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Flexible Arbeitsräume bringen mehr als 10 Milliarden Euro für lokale österreichische Wirtschaft in 10 Jahren

Flexible Büros befinden sich zunehmend außerhalb der Ballungsräume und verändern weltweit die Struktur der Wirtschaft.
Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen in kleineren Städten und ländlicheren Regionen sowie die Förderung der lokalen Wirtschaft kann bereits ein einzelner Standort für flexible Arbeitsräume eine Bruttowertschöpfung von rund 9,7 Millionen EUR pro Jahr für die umliegende Region generieren.



Die zunehmende Wanderung von flexiblen Büroräumen in Gebiete außerhalb der Großstädte weltweit schafft eine „Flex Economy“, die im nächsten Jahrzehnt mehr als 10 Milliarden EUR zur lokalen Wirtschaft in Österreich beitragen könnte, so die erste umfassende sozioökonomische Studie über flexible Arbeitsplatzlösungen in Kleinstädten und ländlicheren Regionen

Es zeigt sich, dass bereits ein einziger Standort für flexible Arbeitsplatzlösungen im Durchschnitt 110 neue Arbeitsplätze für die Region schaffen würde. Jährlich würden dadurch 9,72 Millionen EUR pro Jahr direkt in die lokale Wirtschaft fließen. Die von Regus in Auftrag gegebene und von unabhängigen Ökonomen durchgeführte Analyse untersucht 19 Schlüsselländer, darunter Österreich, bezüglich der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen flexibler Büroräume in kleineren Städten und Vorstadtgebieten bis 2029. Der Anstieg von lokaler Arbeit wird weitgehend von großen Unternehmen getrieben, die eine flexible Arbeitspolitik verfolgen. Sie verlassen sich nicht mehr auf eine einzige Firmenzentrale und setzen ihre Mitarbeiter zunehmend außerhalb der  Ballungszentren bei Anbietern von flexiblen Arbeitsräumen ein. Die meisten tun dies, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu verbessern, indem sie diesen ermöglichen, näher am Wohnort zu arbeiten, sowie um Geld zu sparen und die Produktivität zu steigern. 
Schon ein einziger, flexibler Arbeitsplatzanbieter oder ein Coworking Center in einem Vorort kann die lokale Wirtschaft durch die Inbetriebnahme eines neuen Standorts auf vielfältige Weise unterstützen: Es werden Arbeitsplätze innerhalb und ausserhalb des Zentrums geschaffen, Unternehmen und Dienstleistungen in der näheren Umgebung stimuliert, die Produktivität verbessert und neue Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen vor Ort eröffnet.

Neue Arbeitsplätze und die sog. „Sandwich Economy“

In den 19 untersuchten Ländern sichert eine einzelner Workspace im Durchschnitt 218 Jobs (in Österreich 191). Dazu gehören temporäre Jobs, die während der Ausbauphase der Büroräume geschaffen wurden, dauerhafte Arbeitsplätze für den Betrieb des Büros, einschließlich Empfang, Wartung, Reinigung usw., sowie die mit der Belegung des Standorts verbundenen Arbeitsplätze. Die Untersuchung zeigt auch, dass im Durchschnitt 121 zusätzliche Arbeitsplätze in der lokalen Wirtschaft für jeden einzelnen Standort geschaffen würden (in Österreich 110 neue Jobs). Denn die Präsenz von Unternehmen und ihren Mitarbeitern fördert die gesamte, in der Nähe liegende Region. Unternehmen in Vororten oder ländlicheren Gegenden bringen lokale Waren und Dienstleistungen mit, sowie Mitarbeiter, die in der Region Geld ausgeben werden, und dadurch eine sog. „Sandwich Economy“ erschaffen. 

Wirtschaftliche Auswirkungen

Neben der direkten Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen flexible Arbeitsplatzanbieter die lokale Umgebung, indem sie die Bruttowertschöpfung (BWS), das Maß für die Wertschöpfung der in einem Gebiet produzierten Waren und Dienstleistungen, erhöhen. Die Studie ergab, dass ein durchschnittlicher Standort jedes Jahr 16,47 Millionen Dollar BWS (in Österreich 17,07 Millionen EUR) generieren wird, von denen 9,63 Millionen Dollar (in Österreich 9,72 Millionen EUR) direkt in die lokale Wirtschaft fließen werden. Dies ist zum Teil auf die vorher erwähnte „Sandwich Economy“ zurückzuführen, aber auch auf die verbesserten Karriere- und Verdienstmöglichkeiten für Einwohner und Unternehmen im Zentrum. 

Für das Wohl der Allgemeinheit: Reduktion der Pendelzeiten

Neben den direkten finanziellen Auswirkungen hat man herausgefunden, dass lokale Büroflächen den Arbeitnehmern und lokalen Regionen auch auf gesellschaftlicher Ebene zugute kommen. Dazu gehört vor allem die Reduzierung der täglichen Pendelzeit.
Laut der Studie würden österreichische Arbeitnehmer durch lokale Arbeitsräume insgesamt über 6‘800 Stunden Pendelzeit pro Jahr einsparen. Dies hat weitere Vorteile, wie beispielsweise reduzierter Stress, was wiederum die Moral und Widerstandsfähigkeit der Mitarbeiter sowie das geistige Wohlbefinden erhöht.

Praktische erreichbare Büroflächen haben einen weiteren gesellschaftlichen Vorteil, indem sie Menschen, die sonst nicht in ein Büro pendeln könnten, Arbeitsmöglichkeiten bieten. Dies könnte sowohl behinderte Menschen als auch Menschen mit Betreuungsverantwortung beinhalten. Weiter können lokale Wirtschaftszentren angesichts der angespannten Arbeitsmärkte neue Wege für Top-Talente eröffnen. 

Die nächsten 10 Jahre

Neben der Bewertung der Auswirkungen einzelner Standorte untersuchte Regus auch das geschätzte Potenzial jedes Marktes für ein größeres, nationales Portfolio lokaler, flexibler Arbeitsplatzanbieter. Die Studie prognostizierte mögliche Veränderungen im Laufe des nächsten Jahrzehnts, die die erwarteten Trends in der Demografie der Arbeitnehmer, den technologischen Wandel und Veränderungen in den Geschäftspraktiken widerspiegeln. Diese zusätzliche Analyse geht davon aus, dass bei anhaltendem Trend zu regionalen Anbietern von flexiblen Arbeitsräumen bis 2029 mehr als drei Millionen Arbeitsplätze in diesen Gemeinden entstehen könnten (in Österreich über 20.000 Arbeitsplätze).

Die Prognose geht davon aus, dass bis 2029 rund 54 Milliarden Dollar GVA (in Österreich über 10 Milliarden Euro) in die lokale Wirtschaft fließen werden. Steve Lucas, Entwicklungsökonom und Autor des Reports, sagt: “Unsere Studie zeigt eine Verschiebung der Arbeitsplätze und des Kapitalwachstums weg von den Innenstädten hinzu vorstädtische Lagen.Diese Entwicklung kann Unternehmen und Menschen gleichermaßen zu Gute kommen durch eine Verbesserung der Produktivität und Innovation bis hin zur Verkürzung der Pendelzeit, was zu mehr Gesundheit und höherem Wohlbefinden führt.“Mark Dixon, CEO von IWG, Muttergesellschaft von Regus, sagt: „Wenn Menschen in Großstädte pendeln, pendeln ihre Geldbörsen mit ihnen. Was diese Studie zeigt, ist, dass die Bereitstellung von mehr Möglichkeiten für Menschen, näher am Wohnort zu arbeiten, eine enorme Wirkung haben kann, nicht nur auf sie selbst, sondern auch auf ihre lokale Umgebung. Auch die Unternehmen erkennen die Vorteile, und wir sehen eine steigende Nachfrage von Unternehmen jeder Größe nach flexiblen Flächen in kleineren Städten und Gemeinden. Größere Unternehmen entscheiden sich für ein „Hub-and-Spoke“-Immobilienmodell. Gleichzeitig wollen kleinere Unternehmen ihre Kompetenzen bündeln und zusammenarbeiten und wählen daher flexible Arbeitsbereiche, um in der Nähe anderer Unternehmen zu sein. Wir haben bereits Hunderte von Standorten an solchen Orten, von denen einige nur zehntausend Einwohner haben, und wir planen, in naher Zukunft viele weitere zu eröffnen, wenn dieser Trend anhält.  Unsere Vision ist, dass es in naher Zukunft an jeder Ecke einen flexiblen Arbeitsplatzanbieter geben wird.”


Den vollständigen Report können Sie hier herunterladen.  – Die Regus-Studie analysierte die sozioökonomischen Auswirkungen von flexibler Arbeit in 19 Ländern: Australien, Österreich, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Niederlande, Neuseeland, Philippinen, Südafrika, Spanien, Schweiz, Großbritannien und die USA.


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Sascha Haimovici Geschäftsführer bei der ivv.

08.12.2020 16:00 Uhr

Im Oktober 2016 wurde Sascha Haimovici Geschäftsführer bei der ivv. In wenigen Jahren hat er die ivv zu einem der bedeutendsten Maklerunternehmen Österreichs gemacht.Im Vorjahr hatte das Unternehmen Eigen- und Fremdprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 930 Millionen Euro in Vermarktung, bzw. Entwicklung.

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