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Löst der „Lido“ den „Bobo“ ab? So steht’s um die Immo-Renditen in Wien

Die Stadt Wien wächst. „In den letzten 15 Jahren haben wir ganz Graz in Wien gebaut“, behaupten die Ressortzuständigen in der Stadtregierung nicht ohne Stolz. Tatsächlich ist Wien in dem Zeitraum um 200.000 Bewohner gewachsen; die Bundeshauptstadt steuert auf die Zwei-Millionen-Einwohner-Marke zu.



Für diese enorme Entwicklung braucht es Infrastruktur und insbesondere Wohnraum. Zu dieser Nachfrage kommt die Corona-Krise: Mehr denn je wird jetzt in Betongold investiert. Wo sind die Stadtteile, die boomen, wo lohnt es sich am meisten? Der Trend zeigt: Die Donaustadt löst die Innergürtel-Bezirke ab.

Die KE Wohnimmobilien GmbH hat die Zahlen und Fakten der im Moment zum Verkauf stehenden Neubauwohnungen in Wien erhoben und auf den aktuellen Mietpreisspiegel der Immo-Vermittlungsplattform „willhaben“ auf Bezirke und Rendite umgelegt. Geschäftsführer der KE Wohnimmobilien Ernst Kovacs: „Die zwei größten Flächenbezirke Wiens, nämlich Favoriten im Süden und die Donaustadt im Nordosten, führen im Ranking mit Renditen-Erwartungen von jeweils 3,9 Prozent p. a.“ Interessant ist, dass im 22. Bezirk sowohl die Verkaufspreise als auch die Mietpreise höher sind als bei den anderen Bezirken mit hohen Renditen – die Grundlage der Erhebung sind Angebotspreise. Das Ergebnis könnte also auch darauf hindeuten, dass in der Donaustadt die Vorstellungen der Bauträger etwas zu optimistisch sind.

Run auf die Bobo-Gegenden (Bezirke innerhalb des Gürtels) in Wien hält an

Fläche und Boden sind begrenzte Ressourcen, und sowohl Favoriten als auch die Donaustadt bieten Potenzial für Neubau – was deren „Pole-Position“ in dem Bereich erklärt. Was aber die Lage betrifft – also die Verfügbarkeit lokaler Infrastruktur, öffentlichen Verkehrs, von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen –, genießen Favoriten und die Donaustadt einen weniger guten Ruf als die „Bobo-Bezirke“ innerhalb des Gürtels (mit „Bobostan“ sind gemeinhin Neubau, die Josefstadt und der Alsergrund gemeint). Trotzdem verlangen Bauträger hohe Preise für „die Peripherie“ – möglicherweise sind die Erwartungen da überhöht.

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Ein klassisches Bild geben die „Altes-Geld-Bezirke“ ab meint Ernst Kovacs: „Die Innere Stadt verzeichnet durchschnittliche Quadratmeterpreise von über 19.000 Euro – ein Wert wie die Bezirke Favoriten, Simmering, Donaustadt und Liesing zusammengerechnet.“ Die Rendite nimmt sich dafür bescheiden aus: Mit 1,3 Prozent errechneter Rendite p. a. liegt das „Betongold im Ersten“ an letzter Stelle im Bezirksranking.

Die detaillierte Aufstellung aller Bezirke führt die KE Wohnimmobilien auf ihrer Website an: https://www.ke-wohnimmobilien.at/post/wiener-renditen-ranking


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