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3-teilige Trendstudie von Engel & Völkers: “Wohnen in der Zukunft”

Veränderte Wohn- und Bürobedürfnisse aufgrund der Zeit im Homeoffice. Wohnen und Arbeiten - geht das noch getrennt? Wir müssen umdenken.

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Durch die Covid 19 Pandemie hat sich unsere Arbeits- und Wohnsituation verändert. Werden wir wieder zurück an unseren Arbeitsplatz in den Büros der Wiener Innenstadt zurückkehren? Wie sieht das Büro der Zukunft aus?

Die Corona Pandemie hat für viele Arbeitnehmer und auch Arbeitgeber den Arbeitsalltag verändert. Im Frühling 2020 hieß es plötzlich “zu Hause bleiben”. Dieser Wechsel zum Arbeiten von zu Hause aus, stellte für viele eine Herausforderung dar. Unternehmen mussten in rasender Geschwindigkeit ihre Prozesse und Kommunikationswege umdenken und umstellen. Arbeitnehmer mussten sich fragen: Wo in meinem Zuhause soll ich arbeiten? Kann ich vom Küchen- oder Wohnzimmertisch aus arbeiten? Ist dies ein lang- oder kurzfristiger Wechsel? Man wusste damals noch nicht, dass das Homeoffice sich als anerkannte Arbeitsstätte etablieren würde.

In einer umfassenden Studie hat Engel & Völkers Wien über 300 seiner Kunden zu diesem Thema befragt und kommt zu eindeutigen Ergebnissen. Über 95% der Befragten geht davon aus, dass das Homeoffice nicht mehr ganz aus dem Arbeitsalltag wegzudenken ist.

Abgesehen von den 44% der Befragten, die bereits einen Arbeitsplatz zu Hause besaßen, haben sich ein weiteres Viertel einen festen Arbeitsplatz eingerichtet. Dies bedeutet, dass sie nicht vom Küchen- oder Esstisch arbeiten, sondern tatsächlich einen weiteren Platz geschaffen haben, auf dem sie ihre Materialien liegen lassen können.

Für fast 50% der Befragten hat sich dadurch der Platzbedarf zu Hause verändert. Sie würden heute, bei der Immobiliensuche nach anderen Aufteilungen suchen. Ein Arbeitszimmer, in dem man in Ruhe arbeiten kann, ist das neues Gesprächsthema bei Immobilienbesichtigungen, berichtet Philipp Niemann, Geschäftsführer von Engel & Völkers Residential in Wien. “Es ist nicht nur die Anzahl von Schlafzimmern, die heute unsere Kunden interessiert, sondern auch zusätzlicher Platz für den Schreibtisch – sei es ein eigener Raum oder ein größeres Wohn- oder Schlafzimmer in dem eine Arbeitsnische möglich ist”, berichtet er.

Vor Corona war für die meisten Wienerinnen und Wiener Wohnen und Arbeiten getrennt. Dies hat sich gezwungenermaßen, zumindest für Dienstleistungen im Büro, durch die Pandemie verändert. Die Arbeit wurde mit nach Hause genommen. Wohnen und Arbeiten findet nun zusammen statt. Kinderbetreuung ist plötzlich nebenbei möglich und Vorgesetzte sind tolerant und verständnisvoll.

Viele Vorteile sprechen dafür, dass dieser Trend wie von den Befragten erwartet bestehen bleibt. Die zeitliche Einteilung spielt dabei die größte Rolle. Der Arbeitsweg fällt weg und kann optimal genutzt werden. Kinderbetreuung stellt niemanden mehr vor ein koordinatorisches Desaster und Handwerker können ohne Probleme zwischendurch ins Haus gelassen werden.

Auch technisch waren viele bereits optimal ausgestattet. Smartphones gehören fast überall zur Standardausstattung und Notebooks sind schnell besorgt. Internet ist in Wien flächendeckend verfügbar. So war der Wechsel nicht allzu schmerzhaft und die Arbeitnehmer größtenteils zufrieden.

Nun müssen die Unternehmen umdenken und stehen hier vor unterschiedlichen Herausforderungen. Zum einen gibt es eine rechtliche Komponente. Wer zahlt im Homeoffice für Internet, Strom und Arbeitsmittel? Verträge müssen angepasst werden, denn der Arbeitsplatz zu Hause ist vertraglich meist nicht geregelt.

Auch was die Büroflächen angeht, sorgt die New-Work-Situation für eine Neuordnung, sagt Christian Sommer, Geschäftsführer von Engel und Völkers Commercial in Wien. “Unsere Kunden werden kreativ und sehen die Geschäftsfläche nicht mehr als reine Arbeitsfläche. Es wird nach Mehrfachnutzungsoptionen für die ungenutzte Zeit gesucht und die Flächennutzung überdacht. Unser Headquarter in Hamburg hat schon vor Jahren zukunftsorientiert gedacht und hat eine riesige Gemeinschaftsnutzfläche.” Die Tech Branche hat es lange Zeit vorgemacht. Flexible Systeme sind jetzt gefragt. Großflächen mit Flex Desk, und mehr Besprechungsräume – dazu ein paar Wohlfühlecken – so sieht das Büro der Zukunft aus. Die Unternehmen haben verstanden, dass man das Zuhause auch mit ins Büro nehmen können muss. Kinder können mitgenommen werden und private Gespräche sind auch während der Arbeitszeit ohne schlechtes Gewissen möglich. Hierfür müssen Rückzugsorte geschaffen werden, die zum Büro der Zukunft dazugehören.

Veränderungen sind gut und gehören zur menschlichen Entwicklung. Die Arbeit und das Zuhause sind heute vereint und werden sich nicht mehr so leicht trennen lassen. Die gewonnenen Freiheiten wollen sich Arbeitnehmer nicht nehmen lassen und Arbeitgeber haben gemerkt, dass es gut funktionieren kann. Willkommen in der Arbeits- und Wohnwelt des 21 Jahrhundert.

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