Schlagwort: Hotellerie

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Wohnen wir bald im „Hotel“?

Hotels und Apartmenthäuser durchlaufen eine unglaubliche Entwicklung, und vermutlich zeigen sie bereits heute die nächste Stufe des Wohnens auf.

Die Apartment-Industrie entwickelt immer neue Konzepte und spricht damit unterschiedliche Zielgruppen an. In den vergangenen Jahren hat sich diese Wohnform erst einmal in unseren Breiten etabliert, jetzt kommen die unterschiedlichen Ausformungen. Im extrem wachsenden Serviced-Apartment-Segment orientieren sich die Marktbeteiligten in ihren Konzepten immer weniger an den klassischen Zielgruppen als vielmehr an Lebensstilen, Neigungen und Werten.

Auflösung der Grenzen

Dadurch vermischen sich die Apartmentkonzepte in einer unabsehbaren Dynamik und mit einer nie dagewesenen Markenvielfalt. „Die einst starren Grenzen zwischen Serviced Apartments, Wohnwirtschaft und Hotellerie haben sich aufgelöst“, erklärt Anett Gregorius, Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice. Und das äußerst Spannende: „Aktuelle Wohnen-auf-Zeit-Konzepte werden auch zu einem Maßstab für künftige Wohnmodelle.“ Hier wird sozusagen am lebenden Objekt geforscht. Learning by doing. Denn was in der Serviced-Apartment-Welt seine Berechtigung hat, das kann durchaus auch in die weite Welt des Wohnens expandiert werden.

Man weiß, wen man wo trifft

„Auffallend ist, dass sich die Akteure immer stärker an Lebensstilgruppen orientieren, die man von den Sinus-Meta-Milieus kennt“, erklärt Gregorius. (Die Sinus-Meta-Milieus existieren übergreifend in mehr als 40 Ländern und fassen Menschen zusammen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln – Anm. d. Red.) „Neue Brands wie Sylc., Joyn (Corestate) und The Fizz (International Campus) oder Hotelmarken wie R.evo (Vienna House) richten sich mit ihren Konzepten heute nicht mehr allein an den klassischen Zielgruppen der Geschäftsreisenden, Berufsanfänger, Städtereisenden oder Studenten aus, sondern mixen die Elemente, um primär Milieus wie die „Established“, „Performers“, „Sensation-Oriented“ oder die „Digital Avantgarde“ zu bedienen, meint Gregorius. Also kein Mix mehr der Menschen, sondern die Gäste wissen, wen sie treffen: ihresgleichen sozusagen.

Revolution und Evolution

In dem angesprochenen Konzept von Vienna House wird die klassische Hotelkategorisierung gesprengt. „Das neue Konzept der Vienna-House-Gruppe ist etwas zwischen Hotelrevolution und -evolution, das sich daran orientiert, wie Menschen heute leben und arbeiten wollen“, sagt Rupert Simoner, Vorstandsvorsitzender von Vienna House. „Die Technologisierung hat uns verändert, und es wird Zeit, dass wir diesen neuen Lebensmodellen den passenden Raum bieten.“ Im Vienna House R.evo können Gäste oder Bewohner für eine Nacht, mehrere Monate oder auch nur für einen halben Arbeitstag einchecken. Sie haben die Wahl zwischen Hotelzimmern, komplett ausgestatteten Studios, sogenannten Friends- oder Family-Rooms, wo alle zusammen und dennoch mit viel Privatsphäre übernachten, oder sie können sich einfach einen Arbeitsplatz mieten.

Urlaub, Freizeit, Arbeit, Wohnen

Urlaub, Freizeit, Wohnen oder Arbeit? Man weiß es nicht, aber das Konzept kommt an. Die komplette Technik und der Service sind vorhanden, inklusive der einen oder anderen Überraschung, da mit unterschiedlichen Unternehmen und Pop-ups im Umkreis zusammengearbeitet wird – sei es die Bäckerei, der Scooter- oder Fahrradverleih, der Designer oder Gastronomiebetriebe. Es gibt ein durchdachtes Konzept, aber kein starres Korsett. Individualität und Kleinteiligkeit sind vor allem bei der jüngeren Generation up to date. Aus dem „klassischen“ Hotel, das man im Urlaub besuchte, wird eine komplett neue Wohnform. Und es ist anzunehmen, dass diese neuen Konzepte bereits das Wohnen der Zukunft abbilden.

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Man planning his vacation trip with map

Quer durch Europa – Städtetourismus ist wieder en vogue

Budget-Hotels setzen sich in den Städten durch, auch B- und C-Standorte werden interessant.

Im Interview

Oliver Soini

Oliver Soini, Geschäftsführer der Soini GmbH, die in der DACH-Region bereits für namhafte Hotelketten Projekte realisiert hat (u. a. für niu Hotels).

Walter Senk: In Innenstädten setzen sich zunehmend Budget-Designhotels durch. Für welche Gästegruppe sind diese interessant?

Oliver Soini: Es fällt schwer zu generalisieren, aber die Budget-Hotels ziehen natürlich eher junge Menschen an. Es zählt in den Budget-Hotels nicht mehr die typische Sterne-Kategorie, und es gibt sehr unterschiedliche Klassen je nach Design und Preisgefüge. Das haben die großen Ketten erkannt und innerhalb ihres Portfolios Splittermarken gegründet.

Glauben Sie, dass die Sterne-Einteilung generell überholt ist?

Oliver Soini: Nur teilweise. In der hochpreisigen Kategorie haben die Sterne nach wie vor ihre Berechtigung. Beim Thema Budget-Hotels spielen die Sterne aber keine große Rolle. Ich vergleiche das immer gerne mit Restaurants, die ihre Michelin-Sterne oder ihre Hauben haben. Die Restaurants stellen das gar nicht mehr so sehr in den Fokus. Die Gäste interessieren sich weniger für die Sterne oder Hauben, die ein Experte verliehen hat, und setzen mehr auf die Einschätzung anderer Gäste. Daher haben im Internet – um jetzt wieder auf die Hotels zurückzukommen – Seiten wie TripAdvisor nach meinem Empfinden einen viel höheren Stellenwert. Budget-Hotels sind eben im Internet und den sozialen Medien sehr präsent, und da zählt eher die Meinung des Gastes als die eines Kritikers.

Nehmen die Budget-Hotels den Großen die Kunden weg?

Oliver Soini: Das glaube ich nicht. Die großen Ketten haben ein ganz starkes Buchungssystem mit einem riesigen Potenzial, und sie kümmern sich ja genauso um ihre Kunden. Budget-Designhotels verdrängen eher Familienhotels.

Warum können Familienhotels nicht umsteigen? Fehlen ihnen die Ideen?

Oliver Soini: Nein. Es fehlt ihnen häufig eher die Kapitalkraft als die Innovationskraft. Viele Familienhotels in den Metropolen wurden inzwischen vererbt und sind abgezahlt. Sie haben keine Schulden und können daher noch wirtschaftlich überleben, da die Vorgängergeneration alles geebnet hat. Jetzt müsste man investieren, aber dafür fehlt das Kapital. Und hier kommen mehr und mehr die Budgethotels rein und übernehmen dieses Metier.

Betrifft diese Entwicklung nur die DACH-Region oder ganz Europa?

Oliver Soini: Das betrifft ganz Europa.

Die Entwickler und Betreiber verlassen auch immer stärker die A-Städte.

Oliver Soini: Die Märkte vergrößern sich insofern, als sich Hotelentwickler und Hotelbetreiber nicht nur in den A-Märkten, sondern auch in den B- und C-Märkten bewegen. So schauen sie sich in Deutschland zum Beispiel auch Städte wie Krefeld oder Oberhausen an. Diese werden von Investoren außerhalb Europas sehr wohl verstanden, und zahlreiche Mikromärkte haben für Betreiber und Investoren auch ihren Reiz.

Wer fährt nach Krefeld?

Oliver Soini: Es gibt dort einen Industrie- und Gewerbepark, und zum Flughafen Düsseldorf sind es nur 25 Minuten mit dem Auto, in die Stadt selbst auch. Bei großen Messen findet man in Düsseldorf oft keine Übernachtungsmöglichkeiten, in Krefeld jedoch schon. Solche speziellen Marktcharakteristika muss man sich ansehen.

Welche Veränderungen sind Ihnen noch aufgefallen?

Oliver Soini: Bars und Restaurantbetriebe gewinnen in Hotels mehr an Bedeutung. Früher ist man zum Übernachten ins Hotel gegangen und dann ein paar Straßen weiter ins Restaurant. Das hat sich verändert. Viele neue Budget-Hotels haben eine fantastische Bar, und dort gehen nicht nur Hotelgäste hin, sondern auch zahlreiche Gäste von außerhalb. Die Betreiber achten darauf, dass man den Gast, der im Haus übernachtet, auch dort behält, um zusätzlichen Umsatz zu generieren. Wir bauen in Mainz ein niu-Hotel, ein neues Konzept der Novum-Gruppe, und in der Bar würde ich auch zur Barfly werden. In anderen Hotels gibt es ab und zu Kochevents, und es entsteht dabei eine dermaßen tolle Stimmung, dass man sich einfach wohlfühlt.

Ist das für Sie mehr ein Trend oder eine Entwicklung?

Oliver Soini: Ich sehe es nicht als Trend, sondern als eine langfristige Entwicklung – diese hat mit unserem gesellschaftlichen Wandel zu tun. Lebensqualität und Lebensgefühl sind auf dem Vormarsch, und das bemerkt man auch im Hotelbereich.

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Thoughtful young woman in interior with city sketch on whiteboard

MIPIM 2018. Urbanität und andere Entwicklungen

„Mapping World Urbanity”, also die Darstellung der weltweiten Urbanität, ist das zentrale Thema der heurigen MIPIM – dazu gibt es noch die Schwerpunkte Proptech und Afrika. Damit sind wichtige Trends vorgegeben, aber viele Besucher sind auch auf der Suche nach ihren eigenen Trends oder bringen diese mit.

 

Die MIPIM ist wieder der perfekte Rahmen, um über den Tellerrand zu blicken und auf internationaler Ebene die neuesten Branchentrends sowie die Stimmung der gesamten Immobilienwirtschaft einzufangen. Die Messe ist, wie dem Programm zu entnehmen ist, wieder voller interessanter Diskussionen und Vorträge. „Ich bin schon gespannt, was im ,PropTech Lab‘ präsentiert wird, da die BUWOG in diesem Bereich selbst sehr aktiv ist“, meint etwa CEO Daniel Riedl: „Ich finde es auch sehr wichtig, dass die MIPIM heuer ein Afrikaforum ausrichtet. Eigentlich verwunderlich, dass dieses Forum erst jetzt ins Leben gerufen wurde.“

Die weltweite Urbanität

Das Überthema der weltweiten Urbanität bietet für Riedl bereits genügend Diskussionsstoff. „Wie gehen die unterschiedlichen Städte bzw. deren Planer mit diesem Megatrend um?“, fragt Riedl: „Wie sehen die jungen Leute die Stadt der Zukunft und welche Antworten haben wir Immobilieninvestoren auf die Wünsche der jungen Menschen?“ Vor allem geht „aus Sicht der S IMMO das Thema Urbanität mit einem steigenden Wohnraumbedarf in den großen Städten Hand in Hand“, so S IMMO Vorstand Friedrich Wachernig. Der steigende Bedarf hat aber nicht nur mit dem Zuzug und der Demografie zu tun: „Wir beobachten einen Trend hin zu mehreren Wohnsitzen pro Person – sei es aus privaten oder beruflichen Gründen.“ Diese Entwicklung verläuft parallel zu einer stärkeren Nachfrage nach kleinerem Wohnraum und zusätzlich gemeinschaftlich genutzten Flächen. Derartige Tendenzen müssen für Wachernig sowohl in der Städteplanung als auch in aktuellen und zukünftigen Projektentwicklungen verstärkt Berücksichtigung finden. Ein weiterer Faktor, der für die weltweite Urbanität entscheidend sein wird, ist die „Integration von öffentlichen und privaten Nutzungen, die sich miteinander verzahnen und offene Grenzen schaffen“, ist Winfried Kallinger, Kallinger Projekte, überzeugt: „Damit wirkt man Gated Communities entgegen.“ Was die Zukunft betrifft, so wird immer stärker das Gemeinsame statt des Trennenden hervorgehoben, und die „Gemeinsamkeit auf allen Ebenen“ sieht St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (übrigens der einzige offizielle heimische Politiker auf der Messe) als Turbo der Stadtentwicklung: „Städte müssen aufhören, etwas FÜR die Wirtschaft zu tun, und müssen anfangen, Standortpolitik MIT der Wirtschaft zu machen.“

Der Hotelmarkt verändert sich drastisch

Der Hotelmarkt ist in starkem Wandel begriffen, und die klassische Hotelkategorisierung wird obsolet. „Hier liegt mein derzeitiger Schwerpunkt“, meint Rupert Simoner, Vorstandsvorsitzender von Vienna House: „Starre Raum- und Restaurantkonzepte gehören für mich der Vergangenheit an. Es geht um Mobilität, Trends, Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem und Wandelbarkeit.“ Simoner sieht das neue Konzept der Vienna-House-Gruppe zwischen Hotelrevolution und -evolution. Die Vorteile von Hotels, Guesthouses, individuellen Reisewohnerlebnissen und jungen lifestyligen Cityquartieren werde in einem Haus vermischt, kombiniert mit der digitalen und analogen Ausstattung. „Ich gehe davon aus, dass dieses Konzept bzw. diese neue Art des Hotelerlebens alte sowie neue Gästegruppen anzieht“, blickt Simoner in die Zukunft der City-Hotellerie.

Investoren und Politik

Die Immobilienbranche ist in Zeiten historisch hoher Preise, massiver Nachfrage und immer knapper werdenden Angebots für alle Investoren eine Herausforderung. „Es ist sehr interessant zu sehen, wie die verschiedenen Investoren darauf reagieren“, konkretisiert der Vorstandsvorsitzende der CA Immo AG, Andreas Quint, seinen Informationsschwerpunkt auf der Messe. Seine Überlegungen schließen politische Entwicklungen in den verschiedenen Ländern – von den USA über Großbritannien, Italien und Deutschland bis hin zu den EU-Beitrittskandidaten – ebenso ein wie die Diskussion über die zukünftige Entwicklung makroökonomischer Faktoren wie Wachstum, Inflation und Zinsen.

Regulierungen und Recht

Investoren sind für Rechtsanwalt Alfred Nemetschke, NHK Rechtsanwälte, ebenfalls ein spannendes Thema: „Welche Investmentkategorien sind gefragt? Welche Richtlinien haben sie, wie weit geht ihre Risikobereitschaft im Zusammenhang mit Forward Deals?“ Auch die „neuen Spieler, die in Wien ante portas stehen“, wecken das Interesse des Anwalts – und natürlich die rechtlichen Entwicklungen. Im Forum „Regulierung und Recht“ diskutieren Rechtsanwälte und Juristen, wie sich der europäische Rechtsrahmen und nationale Gesetze auf die Immobilienbranche auswirken. Während die Städte überlaufen werden, dünnen die Regionen aus, und der Regelungsbedarf in „hochverdichteten Innenstädten und am flachen Land wird sich entsprechend den Bedürfnissen weiterentwickeln“, blickt Nemetschke schon einmal in die juristische Zukunft.

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ANIMA-©-Albina-Bauer

Wo der Urlaub der Generation Y beginnt – und wohin er führt

Verändert der Tourismus die Hotellerie oder die Hotellerie den Tourismus? Vermutlich beides. Frans-Jan Soede über spannende Entwicklungen – und wohin die Millennials gerne auf Urlaub fahren.

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Was sind derzeit die großen Trends in der internationalen Hotellerie?

Im Interview

Jan Soede

Frans-Jan Soede, Sohn einer Immobilien-/Hoteliersfamilie, ist Geschäftsführer/Gründer von H.A.M.– Hotel Asset Management (h-a-m.at), Gründer der jährlich stattfindenden Konferenz „International Hotel Investment & Design Club Forum“( www.viennaconferences.com) und Board Member der Century Hotels Group. Mehr als 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen Hotelmanagement, Hotelentwicklungen und Beratung in CEE/SEE/CIS, Russland, Marokko, Kamerun und Senegal. Vor Gründung seines […]

Soede: Prinzipiell haben wir es mit einer neuen Kundengruppe zu tun, den Millennials oder der Generation Y. Das sind die Menschen, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden. Sie sind sehr technikaffin und sie wollen betreut werden in einer „Hotel Customer Journey“. Es wird immer wichtiger, den Gast gesamthaft anzusprechen. Von der Hotelsuche über die Buchung, den Aufenthalt bis zur Bewertung. So können Hotelketten und Hoteliers wieder die Souveränität über alternative Anbieter in der Kommunikation wie Online-Travel-Agents und Networks wie Booking.com oder Airbnb zurückerobern.

Besonders wichtig sind aber die Investitionen in digitale Infrastruktur, Marketing und Partnerships. Die Hotels sind nur mehr die Destination – aber nicht nur dort wird der eigentliche Urlaub verbracht.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Das heißt, Urlaub beginnt schon viel früher.

Soede: Ja. Urlaub bedeutet, dass die Reise vor dem eigentlichen Start bereits mit einer Reise im Netz beginnt. Die Urlauber von morgen bewegen sich zunehmend zwischen den Sphären Freizeit und Arbeit und von ihnen wird auch das Thema Luxus neu definiert. Luxus ist im Urlaub wichtiger denn je.

 

Sie meinen aber damit nicht Fünf-Sterne-Hotels.

Soede: Genau. Luxus wird vom Gast neu verstanden. Diese Gäste suchen nach Authentizität, erklären Lebensqualität zum zentralen Ziel und setzen auf individuelles Wohlergehen. Zeit spielt dabei eine zentrale Rolle, aber auch das ganzheitliche Erlebnis. Urlaub wird immer mehr zur Reise zum Ich. Die vierte Dimension ist das Erlebnis.

 

Individualität heißt aber auch Individualität der Hotels.

Soede: Die Zukunft der Hotels liegt nicht zuletzt in der Nische und im Besonderen. Inspiration ist das Konzept für die Zukunft, und somit geht es vielmehr um die Software eines Hotels und um die Hardware – also das Konzept. Der Ort, das Hotel und die Umgebung, die Architektur, die Rituale, die sich an einem Ort abspielen.

Den besten Hoteliers der Welt gelingt es schon lange, bei den Menschen Erinnerungen zu erzeugen. Dabei stehen die Themen Raum, Essen und Stil im Zentrum der Aufmerksamkeit. Bei den erlebnisorientierten Räumen geht es um die ganzheitliche sinnliche Wahrnehmung.

Im Mittelpunkt steht der Genuss, nicht die Ernährung. Das bedeutet, man muss eine Bühne schaffen, auf der die Speisen wirken. Inspirierende Räume erfüllen nicht nur Grundfunktionen, sondern sie wirken anregend und motivierend auf die Besucher, zum Beispiel konzentriert sich das Interesse auf die Entdeckung neuer Geschmäcker und Konsistenz. Daher rücken auch neue Destinationen immer stärker in das Blickfeld.

 

Welche zum Beispiel?

Soede: Afrika. Wasserfälle, Wüsten, Wildtiere, Berge: Afrika ist der facettenreichste Kontinent der Welt und lockt Touristen aus aller Welt an. Millionen von Menschen profitieren davon. Ein Drittel der afrikanischen Bevölkerung sind Millennials! Millennials treffen Millennials! Millennials suchen das Unbekannte, Authentische, sind die neuen Globetrotter und Sehnsuchtszielstrebende. Allem voran reist man nach Namibia, Tansania, Kenia, Südafrika. Aber auch andere Länder kommen auf das Reiseradar: Senegal, Côte d’Ivoire, Algerien und speziell Marokko.

 

Ist dies ein Grund, warum Ihr Unternehmen ein Büro in Marokko eröffnet hat?

Soede: Marokko und der Tourismus profitieren von einer stabilen politischen Konstellation. Seit 2011 wurde der demokratische Prozess weitergetrieben und ein Machtgleichgewicht erreicht. Der Tourismus in Marokko wuchs 2017 weiter und entspricht einem Wachstum von ca. zehn Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Marokko hatte 2017 erstmals elf Millionen Touristen, für das Jahr 2020 wurde das Ziel von zwölf Millionen Besuchern pro Jahr verabschiedet.

Unser Büro in Casablanca unterstützt nationale und internationale Immobilienentwickler und Investoren bei der professionellen Entwicklung von Hotels und Ferienanlagen. Auch die Repositionierung von bestehenden Hotels ist eine unserer Leistungen.

In Marokko sind ca. 24 Hotels/Resorts im Bau und 26 Hotelprojekte in der Pipeline. 2016 eröffnete André Heller rund 27 Kilometer von Marrakesch entfernt Anima – einen afrikanischen Garden Eden.

 

Was macht Marokko so besonders?

Soede: Man taucht ein in eine völlig andere Welt. Die marokkanische Kultur ist eine unvergleichliche Mischung aus arabischer Kultur, Berberkultur, jüdischer Kultur mit Einflüssen aus Spanien und Frankreich und natürlich Afrika.

Die Menschen sind immer nett und hilfsbereit. Von der Wüste bis an die Küste, es ist landschaftlich mit Worten nicht zu beschreiben.

 

Was sind die beliebtesten Ziele?

Soede: Wer früher Marokko besuchte, der reiste entweder in die Küstenstadt Agadir oder in das berühmte Marrakesch. Das scheint sich etwas zu ändern. Die Städte Tanger und Fès konnten das höchste Wachstum für sich verzeichnen. Die Besucherzahlen der Hafenstadt Tanger stiegen um 60 Prozent und jene der Kultur- und Islamstadt Fès um 44 Prozent. Gefolgt werden die Spitzenreiter von der Hauptstadt Rabat sowie Casablanca und Marrakesch.

 

Sie haben mit anderen Experten eine neue Hotelmanagement-Gruppe gegründet.

Soede: Die Century ist eine „Third Party Hotel Management Group“ und deckt das Management von Limited Service Brands der großen Hotelgruppen in CEE, SEE, CIS ab. Dazu gehören unter anderem Courtyard Marriott, Holiday Inn Express, Hampton by Hilton oder Ramada. Der Fokus liegt auf sekundären Städten oder kleineren Hauptstädten. Der Hoteleigentümer schließt einen Franchisevertrag mit der Hotelgruppe und einen Managementvertrag mit Century ab. Diese Konstruktion garantiert langfristige Qualitätskontrolle, Nachhaltigkeit und Profitabilität.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][divider layout=“2″ color=“#000000″]2 Minuten mehr …[/divider][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“20358″ img_size=“medium“ alignment=“center“ style=“vc_box_outline“ onclick=“custom_link“ img_link_target=“_blank“ link=“http://h-a-m.at/?/2-0-ProjekteundReferenzen.htm“ el_class=“img-responsive“][vc_column_text]Ein Blick auf unsere Projekte und Referenzen zeigt Ihnen die Vielfaltunseres Angebots – wir sind es gewohnt mit verschiedensten Kulturen und mit großer Flexibilität in unterschiedlichen Settings zu arbeiten und dabei herausfordernde Aufgaben zu meistern.[/vc_column_text][button href=“http://h-a-m.at/?/2-0-ProjekteundReferenzen.htm“ text_color=“#ffffff“ target=“1″]Hotels Asset Management[/button][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“20355″ img_size=“medium“ alignment=“center“ style=“vc_box_outline“ onclick=“custom_link“ img_link_target=“_blank“ link=“http://www.century-hotels-group.com/“ el_class=“img-responsive“][vc_column_text]Century Hotels Group Ltd. is a Vienna-Austria-based independent family-owned hotel management company. Hotel owners, developers, hospitality actors and guests discover the Century difference.[/vc_column_text][button href=“http://www.century-hotels-group.com/“ text_color=“#ffffff“ target=“1″]Century Hotels Group[/button][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“20357″ img_size=“medium“ alignment=“center“ style=“vc_box_outline“ onclick=“custom_link“ img_link_target=“_blank“ link=“http://www.anima-garden.com/erleben.html“ el_class=“img-responsive“][vc_column_text]Die drei Hektar große, opulente, botanische Inszenierung des Universalkünstlers André Heller ist ein magischer Ort der Sinnlichkeit, des Staunens, der Kontemplation, der Freude, der Heilung und der Inspiration für Menschen jeden Alters, die Unvergessliches erleben wollen.[/vc_column_text][button href=“http://www.anima-garden.com/erleben.html“ text_color=“#ffffff“ target=“1″]Anima Garden[/button][/vc_column][/vc_row]

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