Auswirkungen der neuen Bauordnung

Die vieldiskutierte Novelle der Bauordnung für Wien wurde am 13. Dezember 2023 kundgemacht. Sie bringt Änderungen vor allem in den Bereichen Klimaschutz, Einschränkung der Kurzzeitvermietungen, Bestandschutz, Mobilität und der Reduzierung von Pflichtstellplätzen.

Die Novelle beinhaltet Neuerungen, die für die Immobilienwirtschaft mit zusätzlichen Kosten und einem erhöhten administrativen Aufwand verbunden ist. Ganz wesentliche Themen wurden aber nicht wirklich behandelt.

Die Novelle der Bauordnung wirft daher viele Fragen auf.

Wurde der Spagat geschafft zwischen ökologischen Maßnahmen zum Stadtbild und ökonomischen Maßnahmen?

Welche Ideen aus der Bauordnung sind sinnvoll und umsetzbar in juristischer Hinsicht? Was ist wirklich brauchbar/machbar?

Bringt die neue Bauordnung auch finanzielle Erleichterungen für Projektentwickler, oder ist das Gegenteil der Fall?

Im ImmoLive sprechen wir daher über die Auswirkungen der Novelle, wie sie sich derzeit darstellen, und welchen Einfluss sie auf die Wohnbauproduktion hat. Wir behandeln allerdings auch die grundlegenden Themen, die eigentlich längst „angegangen“ gehören. 

Die Bauordnung in ihrer Ausprägung ist nämlich nur ein Teil der Probleme und Herausforderungen, denen die Bauträger gegenüberstehen. Wir unterhalten uns auch über die Idee, wie eine neue Bauordnung aussehen könnte, was sie beinhalten müsste, um auch die wirklichen Probleme zu lösen, mit denen sich die Immobilienwirtschaft derzeit bei der Projektentwicklung konfrontiert sieht. 

Den Bauträgern steht nämlich auch ein Flächenwidmungsplan gegenüber, der mit der aktuellen Situation rund um Wien nur mehr sehr wenig zu tun hat. Weiterhin wird von einer Schrumpfung der Stadt ausgegangen. Auch bei der Nachverdichtung zeigen sich eklatante Widersprüche zwischen dem was gefordert wird und dem was tatsächlich umsetzbar ist, bzw. genehmigt wird. 

Die Bauordnung trifft außerdem noch auf einen absehbaren Wohnraummangel und daher diskutieren wir auch, ob die Realität, nämlich wenig Wohnraum, nicht die Bauordnung einholen wird und Änderungen gemacht werden müssen. Ist das realistisch in Wien?

Die Bauordnung braucht daher eine grundsätzliche Neukonzeption im Sinne einer Vereinfachung, eindeutiger Bestimmungen ohne Interpretationsspielraum und der Festlegung klarer Grenzwerte. 

Wie müsste eine vernünftige Novelle aussehen?

Ute Reinprecht

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Wäre alles super, aber die ZT wollen nicht für alles die Verantwortung übernehmen und es gibt dazu unzählig viele Diskussionen.

Ute Reinprecht

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Liebe Kollegen, die Forderung nach einer Bauordnung ist meines Erachtens ein vollkommener Nonsens. Das was die einzelnen Bundesländer unterscheidet ist die unterschiedliche Raumordnung, welches ich als sinnvoll erachte. Die technischen Vorschriften sind in den OIB-RL vereinheitlicht. Es würde mich freuen, wenn diese Forderung endlich sachlich beachtet wird. LG Ute Reinprecht

Walter Senk

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Peter Matzenberger

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Das mit nur 1 * bewertete Lesevergnügen bezieht sich auf den Inhalt dieser BO-Novelle und nicht auf den Autor dieses Artikels!

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