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Corona bremst Immobilieninvestments. Gute Prognose bis Jahresende.

Rund EUR 1,5 Milliarden wurden im ersten Halbjahr 2020 in österreichische Immobilien investiert. „Das Niveau ist – vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen – gut, und liegt damit um ca. EUR 200 Millionen unter dem Niveau des zum Ende des ersten Halbjahres 2019 erfassten Investmentvolumens“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich, der darauf verweist, dass das zweite Halbjahr traditionell das stärkere ist.



Bereits das zweite Quartal war mit rund EUR 1 Milliarde mehr als doppelt so stark wie das erste Quartal 2020, in dem rund EUR 450 Millionen in österreichische Immobilien investiert wurden.

„Die Investoren waren vor allem im März und April in Warteposition, in den letzten Wochen ist die Aktivität auf dem Investmentmarkt allerdings wieder deutlich gestiegen. So konnten im zweiten Quartal vier Großtransaktionen mit mehr als 100 Mio. Investitionsvolumen im Bereich Büro- und Wohnimmobilien finalisiert werden“, analysiert Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich, die aktuelle Situation.

Aktuell sehen wir eine verstärkte Nachfrage nach Wohn- und Logistikimmobilien, also jene Assetklassen mit der größten Krisenresistenz bzw. den besten Wachstumschancen. Aber auch attraktive Büroimmobilien werden wieder verstärkt am Markt nachgefragt. Darunter die von CBRE begleitete Transaktion des Büro- und Rechenzentrums der Erste Group in der Geiselbergstraße, welches von der ARE erworben wurde. Aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten stehen Bürohäuser mit öffentlichen Mietern sowie Neubauprojekte mit hohem Vorverwertungsgrad und langen Mietvertragslaufzeiten derzeit im Fokus der Investoren. Im Bereich der Einzelhandelsimmobilien beschränken sich die wenigen abgeschlossenen Transaktionen großteils auf den Bereich der erweiterten Nahversorgung.

Von den EUR 1,5 Milliarden Investmentvolumen des ersten Halbjahres entfielen 36% auf Wohnimmobilien, 31% auf Büroimmobilien, die somit die stärksten Assetklassen waren. Logistik- & Industrieimmobilien sind mit 12% erstmals die drittstärkste Assetklasse und könnten aufgrund des verstärkten Onlinehandels zu den Gewinnern der Krise gehören. Weitere 9% des Volumens beziehen sich auf Transaktionen von Mixed-Use- und Pflegeimmobilien. Lediglich 8% des Investmentvolumens entfielen auf Retailimmobilien, 4% auf Hotels – „was mit Blick auf die aktuelle Situation im Einzelhandel sowie im Tourismus kein Wunder ist“, so Fichtinger.

Der Großteil der Investoren – 51% – kommt aus Deutschland, Österreicher liegen mit 27% an zweiter Stelle, 22% der Immobilieninvestments gehen auf die Konten internationaler Investoren.

„Prognosen sind momentan nicht einfach, allerding ist der Ausblick zurzeit – aufgrund der verstärkten Nachfrage und Aktivität seit Mai – wieder besser als noch vor einigen Wochen. Sicher ist, dass 2020 kein Rekordjahr wird. Wir erwarten, dass das zweite Halbjahr stärker wird als das erste, sodass wir zum Jahresende von einem Investmentvolumen deutlich über EUR 3 Milliarden ausgehen. Einen signifikanten Anstieg des Volumens erwarten wir für Anfang 2021“, so Fichtinger, der vor allem die Robustheit von Wohnimmobilien – aktuelle Rendite 3,1% – hervorstreicht.

Die Renditen muss man sich von Assetklasse zu Assetklasse ansehen: Spitzenrenditen für Wohnimmobilien sind trotz Krise seit Jahresanfang stabil. Die Spitzendrenditen bei Büroimmobilien sind aktuell mit 3,45% wieder auf dem Niveau von Ende 2019 und liegen damit rund 20 Basispunkte unter dem Wert zur Jahresmitte 2019. Bei Einzelhandelsimmobilien sind die Spitzenrenditen durch die Krise stärker angestiegen– von 4,10% (Mitte 2019) auf 4,445% bei Einkaufszentren. In diesem Segment zeigen sich Fachmarktzentren (Rendite 5,35%) mit hohem Lebensmittelanteil vergleichsweise robuster als Einkaufszentren (Rendite 4,45%) und Geschäftshäuser auf Einkaufsstraßen (3,3%).


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