--}}
 

Büromarkt Wien: Gute Nachfrage – wenig Flächen

Der Wiener Büromarkt weist einen extrem geringen Leerstand auf – bessern wird sich das in diesem Jahr nicht.

© BGStock72

Der Wiener Büromarkt zeigt 2025 Anzeichen einer leichten Erholung – zumindest was die Fertigstellungen von Büroflächen betrifft. Laut dem Marktbericht von OTTO Immobilien wird das Neubauvolumen von 98.900 Quadratmetern im Jahr 2024 auf 107.400 Quadratmeter im Jahr 2025 steigen. Berauschend ist das nicht, aber der aktuellen Situation geschuldet, wie Elisa Stadlinger, Geschäftsführerin und Leiterin Gewerbeimmobilien bei ÖRAG Immobilien, erklärt: „Der Neubau von Büroflächen in Wien bleibt hinter den Erwartungen zurück, was auf hohe Baukosten und wirtschaftliche Unsicherheiten zurückzuführen ist.“ Gleichzeitig lag das Vermittlungsvolumen von Büroflächen bei 160.000 Quadratmetern, womit der Markt sichtlich ausgedünnt ist. „Der Rückgang der Neubautätigkeit führt zu einem knappen Angebot an modernen Büroflächen in den nächsten Quartalen und zu steigenden Preisen“, fasst Elisa Stadlinger zusammen. 

Kaum Angebote

Vor allem bei Erstbezugsflächen in Toplagen ist das Angebot sehr eingeschränkt, da sich auch grundsätzlich eine Fokussierung auf zentrale Lagen und hochwertigen Objekte zeigt. Besonders der 1. Bezirk sowie die Gegend rund um den Hauptbahnhof sind äußerst begehrt. „Hier stehen wenig freie Flächen zur Verfügung“, erläutert Eugen Otto, Geschäftsführer von OTTO Immobilien: Die Spitzenmieten liegen „stabil bei 28,50 Euro“. Wie begehrt moderne und qualitativ hochwertige Büroflächen derzeit sind, zeigt sich darin, dass „mit 26,60 Euro pro Quadratmeter und Monat im LeopoldQuartier eine neue Benchmark für Büros außerhalb des ersten Bezirks gesetzt wurde“, so der CEO von UBM Development, Thomas G. Winkler, über das Projekt des Unternehmens im 2. Bezirk an der Oberen Donaustraße. Büroflächen werden dringend gebraucht, denn „der Leerstand in Wien ist mit drei Prozent einer der niedrigsten in Europa“, so Thomas G. Winkler. Im Vergleich mit anderen europäischen Metropolen verzeichnet nur Paris einen ähnlich geringen Wert. 

Komplexe Vertragsverhandlungen

Egal, ob bei Neuvermietungen oder Vertragsverlängerungen, derzeit sind viele Anmietungsprozesse komplexer und zeitintensiver als früher. Was die Verhandlungen momentan schwierig macht, ist, zwischen dem Kostenbewusstsein der Unternehmen und deren Qualitätsansprüchen einen entsprechenden Konsens zu finden. Investitionskosten sowie deren Aufteilung zwischen Mieter und Vermieter werden intensiver verhandelt und geprüft. Vonseiten der Vermieter werden auch kaum Incentives angeboten. Dazu ist der Markt zu ausgedünnt. Zudem führen die steigenden Anforderungen an die Ausstattung zu einer Anpassung der Mietpreise und zu einer Erhöhung der Ausbaukosten.

Bürotrends

Bei Büros geht die Entwicklung insgesamt in Richtung weniger Fläche, aber mehr Qualität. Barbara Linder, Teamleiterin Büro bei OTTO Immobilien, hebt hervor: „Das hohe Baukostenniveau sowie die Fokussierung auf ESG-Kriterien treiben die Preise nach oben, und moderne Büroflächen, die höchsten Standards entsprechen, erzielen überdurchschnittliche Mietpreise.“ Das zeigt sich besonders bei Unternehmen, die gezielt nach ESG-konformen Büroflächen suchen und damit bereit sind, für hochwertige Flächen höhere Mieten zu zahlen.

Im Gegensatz zu Neubauten sind „ältere und weniger attraktive Objekte mit Preisdruck und höheren Leerständen konfrontiert, da sie weniger gefragt sind“, so Elisa Stadlinger. In früheren Jahren wurden diese oftmals auch in Hotels oder Wohnungen konvertiert, auch hier ist die Tendenz aber rückläufig, da die Baukosten derzeit für viele zu hoch sind. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie beispielsweise das Projekt „Enna“ zeigt. Ein älteres Bürogebäude wird ESG-fit gemacht, die Ausstattung modernisiert, neue Bürokonzepte werden umgesetzt.

Die Fertigstellungen 2025 werden den Markt zwar etwas entspannen, aber das Angebot bleibt weiterhin knapp. Wie es auf dem Markt weitergeht, lässt sich derzeit schwer sagen. Eugen Otto: „Für 2026 ist eine Fertigstellung von knapp 125.700 Quadratmeter prognostiziert.“ Setzt man das in Relation zum letztjährigen Vermietungsumsatz, ist das weiterhin zu wenig.

03.04.2025

Büromarkt Wien: Gute Nachfrage – wenig Flächen

Der Wiener Büromarkt weist einen extrem geringen Leerstand auf – bessern wird sich das in diesem Jahr nicht.

02.04.2025

Radlobby Österreich: Stadtentwicklung durch Fahrradfreundlichkeit

Die Radlobby Österreich verfolgt ein ganzheitliches Konzept der urbanen Mobilität, das über einzelne Verkehrsmittel hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Idee der Multimodalität: Menschen bewegen sich nicht ausschließlich mit einem Verkehrsmittel, sondern kombinieren verschiedene Transportoptionen flexibel.

31.03.2025

Firstfeier für das “GRÜN DER ZEIT HAUS JUREKGASSE” Projekt von CITA Immobilien

Im aufstrebenden 15. Wiener Gemeindebezirk erreichte kürzlich das innovative Revitalisierungsprojekt “GRÜN DER ZEIT HAUS JUREKGASSE” von CITA Immobilien einen bedeutenden Meilenstein. Die Firstfeier markierte den erfolgreichen Abschluss der Rohbauphase für dieses anspruchsvolle Sanierungsvorhaben.

Geschrieben von:

Chefredakteur bei

Immobilien Redaktion
Interview-Partner:
Dieser Inhalt:
  • Erschienen am:
    03.04.2025
  • um:
    06:00
  • Lesezeit:
    3 min
  • Bewertungen und Kommentare:
    0
  • Jetzt bewerten

Werbung

Kategorie: Inland

Artikel:854

Die vielfältigen Inhalte unser Artikel und Videos befassen sich mit der Immobilienmarktentwicklung in Österreich und geben gemeinsam mit den relevanten Branchennews einen aktuellen Überblick. Allerdings werfen wir auch einen Blick in die Zukunft der einzelnen Assets. 
Mit diesem Blick in die Zukunft garantieren wir allen Lesern und Leserinnen, bei den entscheidenden Entwicklungen vorne dabei zu sein. Wir denken oft schon über Themen nach, die andere noch gar nicht als solche erkannt haben und greifen Entwicklungen auf, bevor sie sich am Markt etabliert haben.

Newsletter Abonnieren

Abonieren Sie unseren täglichen Newsletter und verpassen Sie keine unserer redaktionellen Inhalte, Pressemeldungen, Livestreams und Videos mehr.

Bitte geben Sie Ihren Vor- und Nachnamen ein, es sind exakt 2 Worte beginnend mit Großbuchstaben erlaubt.

Vielen Dank! Ihre Daten wurden gespeichert. Damit Ihre Anmeldung gültig wird klicken Sie bitte den Link in dem Bestätigungsmail das wir Ihnen gesendet haben.

Werbung

Das Immobilien-Redaktion Unternehmen der Woche 13/2025

Wir Gratulieren IMMOcontract zu erreichten 150 Punkten!

Platz 2

Immobilienrendite AG

Hollandstraße 14, 1020 Wien

Die Immobilienrendite AG sucht unterbewertete Immobilien, um mit kreativen Lösungen neuen Nutzen für Mieter, Investoren, Banken und Käufer zu schaffen.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News

Platz 3

ARE Austrian Real Estate GmbH

Trabrennstraße 2B, 1020 Wien

Mit einem Portfolio von 582 Bestandsliegenschaften und rund 35 Projekten in Entwicklung zählt die ARE Austrian Real Estate zu den größten österreichischen Immobilienunternehmen. Eine ihrer Kernkompetenzen ist die Entwicklung zukunftsweisender Stadtteile und Quartiere mit durchdachter Infrastruktur. Bei der Bewirtschaftung ihres breitgefächertes Portfolio an erstklassigen Büro-Objekten setzt die ARE auf kontinuierliche Bestandsoptimierung und individuelle Nutzungskonzepte mit bestmöglichem Service für ihre Kund*innen. Höchste Nachhaltigkeitsstandards und das Bekenntnis zum Klimaschutz stehen dabei stets im Zentrum des Wirtschaftens.

Unternehmen

Produkt/Leistung

Profil News