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Investoren setzen weltweit auf Mehrfamilienhäuser – Investmentvolumen verdreifacht sich

Das Jahr 2020 war eines der turbulentesten auf den internationalen Immobilieninvestmentmärkten. Diese sollten sich 2021 und in den kommenden Jahren wieder erholen und in ruhige Gefilde kommen – zumindest planen rund 60% der Immobilieninvestoren vermehrte Investmentaktivitäten bereits im Jahr 2021. So das Ergebnis des Global Investor Intentions Surveys des national wie international führenden Immobiliendienstleisters CBRE.

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Weltweit ist eine Assetklasse sehr attraktiv und wächst rasch: Multifamily liegt am amerikanischen Kontinent hinter Industrial & Logistics auf dem zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala der Investoren, in Europa belegt die Assetklasse ebenfalls den zweiten Platz – hinter Office. In den USA ist die Assetklasse Multifamily bereits seit sechs Jahren die beliebteste bei Investoren. 

Die hohe Attraktivität wirkt sich auch auf die Preise aus, denn Investoren erwarten – so das Ergebnis der aktuellen Umfrage – am amerikanischen Kontinent keine Reduktionen, sondern – ganz im Gegenteil – Preissteigerungen von rund 11% gegenüber den Vorjahren. 

In Europa sind bei Investoren vor allem die Städte London, Berlin, Amsterdam und München für Investitionen in die Assetklasse Multifamily attraktiv. In Asien punkten Tokio, Shanghai und Sydney bei den Investoren, in den USA sind Austin und Phoenix überdurchschnittlich attraktiv. „Auch in Österreich beobachten wir großes und stetig steigendes Interesse internationaler wie nationaler Investoren in die Assetklasse. Vor wenigen Jahren spielte Multifamily nur eine untergeordnete Rolle in Wien, im Jahr 2020 war Multifamily erstmals die stärkste Assetklasse, wobei sich das Interesse der Investoren nicht nur auf Wien, sondern auch auf Linz und Graz konzentriert“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE. „Auch für 2021 erwarten wir ein ähnliches Ergebnis. Multifamily dürfte in diesem Jahr erneut die stärkste Assetklasse in Österreich werden“.

Investitionen in Mehrfamilienhäuser/Wohnanlagen seit 2010 verdreifacht

Die globalen Investitionen in Mehrfamilienhäuser/Wohnanlagen haben sich von 2010 bis 2020 von USD 63 Milliarden auf USD 209 Milliarden mehr als verdreifacht, was besonders auf Investitionen auf dem amerikanischen Kontinent zurückzuführen ist. Aber auch in der EMEA-Region haben sich die Investitionen im letzten Jahrzehnt von USD 18 Mrd. auf USD 63 Mrd. mehr als verdreifacht. Aufgrund der COVID-19 Pandemie und der wirtschaftlichen Rezession sind die Mehrfamilienhaus-Investitionen in der EMEA-Region jedoch im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 12,8% zurückgegangen, was allerdings zu erwarten war und sich in der Zukunft wieder ausgleichen dürfte.

Das größte Interesse an Investitionen in die Assetklasse Multifamily gibt es in Europa in den Niederlanden, wo rund 60% der befragten Investoren angaben, an der Assetklasse interessiert zu sein. Auch Befragte aus Deutschland hatten eine überdurchschnittlich hohe Präferenz für den Sektor, während Frankreich, die nordischen Länder und Mitteleuropa unter diesem Schnitt lagen. 

Gemischte Reaktionen zu alternativen Assetklassen 

Strukturelle Trends haben eine neue Nachfrage nach alternativen Immobilien geschaffen: insgesamt wurden Investoren nach ihrem Interesse an sechs Alternativen zu Multifamily befragt, von denen vier – Einfamilienhäuser, Co-Living, leistbares Wohnen, Fertigteilhäuser – erstmals abgefragt wurden. Senioren- sowie Studentenwohnheime waren bereits in den Vorjahren Teil der Befragung und erfreuen sich vor allem in Asien großer Beliebtheit bei den Investoren. Aber auch in Europa punkten diese Assetklassen. „Wir können davon ausgehen, dass diese alternativen Assetklassen – als Konsequenz der Pandemie und einem veränderten Wohnverhalten der Menschen – in den kommenden Jahren in das Zentrum des Interesses von Investoren rücken werden“, so Fichtinger. „Während Senioren- und Studentenwohnheime bereits ‚gelernte‘ Assetklassen sind, müssen sich die alternativen Assetklassen – wie etwa Co-Living – erst bei den Investoren etablieren. In Wien werden zurzeit einige Co-Living Projekte entwickelt, die sehr genau beobachtet werden“, so Fichtinger abschließend.

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