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Michael Pisecky: Abbruch- und Spekulationsverbote schaffen keinen zusätzlichen Wohnraum

Bauträger schlagen der Kommunalpolitik wirkungsvolle Maßnahmen vor

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„Maßnahmen wie Abbruchverbote und Spekulationsverbote lösen kein Problem am Wiener Wohnungsmarkt.“ Das betonten heute Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wiener Wirtschaftskammer, und Mag. Hans Jörg Ulreich, Bauträgersprecher der Wirtschaftskammer. Die beiden Experten nehmen damit Bezug auf derartige Forderungen und Maßnahmen aus der Wiener Kommunalpolitik.

Zwar wurde zuletzt richtig erkannt, dass es darum geht, Sanierungsanreize zu schaffen oder Dachgeschoß-Ausbauten zu fördern, stellen die beiden Fachleute fest. Sie weisen aber auch darauf hin, dass die in der vergangenen Woche quasi als Lösung vorgestellten Maßnahmen, die momentane, negative Entwicklung verstärken: Statt sanierungswilliger Bauträger geben sich so weiterhin jeweils höchstbietende Anleger, die auf Gewinn durch Preissteigerungen von Grund und Boden spekulieren, die Klinke in die Hand. Da nutzt auch kein 15jähriges Verkaufsverbot, das Geld ist ohnehin bereits gewinnbringend in der Immobilie angelegt.

Für Bauträger die kaufen, sanieren und dringend benötigten, zusätzlich Wohnraum schaffen und dann vermieten oder verkaufen wollen, ändert sich derart aber nichts. Um tatsächlich am Wiener Wohnungsmarkt etwas bewegen zu können, stellen die beiden Kammer-Funktionäre folgende Forderungen:

  1. den Mietzins für sanierte Altbauten nicht mehr gegenüber Neubauten zu benachteiligen und
  2. die Flächenwidmung den Anforderungen der Zeit – wie Nachverdichtung -endlich anzupassen und zur Regel, statt zur seltenen Ausnahme zu machen.

„Solange sanierte Altbauten im Mietrecht gegenüber Neubauten benachteiligt sind und solange es über die höchst veraltete Wiener Flächenwidmung quasi unmöglich ist, bei einem Sanierungsprojekt höher und dichter zu bauen, also auch ein Dachgeschoß aufzustocken, sind alle anderen Maßnahmen zahnlos. Gerne stellen wir unser Know-How zur Verfügung, wenn es darum geht, Maßnahmen zu setzen, die zu zusätzlichem, erschwinglichem Wohnraum führen“, bieten Pisecky und Ulreich der Kommunalpolitik die Expertise ihrer Branche an.

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