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Von den aktuell 10,3 Mio. m² * Verkaufsfläche, die in Österreich derzeit still liegen, werden durch die aktuell geplanten Maßnahmen der Bundesregierung (Öffnung der Baumärkte, Gartencenter und Geschäfte unter 400 m²) 4,1 Mio. m² wieder re- aktiviert.

Große Probleme für Fashion, Elektronik, Möbel

Vorläufig ausgeschlossen von der Wiedereröffnung bleiben Großflächen, sofern sie nicht den Branchen Lebensmittel, Drogerie, Baumärkte oder Gartencenter zuzu- ordnen sind. Damit sind vor allem die großflächigen Bekleidungsfilialisten, Elektro- nikhändler und Möbelhäuser betroffen, die immerhin 30% der gesamten Ver- kaufsfläche ausmachen.

Umsatzrückgänge nur mehr 105 Mio. € statt bisher 140 Mio. € pro Tag

In der derzeitigen Situation verliert der stationäre Einzelhandel Umsätze von knapp 140 Mio. € brutto pro Tag (Wohnbevölkerung plus Touristen). Durch die nun angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung verringert sich dieser Wert auf etwa 105 Mio. € brutto pro Tag.

44 % aller Verkaufsflächen in Österreich bleiben weiterhin ungenutzt

Von den aktuell 10,3 Mio. m² * Verkaufsfläche, die in Österreich derzeit still liegen, werden durch die aktuell geplanten Maßnahmen der Bundesregierung (Öffnung der Baumärkte, Gartencenter und Geschäfte unter 400 m²) 4,1 Mio. m² reaktiviert. Damit werden nun von der gesamten Ver- kaufsfläche in Österreich etwa 56 % wieder aktiv sein, der Rest bleibt bis auf weiteres ungenutzt.

Große Probleme für Fashion, Elektronik, Möbel

Vorläufig ausgeschlossen von der Wiedereröffnung bleiben Großflächen, sofern sie nicht den Branchen Lebensmittel, Drogerie, Baumärkte oder Gartencenter zuzuordnen sind. Damit sind vor allem die großflächigen Bekleidungsfilialisten, Elektronikhändler und Möbelhäuser betroffen, deren Verkaufsfläche, abzüglich der „kleinen“ mit unter 400 m², insgesamt 4,2 Mio. m², also im- merhin 30 % der gesamten in Österreich verfügbaren Verkaufsfläche beträgt.

Große Verkaufsflächen haben in Einkaufsstraßen und Shopping Malls sehr oft die Funktion von Frequenzbringern. Wenn sie geschlossen haben müssen, fehlt auch den kleinen Geschäften (also den Frequenznutzern) die notwendige Passantenanzahl vor dem Geschäft. Man kann also davon ausgehen, dass viele der kleinen Geschäfte in den Einkaufszonen, die obwohl sie aufsperren dürf- ten, weiterhin freiwillig geschlossen bleiben werden.

Umsatzrückgänge nur mehr 105 Mio. € statt bisher 140 Mio. € pro Tag

In der derzeitigen Situation verliert der stationäre Einzelhandel Umsätze von knapp 140 Mio. € brutto pro Tag (Wohnbevölkerung plus Touristen). Durch die nun angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung verringert sich dieser Wert auf etwa 105 Mio. € brutto pro Tag. Dieser Wert setzt sich aus minus 95 Mio. € durch die Wohnbevölkerung und minus 10 Mio. € durch die feh- lenden Touristen zusammen.

Gastronomie: Kein Licht am Ende des Tunnels

Der österreichischen Gastronomiesektor verliert in einem durchschnittlichen „Corona-Märztag“ etwa 63 Mio. € (brutto)**, davon entfallen 25 Mio. €/Tag auf die Wohn- und Arbeitsbevölkerung und 38 Mio. € auf Umsätze durch Touristen. Im April steigt dieser Wert aufgrund der normaler- weise stattfindenden steigenden Nächtigungszahlen und Ausflugsfahrten auf insgesamt etwa 67 Mio. € (brutto) pro Tag. Die Möglichkeit vorbestelltes Essen direkt beim Gastronomiebetrieb ab-

zuholen ist wohl nur ein sehr kleiner Baustein, zumal es sich für viele Betreiber wirtschaftlich einfach nicht lohnt, extra deswegen die Küche „hochzufahren“.

Längerfristige Auswirkungen

Die Auswirkungen des Corona-Schocks nach der „Normalisierung“ sind nach Branchen sehr un- terschiedlich einzuschätzen. Die geringsten Veränderungen werden jene Branchen erleben, die auch in der Krise kaum unter den Maßnahmen der Regierung gelitten haben: Lebensmittel, Dro- gerie, Apotheken. In vielen anderen Branchen ist sichtbar geworden, dass die Synthese zwischen stationärem Einkauf und den Möglichkeiten des Internets oft noch nicht optimal funktioniert, insbesondere was Onlineshops, Angebote und vor allem die Zustellung betrifft. Die sogenannte Customer-Journey ist also dringend zu optimieren. Und dabei zeigt sich, dass kleine lokale Akteu- re flexibler und kreativer sein können, als einige große „Schlachtschiff“-Filialisten.

Für die Gastronomie zeichnet sich allerdings, zumindest für den kommenden Sommer, ein eher düsteres Bild. Immerhin 60 % der gesamten Gastronomieumsätze in Österreich werden durch Touristen erzielt, die wohl, sofern sie aus dem Ausland kommen, zu einem großen Teil ausfallen werden. Das betrifft einerseits die Gastronomiebetriebe in den klassischen Feriendestinationen, etwa in Tirol, Kärnten oder im Salzkammergut, aber auch die Stadtgastronomie, vor allem in Wien, Salzburg und Innsbruck. Ein klein wenig kann dieser Rückgang durch die Wohnbevölkerung aufgefangen werden, die Urlaub auf „Balkonien“ machen und in der nahegelegenen Gastrono- mie essen. Eine entscheidende Frage ist auch, ob und in welchem Ausmaß wieder Veranstaltun- gen möglich werden – ein wesentlicher Teil der Einkünfte vieler Gastronomen.


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