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Wenn wir die Nachbarn für Störungen strafen könnten

Nicht nur die Lebensqualität, auch der Wert der Immobilie wird oftmals von der Nachbarschaft geprägt. Eine neue Umfrage zeigt jetzt, was Briten an ihren „next door neighbours“ am meisten stört.



In der Geschichte der Menschheit sticht ein Meilenstein heraus: Ein paar zehntausend Jahre ist es jetzt her, da wurde der Homo sapiens sesshaft. Das hat ihm Vorteile gebracht: die eigene Höhle mit fixer Feuerstelle gleich beim Eingang, vertraute Jagd- und Anbaugebiete in Gehreichweite im Neandergrätzel. Was unsere Vorfahren beim neuen Eigenheim aber nicht bedachten: Sie bekamen mit einem (Keulen-)Schlag Nachbarn.

Zeitsprung ins Jetzt: Nicht immer haben wir hilfsbereite Gemüter nebenan (wie Tim Taylor, der „Heimwerkerkönig“, der von seinem Visavis Wilson Rat und Trost spendiert bekommt). Nachbarn können bestenfalls nerven (Familien Simpson und Flanders), im Worst Case den Wert der ganzen Siedlung zerstören (Marcy D’Arcy und Al Bundy).

Quelle: https://www.saveonenergy.com/

Tatsächlich kann das soziale Umfeld einen Impact auf den Immo-Wert ganzer Straßenzüge haben. Das britische Energie-Vermittlungsunternehmen SaveOnEnergy hat in einer aktuellen Erhebung daher gefragt: Was stört Sie an Ihren Nachbarn am meisten? Was gehört abgedreht, was bestraft?

Autos, Lärm und Sex

Dürften die Briten selbst strafen, käme spätestens dann das Auto ins Spiel. Nachbarn, die die Einfahrt zustellen, sind für 81 Prozent der Befragten ein Ärgernis. Dafür gäbe es – im Umfrage-Vergleich – auch die höchste Strafe: 40 Euro Pönale wünschen sich die Teilnehmer der SaveOnEnergy-Umfrage für das unsympathische Parken.

Das Lachen eines Kindes ist die Musik der Zukunft – mit diesem geflügelten Wort wissen die Briten wenig anzufangen. Der Nachwuchs von nebenan macht Lärm? Das wollen acht von zehn Befragten bestrafen. 20 Euro Strafe werden fällig, wenn die Kids toben.

Damit die Kinder im Garten laut sein können, müssen sie gezeugt werden: Sieben von zehn Briten hassen es, den Nachbarn beim „Kuscheln“ zuhören zu müssen. Spricht hier der Neid? Die „Strafe“ für das wohlige Beisammensein fällt – laut Umfrage – mit sechs Euro (sicher ein phonetischer Zufall) kulanter aus.

Die restlichen Störfaktoren sind Corona geschuldet (sieben von zehn Briten legen Wert auf den Babyelefanten-Abstand) oder der Hygiene (66 Prozent kommen überquellende Mistkübel nicht unter die Nase). Was uns Festland-Europäer mit den Insel-Briten eint: Auch Britannia mag es nicht, wenn der Nachbar lange laut Musik hört. Sieben von zehn Befragten würden ihren Nachbarn dafür 15 Euro Strafe aufbrummen.

Am Ende doch ein gutes Herz

Was die Umfrage von SaveOnEnergy am Ende zeigt: Bei allen Strafen schlägt das Herz der Briten doch am rechten Fleck. Zwei Drittel der Befragten würden die Strafeinnahmen wohltätig spenden. Immerhin die Hälfte nähme das Geld zum Behübschen der Nachbarschaft in die Hand.

Nur vier von zehn würden alle Bande kappen – und mit dem Geld an der Grenze zum Nachbarsgrund einfach einen höheren Zaun bauen.


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