM PropTech Europe – die Start-up-Szene und die Immobilien

Exklusiv von der MIPIM PropTech Europe in Paris: Ein Kundenportfolio sowie Finanzierungen sind Voraussetzungen fürs Durchstarten.

Ziemlich genau 1.700 Personen waren zur zweiten Ausgabe der MIPIM PropTech Europe in Paris erschienen. Rund 500 davon kamen als Vertreter von Technologiefirmen und Start-ups. Spaceflow heißt ein Softwareentwickler, der eine Komplettlösung für den Gebäudebetrieb anbietet. Caroline Monast, beim tschechischen Jungunternehmen für strategische Geschäftsentwicklung zuständig, beschreibt die Erfahrungen: „Wir sind seit zwei Jahren am Markt und haben uns von ,Zero to Hero‘ entwickelt.“ Für 15 Immobilienfirmen ist man mittlerweile tätig, die wiederum 50 Gebäude bearbeiten. Apps für Nutzer und Dashboards für das betriebliche Management werden geliefert. Was beim Markteintritt geholfen hätte, wäre die sofortige Anwendbarkeit: „Plug and Play erleichtert den Zugang zur Immobilienwirtschaft.“ Für den Fall, dass man selbst nicht weiterkommt, wie bei der smarten Gebäudetechnologie, hat man Partner an Bord.

Zählbare Ergebnisse

Weiterkommen würde man bei den Kunden nur mit wirklichen und vor allem auch überprüfbaren Verbesserungen. Darunter kann man höhere Auslastungen oder Einsparungen im Betrieb verstehen. Bei Hxperience, einem französischen Start-up, will man zum Beispiel per vorausschauender Wartung bis zu 70 Prozent Kosten sparen und mit smartem Gebäudebetrieb 30 Prozent mehr an Auslastung herausholen. „Man muss an den Schmerzpunkten der Kunden ansetzen“, erklärt der Co-Founder Didier Lamy den Schlüsselfaktor, um von den Großen der Branche ernst genommen zu werden. Perfekt müsse eine Lösung am Anfang gar nicht sein. Partner spielen auch hier eine wichtige Rolle, in diesem Fall beratend und beim Design. Um das Produkt auszurollen und ein Geschäftsmodell am Markt zu platzieren, brauche es das. Dann könne man sich voll auf die Kunden konzentrieren, zu denen hier die französische Bahn SNCF oder der Chemieriese Merck zählen.

Fit für die Zukunft

Auch rund 200 gewerbliche oder institutionelle Immobilieninvestoren und Vertreter von Venture Capital (VC) Funds suchten auf der Pariser Veranstaltung ihre Chancen. Mancher sieht die Jungunternehmer, die teilweise gar nicht so jung sind, in der bedeutenden Rolle von Katalysatoren. „Einfach rausgehen und die besten Partner finden, um mit ihnen das Geschäft zu machen“, lautet die Empfehlung von Roelof Opperman, Vertreter des Kapitalgebers Fifth Wall. Eine Beraterin aus dem United Kingdom, auf den Zweck ihres Besuchs angesprochen, tat genau dies: „Ich bin hier, um für meine Kunden aus der Immobilienwirtschaft geeignete Lösungen im Bereich Gebäudeverwaltung auszusuchen.“

Partner für den Erfolg

Einige Branchenvertreter sehen sich also um, und der Orientierungsbedarf ist groß. Charles Boudet, Leiter von JLL Frankreich, weiß, warum: „Wir müssen heute eine Vorstellung davon gewinnen, welche Form unsere Dienstleistung in Zukunft haben wird.“ Beim größten europäischen Softwarehaus SAP schätzt man die Agilität der kleinen Unternehmen. „Wir bilden gezielt Partnerschaften mit PropTechs und designen gemeinsam Lösungen“, sagt Marco Hofmann, Leiter der Entwicklungsabteilung Real Estate beim Konzern. Offene Prozesse brauchen allerdings auch eine entsprechende Bereitschaft. Pierre de Milly von Schoolab rät daher, konsequent zu sein: „Wenn man sich dazu entschließt, sollte man die Zeit nicht damit verschwenden, mit den Start-ups um ein paar Schreibtische zu feilschen.“

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MIPIM PropTech Europe – die Gebäude und das Datengold

Exklusiv von der PropTech Mipim in Paris, die letzte Woche stattfand. Technologischer Fortschritt macht vor den Immobilien nicht halt, und Datennutzung geht damit einher.

Am zweiten Tag der MIPIM PropTech Europe erwartete die Teilnehmer vor dem Veranstaltungsort eine Gruppe Demonstranten. Globale Finanztransaktionen würden ohne Rücksicht auf lokale Bewohner erfolgen, so deren Befürchtung. Was das mit PropTech zu tun habe, wurde mit dem Verweis auf die Nutzenmaximierung mit Daten und die Ausgrenzung von Bewohnern begründet. „PropTech ist nur Teil des größeren Ganzen, wo auch Govtech ein Rolle spielen wird“, entgegnete einer der Veranstaltungsteilnehmer, Jack Sibley von Nuveen Real Estate. Als Innovationsbeauftragter eines global agierenden Konzerns auf dem Podium darauf angesprochen, äußerte er die Hoffnung: „Technologie kann für alle sein.“ Trotzdem konnte er nicht ausschließen, dass die zukünftigen Smart Cities mit Datensilos privater Konzerne in den USA oder auch staatlich verwaltete in China einhergehen. Korrekturbedarf, so die Schlussfolgerung, sei generell zu erörtern und ließe sich nicht auf die Immobilienwirtschaft reduzieren.

Globaler Datenschatz

Beim Datenspezialisten Placense, der weltweit über eingekaufte Handy-App-Daten via Massenströme Standortentscheidungen ableitet, betont man die totale Anonymität sowie die Datenschutz-Konformität. Ähnlich argumentiert man bei Cloud-Services, die nebenbei rund um den Globus Daten sammeln. Mit „Mapwize“ wird Indoor-Navigation massentauglich gemacht. Ein ähnliches Segment mit anderem Anwendungsfall deckt „Matterport“ ab. Das Unternehmen ermöglicht es dank AI-Software jedem und jeder, in der Cloud mittels 3D-fähiger alltagstauglicher Kameras 360-Grad-Rundgänge zu produzieren. Über eine Million Visualisierungen sind über die Plattform schon erfolgt, hundert Millionen lautet das nächste ambitionierte Ziel. Auch wenn in Österreich noch die wenigsten davon gehört haben werden, steht dem Vernehmen nach der Markteintritt im DACH-Raum bevor.

Vernetzte Arbeitswelten

Wachstum ist auch beim Co-Working-Marktführer WeWork das Um und Auf. 500.000 flexible Desks hat das Unternehmen weltweit an Kapazitäten mittlerweile aufgebaut. „Im nächsten Jahr sollte sich der Bestand schon auf eine Million verdoppelt haben“, kündigt Nicolas Maciocia an, der im Konzern Leiter des Immobilienbereichs ist. Demnächst würden 50 neue Standorte hinzukommen. Am Ende, so die ultimative Vision, könne man möglicherweise auch auf 500 Millionen Schreibtische kommen. Mit Datenanalyse und Heat-Maps werden nicht nur die Standorte ermittelt, sondern auch die Akzeptanz von Einrichtungselementen. Außerdem steht das Unternehmen über eine App mit den Kunden immer in Kontakt, und man verweist auf eine Auslastung von 95 Prozent. Diese könnte freilich zulasten des traditionellen Geschäftsmodells in der Bürovermietung gehen, dann nämlich, wenn vermehrt große Unternehmen mit flexiblen Kapazitäten operieren. Hannah Prideaux von District Technologies empfiehlt, als Vermieter Antworten zu geben: „Statt Raum unvermietet leerstehen zu lassen, kann man auch geteilt vermieten.“ Ihr Unternehmen bietet Softwarelösungen an, mit denen herkömmliche Büros ins neue Zeitalter geholt werden. Gebäude bekommen eine Art Betriebssystem mit App für die Nutzer und mit Sensoren für die Technik, dank derer sich am Ende alles smart abstimmen lässt.

Auf das „Wie“ kommt es an

Was umstrittene Datenfragen betrifft, wächst marktseitig der Druck auf Immobilienmanager, von Informationen möglichst auch Gebrauch zu machen. Jörg Flecker, Forscher für IT-Arbeitssoziologe an der Uni Wien, forderte zuletzt auf, das mit Bedacht zu tun: „Technologie entwickelt sich nicht von selbst so, wie sie sich entwickelt.“ Sie könne auf den Menschen ausgerichtet sein oder auch Selbstzweck bleiben. Im besseren Fall sollte sich der menschliche Gestaltungsspielraum durch weniger Routinearbeit erhöhen, und das, ohne andere Menschen unter Druck zu setzen. Hier sei wesentlich, dass demokratisch mitgestaltet wird, da der Spielraum ansonsten anders genutzt wird.

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Im Schatten der MIPIM – was wählen die Profis?

Die Immobilienbranche befindet sich in rasanter Veränderung. Für die heimischen Profis ein schwieriges Terrain.

Die Assetklassen spielen verrückt. Waren vor zwei Jahren die Bürohäuser in aller Munde, so sind es mittlerweile Wohnprojekte. Die heimischen Immobilienakteure beobachten zwar mit Akribie die Entwicklungen, aber sie arbeiten auch an ihren eigenen Ideen und folgen ihrer Intuition. Sehr oft haben sie schon bewiesen, dass sie im Markt weitblickend agieren.

CEE wird aktuell

Die Immobilienmärkte profitieren derzeit noch immer stark vom Niedrigzinsumfeld und der allgemeinen guten wirtschaftlichen Entwicklung. „Grundsätzlich sind das sehr gute Rahmenbedingungen für alle Assetklassen, aber natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle, und man muss hier auch stark zwischen verschiedenen regionalen Märkten unterscheiden“, meint Ernst Vejdovszky, CEO der S IMMO AG. Schon 2006 hat er mit dem Engagement in Deutschland Weitblick bewiesen. Aktuell sieht er neben Berlin auch „in Osteuropa ein deutlich steigendes Interesse, sowohl von Investoren als auch von Mietern“. Die S IMMO begann das Jahr unter anderem mit zwei Zukäufen von Grundstücken in Budapest und Bukarest. Hier sollen Büroprojekte entstehen – „aber auch in Bratislava und Zagreb werden weitere Investitionsmöglichkeiten geprüft“, meint Vorstandskollege Friedrich Wachernig.

Sekundarstädte als Renditenbringer

In den CEE-Märkten investiert auch die Warimpex, wobei sich die Städte verändern, denn Franz Jurkowitsch, Warimpex-CEO, meint, „dass einige Sekundärstädte abseits der Hauptstädte bei Investoren immer mehr an Attraktivität gewinnen“. Zwei Argumente zählen für den Warimpex-CEO: „Der Markt ist noch nicht überlastet, und der Bedarf an Hotel- und Büroprojekten ist groß.“ Wobei die Warimpex in der kommenden Zeit nicht nur auf die angestammten Märkte, sondern auch auf ihre bewährten Immobiliensegmente setzt. „Als Spezialist für Büro- und Hotelentwicklungen sehen wir in diesen beiden Assetklassen auch in Zukunft großes Potenzial“, sagt Jurkowitsch:„Ein attraktiver Bürostandort wird durch die unmittelbare Nähe eines Hotels wesentlich aufgewertet.“

Wohnen (mit Arbeiten) in allen Varianten

Mit seinem neuen Konzept Vienna House R.evo bewies Vienna House erst kürzlich, dass beide Welten – also Hotel und Büro – sogar noch mehr verschmelzen. Im Vienna House R.evo können Gäste oder Bewohner für eine Nacht, mehrere Monate oder auch nur für einen halben Arbeitstag einchecken. Für Andreas Köttl, CEO value one holding AG, haben Hotel und Microliving in den kommenden zwei Jahren das größte Potenzial: „Die Bevölkerungsstruktur verändert sich hin zu Single-Haushalten, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Immobilien: Flexibilität und Mobilität gewinnen bei Nutzern an Bedeutung.“ Maximilian Pasquali, Deputy CEO der EYEMAXX Real Estate Group, geht bei Hotels und Serviced Apartments „ebenfalls von einer weiter guten Entwicklung aus“. Im Fokus der Aktivitäten stehen aber für ihn die Kernmärkte Deutschland und Österreich: „Wir schätzen Wohnimmobilien, insbesondere den Nischenmarkt Mikroapartments, als ganz besonders aussichtsreich ein.“ Die künftige Nachfrage wird seiner Meinung nach in größeren Städten bzw. im Einzugsgebiet von Metropolen stattfinden. „Wien und Umgebung bergen noch immer ein sehr großes Potenzial“, so Pasquali, „aber auch in Deutschland weisen zum Beispiel Städte wie Potsdam und Leipzig ein kontinuierliches Wachstum der Bevölkerungszahl auf.“

Stadt in der Stadt

Die Durchmischung der einzelnen Immobilien ist vielfältig. Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer SIGNA: „Die Immobilie der Zukunft dient als Stadt in der Stadt mit vielfältiger Nahversorgung und Gastronomie, umfassenden Services und einem ebenso ansprechenden wie funktionellen Office-Ambiente.“ Moderne Projektentwicklungen sollten entsprechend eine große Vielfalt an Möglichkeiten bieten, Arbeit und Alltag, Business und Freizeit harmonisch miteinander zu verbinden – und diese setzen sich in den einzelnen Stadtteilen fort: „Entwickler müssen Orte schaffen, an denen zum einen die Dynamik der Metropole spürbar ist und zum anderen Rückzugsmöglichkeiten schnell erreichbar sind.“

Digitalisierung löst demographischen Wandel ab

„Wenn wir von prinzipiellen Entwicklungen reden, würde ich sagen, ist vor allem die zunehmende Digitalisierung ein großes Thema“, so Ernst Vejdovszky: „Sie spielt bei der Verwertung von Immobilienprojekten eine immer größere Rolle.“ Für Andreas Köttl bietet sie zudem „viele Chancen – von smarten Anwendungen bis hin zur Finanzierung. Gerade digitale Zertifikate und Blockchain werden in der Immobilienfinanzierung neue Möglichkeiten schaffen.“ Die Einschätzung der beiden Profis in puncto Digitalisierung trifft genau den Punkt. Laut dem aktuellen „Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2019“ von EY überholt diese den demografischen Wandel als einflussreichsten Megatrend. „Mit 92 Prozent der Umfrageteilnehmer erhielt die Digitalisierung eine enorm hohe Zustimmung“, so Alexander Wlasto, Partner und Sector Leader Real Estate bei EY: „Auf die Assetklassen heruntergebrochen erwarten sich die Investoren positive Effekte der Digitalisierung insbesondere auf Logistik- bzw. Industrieimmobilien.“ Stärker in den Investmentfokus rücken demnach Zentrallager für 80 Prozent der Befragten, Last-Mile-Storage-Produkte und Rechenzentren.

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MIPIM PROPTECH EUROPE 2018 - ATMOSPHERE - EXHIBITION AREA

MIPIM PropTech Europe, professionelle Startups die gekommen sind um zu bleiben

Auf der MIPIM PropTech in Paris zeigten Start-ups durchgängige Lösungen. Technologische Marktreife und ein reifer Markt begegneten sich (fast) auf Augenhöhe.

Professionalität überzeugt, und darin standen die Start-ups, die auf der in Paris abgehaltenen MIPIM PropTech Europe, vertreten waren, den Immobilienprofis um nichts nach. Aus dem Start-up-Wettbewerb der Veranstaltungspremiere mit stark französischem Einschlag gingen zwei Anwendungen als Sieger hervor. Spaceti und Sensorberg liefern jeweils eine All-in-one-Lösung für offene Büro- bzw. Gebäudeumgebungen.

B2B2C

Mit SHARRY und CityLity gibt es hier auch bereits ein breites Angebot. Nicht nur Immobilieneigentümer, sondern auch Endkunden werden für neue, offene Arbeitsweisen und Arbeitswelten unterstützt. Mit der Kombination von Hard- und Software und eben ohne den reinen B2B-Fokus sind es durchschlagende Lösungen, und das ganz ohne aufdringliche Technik. Nutzer sollen einfach mit dem Handy ihre Dinge im Griff haben. Sensoren und Zutrittsysteme sind abgestimmt. Damit ist von der Garage bis zur Raumbuchung für Meetings mit Kollegen und Kunden alles vernetzt, was räumlich oder zeitlich vernetzt sein soll.

Digitales Facility-Management

Marktgängige Produkte, die das Facility-Management unterstützen, sind ebenfalls im Kommen. Mit Datapole soll das Energie- und Abfallmanagement dank künstlicher Intelligenz nochmals effizienter werden. Außerdem ließe sich die Wartung der Gebäudetechnik vornehmen, bevor sie akut wird.

Der absolute Liebling der Franzosen ist allerdings WeMaintain , ein Vermittler von Aufzugsservice. Zuletzt hat man als Gewinner eines Wettbewerbs im „Business“-TV vor breitem Publikum bewiesen, dass das Geschäftsmodell hält. In Europa und Asien wolle man aktiv sein und das Aufzugsservice von den Produzenten entkoppeln. Den Immobilienmanagern wird es recht sein, wenn für das gleiche Service Einsparungen bis zu 50 Prozent zu erwarten sind.

Digitales Immobilienmanagement

Produkte, die das Immobilienmanagement unterstützen, werden mehr und auch leistungsstärker. Neuheiten wie Assetti , EP , Deepki oder Explore bereiten Daten auf, analysieren, selektieren und leiten Handlungsbedarf ab. Markttransparenz, Portfoliomanagement oder Standortanalyse werden ebenfalls geboten, wobei hier inhaltliche Überschneidungen vorhanden sind.

Die vorerst nur in Französisch vorhandene Plattform Lafoncierenumerique bietet objektbezogen eine „Rundumlösung“. Marktdaten, aber auch Juristisches, Notarielles und Finanzielles sowie BIM und Sensorik sind Teil des großen Ganzen. Damit ist plötzlich eine einzige Plattform da, mit der sich die ganze Wertschöpfungskette abbilden lässt. HBS Research ist ebenfalls für den französischen Investmentmarkt tätig und arbeitet bereits intensiv an der Implementierung von Blockchainlösungen. Brickblock und Drooms sind international aktive Firmen, die schon bald den gesamten Verkaufsprozess digitalisieren könnten.

Direkte Vermittlung

Eine Vermittlungsplattform, die darauf bereits zugeschnitten ist, heißt oward . Das Neue daran ist, dass der Makler kaum mehr gebraucht wird. Die Vergabe erfolgt an den Bestbieter, und Informations- sowie Prozessstandards sorgen für transparente Abläufe. Beim CRM für Vermittler sind allerdings auch Produkte in Entwicklung, mit denen Makler ihre Position stärken können. Apimo bietet eine „Matching“-Funktion, die algorithmisch Kunden und Angebote verknüpft und übrigens auch in Deutsch zu haben ist.

Expansion

Nieschenplayer wie Nestpick , eine Berliner Plattform für Kurzzeitwohnen, oder der Retailvermittler eLocations gaben sich bei der MIPIM PropTech Europe expansiv. Spezialservices wie Picterra aus der Schweiz, die Satellitenbilder in Hausinformationen umwandeln, machten erstmals auf sich aufmerksam. Aus Österreich hatte sich der „Bau-Digitalisierer“ PlanRadar als Besucher eingefunden. Die heimische Immobilienwirtschaft war einzig durch die S+B-Gruppe vertreten. Ansonsten wurde deutlich, dass auf europäischer Ebene vieles passieren könnte, was derzeit noch auf Länderebene hängen bleibt.

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1.500 Besucher auf der ersten MIPIM PropTech in Paris

Technologischer Wandel wird nun auch in der Immobilienwirtschaft als Thema immer konkreter. Auf Start-ups aktiv zuzugehen könnte sich daher langfristig bezahlt machen, hieß es bei der ersten MIPIM PropTech Europe in Paris.

Aller Anfang ist schwer. Um es Start-ups und der Immobilienwirtschaft Europas leichter zu machen, wurde die MIPIM PropTech in Paris ins Leben gerufen. Frankreich mit seinen 400 Immobilien-Start-ups bot das richtige Ökosystem für die zweitägige Veranstaltung in Paris. „Momentan ist Innovation eigentlich gar nicht notwendig, um am Markt erfolgreich zu agieren“, weiß Robin Rivaton. Er ist Co-Autor des Buches „Make Real Estate Great Again“ und Mitbegründer der französischen Start-up-Vereinigung Real Estech. Im Gespräch mit der Immobilien-Redaktion rät er, Start-up-Partner zu suchen: „Wer sich vorwagt, wird in Zukunft profitieren können.“ Der digitale Weg würde Zugänge zu neuen Märkten eröffnen.

Hubs und Sensoren, verwertbare Smart Home Produkte gefragt

Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch Bridget Wilkins, Beraterin von CBRE in UK: „Die Start-ups arbeiten an zukünftigen Werten, und das kann ein starkes Motiv sein, um deren Produkte auch aufzugreifen.“ Besonders ambitioniert sind die Innovation-Hubs des Smart-Building-Projektentwicklers EDGE Technologies aus Holland. „Kapital in der Höhe von einer Milliarde Euro steht uns für weitere Projekte zur Verfügung“, erklärt Firmenchef Cees van der Spek in Paris, dessen Gebäude mit von Sensoren erfassten Daten auch das Wohlbefinden steigern sollen. Peter Bommel von Ankermieter Deloitte: „Es musste auch ein inspirierender Ort für unsere Angestellten werden.“ Das Hauptmotiv, sich einzumieten, sei gewesen, für Top-Arbeitskräfte der Digital Natives eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Bedeutung von Soft Facts und Service steigt – Coworking kein Nischenprodukt mehr

Auf die wachsende Bedeutung solcher Soft Facts verwies auf der Proptech-Veranstaltung auch Valérie Britay, Direktorin des börsennotierten Immobilienunternehmens Gecina: „Wir finden uns in einer B2B2C-Welt wieder und müssen vom Raumvermittler zum Serviceunternehmen werden.“ Sie sieht Coworking daher auch nicht als Nischenprodukt, sondern als etwas, was die Endnachfrager von morgen mit ihren Arbeitsweisen generell benötigen. Diese sind bekanntermaßen ebenfalls digital, und in einer sich verändernden Welt müsse das Immobilienangebot dem entsprechen.

Künstliche Intelligenz und aufgeräumte Oberflächen laden zur Benutzung ein

Technologie gilt als Treiber für Veränderung, wird aber laut Experten selbst immer unauffälliger. Ein Rundgang mit Blick auf die Anwendungen im Ausstellungsbereich der Veranstaltung bestätigt den Eindruck. Aufgeräumte Bildschirmoberflächen mit künstlicher Intelligenz im Hintergrund laden zur Benützung ein. Was neue Technologien für etablierte Unternehmen leisten können, darauf gab Tanguy Quero, bei Jones Lang Lasalle (JLL) für Wissensmanagment zuständig, einen Hinweis: „Im täglichen Geschäft auftretende Herausforderungen mithilfe von Start-ups besser meistern zu können, schafft eine Win-win-Situation.“ JLL ist ein weltweit aktiver Immobiliendienstleister aus den USA, der soeben einen Start-up-Fonds mit 100 Millionen Dollar an Venture-Kapital neu aufgelegt hat.

Daten nutzen statt besitzen, so werden Potentiale gehoben

Ziemlich genau 1.500 Besucher aus 47 Ländern haben an der MIPIM PropTech in Paris teilgenommen, wobei auch 188 Start-up-Firmen dabei waren. 150 größere und kleinere Investoren und Entwickler hatten Vertreter geschickt, um Technologien kennenzulernen. Öfters war in den Podiumsdiskussionen von unterschiedlichen „Mindsets“ die Rede, die aufeinandertreffen. Schwer vergleichbare Standards würden noch viele länderübergreifende Kooperationen unterbinden. Digitalisierung könnten Unternehmen nicht im Alleingang betreiben, und darum – so eine Erkenntnis – müssten große Unternehmen einen Schritt voraus machen. Daten nutzen statt sie besitzen sei in Zukunft sinnvoll. Gute Produkte damit zu entwickeln, das würden die Start-ups leisten können, um gemeinsam Potenziale zu heben.

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Zu teuer!

Kommenden Dienstag geht sie los. Die MIPIM. Europas größte und bedeutendste Immobilienmesse. Tausende Immobilien-Experten werden in das Palais des Festivals am Boulevard de la Croisette einfallen. Viele davon mit prallgefüllten Geldbörsen auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten. Im vergangenem Jahr habe ich eine Fondsmanagerin kennengelernt, die 3,5 Milliarden Euro Cash in ihrem Fonds hatte – und verzweifelt auf […]

Kommenden Dienstag geht sie los. Die MIPIM. Europas größte und bedeutendste Immobilienmesse.

Tausende Immobilien-Experten werden in das Palais des Festivals am Boulevard de la Croisette einfallen. Viele davon mit prallgefüllten Geldbörsen auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten.

Im vergangenem Jahr habe ich eine Fondsmanagerin kennengelernt, die 3,5 Milliarden Euro Cash in ihrem Fonds hatte – und verzweifelt auf der Suche nach geeigneten Objekten war. Ich glaube nicht, dass Sie nach unserem Treffen noch fündig geworden ist, denn wir trafen einander am Nachmittag des vorletzten Messetages.

In ihrer Verzweiflung nehmen heute Investoren Renditen in Kauf, die sie noch vor wenigen Jahren entschieden abgelehnt hatten. Dass sie sich damit Objekte in die Bücher holen, die sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf Jahre hinweg nicht mehr loswerden können, nehmen sie nolens volens in Kauf. Denn die Renditen sind kaum zu erhöhen. Die Mieten sind in nahezu allen Assetklassen am Limit. Mieten wachsen nicht in den Himmel – weder im Retail- noch im Office-Segment.

Wer billig kauft, kauft oft teuer. Wer aber teuer kauft, der kauft einfach nur teuer – und einen Ladenhüter.

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Buying the world

Setzt man das Thema der heurigen MIPIM „Housing the world“ mit den Geldern, die derzeit auf dem Investmentmarkt verfügbar sind, in Bezug, so ergibt sich ohnehin bereits ein klares Bild. Gut, wer sich mit seinen Projekten an die Cote d’Azur begibt.

Zwei Zutaten sind es, die den richtigen Mix für die heurige MIPIM ergeben: „Es herrscht zur Zeit starker Druck auf den Wohnungsmarkt: Neue Wohnprodukte werden entstehen, und es wird dabei darauf ankommen, quer durch alle Segmente neue Wohnflächen zu schaffen“, erklärt Walter Hammertinger, Geschäftsführer der IC Projektentwicklung. Die zweite Zutat fügt EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier hinzu, und damit ist die Messe schon umfassend erklärt: „Die MIPIM wird heuer vor allem von Investoren dominiert, die, getrieben durch das niedrige Zinsniveau und die hohe Liquidität, nach europäischen Investitionsobjekten suchen.“

Wohnbau und Investment– vor allem Cross Border– tragen die heurige MIPIM, und damit geraten die anderen Themen wie Hotels, Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung oder Migrationsbewegung etwas in den Hintergrund.

Unter anderem: drei Türme

Die österreichischen Aussteller sind auf jeden Fall gut aufgestellt, wie zum Beispiel die Austrian Real Estate. Die ARE hat „im vergangenen Jahr eine Wohnbauinitiative im Ausmaß von rund zwei Milliarden Euro gestartet“, so Geschäftsführer Hans Peter Weiss, und dementsprechend die Projekte, die er nach Cannes mitbringt, unter anderem das „TRIIIPLE“– eigentlich drei Türme– auf dem Gelände des ehemaligen Hauptzollamtes. „Wir bauen in Kooperation mit Soravia rund 500 Wohnungen und außerdem 12.000 Quadratmeter Büros“, so Weiss. Mit dem Abbruch des ehemaligen Hauptzollamtes soll demnächst begonnen werden, und kurz vor Baustart ist das ein idealer Zeitpunkt für Investoren, um in das 240-Millionen-Euro-Projekt einsteigen zu können. Vor allem deshalb, weil Projektentwicklungen aus Gründen der Rendite derzeit besonders interessant sind.

Projekte und Ideen

In der Fortsetzung der Stadteilentwicklung VIERTEL ZWEI kann Hammertinger– neben 21.000 Quadratmetern Premium-Büroflächen– mit rund 300 Wohnungen und 350 Milestone-Studentenapartments aufwarten. Neben Realitäten gibt es aber auch Ideen wie Milestone und das Konzept zu „Serviced Microliving“. „Hier haben wir mit Studio Zwei ein innovatives Produkt für den Eigentumswohnungsmarkt entwickelt“, so Hammertinger: „Microliving ist ganz klar ein Thema, das die IC in Zukunft bearbeiten und in einem internationalen Kontext weiterentwickeln wird.“

Ein ganzer Stadtteil zu kaufen

Nicht nur mit einzelnen Projekten, sondern gleich mit einem ganzen Stadtteil kommt die Wirtschaftsagentur Wien nach Cannes: „Mit dem Forum Donaustadt haben wir, gemeinsam mit unserem Partner Swiss Town Consult AG, auch ein Großprojekt mit im Gepäck, für das gerade die Investorensuche angelaufen ist“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Hirczi. Der multifunktionale Stadtteil soll im Endausbau 105.000 Quadratmeter Brutto-Geschoßfläche und 80.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassen.

Werbung für Wien

Neben dem „Forum Donaustadt“ möchte aber Hirczi mit dem Unternehmen der Stadt Wien auch Werbung für den Standort machen, der bereits zum 7. Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde: „Auf der emotionalen Ebene geht es um den Spirit, der diese Stadt ausmacht– denn wir vermitteln den Investoren, dass sie in Wien willkommen sind.“ Wer kommt, kann dann mit der Unterstützung der Wirtschaftsagentur rechnen: „Ganz große, aber auch ganz kleine Unternehmen“, so Hirczi.

Die einzige Landeshauptstadt

Nach St. Pölten will man ebenfalls Unternehmen holen, die niederösterreichische Landeshauptstadt ist neben Wien die einzige österreichische Stadt, die sich auf der MIPIM präsentiert. „Die Stadt St. Pölten kann mit großen Flächen aufwarten, und wir möchten einen Überblick über die Entwicklung und die derzeit in Umsetzung befindlichen Projekte geben“, so Bürgermeister Matthias Stadler: „Wir bieten beste Voraussetzungen für Investoren und den Ausbau und die Entwicklung von Unternehmen.“ Für Christoph Schwarz, den Leiter der Wirtschaftsservicestelle Ecopoint im Magistrat St. Pölten, liegt das Augenmerk darauf, „die Betriebsansiedelungsgebiete, allen voran NOE Central, den Investoren anzubieten und die Vorzüge herauszustreichen“. Neben dem Gewerbe sind aber auch die Wohnprojekte der stark wachsenden Stadt „für Investoren interessant“, ist sich Schwarz sicher.

Die CEE-Projekte der Österreicher …

Da die heimischen Unternehmen aber nicht nur auf dem österreichischen Markt aktiv sind, ist Cannes ein idealer Ort, um internationale Projekte ebenso zu präsentieren. Und auch wenn das Messe-Thema „housing the world“ heißt, so ganz ohne Gewerbe geht es nicht. „Neben dem umfassenden ,Face-Lift‘ bei unserem Shoppingcenter in Bukarest entsteht dort zusätzlich ein Büroprojekt“, erklärt Ernst Vejdovszky, Vorstandsvorsitzender der S IMMO AG: „Parallel dazu werden im laufenden Jahr einige Projekte in Berlin starten.“ Aber auch aus der Sicht eines potentiellen Käufers betrachtet Vejdovszky den Markt: „Eine Messe bietet sich hier natürlich an, um Opportunitäten zu prüfen und neue Projekte kennenzulernen.“

… von Hotel …

Die Themen der UBM Development AG auf der MIPIM 2016 sind „Hotel, Hotel und Hotel“, so CEO Karl Bier: „Hier ist die Marge hoch und die Nachfrage groß.“ Ein Trend, der sich im Entwicklungsgeschäft für Bier sehr positiv bemerkbar macht. „Wir werden uns daher in Zukunft noch stärker als bisher auf diese Asset-Klasse fokussieren.“ Neben Hotel- steht auch Wohnbau als Investmentprodukt auf der Liste. Übrigens nicht nur in Österreich und Deutschland, sondern auch wieder in Polen und Tschechien.

… bis Bürohaus.

Aus diesen beiden Ländern bringt auch die S+B Gruppe ihre Projekte an die französische Riviera. Unweit des historischen Zentrums Prags entwickelt das Unternehmen mit den Projekten DECO und ELEMENT Büro- und Geschäftsflächen. In der polnischen Hauptstadt Warschau werden auf insgesamt 6.000 Quadratmetern Büro- und Geschäftsflächen nach Top-Standards errichtet: Das Projekt kro.LEW.ska liegt im innersten Kern des Geschäftszentrums der Stadt.

Gekauft wird in Wien

Zurück noch einmal zu den Käufern und nach Österreich. Geht man davon aus, dass „ein Großteil der Investoren nicht aus Europa, sondern aus Asien, Australien oder Nordamerika kommen wird und nach großvolumigen Projekten Ausschau hält“, wie EHL-Chef Ehlmaier meint, dann können wir damit rechnen, dass in Österreich in den kommenden Monaten weitere neue Unternehmen als Käufer auf dem Markt auftauchen werden.

Fündig wurden sie in Cannes, gekauft wird in Wien.

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Im Wandel der Zeit

Das waren noch Zeiten, als das Laisser-faire die südfranzösische Küste beherrschte und bei der internationalen Gewerbemesse MIPIM die Nächte zu Tagen wurden.

Inland

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1989 fand im Palais des Festivals in Cannes die MIPIM zum ersten Mal statt. Damals war es noch eine Messe, die hauptsächlich von französischen Teilnehmern geprägt war, außerhalb der Wahrnehmung internationaler Immobilienunternehmen. Aber das änderte sich in kürzester Zeit.
25 Jahre gibt es mittlerweile die MIPIM, und so um die Jahre 1999/2000, schätzt Ingrid Fitzek, 2001 als Leiterin des Marketings in der WED zum ersten Mal dabei, wurde auch die Messe für die Österreicher immer interessanter und wichtiger. Wobei es auch einige „early birds“ gab, wie etwa Anton Bondi, Geschäftsführer von Bondi Consult, der bereits 1991 „als Leiter der Sparte Immobilien einer Tochtergesellschaft der Creditanstalt“ die Messe besuchte. 1993 und 1994 war er sogar gemeinsam mit Alexander Maculan als Aussteller in Cannes. Bondi gehört wohl zu den treuesten österreichischen Teilnehmern: „Wenn ich mich recht erinnere, habe ich nur drei Mal die Messe versäumt.“

Beeindruckende Preise

Erstaunt hat ihn am meisten, wie die Messe „jedes Jahr gewachsen ist und immer mehr Aussteller und Besucher gekommen sind“. Damals waren viele der Österreicher noch lange nicht so erfahrene Immobilienprofis, wie sie es heute sind, und so meint Michael Reinberg, Geschäftsführer von Reinberg Partner, rückblickend: „Beeindruckt hat mich, dass das eine ganz andere Liga war als die, in der ich üblicherweise tätig war.“ Dabei erinnert er sich ironisch an einen bleibenden Eindruck seines ersten Messebesuchs: „Der lustigste Moment war, als ich feststellte, was eine Eintrittskarte kostet.“ Internationale Verhältnisse eben, an die sich die Österreicher erst gewöhnen mussten: zigtausende Besucher, „Chaos bei Flügen, Hotels, Transfers und Restaurantbuchungen“, so Markus Neurauter, Geschäftsführer der Raiffeisen evolution. Die Hotels waren so überlaufen, dass sich selbst Wiens damaliger Vizebürgermeister Bernhard Görg mit einem Bett in einem Studentenheim zufriedengeben musste.

Ein eigener Workflow

Überhaupt hatte die MIPIM ihren eigenen Touch. Während die erst später ins Leben gerufene Expo Real in München mit deutscher Gründlichkeit als Arbeitsmesse bezeichnet wird, diente die MIPIM mehr der Kontaktpflege, den Gesprächen und dem Erfahrungsaustausch – also eigentlich dem Laisser-faire, was sicherlich auch mit der Location an der südfranzösischen Riviera zu tun hatte. Einen Eindruck von den frühen Messejahren gibt Peter Ulm, Vorstand von 6B47: „So viel, wie ich heute in einer Nacht in Cannes schlafe, habe ich früher während der ganzen MIPIM geschlafen.“ Ulm gibt sich geläutert und sieht, dass es auch den anderen Teilnehmern nicht anders geht: „Heute triffst du die Kollegen in der Früh beim Laufen.“ Events besuchen und sich die Nächte um die Ohren schlagen, war zwar das Flair, das der MIPIM anhaftete, aber nicht jedermanns Sache. So erinnert sich Stefan Brezovich, Vorstand der ÖRAG: „Das erste Mal, als ich als junger Prokurist dort war, waren mein damaliger Chef und ich am Abend bei zwei Events eingeladen, und er meinte: ,Sparen wir uns das und fahren wir lieber für ein ruhiges Abendessen nach Nizza‘.“

Die Auswirkungen der Krise

Eines hat sich aber nicht verändert, wie Friedrich Wachernigg, Vorstand der S IMMO AG, bemerkt: „Damals wie heute ist es die gleiche katastrophale Location, und die Luft im Keller ist unglaublich schlecht.“ Was aber ziemlich egal war, da sich das Wichtigste auf der Messe ohnehin auf den Booten im Hafen abgespielt hat. „Yachtpartys ohne Ende im Hafen – man hatte den Eindruck, dort findet eigentlich die Messe statt“, so Neurauter. Der Crash 2009/2010 hat seine Spuren hinterlassen, und die Messe hat einen Wandel erfahren. Das hat aber sein Gutes. In den ursprünglich immer voll besetzten Hotels, Restaurants und Bars gab es auch ohne Reservierung plötzlich Platz und, wie Rechtsanwalt Peter Oberlechner, Wolf Theiss Rechtsanwälte, meint: „Die Zeit der fantastischen und monströsen Projektideen aus einigen Staaten der Welt ist vorbei, die Leute sind realistischer geworden.“ Die Gigantomanie ist merklich zurückgegangen, und die Erwartungshaltung ist nicht mehr so überzogen wie während der Goldgräberstimmung. Utopische Projektentwicklungen „in Orten, die man gar nicht gekannt hat“ (Wachernigg), werden kaum mehr auf der Messe ausgestellt. Für Oberlechner schlägt sich diese Veränderung auch in der Wahl der Transportmittel nieder: „Die Zahl der Helikoptertransfers hat abgenommen.“

Bei den Teilnehmern reduzierte sich das Feld weitgehend auf „die erfahrenen Manager, die nach Lösungen und nicht mehr nach weiteren Expansionen suchten“, so Bondi. Eine neue Sachlichkeit ist eingekehrt, und sie scheint der Messe gut zu tun, auch wenn sie damit „weniger unterhaltsam ist“, wie Oberlechner nachdenklich anmerkt.

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„ … schön ist es zudem auch an der Côte d’Azur“

Die internationale Immobilienwirtschaft versammelt sich bei der MIPIM in Cannes, und auch österreichische Unternehmen sind wieder dabei.

Ob als Aussteller oder als Besucher, die MIPIM in Cannes ist für die heimische Immobilienbranche ein wichtiger Marktplatz, um Präsenz zu zeigen. „Schließlich treffen sich in Cannes Investoren, Banker, Planer und Entwickler aus aller Welt, um ihre Ideen und Projekte zu präsentieren“, meint UBM-CEO Karl Bier über seinen „Pflichttermin“.

Für Michael Zöchling, Geschäftsführer von bareal, ist die Messe „das wichtigste Event des Jahres“, und er wird heuer mit einem Team von fünf Investment-Spezialisten vor Ort sein: „Viele Investmentmanager nutzen die MIPIM, um eine Grobplanung ihrer möglichen Ankäufe zu machen. Wenn man bei diesen nicht auf die Shortlist kommt, ist es oft wesentlich schwieriger, noch ein Projekt in die Akquisitions-Pipeline zu bekommen.“

Investmentmöglichkeiten in Österreich und CEE

Zöchling kommt mit Investmentprodukten von mehr als einer Milliarde Euro, „Projektentwicklungsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro“ hat Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der ARE, im Gepäck, und die S+B-Gruppe möchte ihre neuen Büroprojekte in Prag und Warschau vorstellen. „Wir starten dort heuer mit 30.000 Quadratmetern Office in Core-Lagen. Diese können wir in einer zwanglosen Atmosphäre sehr unkompliziert und persönlich präsentieren“, so Vorstand Reinhard Schertler.

Trends und Stimmung

Nebenbei bietet die Mipim für ihn auch noch die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, da sie einen guten Überblick über künftige weltweite Trends in der Immobilienwirtschaft gibt. Dies ist unter anderem auch für Ilias Manoukas,?Leiter der Investmentabteilung von Colliers International, einer der Gründe, in Cannes anwesend zu sein: „Ein wichtiger Punkt ist, dass beim MIPIM Innovation Forum kommende Trends besprochen werden, die für unsere Beratungstätigkeit wichtig sind.“ Daneben lässt sich auch die Stimmung der internationalen Immobilienwirtschaft ablesen, wofür UBM-Chef Bier ein eigenes „Messinstrument“ hat: „Schon die Anzahl der Teilnehmer ist sehr aufschlussreich. Dem Zuwachs auf der Messe nach sollte 2014 eine gute Performance erzielt werden können.“ Dass die Stimmung seit 2010 wieder bergauf geht, stellt auch Richard Wilkinson, Geschäftsführer der Erste Group Immorent, fest, „beispielsweise in der Region Zentral- und Osteuropa, wo wir tätig sind“.

Präsenz für Österreich

Eine Idee und ein konkretes Projekt führen Sabine Ullrich, Geschäftsführerin der IC Projektentwicklung, als Ausstellerin nach Südfrankreich. Auf der einen Seite steht die Präsentation der Weiterentwicklung von Viertel ZWEI auf ihrer Agenda, auf der anderen Seite möchte sie MILESTONE – New Student Living und „unsere europäischen Expansionsideen dieser jungen Asset-Klasse präsentieren“.

Letztendlich machen aber die heimischen Vertreter nicht nur Werbung für ihre eigenen Produkte und Unternehmen, sondern auch für Österreich an sich, so Manoukas: „Wichtig ist, durch unsere Präsenz Österreich nicht nur den klassischen Investoren, sondern auch ,neuen‘ Investoren zu präsentieren um überhaupt den Standort ,aufs Radar‘ zu bringen.“

Apropos Standort – der macht natürlich auch die Messe zu einem besonderen Anziehungspunkt oder wie Schertler meint: „Schön ist’s zudem auch an der Côte d’Azur.“

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