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Savills: Leerstandsrate auf dem europäischen Büroimmobilienmarkt stieg um 30 Basispunkte

Leichte Entspannung für die Nutzer am europäischen Markt für Büroimmobilien: Laut des aktuellen European Office Outlook von Savills ist die durchschnittliche Leerstandsrate im 2. Quartal 2020 um 30 Basispunkte auf zuletzt 5,8 % gestiegen. Dennoch befindet sich der Leerstand weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau.



Mit 1,2 % bleibt Berlin weiterhin der Markt mit der niedrigsten Leerstandsquote in ganz Europa – es folgen Paris-CBD (2,0 %) und München (2,3 %). Auch in anderen deutschen Städten wie Köln (3,2 %), Hamburg (3,4 %), Düsseldorf (5,9 %) und Frankfurt (6,5 %) sind weiterhin niedrige Quoten zu verzeichnen. „Da die spekulativen Projektpipelines für die nächsten Jahre relativ begrenzt sind, erwarten wir vorerst keine großen Anstiege der Leerstände in den europäischen Kernmärkten“, sagt Panajotis Aspiotis, Managing Director und verantwortlich für Agency Germany bei Savills. „In deutschen Städten mit sehr geringen Leerstandsraten wie Berlin und München werden derzeit weiterhin keine mietfreien Zeiten gewährt, wohingegen diese Incentives für Frankfurt stabil bei durchschnittlich 5 % der Miete geblieben sind.“

Die durchschnittlichen mietfreien Zeiten in Europa belaufen sich derzeit auf 9 % des Mietpreises der gesamten Vertragslaufzeit – sie sind von 8,2 % (H1 2019) somit nur geringfügig gestiegen. „Nach der Lockdownphase waren sich vielerorts Vermieter und Mieter bei der Preisfindung uneinig, so dass es bislang nur in einigen Märkten wie Amsterdam, London und Warschau zur leichten Erhöhung der Incentives gekommen ist. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen rechnen wir jedoch mit steigenden Incentives“, erklärt Matthew Fitzgerald, Director European Cross Border Tenant Advisory bei Savills.

Am Investmentmarkt für Büroimmobilien haben nicht zuletzt auch die Reisebeschränkungen zu einem Rückgang der grenzüberschreitenden Investitionen aus Asien und den USA geführt. US-Investoren kamen im 2. Quartal 2020 seltener zum Zuge, unter anderem weil französische und deutsche Einzelhandelsfonds vermehrt grenzüberschreitend tätig wurden. „Sobald wieder mehr Klarheit über die Preisentwicklung herrscht, erwarten wir, dass wieder mehr US-Kapital in den Markt fließen wird”, sagt Tristam Larder, Joint Head of Savills Regional Investment Advisory EMEA und ergänzt: „Aktuell sehen wir ein verstärktes Interesse koreanischer Investoren an europäischen Büroimmobilien. Viele von ihnen fokussieren dabei Joint-Venture-Möglichkeiten mit europäischen Asset Managern.”


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