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Verhaltene Aktivität in den Top-5-Büromärkten Deutschlands im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2020 wurden an den fünf wichtigsten Büromärkten Deutschlands 1,03 Millionen Quadratmeter neu vermietet oder an Eigentümer vergeben. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 ist dies ein Rückgang um 36,9 Prozent. Zusätzlich zu den Neuabschlüssen wurden rund 110.000 Quadratmeter Mietvertragsverlängerungen registriert. Diese zählen nicht zum klassischen Büroflächenumsatz, gewinnen in den Top-Büromärkten aber zunehmend an Bedeutung.



„Grund für den rückläufigen Büroflächenumsatz ist nicht zuletzt die historische Herausforderung der Corona-Pandemie, deren Auswirkungen die deutsche Wirtschaft stark treffen. Während die großen Anmietungsgesuche in den Top-5-Büromärkten professionell weiterlaufen, wurden diverse kleinere Abschlüsse zurückgestellt. Nennenswerte Absagen konnten wir aber nicht verzeichnen. Gleichzeitig führt die anhaltende Knappheit von hochwertigen Büroflächen zu dem aktuellen niedrigen Flächenumsatz“, sagt Carsten Ape, Head of Office Leasing bei CBRE in Deutschland.

Leerstände steigen leicht

Die durchschnittliche Leerstandsrate sank in den Top-5-Märkten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent. Insgesamt verharren die Leerstandsraten in Berlin (1,5 Prozent), Hamburg (2,6 Prozent) und München (3,0 Prozent) weit unter der natürlichen Schwankungsreserve. „Aufgrund des anhaltenden Nachfrageüberhangs bleibt hochwertiger Büroraum in den begehrten Lagen, trotz einer gefüllten Entwicklungspipeline, weiterhin knapp,“ sagt Ape. Mit rund 296.000 Quadratmetern in den ersten beiden Quartalen 2020 bleibt die kumulierte Fertigstellung im Jahresvergleich mit einer Reduktion von 12,2 Prozent weiterhin rückläufig. Bis 2022 sind in den Top-5 Büromärkten rund 4,7 Millionen Quadratmeter neue Flächen geplant. Nach aktuellem Stand wurde bereits knapp die Hälfte dieser neuen beziehungsweise für die Kernsanierung vorgesehenen Büroflächen vermietet oder zur Eigennutzung reserviert.

Entwicklungen in den Top-Märkten

Die Spitzenmieten stabilisierten sich auf dem Niveau des Vorquartals. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 legten die Spitzenmieten in Hamburg (plus 8,3 Prozent), Berlin (plus 7,1 Prozent) und Frankfurt (plus 4,8 Prozent) jedoch deutlich zu. „Gespräche mit Eigentümern und potentiellen Mietern deuten derzeit nicht darauf hin, dass für hochwertige Büroflächen Corona-bedingte Abschläge bei der Vertragsmiete zu erzielen sind. Daher erwarten wir eine Stabilisierung der aktuellen Spitzenmieten im weiteren Jahresverlauf. Unternehmen sind auch weiterhin bereit, für hochwertige Büroflächen entsprechende Preise zu bezahlen“, erläutert Ape. Deutliche Anstiege konnten bei den Durchschnittsmieten in den Top-Märkten verzeichnet werden. So legte die flächengewichtete Durchschnittsmiete im Vorjahresvergleich in vier der fünf Bürozentren im zweistelligen Prozentbereich zu.

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Die Rückkehr in das Büro

„Mittlerweile konnte die konjunkturelle Schockstarre, auch durch die Finanzhilfen der Bundesregierung, überwunden werden und es deutet sich nach dem massiven Einbruch im ersten Halbjahr eine Erholung an. Mit der langsam zurückkehrenden Normalität und der Rückkehr ins Büro werden zunehmend professionelle Reopening- und Reoccupy-Workplace- Strategien wichtiger“, sagt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.

„Langfristig wird das 100-Prozent-Homeoffice, das einige Unternehmen in den letzten Monaten einführen mussten, keine Lösung sein – vielmehr erwarten wir einen Trend zu einer weiter ausdifferenzierten und flexiblen Arbeitsumgebung“, ergänzt Linsin.


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