Der Markt für private Veranlagungen in Wohnimmobilien hat sich im Jahresverlauf 2024 und im ersten Quartal 2025 sehr positiv entwickelt. Insbesondere sind die Anfangsrenditen von Vorsorgewohnungen als Folge der deutlichen Aufwärtsentwicklung bei den Mietpreisen deutlich gestiegen und das geringe Angebot an Mietwohnungen bei gleichzeitig starker Nachfrage sorgt für minimale Leerstände sowie bei Mieterwechseln sehr kurzen Vermarktungszeiten.
Der EHL-Vorsorgemarktbericht | Frühjahr 2025 weist für Anlegerwohnungen im Jahr 2024 durchschnittliche Nettomieten in Höhe von 14,87 Euro/m² nach 13,90 Euro/m² im Jahr 2023 aus. Die durchschnittlichen Kaufpreise legten mit 5.174 Euro/m² nach 4.903 Euro/m² zwar etwas zu, doch ist das vor allem darauf zurückzuführen, dass Anleger verstärkt in Erstbezugsprojekte investieren und auf eine überdurchschnittlich gute Ausstattung sowie Nachhaltigkeitsaspekte achten.
„Die durchschnittliche Rendite von rund 3,5 Prozent ist vor allem deswegen bemerkenswert, weil jetzt auch an sehr guten Standorten, an denen üblicherweise vergleichsweise niedrige Anfangsrenditen akzeptiert werden, deutlich mehr als drei Prozent erzielbar sind“, so Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL Wohnen. „An durchschnittlichen Standorten gehen die Renditen hingegen sogar bis gegen vier Prozent. In den Jahren davor waren solche Werte nicht erzielbar.“
Die starke Nachfrage nach Mietwohnung ist dabei aber nicht der einzige Treiber des Markts: „Auch die wegen der gesunkenen Leitzinsen deutlich niedrigeren Finanzierungskosten motivieren viele Privatanleger, jetzt wieder in Wohnungen zu investieren,“ erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter der EHL Immobilien Gruppe. „Und nicht zuletzt sind Wohnimmobilien traditionell ein sicherer Hafen für Privatinvestoren, der gerade in der aktuell schwierigen und unsicheren gesamtwirtschaftlichen Situation, gerne angesteuert wird.“
Auffällig ist auch die immer geringere Bedeutung steuerlicher Überlegungen. Bei einem insgesamt stabilen Marktvolumen ist die Zahl der mit Vorsteuerabzug gekauften Anlegerwohnungen von 839 auf 452 Einheiten zurückgegangen, während die Zahl der ohne Nutzung des USt-Vorteils erworbenen Anlegerwohnungen sprunghaft gestiegen ist. „Wir haben 2024 bereits gleich viele Vorsorgewohnungen ohne Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs vermittelt wie solche mit“, so Schunker. „Dieser Trend hält auch heuer an, weil Anleger damit mehr Flexibilität z.B. für mögliche künftige Eigennutzung haben.“
Steigendes Interesse gibt es auch für Bauherrenmodelle, bei denen sich Anleger am gesamten Projekt beteiligen und nicht einzelne Wohnungen erwerben. Die steuerlichen Vorteile dieser Veranlagungsform sorgen für sichere Mieteinnahmen und Renditen von durchschnittlich 4,5 Prozent. Da die Mietpreise weit unter den Marktmieten liegen, gibt es praktisch kein Leerstandsrisiko und die beschleunigte Abschreibung eröffnet besondere steuerliche Vorteile. Gerade für sehr sicherheitsorientierte Anleger ist das Bauherrenmodell daher eine Alternative zu Vorsorgewohnungen.
Den EHL-Vorsorgemarktbericht | Frühjahr 2025 können Sie unter ehl.at/vsmb herunterladen oder unter ehl.at/research kostenlos in gedruckter Form bestellen.