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Gefängnisse als alternative Investments

In den letzten Jahren hat sich nahezu jede Branche gewandelt, und diese Veränderungen haben natürlich auch vor dem Immobilienmarkt nicht Halt gemacht.

Spezialisierte Fonds erlebten einen Aufschwung und etablierten sich immer mehr– beispielsweise in Private-Equity-Immobilienfonds. Alternative Investments machten im Jahr 2010 allerdings erst einen Anteil von 5,9% des Gesamtmarktes aus. Trotzdem konnten sie ein starkes Wachstum verzeichnen, denn die Zahl der alternativen Fonds hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Zu diesen Fonds gehören nun verschiedenste Segmente wie beispielsweise Studentenwohnheime, Parking oder Healthcare. Darüber hinaus zählen auch Greenbuilding-Fonds dazu, da sich die nachhaltige Bauweise in den Standardsegmenten Büro, Wohnen, Logistik oder Retail erst langsam richtig durchsetzt. Besonders beliebt in Nordamerika, Westeuropa, Japan und Australien sind Fonds, die in Alters- und Pflegeheime sowie Kliniken investieren, da in diesen Ländern aufgrund der demografischen Entwicklung eine besondere Nachfrage nach solchen Einrichtungen besteht.

In den USA weitet sich diese Nachfrage aber auch stark auf Gefängnisse aus, denn Amerika ist die Gefängnisnation Nummer eins auf der Welt. In den letzten 25 Jahren hat sich die Zahl der Insassen geradezu vervierfacht, somit kommen heute auf 100.000 US-Bürger ca. 760 Häftlinge. Die Quote ist in den USA um das Zehnfache höher als in Deutschland. Allein in Kalifornien sitzen mehr Menschen im Gefängnis als in Großbritannien, Frankreich, Holland, Deutschland, Japan und Singapur zusammen. Da liegt die Idee nicht fern, auf Haftanstalten zu setzen, und dies haben die Amerikaner erkannt. Da die meisten Gefängnisse auch hoffnungslos überfüllt sind und die Kosten von zirka 200 Millionen US-Dollar im Jahr 1975 auf inzwischen 4,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr anstiegen, zählen amerikanische Gefängnisse zu den Immobilien mit der höchsten Auslastung.

Bereits jetzt müssen Häftlinge in Sporthallen oder provisorischen Baracken untergebracht werden, da sonst kein Platz vorhanden ist. Diese Situation ist den Investoren natürlich nicht entgangen, und so hat sich der Betrieb von Haftanstalten und die Investition in solche Einrichtungen in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. In einer Krise zeigt sich dies besonders, denn je schwächer die Wirtschaft, desto höher ion der Regel die Kriminalitätsrate. Unter diesen Voraussetzungen stehen Aktien von Gefängnisbetreibern geradezu in negativer Korrelation zur wirtschaftlichen Entwicklung. Da wundert es nicht, dass „jailhouse stocks“ für Investoren sehr attraktiv sind– und es in nächster Zeit vermutlich auch bleiben werden.

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Geschrieben von:

Alexandra Koch

Interview-Partner:
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  • Erschienen am:
    06.12.2010
  • um:
    19:34
  • Lesezeit:
    2 min
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