--}}
 

Richtwerte werden nicht angepasst – wird auch die Wertanpassung bei den Kategoriebeträgen verschoben?

Die Bundesregierung hat den Forderungen von SPÖ und MietervertreterInnen nachgegeben. Die Richtwerte werden somit nicht im April angepasst, sondern die Anpassung wird auf ein weiteres Jahr verschoben. Auf Betreiben der Grünen soll aber auch die Wertanpassung bei den Kategoriebeträgen verschoben werden.

Treffsicher ist diese Maßnahme keinesfalls, denn es werden wieder einmal die geschützt, die bereits geschützt sind. Fest steht, dass diese Entscheidung in höchstem Maß eigentums- und wirtschaftsfeindlich ist.

Soziale Treffsicherheit liegt nicht vor

Von Verteilungsgerechtigkeit kann nicht die Rede sein, wenn in Zeiten wie diesen eine generelle Entlastung für jene MieterInnnen, die ohnehin schon im preisregulierten Bereich des Mietrechts wohnen, über die Gießkanne – egal, ob finanzielle Bedürftigkeit vorliegt oder nicht – gewährt wird. Vielmehr sollte jenen ein Zuschuss gewährt werden, die aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben oder sich infolge von Kurzarbeit in finanziellen Engpässen befinden, aber nicht einfach eine „Lösung zu Lasten Dritter“, nämlich der HauseigentümerInnen, für alle Mieten im Richtwertbereich stattfinden.

Angriff auf das Eigentum

Es wird außer Acht gelassen, dass diese undifferenzierte Großzügigkeit seitens der Regierung auf Kosten der EigentümerInnen geht. Die ohnehin nur alle zwei Jahre durch das Richtwertgesetz vorgesehene Inflationsanpassung der Richtwerte sowie die Indexierung bei den Kategoriebeträgen dient dem Werterhalt der Miete. Es ist keine Erhöhung.

Trotz massiver Kritik hat es für private EigentümerInnen bislang keine nennenswerten Unterstützungen seitens der Bundesregierung gegeben, obwohl viele VermieterInnen verstärkt Mietausfälle verkraften müssen.

Schaden für die Wirtschaft – Investitionen werden verschoben

Die Folge dieser populistischen Unvernunft ist aber auch ein gewaltiger Schaden für die Wirtschaft. Viele der so dringend benötigten Investitionen für die Wirtschaft werden künftig ausbleiben. Aufträge an das Bau- und Baunebengewerbe werden zurückgehen, und Österreich wird künftig auch im europäischen Vergleich im Standard hinterherhinken. So werden wir uns jedenfalls nicht aus der Krise hinausinvestieren.

Kein Verzicht der Stadt Wien auf Indexgebühren

Quod licet Iovi, non licet bovi. Unverständlich ist in diesem Zusammenhang, dass die SPÖ-geführte Stadt Wien keinerlei Bereitschaft zeigt, trotz hoher Überschüsse auf eine Indexerhöhung von Gebühren für zum Beispiel Abfall, Wasser und Kanal zu verzichten. Ein Rechnungshofbericht konstatiert Gebührenüberschüsse aus diesen Haushalten in Höhe von 390 Millionen Euro aus den vergangenen Jahren. Möglich ist das durch das Wiener Valorisierungsgesetz, das automatisch ab einer Inflation von drei Prozent eine Anhebung vorsieht. Ein kürzlich aus Anlass der Krise eingebrachter Antrag, auf eine Erhöhung zu verzichten, ist in der Wiener Stadtregierung abgeblitzt. Während also private VermieterInnen auf eine Anhebung ihrer preisgeregelten Miete verzichten müssen, macht Wien ungeniert von seiner gesetzlichen Anpassungsmöglichkeit Gebrauch.

04.04.2025

Die Kraft der Räume – April

Farbe des Monats: Gelb / Blau – Zahl des Monats April: 498 671 894 971 847 – Motto des Monats: Ich verabschiede mich von Enttäuschungen – Thema des Monats: Zahlen zur Raumoptimierung

03.04.2025

Büromarkt Wien: Gute Nachfrage – wenig Flächen

Der Wiener Büromarkt weist einen extrem geringen Leerstand auf – bessern wird sich das in diesem Jahr nicht.

02.04.2025

Radlobby Österreich: Stadtentwicklung durch Fahrradfreundlichkeit

Die Radlobby Österreich verfolgt ein ganzheitliches Konzept der urbanen Mobilität, das über einzelne Verkehrsmittel hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Idee der Multimodalität: Menschen bewegen sich nicht ausschließlich mit einem Verkehrsmittel, sondern kombinieren verschiedene Transportoptionen flexibel.

Geschrieben von:
Interview-Partner:
Dieser Inhalt:
  • Erschienen am:
    16.03.2021
  • um:
    07:00
  • Lesezeit:
    2 min
  • Bewertungen und Kommentare:
    0
  • Jetzt bewerten

Werbung

Kategorie: Inland

Artikel:855

Die vielfältigen Inhalte unser Artikel und Videos befassen sich mit der Immobilienmarktentwicklung in Österreich und geben gemeinsam mit den relevanten Branchennews einen aktuellen Überblick. Allerdings werfen wir auch einen Blick in die Zukunft der einzelnen Assets. 
Mit diesem Blick in die Zukunft garantieren wir allen Lesern und Leserinnen, bei den entscheidenden Entwicklungen vorne dabei zu sein. Wir denken oft schon über Themen nach, die andere noch gar nicht als solche erkannt haben und greifen Entwicklungen auf, bevor sie sich am Markt etabliert haben.

Newsletter Abonnieren

Abonieren Sie unseren täglichen Newsletter und verpassen Sie keine unserer redaktionellen Inhalte, Pressemeldungen, Livestreams und Videos mehr.

Bitte geben Sie Ihren Vor- und Nachnamen ein, es sind exakt 2 Worte beginnend mit Großbuchstaben erlaubt.

Vielen Dank! Ihre Daten wurden gespeichert. Damit Ihre Anmeldung gültig wird klicken Sie bitte den Link in dem Bestätigungsmail das wir Ihnen gesendet haben.

Werbung

Das Immobilien-Redaktion Unternehmen der Woche 13/2025

Wir Gratulieren IMMOcontract zu erreichten 150 Punkten!

Platz 2

Immobilienrendite AG

Hollandstraße 14, 1020 Wien

Die Immobilienrendite AG sucht unterbewertete Immobilien, um mit kreativen Lösungen neuen Nutzen für Mieter, Investoren, Banken und Käufer zu schaffen.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News

Platz 3

ARE Austrian Real Estate GmbH

Trabrennstraße 2B, 1020 Wien

Mit einem Portfolio von 582 Bestandsliegenschaften und rund 35 Projekten in Entwicklung zählt die ARE Austrian Real Estate zu den größten österreichischen Immobilienunternehmen. Eine ihrer Kernkompetenzen ist die Entwicklung zukunftsweisender Stadtteile und Quartiere mit durchdachter Infrastruktur. Bei der Bewirtschaftung ihres breitgefächertes Portfolio an erstklassigen Büro-Objekten setzt die ARE auf kontinuierliche Bestandsoptimierung und individuelle Nutzungskonzepte mit bestmöglichem Service für ihre Kund*innen. Höchste Nachhaltigkeitsstandards und das Bekenntnis zum Klimaschutz stehen dabei stets im Zentrum des Wirtschaftens.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News